Fragwürdige Auskünfte im Swisscom-Shop

Unwissenheit oder blanke Lüge? In einem Laden des Telekom-Anbieters wurde Unsinn darüber erzählt, wie lange man ein älteres iPhone sicher benutzen kann.

In schöner Regelmässigkeit habe ich das Vergnügen, Leserinnen-Zuschriften zu bekommen. Nein, nicht von euch, die ihr dieses Blog hier lest: Ihr seid bemerkenswert schreibfaul. Ausser natürlich die Stammgäste in den Kommentarspalten, denen ich an dieser Stelle gern ein Dankeschön für ihre Rückmeldungen zukommen lasse.

Nein, die Zuschriften kommen aus den Reihen der Leserinnen und Leser der Tamedia-Titel. Seit 2015 und dem Ende der Kummerbox hat die Korrespondenz mengenmässig nachgelassen, aber sie ist nicht versiegt. Und ab und zu kommt es sogar vor, dass jemand aus der Leserschaft anruft. Ja: per Telefon! Auf meine Redaktions-Festnetz-Nummer!

Das ist neulich wieder einmal passiert. Eine Dame aus Bern war am Draht, die sich höflich als Leserin von «Der Bund» vorgestellt hat und mir ihr Anliegen schilderte: Sie war in einem Laden ihres Telekom-Anbieters, der Swisscom, wo man ihr gesagt hat, sie brauche ein neues iPhone, weil ihr altes «von Apple nicht mehr unterstützt» werde. Doch weil sie der Auskunft nicht so ganz getraut hat, wollte sie es genau wissen. „Fragwürdige Auskünfte im Swisscom-Shop“ weiterlesen

Ransomware bei Comparis, Blackout bei der Swisscom

Das war keine gute Woche für die IT-Sicherheit. Und ob das nicht genügend Hiobsbotschaften gewesen wären, ist auch noch eines der bekanntesten Open-Source-Programme auf die schiefe Bahn geraten.

Das war keine gute Woche für den Informatikstandort Schweiz: Die Website von Comparis wurde durch einen erpresserischen Schadsoftware lahmgelegt. Die Angreifer haben Lösegeld in Höhe von 400’000 Dollar gefordert. Gezahlt wurde offenbar nicht, wie es im Beitrag beim «Tagesanzeiger» heisst.

Dabei [bei der Wiederherstellung der Website] habe dem Unternehmen geholfen, dass es regelmässig «Backups» ihrer Daten angelegt habe, wie der Sprecher bestätigte.

Ich würde Backups nicht in Anführungszeichen setzen, ehrlich gesagt. Sondern eher doppelt unterstreichen, mit Fettdruck versehen und rot auszeichnen. „Ransomware bei Comparis, Blackout bei der Swisscom“ weiterlesen

Wer im Streamingkrieg obsiegen wird

Nebst Netflix bekommen wir es mit AppleTV+, mit Disney+, Amazon Prime, Sky Show und den Angeboten von Swisscom und UPC zu tun: Was man wirklich braucht – und wie man den Durchblick behält.

Bislang war die Sache mit dem Streaming einfach. Man hatte ein Netflix-Abo – fertig. Letzten Herbst ist die Angelegenheit ein bisschen komplizierter geworden. Da kam Apple TV+ dazu. Doch dort ist man bislang mit For all mankind ausreichend bedient, sodass dieses neue Angebot die Entscheidungsfindung nur marginal erschwert.

Doch in gut einem Monat, ab dem 24. März, gesellt sich Disney+ dazu. Ich habe die Ausgangslage im  Beitrag Netflix bangt um die Zukunft für die Tamedia-Zeitungen analysiert (Abo+).

Disney+ ist ein ernstzunehmender Mitspieler im Streamingzirkus: Der Konzern ist milliardenschwer. Er sitzt auf gigantischen Archivbeständen. (Ich habe versucht, ein paar Zahlen dazu zu finden – leider auf die Schnelle ohne Erfolg. Falls jemand eine Statistik dazu kennt, bin ich froh um einen Hinweis per Kommentar.) Und er ist gewillt, Netflix das Leben schwer zu machen. „Wer im Streamingkrieg obsiegen wird“ weiterlesen

Was für eine Woche!

Der Wochenrückblick für die Woche 7: #Cryptoleaks, Schon wieder ein Blackout bei Swisscom, Aus für Essential, Mobile World Congress abgesagt

Schon lange trage ich mich mit dem Gedanken, am Ende einer Woche einen kleinen Rückblick zu veröffentlichen: Mit den wichtigsten Meldungen und einem (optionalen) Kurzkommentar. Bei Clickomania.ch passt das nicht richtig ins Konzept – aber hier scheint mir die Idee perfekt. Eure Meinung zu dieser Idee lese ich übrigens gerne via Kommentare.

