Eine Lautsprecherbox fürs Kinderzimmer

Kinder werden grösser und unabhängiger. Das zeigt sich daran, dass sie selbst bestimmen wollen, was im Kinderzimmer zu hören ist. Früher war das der Moment, wo man ihnen einen Kassettenrekorder oder einen CD-Player schenkt.

Und heute? Der klassische Kassettenrekorden ist allein deswegen nicht ausgestorben, weil Kinder wie vor hundert Jahren damit ihre Chasperlikassetten hören müssen. Manche Eltern setzen auch auf CD-Player. Doch das kann es nicht sein, oder? Will man heute Kassetten mit Spotify-Playlisten bespielen, damit das Kind seine Lieblingsmusik im Kinderzimmer hören kann? Oder zum gleichen Zweck CDs brennen? Nein, natürlich nicht. Ausserdem sind CD- und Kassetten-Player gigantische Batterievernichter.

Darum haben wir uns umgesehen und sind beim Jooki (Amazon Affiliate) gelandet. „Eine Lautsprecherbox fürs Kinderzimmer“ weiterlesen

Wie man im Netz gut dasteht

Das heutige Patentrezept-Video ist ein kleines Plädoyer fürs Egosurfing und eine grosse Aufforderung, sich mit seinem Ruf im Netz zu beschäftigen. Beim Beobachter habe ich gelesen, dass nur jeder zehnte Deutschschweizer sich mit seinem Online-Ruf beschäftigt. Als Quelle für diese Behauptung wird eine Studie von Xing von 2016 angegeben, die ich aber nicht finden konnte. Wenn jemand sie kennt, dann würde ich mich über den Link in den Kommentaren freuen.

Ich würde die Aussage jedenfalls in Frage stellen. Ich glaube, dass in den letzten Jahren eine gewisse Sensibilisierung stattgefunden hat. Das hat mit unzähligen Berichten zu tun, die allesamt behaupten, dass das «Internet niemals vergisst» und dass jegliche Online-Fehltritte für immer abrufbar bleiben – und nur darauf warten, von einem Human-Resources-Menschen gefunden zu werden und als Grund zu dienen, die schöne Bewerbung auf den «Abgelehnt»-Stapel zu legen.

Gegoogelt wird man bekanntlich auch vor dem ersten Treffen mit einem Love interest. (Diesen Fachbegriff habe ich erst neulich gelesen, und ich nicht ganz sicher, ob ich ihn korrekt anwende.) „Wie man im Netz gut dasteht“ weiterlesen

Facebook ist der Steingarten des Internets

Ich überlege mir, eine neue Rubrik ins Leben zu rufen. Sie würde «Facebook-Seiten, die eigentlich ein Blog sein müssten» heissen – und Facebook-Seiten vorstellen, die im freien Internet viel besser aufgehoben wären.

Es gibt schon einige Beiträge in diesem Blog, die in diese Rubrik passen würden. Zum Beispiel «The Vault of the Atomic Space Age», vorgestellt im Beitrag So schön wird die Retrozukunft gewesen sein. Vier weitere Beispiele, darunter die nach wie vor grossartigen «Hooligans gegen Satzbau», finden sich in der Liste meiner liebsten Anti-Idioten-Facebook-Seiten.

Eine weitere Perle, die auf Facebook ein bisschen vor die Säue geworfen wirkt, ist Gärten des Grauens. Hier wird dem seltsamen Trend der Steingärten ein Negativdenkmal gesetzt.

Bei Wikipedia kann man nachlesen, dass es diese Steingärten schon seit 1773 gibt. Doch nicht nur ich habe den Eindruck, dass dieses Phänomen in letzter Zeit an Aufwind gewonnen hat. Ich nehme an, weil die Leute zu faul für einen richtigen Garten sind. „Facebook ist der Steingarten des Internets“ weiterlesen

Wenn Spotify dir deine T-Shirts klaut

Ja, diese Leier wird langsam alt: Mein Gejammer hier im Blog darüber, wie nervig das Streaming ist, weil Inhalte ständig verschwinden. Ich habe dieses Klaglied neulich im Beitrag Mord in Island, Ärger bei Netflix angestimmt. Da ging es darum, dass der Streaminganbieter unseres Vertrauens uns nicht erlaubte, eine im Ferienland angefangene Serie zu Hause anzuschauen.

