Ein guter Begleiter für Text-Odysseen

In meiner kleinen Reihe zu Markdown-Editoren habe ich mit Drafts 5 (Ein mit allen Wassern gewaschener Editor) schon einen ziemlich heissen Favoriten gefunden. Aber natürlich komme ich um Ulysses nicht herum. Das ist eine App fürs iPhone und iPad und den Mac, die ich 2016 zu einem meiner App-Lieblinge erkoren habe. Und auch im direkten Vergleich von Drafts und Ulysses ziehen manche Ulysses vor – zum Beispiel er hier, der die beiden Apps im Detail verglichen hat.

Seit meinem Test hat sich ein kleines, wesentliches Detail verändert. Es gibt Ulysses nicht mehr kostenlos. Man benötigt zwingend ein Abo, das 7 Franken im Monat oder 49 Franken im Jahr kostet – siehe Beitrag Immer mehr Apps wollen abonniert werden vom August 2017.

Das wirft zwei Fragen auf, nämlich erstens, ob man grundsätzlich gewillt ist, eine App zu abonnieren. Und zweitens, ob 7 Franken pro Monat nicht etwas hoch angesetzt ist.

Ymmv, was das angeht. Für mich war der Wechsel vom Bezahl-Modell – die 25 Franken habe ich seinerzeit gern aufgeworfen – zum Abo ein Grund, abzuspringen.  „Ein guter Begleiter für Text-Odysseen“ weiterlesen

Die internationale Linie ist unterbrochen

Neulich konnte ich am Morgen im Zug nicht die tägliche Herausforderung bei der Microsoft Solitaire Collection in Angriff nehmen, weil die offline noch immer nicht funktioniert. Natürlich muss sich die Spiele-App die neuen Aufgaben aus dem Internet holen. Ich verstehe aber nicht, warum sie das nicht auf Vorrat tut, zum Beispiel schon um 0 Uhr in der Nacht. Oder meinetwegen drei Monate im Voraus.

Jedenfalls habe ich vermutet, dass das Login via Xbox live nicht funktioniert. Das funktioniert nämlich sehr oft nicht. In vielen Netzen ist der Dienst auch gesperrt, weil er offensichtlich die gleiche Wirkung hat wie Pornografie oder social media: Er lässt die Leute nämlich unnütz Zeit vertrödeln.

Doch dieses Mal war Xbox live unschuldig. Stattdessen hatte mein Mobilfunkbetreiber Salt einen Aussetzer. Und mir ist eingefallen, dass ich hier schon lange einmal allestörungen.ch vorstellen wollte.

Das ist ein praktischer Dienst, der für sehr viele Dienste aufzeigt, ob sie gerade funktionieren oder nicht.  „Die internationale Linie ist unterbrochen“ weiterlesen

Die Play SRF-App ist nicht die reine Freude

Das lineare Fernsehen ist weiterhin wichtig – hat eine Studie ergeben, die im Auftrag des Betreibers von linearen Fernsehprogrammen durchgeführt worden ist. Naja.

Für Leute wie mich – und wenn ihr nichts dagegen habt, zähle ich mich an dieser Stelle zu den progressiven Fernsehnutzern – sind die On-Demand-Inhalte inzwischen entscheidend. Mein Medienkonsum speist sich aus Netflix, den Mediatheken und Replay. Auch wenn ich vor Kurzem den Strassenfegern ein bisschen nachgetrauert habe.

Was den Komfort angeht, könnten die allesamt noch etwas zulegen. Netflix nervt durch Trailer, die neuerdings automatisch angehen. Und es ist wirklich mühsam, dass die continue watching-Liste (Mit dem Profil von … weiterschauen) ständig in der Position verrutscht. Wieso kann die nicht einfach zuoberst stehen bleiben?

Die Mediatheken sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Und darum soll es in diesem Beitrag heute gehen. Erstens stellt sich die Frage: Hat man diese Mediatheken am smarten Fernseher zur Verfügung?  „Die Play SRF-App ist nicht die reine Freude“ weiterlesen

Windows 7 ist auf dem Weg nach draussen

Microsoft unterstützt die meisten Produkte während fünf Jahren, manche sogar zehn Jahre. Windows 7 gehört zu der zweiten Kategorie: Da das Betriebssystem am 22. Oktober 2009 auf den Markt gekommen ist, nähert sich nun das des Supportlebenszyklus’, wie das in Deutsch heisst. (In Englisch: End of Life.) Mit einer leichten Nachspielzeit wird es ab dem 14. Januar 2020 keine Sicherheitsupdates mehr geben.

Was das heisst, ist eigentlich klar: Man kann dieses Betriebssystem nicht mehr sicher betreiben. Es führt kein Weg an einem Update vorbei. Microsoft empfiehlt, wenig überraschend, den Umstieg auf Windows 10: «Es ist wichtig, zu einem modernen Betriebssystem wie Windows 10 zu wechseln, für das die neuesten Sicherheitsupdates geliefert werden, um sich und Ihre Daten zu schützen», schreibt der Konzern in einem Supportdokument.

