W Social will als Gegenentwurf zu Twitter Europa eine starke Stimme in der Sphäre der sozialen Medien verleihen. Der erste Test fällt ernüchternd aus: Mit der Authentifizierung per Passkopie liegen die Eintrittshürden hoch und wegen der starken Anlehnung an Bluesky geht jede Eigenständigkeit flöten.
Kategorie: News
Aktualität aus dem digitalen Bereich, kommentiert und eingeordnet.
In den sozialen Medien ist es zu einer Art Volkssport geworden, den Schindluder mit KI-Texten zu verteidigen oder kleinzureden. Hier meine (höchstselbst fabrizierte) Gegenrede.
Neu gibt es den Spotify DJ auch in der Schweiz und Deutschland: Die KI erleichtert die Musikauswahl beträchtlich und liefert sogar eine gefällige Moderation. Ist das Radio 2.0 oder doch eher Endstation Sehnsucht für ein ehemaliges Kulturmedium? Ich finde Argumente für beide Sichtweisen.
In Firefox zieht mit dem «Smart Window» ein KI-Modus ein, der Suchresultate zusammenfasst, Reiterinhalte vergleicht und die Chronik analysiert. Ein erster Test zeigt interessante Ansätze, aber auch einen eklatanten Mangel beim Datenschutz. Ob Mozillas KI-Strategie aufgeht, bleibt offen.
Spotify führt mit «Verified by Spotify» einen Badge ein, der «echte Künstlerpräsenz» sichtbar machen soll. Es gibt die Kritik, das sei nur Symptombekämpfung. Doch auch wenn dieser Ansatz seine Schwierigkeiten hat, hilft er, AI‑Slop von authentischer Musik zu trennen.
Die Virtual-Reality-Eskapaden von Mark Zuckerberg sind am Ende. Ich frage mich: Hätte ein Digitalredaktor wie ich das kommen sehen müssen? Und was bleibt von dieser 80-Milliarden-Dollar-Fantasie?
Twitter, Facebook und Bluesky im Rückblick: Der Rowdy radikalisiert sich weiter, der Hallodri kümmert sich weder um KI-Dreck noch um gesellschaftliche Verantwortung – und die Politik scheint aufgegeben zu haben.
Der Meta-Chef investiert Milliarden in die Superintelligence Labs, jagt der Konkurrenz die besten Leute ab und behauptet, nur das Wohl der Menschheit zu verfolgen. Wie glaubwürdig sind die Flötentöne eines Mannes, der Sympathien für Maga hegt und es auch 2025 an geselsellschaftlicher Verantwortung hat mangeln lassen?
Von Steve Jobs hätte der US-Präsident nicht bloss eine gravierte Glasscheibe bekommen, sondern ein Monument so gross wie das Ego des Mannes. Tim Cook hat 2025 eine Chance verpasst – aber auch einiges richtig gemacht.
Die Mozilla-Stiftung steckt in einem fetten Dilemma: Einen Megatrend wie die künstliche Intelligenz kann und darf sie nicht ignorieren. Gleichzeitig muss sie die Datenschutzbedenken der lautstarken KI-Skeptiker Rechnung tragen.
Microsoft gab 2025 viel zu reden: mit einem Börsenrekord, Nadellas Besuch bei Trump und Gates’ Klimawandel-Essay. Man diskutierte auch, ob die Daten in dieser Cloud noch sicher sind. Nur etwas spielte gar keine Rolle: Windows, Office und was dort noch kommen könnte.
Google im Jahr 2025: Ein paar Fortschritte bei der KI stehen diversen fragwürdigen und gesellschaftlich verantwortungslosen Entscheiden gegenüber.