Ein digitales Puzzle im Grossformat

Ich bin Opfer meines eigenen Perfek­tio­nis­mus geworden: Mein eigent­lich schon ab­geschlos­senes Word­press-Projekt sollte noch eine kleine Verbes­serung erfahren – was mir lange Nächte und um ein Haar auch Wein­krämpfe ein­ge­tra­gen hätte.

Anfang April habe ich das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts verkündet. Und mich offensichtlich in mir selbst getäuscht. Denn wie sich zeigt, bin ich in der Lage, eine Sache auch weit über ihren gottgewollten Endpunkt hinaus zu treiben.

Also, es handelt sich um mein Projekt 2020, das Mitte 2022 nun hoffentlich endgültig so ausgereift ist, dass sogar mir nichts mehr einfällt, was ich verbessern könnte.

Dieses Projekt bestand darin, eine in Microsoft Access gespeicherte Datenbank web- und zukunftstauglich zu machen. In der Datenbank, die ich seit 1992 pflege, sind meine in diversen Medien erschienen Artikel im Volltext und mit einigen Metadaten erfasst. Ich habe einige Dinge ausprobiert und mich dann entschieden, die Daten mittels WordPress online zu erschliessen – was sich als hervorragende Wahl entpuppt hat.

Nachdem das Projekt eigentlich abgeschlossen war, hat mich eine Sache nicht in Ruhe gelassen: „Ein digitales Puzzle im Grossformat“ weiterlesen

Einmal alles zum Mitnehmen, bitte

Die Wordpress-Erweiterung WP RSS Aggregator zieht Inhalte von mehreren Quellen zusammen und zeigt sie, laufend aktualisiert, auf einer Website an – und zwar ohne, dass der Nutzer selbst einen RSS-Reader nutzen müsste. Ich schildere konkrete Anwendungsfälle.

Seit Juni 2012 gibt es in der Rubrik Werkschau und Linkstau eine Übersicht meiner neuen Artikel und Podcast, die ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von Hand zusammenstelle.

Es gibt zwei Probleme mit dieser Übersicht: Erstens muss ich sie von Hand zusammenstellen. Und zweitens ist sie immer nur dann aktuell, wenn ich das gerade getan habe. Schon eine Woche später fehlen die allerneuesten Beiträge – also typischerweise jene, die gerade am meisten interessieren.

Ich habe mir darum überlegt, wie sich dieses Problem beheben liesse. Es bestand bis anhin in den unterschiedlichen Quellen. Da es nicht auf allen Websites einen passenden RSS-Feed gibt, kann ich die nicht automatisch zusammenziehen und in einem konsolidierten Liste anbieten, so wie es mir vorschweben würde.

Doch zum Glück gibt es dafür seit einigen Wochen eine Lösung: „Einmal alles zum Mitnehmen, bitte“ weiterlesen

Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts

So toll es ist, Anwender zu sein – der richtige Spass geht los, wenn man selbst Hand anlegt, Code schreibt und sich seine Web­site zurecht­biegt. Allerdings droht die Gefahr, dass man vor lauter Eupho­rie die Ver­häl­tnis­mäs­sig­keit aus den Augen verliert.

Dank meines Projekts 2020 hatte ich Gelegenheit, noch etwas mehr an WordPress herumzubasteln. Bei diesem Projekt ging es darum, meine seit dreissig Jahren gepflegte Artikeldatenbank ins Web zu bringen.

Nachdem ich verschiedene Wege ausprobiert habe, bin ich bei WordPress gelandet. Ich habe den Import via CSV vorgenommen, anschliessend die Suchmöglichkeiten meinen Bedürfnissen angepasst und Hand an das Theme gelegt, dass die zusätzlichen Datenbankfelder angezeigt werden.

Das Resultat kann sich sehen lassen; es ist unter archiv.matthiasschuessler.ch zu finden.

Nachdem die hauptsächliche Arbeit erledigt war, hatte ich das Vergnügen, mich um einige Details zu kümmern. Zu diesen Details gehören folgende Dinge: „Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts“ weiterlesen

So wird WordPress «gehackt»

In Word­press sind in­divi­duel­le Meta­da­ten (custom fields) eine mächtige Waffe, wenn es darum geht, Zu­satz­in­for­matio­nen anzu­zei­gen und eine Web­site mit krea­tiven Fea­tures aus­zu­statten.

Was tun mit einer Access-Datenbank, wenn man die dort gespeicherten Informationen nicht nur an seinem Windows-PC, sondern auch am Smartphone und überall zur Verfügung haben möchte? In meinem Projekt 2020 habe ich einige Ideen durchexerziert und bin schliesslich bei WordPress gelandet.