Nun gibt es das gleiche Lamento mit leicht anderen Vorzeichen. Es geht um Spotify und den unerfreulichen Umstand, dass Wiedergabelisten plötzlich dezimiert oder komplett leer sind.

Mir ist das im Zusammenhang mit einem Gadget aufgefallen, das im Beitrag Eine Lautsprecherbox fürs Kinderzimmer besprochen wird. Das ist dazu da, das Kinderzimmer mit Hörspielen und Musik zu beschallen. Ich habe Spotify-Wiedergabelisten mit den Lieblingstiteln meiner Tochter angelegt und über ein seltsames Phänomen gewundert: „Wenn Spotify dir deine T-Shirts klaut“ weiterlesen

Per Podcast in die Mörderseele blicken

Es gibt diesen Medientrend, den man im Satz «Krimis sind gut, aber echte Kriminalfälle sind besser» zusammenfassen könnte. Er nennt sich True Crime und kommt natürlich aus den USA. Ich habe neulich das Sachbuch «Chase Darkness with Me» zu diesem Thema vorgestellt (Crowdsourcing bei der Verbrechensbekämpfung). Heute habe ich eine dazu passende Podcast-Empfehlung.

In Man in the Window (RSS, Spotify, Itunes) wird der Fall des Golden State Killers aufgerollt. Das ist einer der spektakulärsten Serien-Verbrecher aus Kalifornien, der seine Taten vor Jahrzehnten verübte. Joseph James DeAngelo hat zwischen 1974 und 1986 Einbrüche verübt, Vergewaltigungen begangen und zuletzt auch gemordet.

13 Morde, fünfzig Vergewaltigungen und hundert Einbrüche waren all die Jahre unaufgeklärt, so genannte «Cold Cases» – die aber manche Leute nicht losgelassen haben. „Per Podcast in die Mörderseele blicken“ weiterlesen

So fliegt der Schmetterling!

Threes! ist ein kleines Logikpuzzle, das 2014 Massstäbe gesetzt hat. Es hat alles richtig gemacht: Eine hatte eine neue, überraschende Spielidee die toll umgesetzt war. Und es sorgte für anhaltenden Diskussionsstoff, indem es diverse Nachahmer auf den Plan rief.

«Threes!» ist nach wie vor eine Empfehlung wert: Es gibt das Spiel für 6 Franken ohne Werbung und In-App-Käufe fürs iPhone und iPad und für Android. Es gibt auch eine Gratisversion fürs iPhone und Android. Und man kann es inzwischen sogar im Browser spielen.

Was mich angeht, habe ich «Threes!» auch nach fünf Jahren noch nicht gelöscht. Ich spiele es nicht mehr häufig, aber es gehört zu den berühmten zehn Titeln, die ich auf die einsame Insel mitnehmen würde. Und es gibt noch immer Games, die die Spielmechanik aufgreifen und variieren. Zur Erinnerung: „So fliegt der Schmetterling!“ weiterlesen

Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander

Die Affinity-Anwendungen waren hier im Blog immer mal wieder ein Thema. Im Beitrag Eine vielversprechende InDesign-Alternative habe ich Affinity Publisher vorgestellt, bei Ernsthafte Bildbearbeitung mit dem iPad Photo und im Beitrag Diese App sollte Adobe Angst einjagen Designer.

Da ich mir ziemlich sicher war, dass diese Apps nicht nur mir und den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gut gefallen, sondern auch für ein breiteres Publikum interessant sind, habe ich sie im letzten Patentrezept-Video vor den Sommerferien vorgestellt.


Diese Kampfansage bringt Photoshop in Bedrängnis

Die Resonanz war dann noch viel grösser, als ich erwartet hatte – natürlich auch, weil die Überschrift gegen Adobe gemünzt war. Die Unzufriedenheit bei den Nutzern ist beträchtlich – ebenso natürlich auch das Bewusstsein, wie gross die Abhängigkeit ist.

