Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich

Vor gut 14 Monaten ist dieses Blog hier auf Word­press umgestiegen. Das Fazit seinerzeit war positiv und auch eine weitere Website in meiner Obhut ist seitdem nachgefolgt. Man könnte das als Erfolgsgeschichte bezeichnen.

Nun gibt es allerdings eine Schwachstelle. Und das ist die Word­press-App. Die gibt es für Android und fürs iPhone und iPad.

Die Statistik ist nützlich. (Auch wenn sie die Frage aufwirft, wieso niemand aus Grönland dieses Blog hier liest).

Auf den ersten Blick macht die App einen sehr guten Eindruck: Man hat dank Jetpack alle seine Word­press-Sites in einer App im Blick. Man sieht Statistiken, die zwar nicht so toll sind wie das, was ich mir von parsely.com inzwischen gewohnt bin – die aber trotzdem einen guten Eindruck vermitteln, welche Inhalte beim Publikum ankommen und welche nicht.

Es gibt ausserdem die Benachrichtigungen, in denen man neue Kommentare, Hinweise auf Traffic-Aufschwünge und Ausfälle sieht. Auch Likes würde man hier sehen – wenn es denn welche gäbe. Aber da ich die Like-Knöpfe nicht anzeige, ist es auch kein Wunder, dass sich an dieser Front nichts tut.

Im Reader schliesslich abonniert man Websites. Das können Word­press-Sites sein, müssen aber nicht. Die Word­press-App kann auch einfach als RSS-Reader-App benutzt werden. Trotzdem ziehe ich eine App wie Inoreader vor und verwende die Reader-Funktion nur, um die Beiträge auf meinen eigenen Websites im Auge zu behalten.

So weit, so in Ordnung – aber ich wollte hier ja über die Schwachstelle berichten. „Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich“ weiterlesen

Wieso können das nicht alle Kopfhörer?

Kopfhörer waren in diesem Blog lange Zeit ein Dauerbrenner. Das lag daran, dass die kabelgebundenen Modelle einem grossen Verschleiss unterliegen. Doch seit sich Bluetooth als brauchbare Alternative etabliert hat, ist dieses Ärgernis durch – zum Glück. Das war eine echte Geld- und Ressourcenverschwendung.

Ich verwende nach wie vor die Soundsport Wireless von Bose für unterwegs. Die musste ich seit 2017 einmal ersetzen. Das lag aber vor allem daran, dass Töchterchen die alten beim Zahnen ein-, zweimal in die Fingerchen bekommen und als Beisshilfe verwendet hatte. Ich kann daher nicht sagen, mit welcher Lebensdauer man rechnen dürfte. Ich vermute, dass der beschränkende Faktor der Akku ist.

Für zu Hause und das Büro habe ich mir den WH-1000XM2 von Sony angeschafft. Auch das eine gute Wahl – wobei ich wahrscheinlich heute noch etwas mehr drauflegen und mir den Momentum 3 von Sennheiser leisten würde (hier besprochen).

Jedenfalls hatte ich die Gelegenheit, die neuen Airpod 2 von Apple etwas ausführlicher zu testen. „Wieso können das nicht alle Kopfhörer?“ weiterlesen

Ich, der Republikflüchtling

Als Ex-Verleger habe ich neulich einen dieser Newsletter von der Republik bekommen. Es sei der wichtigste Newsletter seit dem Start, hiess es darin. Und ich möge doch gefälligst mein Nicht-Engagement überdenken und wieder an Bord kommen. Es braucht bis Ende März 19’000 zahlende Abonnenten (so genannte Verlegerinnen) und 2,2 Millionen Franken (wie ich das schreibe, sind gemäss «Cokpit» 798’111 1’199’503 Franken bereits zusammengekommen).

Das Ziel gilt absolut. Wenn es unterschritten wird, dann …

… werden wir am Nachmittag des 31. März für sämtliche Mitarbeitenden der Republik die Kündigung aussprechen. Und danach das Unter­nehmen geordnet auflösen.