In meinem Fall geht es um die Datenbank mit meinen Artikeln, die ich seit ungefähr 1992 führe. Ich habe sie in eine WordPress-Installation überführt, in der meine gesammelten Artikel stecken und die via archiv.matthiasschuessler.ch abrufbar ist. Hier beschreibe ich, wie ich die Datenübernahme von Access nach WordPress durchgeführt habe und hier geht es darum, wie man die Suche verbessert, sodass ich bei der Abfrage meine Artikel nach Medium und zeitlich eingrenzen kann.

So weit, so gut. Eine Sache war bis jetzt jedoch unbefriedigend. „So wird WordPress «gehackt»“ weiterlesen

Wie man die miserable WordPress-Suche verbessert

Eine der Schwach­stel­len des global belieb­testen Content-Manage­ment-Systems ist die unter­ent­wickel­te Such­funk­tion. Anhand meiner Artikel­daten­bank führe ich vor, wie sich dieses Manko behe­ben lässt.

WordPress ist nicht nur ein Content Management System, sondern auch ein Tummelplatz für Nerd-mässig veranlagte Spielkinder. Und es ist eine Software, die man auf vielfältige Weise zweckentfremden kann.

Eine solche Zweckentfremdung beschreibe ich im Beitrag Trick 77 für historische Datensammlungen: Es geht darin um mein Projekt, meine seit 1981 in Microsoft Access geführte Artikeldatenbank ins Netz zu verfrachten. Das Resultat der Bemühungen ist unter  archiv.matthiasschuessler.ch zu finden.

Diese Lösung erfüllt ihren Zweck gut: „Wie man die miserable WordPress-Suche verbessert“ weiterlesen

Trick 77 für historische Datensammlungen

Ich habe endlich einen Weg gefunden, wie ich meine Artikeldatenbank in MS-Access-Form ins Web bekomme und via Handy bewirtschaften kann. Die Lösung ist einfach – und fast genial. 😉

Kurz vor Ende des letzten Jahres ist mir aufgegangen, dass mein Projekt 2020 noch der Vollendung harrt. Zur Rekapitulation: Es geht um die Datenbank meiner Artikel, die ich seit ungefähr 1992 in Microsoft Access führe.

Diese Lösung ist nicht mehr zeitgemäss: Ich hätte gerne eine Möglichkeit, von überallher und auch mobil auf mein Archiv zuzugreifen. Darum soll diese Datenbank entweder ins Web oder aber wenigstens aufs Smartphone.

Ich habe zu diesem Zweck mehrere Möglichkeiten getestet: „Trick 77 für historische Datensammlungen“ weiterlesen

Airtable ist keine Luftnummer

Modern, durchdacht und einfach zu benutzen: Airtable.com lässt Excel und Access ganz schön alt aussehen. Trotzdem ist es nicht in jedem Fall angebracht, Microsoft Office in die Wüste zu schicken.

In letzter Zeit bin ich immer mal Airtable.com begegnet: Das ist eine Webanwendung, die es auch schon bald seit zehn Jahren gibt und der manchmal als Kronerbe der altehrwürdigen Tabellenkalkulation gehandelt wird.

Denn Airtable hat alles, was Leute erwarten, die eine klassische, lokal installierte Software ersetzen möchten: Airtable läuft in der Cloud. Die Software ist kollaborativ und teamfähig. Und sie legt grosse Ambitionen an den Tag. Das heisst, sie will ihre Aufgabe ihre Konkurrenz nicht nur ersetzen, sondern mit wehenden Fahnen schlagen und in Grund und Boden stampfen.

Bei Airtable sieht man das daran, dass nicht einfach das Konzept der Tabellenkalkulation ins Web verlagert und mit Team-Funktionen angereichert wurde. Wenn das der Fall wäre, könnte man es sich einfach machen: „Airtable ist keine Luftnummer“ weiterlesen

Das grande Finale mit einem monetären Schönheitsfehler

Ein ausführlicher Tipp von PHP Runner: Wie man mit ein paar Klicks eine schicke Web-Anwendung bastelt.

Microsoft Access war seinerzeit – also 1990 – eine wirklich praktische Software. Selbst ein Noob hat im Selbststudium herausgefunden, wie man eine schöne relationale Datenbank aufsetzt und sie mit Eingabemasken und Auswertungs-Reports versieht. Ich habe damals eine Datenbank für meine Artikel aufgebaut, die ich noch heute in Betrieb habe. Das Projekt hat dreissig Jahre überdauert – und das muss man würdigen.