Das zeigt sich auch bei den Kommentaren zum Video – die für einmal aufschlussreich und lesenswert sind. Da schreibt zum Beispiel Hans Huggentobler: „Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander“ weiterlesen

Mord in Island, Ärger bei Netflix

Reisen weitet den Horizont: Man lernt neue Orte kennen. Und neue Menschen. Und vor allem erfährt man, dass diese Menschen an diesen neuen Orten manche Dinge anders angehen als man selbst – und dass es trotzdem funktioniert. Man wird dadurch im Idealfall selbst etwas flexibler im Kopf.

Wenn es weniger ideal läuft, dann regt man sich tierisch auf. Kriegt einen roten Kopf und eine pulsierende Vene an der Stirn. Denn man lernt beim Reisen nicht nur neue Länder kennen, sondern auch andere Netflix-Kataloge. Bekanntlich stehen beim Streaming nicht überall die gleichen Inhalte zur Verfügung. Nein, das Angebot variiert je nach Land, in dem man sich gerade aufhält. Und auch bei der Zahl der Filme und Serien gibt es markante Unterschiede (siehe dazu auch Netflix, das ist eine Frechheit!).

Nun waren wir in diesen Sommerferien in Schweden. Das hat uns gezwungen, uns während des Aufenthalts im hohen Norden nach netflixmässigen Alternativen umzusehen. Das ging so: „Mord in Island, Ärger bei Netflix“ weiterlesen

Ferienpostkarten zum Nulltarif

Aus Gründen, die ich im Beitrag So machen digitale Postkarten keinen Spass ausführlich dargelegt habe, ist Touchnote bei mir in Ungnade gefallen. Das ist der Dienst, mit dem man Fotos ab Handy verschickt – wie man das heutzutage halt so macht.

Da wir nun neulich unsere wohlverdienten (?) Ferien in Schweden verbracht haben, stellte sich also die Frage: Wie verschicken wir unsere Postkarten? Wieder ganz klassisch handgeschrieben? Oder via WhatsApp?

Ich habe einige Alternativen durchprobiert (u.a. Postcard und Ink Cards) und mir überlegt, ob ich reumütig zur App der Post zurückkehren will. Über die habe ich mich bekanntlich im Beitrag Äh, Ausland? göttlich aufgeregt. Aber der Weg der Wahl war dann die Postkarten-App von Ifolor.

Es gibt sie fürs iPhone und iPad und für Android. Man kann, wenn man will, die Karten auch via Browser bestellen. Und als Fazit vorneweg: Es hat einwandfrei funktioniert. Die Karten sehen gut aus und sie wurden speditiv zugestellt.

Und der Clou: Sie waren komplett gratis. „Ferienpostkarten zum Nulltarif“ weiterlesen

Gewöhn dich daran, alter Mann!

Bevor ihr euch aufregt, mir böse Kommentare schreibt, auf eure Jugend hinweist oder auf die Tatsache, dass ihr kein Mann seid, lasst mich etwas klarstellen: Die Aufforderung im Titel bezieht sich auf mich selbst. Ich bin der alte Mann, der noch neue Tricks lernen soll. Trotzdem habe ich davon Abstand genommen, den alten Hund zu erwähnen, dem man keine neuen Tricks mehr beibringt. Denn soooo alt (und so hündisch) fühle ich mich trotz allem nicht.

Also, es geht darum, dass ich zu den Leuten gehöre, die am Computer normalerweise viele Programme und Fenster offen haben. Ich bin ein intensiver, aber nicht ein sonderlich geübter Multitasker. Ich wechsle ständig zwischen Browser, Textverarbeitung, Internet Explorer und anderen Programmen hin und her – und das typischerweise mittels Daumen und Zeigefinger. Also mit der Tastenkombination Alt und Tabulator.

Und ich gehöre auch zu denen, die Fenster minimieren. Da würde mich übrigens interessieren: „Gewöhn dich daran, alter Mann!“ weiterlesen