Vier schnelle Tipps für den Apple TV

So konfiguriert man Apples Fern­seh­box für besseren Ton mit leichter ver­ständ­lichen Dialogen, eine ver­nünf­tige Home-Taste, kali­brierte Far­ben und eine brauch­bare virtuel­le Tastatur.

Die Fernsehbox von Apple ist die beste Methode, um fernzusehen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass Apple besonders innovativ wäre. Leider nein; die hier getestete neueste sechste Generation ist eine solide Weiterentwicklung, mehr aber auch nicht. Apple geniesst den Vorsprung vorwiegend deswegen, weil die Konkurrenz alles tut, was Gott verboten hat: Werbung in Menüs, Sammeln von Kundendaten auf Teufel komm raus und Konfigurationsmenüs zum Davonlaufen.

Wobei: Das Einstellungsmenü des AppleTV war auch schon einfacher und kundenfreundlicher. Ein Detail hat Apple meines Erachtens wirklich verbockt: „Vier schnelle Tipps für den Apple TV“ weiterlesen

Bitter wie Orange und Grüntee, belebend wie Kaffee

Der Teeologe ist zurück! Er bespricht einen Tee, den er wort­wört­lich in Hek­to­liter-Quan­titä­ten ver­zehrt hat und den er des Mor­gens seiner bele­ben­den Wirkung wegen schätzen ge­lernt hat.

Der Teeologe hat sich lange in Schweigen gehüllt. Welche Gründe dazu geführt haben, bleibt an dieser Stelle der Spekulation der Leserschaft überlassen. Erlahmendes Interesse an exotischen und überraschenden Kräutern und deren Heisswasser-Inkarnation ist es jedenfalls nicht. Aber wer vermutet, dass es an der Zeit und der Musse liegt, die für eine richtige Aufguss-Zeremonie notwendig ist, der liegt nicht völlig falsch.

Auch an dieser Stelle hat er leider keine Entdeckung zu bieten, die den Connaisseur mit der Zunge schnalzen und den teeophilen Weltenbummler zum Geständnis nötigen würde, dass er derlei noch nie getrunken hat. Im Gegenteil: „Bitter wie Orange und Grüntee, belebend wie Kaffee“ weiterlesen

Oben richtig ohne

Ein Rasierer, der nicht nur das Kinn glättet, sondern gleich den ganzen Kopf: Der Remington Glatzen-Rasierer im Test.

Als stolzer Besitzer eines kahlen Kopfes sehe ich mich mit der Aufgabe konfrontiert, diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Konkret, mithilfe eines Scherwerkzeugs in schöner Regelmässigkeit die Stoppeln zu stutzen, die an manchen Stellen spriessen, als ob es die Löwenmähne der Jugend wiederherzustellen gäbe. Ich habe zu diesem Zweck vor einiger Zeit einen Langhaarschneider von Philips angeschafft, mit dem man in der Lage sein soll, es sich frisierenderweise selbst zu besorgen.

Nun, dieses Marketingversprechen wurde nur ansatzweise eingelöst. Es ist zwar tatsächlich möglich, ohne fremde Hilfe die Haarpracht zu trimmen. Ich habe es jedoch leider nicht (bzw. nur selten) geschafft, ein gleichmässiges Resultat zu erzielen. Oft haben Schneisen den Eindruck getrübt und dazu geführt, dass die Haare noch weiter gekürzt werden mussten, sodass eine Vollglatze die Folge war. Darum hat meistens meine liebe Gattin den Langhaarschneider geführt.

Darum steht eine Frage weiterhin im Raum: „Oben richtig ohne“ weiterlesen

Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling

Die Yazio-App im Test: Mit ihr führt man ein Ernä­hrungs-Tage­buch, zählt Kalo­rien und erfasst Akti­vi­täten oder zieht eine Fasten­kur durch.

Ohne Verzicht? Tatsächlich?

«Erreiche dein Ziel auch ohne Verzicht». Dieses Versprechen gibt mir die Yazio-App beim allerersten Start. Und sie stellt unsere noch frische Beziehung gleich auf die Probe. Denn ich habe meine Zweifel, ob diese Zusage haltbar ist. Schliesslich will Yazio mir beim Fasten und Kalorienzählen helfen. Für viele Leute – mich inklusive – ist Fasten der Inbegriff des Verzichts.

