Der beste schlechte Film auf Netflix

Ich habe meine kleine, im Beitrag Eine Latte von schlechten Filmen begonnene Expedition ins Reich der unterirdischen Filme ein bisschen fortgesetzt.

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Wider Erwarten unterhaltsam!

Und zwar mit dem vermeintlich schlimmsten Film, den ich auf Netflix überhaupt finden konnte: Lesbian Vampire Killers. Der Film entpuppte als verblüffend unterhaltsam. Zum einen war die ganze Sache mit den lesbischen Vampiren längst nicht so peinlich wie befürchtet. Zum anderen sind die beiden «Helden», und da vor allem der gescheiterte Clown Fletch (James Corden) so unverkrampft albern («Next time he’ll have me bummed by a big gay werewolf I swear»), dass man die 88 Minuten locker durchhält.
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Formatradio ist das letzte

In diesem Blog wurde des Öfteren über das formatierte Radio von heute gelästert. (Nämlich hier, hier und hier). Der Zwang, jegliche Ecken und Kanten aus dem Programm zu entfernen, macht aus dem Radio, das von Haus aus das tollste Medium von allen sein könnte – etwas Langweiliges, Ödes, Nutzloses.

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Wer ihn nicht mag, lässt das Radio besser ausgeschaltet.

Nun bin ich neulich über die Site und-taeglich-gruesst-das-murmeltier.de gestolpert. Michael Vogel hat die Musikprogrammation von HR3 analysiert und statistisch ausgewertet. Die Daten zeugen davon, wie eintönig das Musikprogramm daherkommt, wenn es von der Marktforschung bestimmt wird. Einige Erkenntnisse:

Die 100 meistgespielten Interpreten steuerten 2014 bei HR3 mit 1189 Songs 48,75 Prozent aller Radioairplays bei. 2015 ist der am häufigsten gespielte Song «Blame it on me» von George Ezra. „Formatradio ist das letzte“ weiterlesen

Wie Apple Leute dazu bringt, für die iCloud zu zahlen

Nach dem Update auf iOS 9 hatte das iPhone-Backup in der iCloud keinen Platz mehr – ich bin dieser ärgerlichen Sache genauer nachgegangen.

Vielleicht ist es euch auch so gegangen: Nach dem Update auf iOS 9 hat mein iPhone die Datensicherungstätigkeit eingestellt. In der iCloud sei nicht mehr genug Speicherplatz vorhanden, um das Backup auszuführen, hiess es. Insofern erstaunlich, als dass ich – ausser dem Update auf iOS 9 – keine Veränderungen vorgenommen habe, die dieses Problem hätten erklären können. Ich habe insbesondere keine Apps installiert, die grossartig Daten produzieren würden.

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Links: Diese Angabe hier erklärt nicht, warum das Backup so viel grösser ausfällt. (Man beachte übrigens das exquisite Screendesign mit überlappenden App-Namen und Grössenangaben.)
Rechts: Hier findet man das Corpus Delicti: Die Fotomediathek!

Um das Problem zu lösen, habe ich die Datensicherung eines alten iPads entfernt. (Das war ein Testgerät, das ich bereits anfangs Jahr an Apple zurückgegeben hatte.) Nach dieser Aktion waren von meinen 5 GB iCloud-Speicher, den man kostenlos erhält, fast die Hälfte frei (2,3 GB). Trotzdem meldete sich das iPhone beharrlich jeden Morgen mit dem Hinweis auf das gescheiterte Backup. „Wie Apple Leute dazu bringt, für die iCloud zu zahlen“ weiterlesen

Lisbeth ist wieder da!

August Mit einigem medialen Trara ist Ende August die Rückkehr von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist beleitet worden. Die Millennium-Trilogie hat sich um das Buch Verschwörung (Englisch: The Girl in the Spider’s Web) zur Tetralogie ausgeweitet.

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Bin ich übrigens der einzige, der bei Saga Norén aus Die Brücke denkt, Schauspielerin Sofia Helin gäbe eine gute Lisbeth ab? Und auch Kim Bodnia alias Martin Rohde kann ich mir mindestens so gut als Blomkvist vorstellen wie Daniel Craig.

Geschrieben hat das Buch David Lagercrantz, der nun in die grossen Fussstapfen von Stieg Larsson tritt, der 2004 noch vor der Veröffentlichung des ersten Millennium-Romans an einem Herzinfarkt (?) gestorben ist.