Doch nun entspricht es nicht mehr den Gepflogenheiten. Ich arbeite längst nicht mehr nur mit meinem Windows-PC, sondern auch mit Mac, mobilen Geräten und Smartphone. Und überhaupt: MDB ist ein proprietäres Format und MS Access ein Silo. Mit den Informationen, die dort drinstecken, kann man nicht so viel anfangen, wie man sicherlich möchte.

Ich bin darum auf die Idee verfallen, die Datenbank ins Web zu bringen. Den ersten Schritt habe ich im Beitrag Ein Zwischenziel ist erreicht! dokumentiert: Dort erkläre ich, wie ich die MDB-Datei in MySQL konvertiert und in meinen Webserver importiert habe. Ich hatte mit einem beträchtlichen Aufwand gerechnet, wurde aber überrascht: Ungefähr nach einer Stunde war alles erledigt.

Doch eben: Eine MySQL-Datenbank auf dem Webserver ist noch nicht sonderlich praktisch. Man kann zwar über phpMyAdmin darauf zugreifen, Daten abfragen und ändern. Doch dieses Werkzeug ist für die Administration, nicht für die tägliche Nutzung gedacht. Für den Alltag möchte man eine schöne, komfortable Weboberfläche haben, über die man suchen, Daten verwendet und ändert.

Selbst in PHP programmieren?

Und an dieser Stelle wird es knifflig: „Das grande Finale mit einem monetären Schönheitsfehler“ weiterlesen

Ein Zwischenziel ist erreicht!

Eines meiner hängigen Projekte besteht darin, meine Artikel-Datenbank webtauglich zu machen. Ein erster Schritt ist getan, doch jetzt wird es haarig! Und darum seid auch ihr mit guten Tipps gefragt!

Anfangs Jahr habe ich vollmundig einige Pläne für 2020 verkündet, die hier im Blog mit dem Eindruck-schindenden Tag Projekt 2020 versehen sind. Das eine Projekt ist lanciert und unter mrclicko.de zu finden. Das andere Projekt ist nach der Ankündigung in einen Tiefschlaf verfallen.

Dieses andere Projekt habe ich im Blogpost Access denied bei dieser Datenbank kurz umrissen: Es geht darum, meine seit ungefähr 1990 im Einsatz befindliche Artikel-Datenbank in eine moderne Form überzuführen. Zum Einsatz kommt bislang MS Access. Ich würde die Datenbank aber gerne via Web pflegen und suche daher einen Weg, den Datenbestand aus Access in ein offeneres Format zu überführen. Es drängt sich MySQL auf – denn dann könnte ich die Datenbank auf meinem Webserver bei Hostpoint deponieren und sie zum Beispiel über diese Domain hier nutzen.

Ich habe derzeit Ferien und einen unerwarteten Durchbruch erzielt: Die Datenbank aus Access nach MySQL und auf den Webserver zu bekommen, war total einfach und unkompliziert. Ich bin jetzt noch baff, dass es Dinge gibt, die so viel einfacher sind, als ich es erwartet hätte.

Ab auf den Server mit der Datenbank

Und so hat es funktioniert: „Ein Zwischenziel ist erreicht!“ weiterlesen

Access denied bei dieser Datenbank

Ich habe eine Daten­bank in MS Access, die ich seit 1992 pflege. Jetzt lote ich die Mög­lich­kei­ten aus, sie aufs Smart­pho­ne zu bringen.

Brauche ich ein Projekt für 2020? Wahrscheinlich nicht – ein bisschen mehr Zeit fürs Ausspannen und Durchatmen würde mir auch guttun. Doch wie es die Umstände wollen, habe ich dieser Einsicht zum Trotz ein Projekt für 2020.

Das hat mit der Datenbank zu tun, in der ich meine Artikel erfasse. Die habe ich im Beitrag Ein Hoch auf den Fortschritt! beschrieben. Sie umfasst 7715 Einträge, ist 37 MB gross. Und sie hat noch eine Besonderheit: Sie steckt in Microsofts Datenbank-Software namens MS Access. Die kam 1992 auf den Markt. Für mich damals eine gute Gelegenheit, meine Artikel systematisch digital abzulegen: Für mein Archiv, für die Urheberrechtsentschädigungen durch Pro Litteris und um datenjournalistische Selbstbeweihräucherung zu betreiben.

Access war damals ein nützliches Werkzeug. Aus heutiger Sicht ist es ein Oldtimer. Die Datenbank läuft auf meinem privaten PC zu Hause und sonst nirgends. Im Zeitalter von Cloud und Nextcloud ist das zu eingeschränkt. Es hilft mir wenig, wenn ich an meinem Büro-PC in Zürich sitze, dass ich einen bestimmten Artikel an meinem privaten PC innert Sekunden aufgestöbert hätte. „Access denied bei dieser Datenbank“ weiterlesen