Mir hat der Tweet von Thomas Benkö auf den Newsletter gut gefallen:

«Definiere Dramaqueen». Meine erste Reaktion war nämlich auch: Geht es nicht eine Nummer kleiner? Während ich darüber nachgedacht habe, hat sich bei mir Ärger aufgebaut: Der Newsletter enthält zwischen den Zeilen eine gehörige Portion Nötigung. Wenn ich das salopp paraphrasieren darf: „Ich, der Republikflüchtling“ weiterlesen

10 App-Tipps und ein guter Ratschlag

Diese Best-of- und Rückblick-Artikel am Ende während den Feiertagen sind offensichtlich unvermeidlich. Auch dieses Jahr habe ich wieder einige davon produziert.

Aber wieso auch nicht: Sie passen zur Jahreszeit. Sie lassen die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Sie füllen die Lücke der News-armen Zeit. Und sie sind mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden. Wobei – über meinen Rückblick zum Jahrzehnt (Die Euphorie ist weg) habe ich schon ein paar Stunden gebrütet.

Hier geht es jedenfalls um das letzte Patentrezept-Video des Jahres, in dem ich eine App-Top-Ten vorstelle. Zugegeben: Die ist komplett subjektiv. Es sind die Apps, die ich dieses Jahr entdeckt und spannend gefunden habe. Natürlich kann man einwenden, dass das absolut kein relevantes Kriterium ist. Und ich stimme sogar zu. Aber wie im Beitrag zum Video erwähnt, ist eine nach Verkauf- bzw. Downloadzahlen sortierte Liste noch viel langweiliger. „10 App-Tipps und ein guter Ratschlag“ weiterlesen

Eine Handvoll nützlicher Tipps zu iOS 13

Es steckte ursprünglich kein Plan dahinter. Aber da die letzten Beiträge alle aus der Praxis-Ecke stammten, kann ich gleich so weitermachen – und so etwas wie eine weihnachtlichte Tipps-und-Tricks-Miniserie daraus machen. Also: Heute eine Handvoll Hinweise zu nützlichen Funktionen beim iPhone und iPad, bzw. zu iOS 13.

Unbekannte Anrufer stummschalten

In den Einstellungen bei Telefon gibt es neuerdings diese nützliche Option. Sie führt dazu, dass Leute, die nicht im Telefonbuch verzeichnet sind, mit ihren Anrufen auf der Mailbox landen.

In der Dateien-App die Sortierung ändern

Die Dateien-App zeigt Ordner und Dateien standardmässig nach Name sortiert an. Man kann die Sortierung aber auch ändern.

Das geht wie folgt: „Eine Handvoll nützlicher Tipps zu iOS 13“ weiterlesen

Die volle PDF-Dröhnung

Schon wieder hat mir jemand angetragen, ich solle doch einen Dienst für die Online-Bearbeitung von PDF-Dateien vorstellen. So langsam scheint dieses Blog hier zum Liebling der Leute zu avancieren, die solcherlei Produkte anzubieten haben.

Also, als Ergänzung zu pdfshrink.com, SmallPDF, pdfcandy.com und PDF Bob erfolgt hier die Besprechung von – ich weiss, ihr haltet die Spannung kaum mehr aus! – cleverpdf.com.

Clever PDF bietet 26 Module für PDF-Dateien (und eine, die nichts mit PDFs zu tun hat – nämlich die Umwandlung von Epub in Mobi)

Dieser Dienst wirbt mit geschlagenen 27 Modulen. Ein Grossteil davon kümmert sich um die Konvertierung. Diese Module machen entweder aus Drittformaten PDFs. Oder sie wandeln PDF-Dateien in andere Formate um.

