Apps gegen den körperlichen Zerfall

Der körperliche Zerfall ist nicht aufzuhalten. Er fängt an bei den Äusserlichkeiten an (Abhandenkommen der Frisur). Er setzt sich bei den sensorischen Defiziten fort (4k-Video, nicht schärfer Super-8). Und dann, ja dann, kommt er auch im Oberstübchen an. (Wer sind all die Leute, die um mich herum im Büro sitzen?) Doch wie ein guter Freund von mir zu sagen pflegt: Wenn man sich noch an den Namen des guten Doktors erinnert (Alois Alzheimer), dann hat man seine Krankheit noch nicht.

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber die gute Nachricht ist: Man kann Gegenmassnahmen einleiten. Nicht in jedem Fall – die Frisur bleibt, wie sie ist. Aber was das Gehirn angeht, da kann man trainieren. Sowohl Daten und Fakten. Als auch die geistige Fitness.

Und dafür habe ich ein paar Apps zusammengetragen. Die Inspiration war der Beitrag Die Elefantenhirn-App. In dem geht es um eine Methode, die einem angeblich hilft, das Namensgedächtnis zu verbessern. Die überzeugt mich nur halb. Aber die Idee, seinen Kopf auf Trab zu halten, die leuchtet durchaus ein. Darum habe ich in einem Patentrezept-Video fünf Apps zusammengetragen, die dabei helfen. „Apps gegen den körperlichen Zerfall“ weiterlesen

Karten, Geisterstadt, Velofahren

Hier die Übersicht der neuesten Beiträge, aus Gründen zum ersten Mal ohne Publisher.

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Crowdsourcing bei der Verbrechensbekämpfung

Kürzlich hat sich das Buch Chase Darkness with Me in meine Audible-App verirrt. Ich sage «verirrt», weil das ein untypisches Buch ist, was meine Hörbuch-Hörgewohnheiten angeht. Da entscheide ich mich eher selten für Sachbücher. Und wenn, dann für «harte» Themen. Mit «hart» meine ich Politik, Wissenschaft und im weiteren Sinn Gebiete, bei denen man beim Hören auch etwas lernt. Das Buch von Billy Jensen ist jedoch im Unterhaltungsbereich angesiedelt. Zumindest in meiner Wahrnehmung – der Autor würde dieser Einschätzung wahrscheinlich widersprechen.

Also, es geht in dem Buch um True Crime. Das ist ein Genre, das in den letzten Jahren viel Auftrieb erhalten hat. Schuld daran ist auch Netflix mit Serien wie Making a Murderer, American Crime Story oder Conversations with a Killer: The Ted Bundy Tapes. Und natürlich gibt es auch viele TV-Shows aus dem Bereich, zum Beispiel Crime Watch Daily, für die der Autor des Buchs auch arbeitet.

Billy Jensen ist, man kann es nicht anders sagen, ein Besessener: Er will nicht nur über die Kriminalität berichten. Nein, er will dort Erfolge erzielen, wo die Polizei versagt hat und die Täter davongekommen sind. Dazu verwendet er auf recht klevere Weise die sozialen Medien: „Crowdsourcing bei der Verbrechensbekämpfung“ weiterlesen

Auch Windows macht jetzt einen auf Nanny

Das letzte Windows-Update hat mir nicht nur eitle Freude bereitet. Und auch jetzt stürzt der Grafiktreiber bei jedem Start ab. Aber gut, mit solchen Nebenwirkungen hat man als Windows-Nutzer zu leben gelernt.

Heute soll es hier um eine andere Neuerung gehen, die mir am Mai-2019-Update von Windows 10 (auch bekannt als Version 1903) aufgefallen ist. Es gibt in den Einstellungen bei Apps in der Rubrik Apps & Features nämlich neu die Option Quellen für das Abrufen von Apps auswählen. Dort stehen vier Optionen zur Auswahl:

  • Überall
  • Überall – aber benachrichtigen, falls eine vergleichbare App im Microsoft Store verfügbar ist
  • Überall – aber vor der Installation einer App warnen, die nicht aus dem Microsoft Store stammt
  • Nur Microsoft Store (empfohlen)

Das ist bemerkenswert. „Auch Windows macht jetzt einen auf Nanny“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen

Einmal Web und zurück

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden bin ich der Frage nachgegangen, wie man Lesestücke aus dem Internet am einfachsten für die Offline-Lektüre auf einen E-Book Reader transferieren könnte. Mit dem Kindle ist das relativ leicht – besonders, wenn man einen Dienst wie Crofflr benutzt. Verwendet man allerdings einen Tolino, dann ist es relativ umständlich.

Die einfachste Methode ist dann, die Epub-Datei mit den Artikeln auf einem Webserver zu deponieren. Man braucht sie dann nur mit dem Browser des Tolino zu öffnen, woraufhin sie heruntergeladen und in der Leseapp deponiert wird – klar, man würde gerne auch diesen Vorgang automatisieren. Aber dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden.