Da ich die ersten drei Bände sehr gern gelesen habe und sie mit einer Hackerin als Heldin auch bestens in diese Rubrik hineinpassen, habe ich mich auf die neue Folge gestürzt. Sie wird, inhaltlich, dem Anspruch an ein Nerdbuch mehr als gerecht: „Lisbeth ist wieder da!“ weiterlesen

Welches WLAN-Netz sollte es denn sein?

Meine Horizon-Box bestrahlt unsere Wohnung mit nicht weniger als drei WLAN-Netzen. Da gibt es erstens das Netz MatNetHH auf dem 5 Gigahertz-Band. Es bringt den schnellsten Durchsatz, weil es in der Nachbarschaft relativ wenige andere WLAN-Adapter gibt, die in diesem Band funken. Darum wird es von mir bevorzugt genutzt.

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Die WLAN-Netze bestimmen, die nicht automatisch verwendet werden.

Zum zweiten gibt es das Netz MatNetH. Es ist im 2,4 Gigahertz-Band angesiedelt. Das brauche ich, weil Brüllkübelchen nur hier funken kann und weil wir auch immer mal wieder Gäste haben, die ins Internet wollen würden, deren Geräte aber nicht 5-GB-tauglich sind. Das dritte Netz gehört zu Wi-Free der UPC-Cablecom.

Nun ist es so, dass meine Geräte dazu neigen, sich mit den 2,4-GB-Netzen zu verbinden. Das sorgt dafür, dass die Verbindung nicht so schnell ist, wie sie sein könnte. Oder man lokale Ressourcen nicht im Zugriff hat, falls sich ein Gerät auf das Wi-Free-Netz verirrt hat. Wichtig wäre also, die Netze zu priorisieren.
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Geh weg, iCloud Drive!

In der letzten Zeit hat mich OS X fast in den Wahnsinn getrieben. Ich arbeite viel mit dem TextEdit. Dort erfasse ich zum Beispiel meine Texte, bevor ich ein Medieninhalt bei Youtube, Soundcloud oder Stadtfilter poste. Auch den QuickTime-Player brauche ich häufig, um Screencasts von OS X oder von iOS-Geräten aufzunehmen (natürlich für die Digitalen Patentrezepte).

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Häkchen weg, Ärger gebannt.

Nun hatte OS X die Angewohnheit, beim Start dieser Programme sofort einen Dateidialog anzuzeigen. Diesen muss man erst loswerden, bevor man mit dem Programm arbeiten kann – entweder, indem man die Datei speichert oder auf Fertig klickt. Das ist an der Stelle unglaublich nervig. Viele der in TextEdit eingegebenen Dinge will ich gar nicht speichern. Und bei QuickTime kommt es vor, dass eine Aufnahme wiederholt werden muss. Es ist sinnvoll, sie erst zu speichern, wenn man weiss, dass etwas aus ihr geworden ist.
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Die halbsmarte Uhr von Withings

Das Withings Pulse Ox hat unter meiner Obhut einiges einstecken müssen – nämlich einen Schwall Duschwasser, wie im Beitrag Flatline beim Pulsmesser rapportiert. Obwohl sie es also hätte besser wissen müssen, hat mir die PR-Agentur von Withings ein zweites Gadget überlassen: Die Withings Activité Pop. Mit dem augenzwinkernden Hinweis, dieses Gadget sei resistent gegen Duschwasser…

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Noch eine Vierteldrehung vom Ziel entfernt…

Das fand ich nett und ich habe die Uhr seit gut zwei Wochen an meinem Handgelenk. Die Erkenntnis in der Zeit: Die Activité ist so unaufdringlich wie eine Armbanduhr – ganz nach der Überzeugung des Withings-Chefs Cédric Hutchings im Interview mit Kollege Rafael Zeier, niemand (bzw. nur Ingenieure und Tech-Fans) würden Technologie auf dem Körper tragen wollen. Sie will nicht ständig aufgeladen werden, heischt nicht andauernd mit Benachrichtigungen, Vibrationen und blinkendem Display nach Aufmerksamkeit, und sie will einen nicht ständig zur Bewegung antreiben.

Dezent anzuspornen ist wirkungsvoll
Sie tut es allerdings doch, auf dezente Weise: „Die halbsmarte Uhr von Withings“ weiterlesen