Zu denen komme ich gleich. Aber erst soll es hier um die Werkzeuge gehen, die meines Erachtens die interessantesten sind – weil es sie bei der Konkurrenz nicht oder nur teilweise gibt. Das sind folgende Module: „Die volle PDF-Dröhnung“ weiterlesen

Spotify macht den Kasperli

Den Jahresrückblick 2019 von Spotify, sonst meistens interessant und aufschlussreich, war dieses Jahr eine einzige Enttäuschung. Die Musikstreamer aus dem hohen Norden haben nicht gemerkt, dass meine Tochter meinen Account in Beschlag genommen hat. Der Top-Künstler war Paul Bühlmann, gefolgt von Ines Torelli und Jörg Schneider. Das allein war schon absurd: Die haben nämlich zu dritt die Kasperli-Hörspiele zu verantworten, die meine Tochter angefangen hat zu hören, nachdem wir ihr im Sommer diesen Lautsprecher hier geschenkt hatten.

Jetzt gelte ich in Schweden offiziell als Chasperli-Junkie.

Die Hörspiele sind in einzelne, kurze Titel zerlegt. Es sind für ein gut zwanzigminütiges Stück etwa ein Dutzend Tracks. Wenn man nur ein paar Hörspiele laufen lässt, landen die Schauspieler unweigerlich sehr weit vorne in der Auswertung. Das führt zu einer Verzerrung, weil man Kapitel aus Hörspielen in keinster Weise mit Musiktiteln vergleichen kann, die man beim Streaming wie Singles, also als Einzeltitel anhört.

… und, nebenbei bemerkt, zeigt sich eine interessante Monetarisierungsstrategie auf: „Spotify macht den Kasperli“ weiterlesen

Ein nützlicher Trick für Gmail und die G-Suite

Für heute habe ich ein kleines Geschenk für euch: Nämlich einen Gmail-Tipp, der euch wahrscheinlich das Leben leichter macht – so wie mir.

Folgende Ausgangslage: Ich habe zwei GMail-Konten. Ein privates, das mir für jene Dinge dient, die ich nicht in meinem richtigen Mailkonto haben will. Und ein geschäftliches, das zum G-Suite-Account meines Arbeitgebers gehört.

Wenn ich nun in meinem Browser «gmail.com» aufrufe, kommt garantiert erst das falsche Konto. Normalerweise will ich zu meinem Geschäftskonto, lande aber erst in meinem privaten. Woraufhin ich rechts oben auf mein Köpfchen klicken und aus der Liste das gesuchte auswählen muss. Sollte es zufälligerweise einmal so sein, dass ich tatsächlich etwas von meinem privaten Gmail-Konto will, dann läuft es garantiert umgekehrt. Dann lande ich – warum auch immer – für einmal zuerst in der Tamedia-Mailbox.

Das ist nervig. Es gibt nun mehrere Methoden, es zu verhindern. „Ein nützlicher Trick für Gmail und die G-Suite“ weiterlesen

Ein Gerichtsdrama im Podcast-Format

Was würde besser zur Weihnachtszeit passen, als ein Hörbuch zur Roten Armeefraktion? Klar: Eine ganze Menge –all die Dinge, die typischerweise aus der eher kitschigen Ecke des Lebens kommen. Aber da wir alle sowieso auf eine Überdosis Zimt und Kardamom, Kerzenduft und Glöckchengeläut zusteuern, ist meine Empfehlung vielleicht doch nicht so schlecht.

Es handelt sich um die Audio-Dokumentation «Die Stammheim-Tonbänder». Das ist eine Produktion des WDR, die man sich dort auch anhören kann. Es gibt sie auch als Hörbuch bei Audible, das man auch bei Spotify hören kann. Und unter dem Titel «Die Stammheim-Bänder» findet man die Produktion auch bei Spotify.

O-Töne von der Gerichtsverhandlung.

Bei dieser Produktion gibt es Originaltöne aus der Gerichtsverhandlung gegen die Köpfe der RAF Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Die Verhandlung fand in einem eigens gebauten Gebäude neben dem Hochsicherheitsgefängnis in Stuttgart-Stammheim statt. Sie wurde damals auf Tonband mitgeschnitten, damit die Protokollführer sicherstellen konnten, dass die Mitschriften auch akkurat sind. Die Bänder sollten nach der Transkription jeweils überspielt werden. Das ist aber nicht vollständig passiert. „Ein Gerichtsdrama im Podcast-Format“ weiterlesen