Für das Hochladen bietet sich FTPbox an. Das ist ein Open-Source-Programm für Windows, Mac und Linux, das einen lokalen Ordner per FTP automatisch mit einem Ordner auf einem Webserver synchronisiert. „Einmal Web und zurück“ weiterlesen

Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac

Manchen Apps bleibt man treu. In meinem Fall ist das Tweetbot oder Firefox. In manchen Bereichen wechselt man die App zwar nicht so schnell wie die sprichwörtliche Unterhose. Aber doch regelmässig. Ein Beispiel dafür ist der Passwortmanager. Ich setze bei Windows Keepass ein (Passwort-Safe für Windows, Mac und iOS (inklusive Datenaustausch)) und beim Mac KeepassX.

Fürs iPhone und iPad gibt es eine Handvoll Apps, mit denen man Passwort-Dateien in den Formaten .kdb und .kdbx öffnen kann (zum Unterschied siehe Ein überfälliger Umstieg). Ich hatte nacheinander und teilweise parallel iKeePass, PassDrop und KeePass Touch im Einsatz. Die haben alle den Zweck erfüllt, allerdings teilweise mit gewissen Abstrichen – und meist nicht mit brillanter Benutzerführung.

Nun bin ich gezwungen, mich von der Dropbox zu verabschieden. „Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac“ weiterlesen

Seelen-Geklempere mit Folgen

The Shrink next Door ist ein Podcast, wie ich ihn gerne höre (und sehr gerne selbst machen würde): Eine schräge Geschichte, gründlich erzählt und serial-mässig produziert: Mit Musik, O-Tönen, teils auch Schauspielern und unterhaltsam.

Anders als bei meiner letzten Empfehlung, Faking Hitler, ist hier kein Jahrhundertskandal das Thema. Auch kein ungeklärter Mord, desertierter Soldat oder angehender Salafist. Und schon gar keine beschissene Stadt in Alabama. Es geht um eine Angelegenheit, die einerseits alltäglich ist, nämlich um eine Beziehung zwischen zwei Männern.

Andererseits ist sie doch reichlich bizarr: Es geht um einen Psychiater und seinen Patienten. Und diese Beziehung sollte, müsste eigentlich eine professionelle sein. Doch das ist sie bei weitem nicht. Der Psychiater, Ike, beginnt, seinen Patienten Marty zu vereinnahmen. Er drängt sich in sein Leben, verdrängt dessen Familie und lässt es sich selbst dabei ganz gut gehen.
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Es bluescreent mal wieder

Aus beruflichen Gründen komme ich ab und zu in die Verlegenheit, Betriebssystem-Updates durchführen zu müssen. Ein Schicksal, das ich mit vielen Leuten teile: Es bleibt niemandem erspart, der Computer nutzt. Oder Autos, Fernseher, Zahnbürsten, Elektroroller oder smarte Vibratoren – es ist nämlich durchaus erstaunlich, wo heute überall aktualisierbare Betriebssysteme sitzen.

Also, kein Grund zum Jammern. Eigentlich. Weswegen ich hier trotzdem zur Tirade ansetze, hat zwei Gründe. Erstens nutze ich Windows – was allein schon eine dramatische Komponente hat. Zweitens installiere ich die Updates aus besagten beruflichen Gründen meistens relativ zeitnah: Ich will sehen, was sich verändert, was man darüber berichten könnte und ob noch alles funktioniert.

Letzten Freitag habe ich das Update 1903 für Windows 10 installiert. Das läuft auch unter dem schönen Namen Windows 10 Mai 2019 Update, und es ist seit letzter Woche erhältlich. „Es bluescreent mal wieder“ weiterlesen

Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden ging ich der Frage nach, wie man sein Lesegerät für E-Books möglichst unkompliziert auch zum Konsum von Artikeln aus dem Netz und für eigene Dokumente verwenden kann.

Das Fazit: Es geht – aber so richtig toll ist es nur, wenn man die Inhalte im passenden Format bereitstellt. Das ist im Fall des Tolino das Epub-Format. Mit dem wird das Dokument angenehm lesbar angezeigt und man kann auch die Schriftgrösse passend zur Bildschirmdiagonalen wählen. Wenn man seine Dokumente wie her beschrieben als PDF sammelt, dann ist es nicht ganz so komfortabel. Dann orientiert sich die Schriftgrösse an einem Dokumente im A4-Format, was sie auf dem kleinen Display eines E-Book-Readers sehr schlecht lesbar macht.

Darum die Frage: Lassen sich Inhalte aus dem Web einfach im Epub-Format sammeln, sodass man sie ohne viel Aufwand an sein Lesegerät schicken kann? Die Antwort ist, natürlich: Ja. Ich beschreibe hier sogar zwei recht simple Methoden. „Wie man Internet-Lektüre aufs E-Book-Lesegerät bringt“ weiterlesen