Über die wichtigste Geschichte dieser Woche brauchen wir nicht lange zu diskutieren. Es ist natürlich diese hier: „Was für eine Woche!“ weiterlesen

Es lohnt sich vor allem für die Swisscom

Die Swisscom hat es nicht anders gewollt: Mit einer haltlosen Behauptung auf einem Werbeplakat hat sie diesen Blogpost proviziert, in dem ein paar Dinge geradegerückt werden.

Werbung zählt nun nicht so den grossen Errungenschaften der Menschheit. Die Werbung drängt sich einem auf und ist selten geistreich. Im Gegenteil: Sie hat oft eine allzu simple und obendrein irrelevante Botschaft. Und sie ist formal meist einfach gestrickt: voll auf die Zwölf! Damit auch ja das dümmste Exemplar aus der Zielgruppe nicht zum Streuverlust wird.

Wenn Werbung meistens doof ist, dann ist es nun nicht sonderlich originell, an dieser Stelle eine unoriginelle Werbung anzuprangern. Aber genau das tue ich: Und ich frage, ob die Leute bei der Swisscom, die diese Werbung in Auftrag gegeben haben, eigentlich noch alle Latten am Zaun haben.

Als ob Trump Werbung für die Swisscom machen würde

Also, es geht um ein Plakat, das ich seit ein paar Tagen jedes Mal sehe, wenn ich die Unterführung beim Bahnhof Winterthur passiere. Und das mich jedes Mal triggert, wenn ich daran vorbeigehe. Meine allergische Reaktion dürfte damit zu tun haben, dass es das übliche bescheidene Niveau der Werbung – und speziell der Werbung in Plakatform – noch unterschreitet. Es handelt sich um eine Botschaft, die anscheinend vom jüngsten, gescheitesten, bescheidensten und ehrlichsten Mann auf diesem Planeten inspiriert wurde. „Es lohnt sich vor allem für die Swisscom“ weiterlesen

Die einheimische Datenwolke

MyCloud der Swisscom im Test: Das stärkste Argument für diese Online-Ablage ist das unbegrenzte Datenvolumen für Bestandeskunden.


Die Swisscom legt sich mit Google und Microsoft an.

MyCloud der Swisscom ist kein sonderlich innovatives Produkt. Böse Zungen würden es einen Dropbox-Klon nennen. Aber bekanntlich ist gut abgekupfert viel besser als schlecht selbst erfunden. Darum ist der Dienst allemal einen Blick wert. Zumal die Swisscom, so weit ich das nach einigen Wochen des Testens sagen kann, ihn tatsächlich sorgfältig abgekupfert implementiert hat.

Ich habe mir entsprechend überlegt, ob ich MyCloud zum Anlass nehmen soll, der Dropbox Ciao zu sagen. Ich bekomme deutlich mehr Speicherplatz (15 GB statt 5,5 wie bei der Dropbox). Der Datentransfer erfolgt (gefühlt, nicht gemessen) deutlich schneller. Die Dropbox ist zwar ein innovatives, nicht gerade ein sympathisches Unternehmen. Und ausserdem ist es nicht verkehrt, ein bisschen Lokalpatriotismus walten zu lassen, wenn hier schon mal ein Schweizer Unternehmen einen Dienst lanciert, der mit der globalen Konkurrenz mithalten kann.

Keine Versionierung, keine App-Integration

Ich habe mich (vorerst) dagegen entschieden. „Die einheimische Datenwolke“ weiterlesen

Blamage für die Swisscom

Oder: Ein neues Abenteuer aus dem Telekom-Dschungel, bei dem ich von der Swisscom in die Arme der Konkurrenz getrieben wurde.

Eine Alternative wären natürlich die Telefonkabinen am Bahnhof.

Als sich der Umzug aus dem Hort der Faulheit, unserem Noch-Domizil im Lindquartier in Winterthur ins Bruehlgarden Castle abzeichnete, tat ich, was man in solchen Fällen tut. Ich meldete die Adressänderung den üblichen Verdächtigen, darunter auch meinem Telekomanbieter. Die Swisscom beschied mir daraufhin, ich müsse einen Elektriker aufbieten.

Das schien mir nutzlos. „Blamage für die Swisscom“ weiterlesen