Wer im Streamingkrieg obsiegen wird

Bislang war die Sache mit dem Streaming einfach. Man hatte ein Netflix-Abo – fertig. Letzten Herbst ist die Angelegenheit ein bisschen komplizierter geworden. Da kam Apple TV+ dazu. Doch dort ist man bislang mit For all mankind ausreichend bedient, sodass dieses neue Angebot die Entscheidungsfindung nur marginal erschwert.

Doch in gut einem Monat, ab dem 24. März, gesellt sich Disney+ dazu. Ich habe die Ausgangslage im  Beitrag Netflix bangt um die Zukunft für die Tamedia-Zeitungen analysiert (Abo+).

Disney+ ist ein ernstzunehmender Mitspieler im Streamingzirkus: Der Konzern ist milliardenschwer. Er sitzt auf gigantischen Archivbeständen. (Ich habe versucht, ein paar Zahlen dazu zu finden – leider auf die Schnelle ohne Erfolg. Falls jemand eine Statistik dazu kennt, bin ich froh um einen Hinweis per Kommentar.) Und er ist gewillt, Netflix das Leben schwer zu machen. „Wer im Streamingkrieg obsiegen wird“ weiterlesen

Es lohnt sich vor allem für die Swisscom

Werbung zählt nun nicht so den grossen Errungenschaften der Menschheit. Die Werbung drängt sich einem auf und ist selten geistreich. Im Gegenteil: Sie hat oft eine allzu simple und obendrein irrelevante Botschaft. Und sie ist formal meist einfach gestrickt: Voll auf die Zwölf! Damit auch ja das dümmste Exemplar aus der Zielgruppe nicht zum Streuverlust wird.

Wenn Werbung meistens doof ist, dann ist es nun nicht sonderlich originell, an dieser Stelle eine unoriginelle Werbung anzuprangern. Aber genau das tue ich: Und ich frage, ob die Leute bei der Swisscom, die diese Werbung in Auftrag gegeben haben, eigentlich noch alle Latten am Zaun haben.

Also, es geht um ein Plakat, das ich seit ein paar Tagen jedes Mal sehe, wenn ich die Unterführung beim Bahnhof Winterthur passiere. Und das mich jedes Mal triggert, wenn ich daran vorbeigehe. Meine allergische Reaktion dürfte damit zu tun haben, dass es das übliche bescheidene Niveau der Werbung – und speziell der Werbung in Plakatform – noch unterschreitet. Es handelt sich um eine Botschaft, die anscheinend vom jüngsten, gescheitesten, bescheidensten und ehrlichsten Mann auf diesem Planeten inspiriert wurde. „Es lohnt sich vor allem für die Swisscom“ weiterlesen

Die einheimische Datenwolke


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MyCloud der Swisscom ist kein sonderlich innovatives Produkt. Böse Zungen würden es einen Dropbox-Klon nennen. Aber bekanntlich ist gut abgekupfert viel besser als schlecht selbst erfunden. Darum ist der Dienst allemal einen Blick wert. Zumal die Swisscom, so weit ich das nach einigen Wochen des Testens sagen kann, ihn tatsächlich sorgfältig abgekupfert implementiert hat.

Ich habe mir entsprechend überlegt, ob ich MyCloud zum Anlass nehmen soll, der Dropbox Ciao zu sagen. Ich bekomme deutlich mehr Speicherplatz (15 GB statt 5,5 wie bei der Dropbox). Der Datentransfer erfolgt (gefühlt, nicht gemessen) deutlich schneller. Die Dropbox ist zwar ein innovatives, nicht gerade ein sympathisches Unternehmen. Und ausserdem ist es nicht verkehrt, ein bisschen Lokalpatriotismus walten zu lassen, wenn hier schon mal ein Schweizer Unternehmen einen Dienst lanciert, der mit der globalen Konkurrenz mithalten kann.

Ich habe mich (vorerst) dagegen entschieden. „Die einheimische Datenwolke“ weiterlesen

Blamage für die Swisscom

Oder: Ein neues Abenteuer aus dem Telekom-Dschungel, bei dem ich von der Swisscom in die Arme der Konkurrenz getrieben wurde.

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Eine Alternative wären natürlich die Telefonkabinen am Bahnhof.

Als sich der Umzug aus dem Hort der Faulheit, unserem Noch-Domizil im Lindquartier in Winterthur ins Bruehlgarden Castle abzeichnete, tat ich, was man in solchen Fällen tut. Ich meldete die Adressänderung den üblichen Verdächtigen, darunter auch meinem Telekomanbieter. Die Swisscom beschied mir daraufhin, ich müsse einen Elektriker aufbieten. Das schien mir nutzlos. „Blamage für die Swisscom“ weiterlesen