Gut, man kann dagegenhalten, dass man keine Entsagung leistet, wenn man sich umgewöhnt – und statt des Schnitzels mit Pommes mit gleichem Genuss einen mit Hüttenkäse garnierten Gartensalat vertilgt. Man kann das so sehen, aber auch für Schönfärberei halten. Wie man urteilt – man gnadenlos oder auch einmal Fünf geradeseinlässt – ist eine Frage des Charakters.

Was mich angeht: Ich bin ein harter Hund zu mir selbst. „Kalorienzählen lohnt sich nicht, my darling“ weiterlesen

Apps für die Garmin-Uhren

Der Connect IQ-Store im Augen­schein: Das Angebot ist viel­fältig und erweitert die Möglich­keiten der smarten Uhr beträcht­lich. In Sachen Ele­ganz muss Garmin aber hinter Apple zurück­stecken.

Neulich habe die unzähligen Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten beschrieben, die es bei Garmin-Apps gibt. Als ob das nicht ausreichen würde, existiert zusätzlich die Möglichkeit, Module von Drittherstellern zu installieren. Zwingend ist diese Möglichkeit nicht, aber wünschenswert. Denn ein App-Store gehört auch bei den Wearables zum guten Ton, zumal das auch eines der Merkmale der Apple Watch ist.

Aber was taugt der Store? Das habe ich mir angesehen. „Apps für die Garmin-Uhren“ weiterlesen

Wie man seine digitale Haut zum Markt trägt

«Bits about me» will uns ermöglichen, persönliche Daten zu Geld zu machen. Theo­retisch ist das ein logischer Ansatz. In der Praxis bleiben Zweifel, ob sich dieser «Fair­trade für Daten» für die Nutzer lohnt.

Beitragsbild: Bzw. wie man digital die Hosen herunterlässt (Pixabay, Pexels-Lizenz).

Als die Krankenkassen damit angefangen haben, uns im Gegenzug für den Zugang zum Schrittzähler im Handy mit Gutscheinen zu entschädigen, habe ich dafür plädiert, dass das erst der Anfang eines neuen Umgangs mit persönlichen Daten ist: Wir müssen zu klugen Daten-Investoren werden, lautete die Forderung.

Bisher ist es so, dass wir unsere Daten weitergeben, ohne über deren Wert zu verhandeln. Wir bekommen dafür im Gegenzug Dienstleistungen z.B. von Google und Facebook. Bei diesem Modell bleibt im Dunkeln, ob diese Entschädigung angemessen ist. Vermutlich ist sie es nicht; zumindest, wenn wir uns Hannes Grasseggers Buch Das Kapital bin ich vergegenwärtigen, das ich hier besprochen habe.

Eine App, die diese den Verkauf persönlicher Daten institutionalisieren will, heisst Bits about me. «Fairtrade für Daten» ist das Schlagwort auf bitsabout.me: „Wie man seine digitale Haut zum Markt trägt“ weiterlesen

Warum lassen wir Nerds das mit uns machen?

Die EU will Whatsap, iMessage und Facebook Mes­senger zur Öffnung zwingen. Man würde meinen, die meisten Nutzer fänden das gut. Ein Irrtum: Viele sind über­zeugt, die Tech-Kon­zerne sollten weiter­wurs­teln wie bisher.

Auf Twitter hatte ich das Vergnügen, an einer Debatte über das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act; DMA) zu führen. Das wurde diese Woche verabschiedet. Es handelt sich um einen regulatorischen Rundumschlag, der die dominanten Tech-Unternehmen zurückbinden und für mehr Fairness sorgen soll.

Bei den Browsern würde es Apple dazu zwingen, das iPhone und iPad für Engines von Drittherstellern zu öffnen. Das könnte die Überlebenschancen von Firefox erhöhen, auch wenn ich befürchte, dass der Zug schon abgefahren ist.

Ein weiteres Feld sind die Messenger-Dienste. Die grossen Apps – namentlich Whatsapp, iMessage und Facebook Messenger – müssten sich der Konkurrenz öffnen und es ermöglichen, die Nutzer unterschiedlicher Apps miteinander kommunizieren können.

Aus Nutzersicht ist die Sache völlig klar: „Warum lassen wir Nerds das mit uns machen?“ weiterlesen

Bei Windows den Akkuverbrauch kontrollieren und optimieren

Tipps, wie man mit Microsofts Betriebssystem Stromfresser aufstöbert und zur Räson bringt und die Ausdauer des Laptops im Batteriebetrieb verlängert.

Eine nützliche Neuerung von Windows 11 ist in den Einstellungen in der Rubrik System bei Strom und Akku zu finden. Hier gibt es, wie man es sich gewohnt ist, die Optionen zu den Energiesparfunktionen. Unter Bildschirm und Energiesparmodus gibt man an, wie schnell bei Nichtgebrauch der Bildschirm abgeschaltet wird und nach wie vielen Minuten das Gerät in den Ruhezustand wechselt, und man darf diese Option für den Betrieb per Akku und am Stromkabel festlegen.

So weit, so bekannt. Nun findet sich bei Windows 11 auch ein Diagramm, das den Ladestand des Akkus über die letzten 24 Stunden anzeigt. Wenn man den Computer nicht am Stromkabel betrieben hat, zeigt sich so auf einen Blick, wie schnell sich die Batterie geleert hat. Entsprechend lässt sich abschätzen, wie lange die Reserven noch andauern. Nicht nur das: „Bei Windows den Akkuverbrauch kontrollieren und optimieren“ weiterlesen

Doping für Windows

Die Powertoys von Microsoft liefern nütz­liche Funk­tionen, die Windows-An­wen­der schmerz­lich vermissen. Es sind neue Tricks daz­ge­kommen, u.a. um bei Video­kon­fe­ren­zen das Mikro­fon per Tasta­tur stumm­zu­schalten.

Die Powertoys von Microsoft habe ich vor zwei Jahren als Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren vorgestellt. Jetzt komme ich auf dieses Softwareprojekt zurück, das nebenbei bemerkt quelloffen ist. Auf Github gibt es nämlich nicht nur das ausführbare Programm, sondern auch den Code zum Studium und Selber-Kompilieren.

Die Powertoys kommen nochmals zum Zug, weil die Versionsnummer seit meinem letzten Blogpost von 0.21 auf 0.59 hochgeklettert ist. Und nicht nur das: „Doping für Windows“ weiterlesen

Die Windows Spieleleiste für Nicht-Gamer

Die Xbox Game Bar hat einen schlechten ersten Ein­druck hinter­lassen. Der zweite Eindruck ist besser: Sie fabri­ziert rasan­te Bild­schirm­fotos und Screen­cast-Auf­zeich­nungen. Und vier Extra-Tipps für Win­dows-Profis.

Theoretisch sei sie eine gute Idee, in der Praxis aber leider unbrauchbar: Zu dieser Einschätzung kam ich vor sieben Jahren, nachdem ich die damals neue Spieleleiste von Windows getestet hatte. Diese Spieleleiste (respektive Xbox Game bar, wie sie offiziell heisst) ist ein Ausfluss von Microsofts Engagement im Spielemarkt. Sie soll demonstrieren, dass Windows auch fürs PC-Gamging gut aufgestellt ist, auch wenn Microsoft natürlich nichts dagegen hat, wenn sich die Kundschaft nebst einem PC auch eine Spielkonsole anschafft – aber natürlich möglichst keine Playstation.

Nun, das könnte mir eigentlich egal sein. Ich habe keine Zeit und Musse, mich zum Spielen an den PC oder eine Konsole zu setzen. Seit sich das Smartphone als hervorragende Plattform fürs Casual Gaming entpuppt hat, bin ich vollauf damit zufrieden, zwischendurch eine Partie mit Microsofts Solitaire Collection zu spielen.

Die Spieleleiste hat mein Interesse dennoch geweckt: „Die Windows Spieleleiste für Nicht-Gamer“ weiterlesen