Der Wechsel zu Windows 10 ist naheliegend. Natürlich kann man seinen Computer auch auf Linux umrüsten oder ihn ausrangieren und dafür einen Mac anschaffen. Nur eines sollte man nicht nun:  „Windows 7 ist auf dem Weg nach draussen“ weiterlesen

Hier wirst du gefüttert!

Unvermittelt hat sich hier eine neue Blog-Saga zum Thema RSS ergeben. Der Beitrag Das Nonplusultra für RSS-Fans hat erfreulich viel Resonanz ausgelöst. Das ist Grund genug nachzuhaken.

Erstens bei Firefox. Mein Lieblingsbrowser musste kritisiert werden, weil Mozilla die RSS-Funktionen ausgebaut hat. Zweitens heute mit einer Empfehlung, die ich auf Facebook erhalten habe. Yves sagt, ich solle mir einmal Inoreader ansehen. Was ich umgehend gemacht habe.

Und schon nach einem ersten Augenschein denke ich, dass es mir so gehen könnte wie Yves – und ich Feedly untreu werde. Dort bin ich, seit Google den Google Reader beerdigt hat. Feedly ist und bleibt eine sehr gute Wahl – aber Inoreader scheint mir noch etwas runder, detailverliebter und flexibler bei der Nutzung und Konfiguration zu sein.

Vorausschicken muss ich, dass ich bei beiden Diensten die Gratisvariante nutze. Sowohl Feedly als auch Inoreader bieten kostenpflichtige Pläne an.  „Hier wirst du gefüttert!“ weiterlesen

Ein halber Photoshop-Ersatz

In unserer schönen Radiosendung Wir terminieren den Terminator haben wir von guten Vorsätzen gesprochen. Einer davon war, den Softwaregebrauch zu hinterfragen. Braucht man teure Programme, wenn es kostenlose Alternativen gibt? Ich komme mit einer Besprechung von Krita auf diese Frage zurück.

Krita ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das laut Alternativeto.net hinter Gimp (hier und hier vorgestellt) als die beste Photoshop-Alternative gilt. Das Programm ist Open-Source, und kostenlos. Es existiert für Windows, Mac und Linux und wurde auch mittels Kickstarter-Kampagnen unterstützt.

Zwei Eigenschaften grenzen Krita von Photoshop ab: Erstens kann man das Programm zwar auch fürs Compositing und die Foto-Bearbeitung und -Retusche verwenden. Doch die eigentliche Stärke liegt beim digitalen Malen. Man hat eine grosse Zahl von Pinseln und anderen Mal-Instrumenten zur Verfügung. Das zeigt sich bei einem Rechtsklick auf eine Malebene: Es erscheint dann ein grosser, kreisrundes Bedienelement, das Pinsel für nasse und trockene Farben, Marker, Zeichenstifte, Airbrush, Radiergummi und Hintergrund- und Vordergrundfarbe bereithält.  „Ein halber Photoshop-Ersatz“ weiterlesen

Die Schweissmasche

Seit etwa anderthalb Jahren nutze ich die App meiner Krankenkasse, die Schritte durch Gutscheine vergütet. Wie gross wird die Reue sein? habe ich mich seinerzeit gefragt. Die vorläufige Antwort: Nicht gross. Ich habe keine gravierenden Nachteile festgestellt, meine Krankenkasse an den täglichen Schrittdaten teilhaben zu lassen. Ich habe bislang keinen tadelnden Anruf bekommen, wenn mein Bewegungsdrang zwischendurch einmal nachgelassen hat. Ich wurde auch nicht zum Orthopäden beordert, wenn ich es an einzelnen Tagen mit der Schrittzahl übertrieben habe.

Alles in allem verhält sich die App dezent. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Krankenkasse über die App hinaus viel mit meinen Daten anfangen würde. Zumindest nicht so, dass es für mich sichtbar wäre – und was hinter den Kulissen damit passiert, das weiss ich natürlich nicht. Die Alarmstimmung, die manche Datenschützer verbreitet haben, scheint mir jedenfalls masslos übertrieben.  „Die Schweissmasche“ weiterlesen

Firefox fällt den RSS-Fans in den Rücken

Im Beitrag Das Nonplusultra für RSS-Fans habe ich mich für RSS in die Bresche geworfen und anhand der vielfältigen Reaktionen erfreut festgestellt, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass auch andere RSS noch sehr schätzen.

Darum muss ich an dieser Stelle Kritik an meinem Lieblingsbrowser Firefox üben: Die Mozilla-Stiftung entfernt den Support für RSS Schritt für Schritt. Die Unterstützung für Feeds und die dynamischen Lesezeichen sind seit Version 64 nicht mehr vorhanden. Der Grund ist angeblich die geringe Nutzerzahl dieser Funktionen.

Es ist einleuchtend, dass Mozilla die Kräfte auf relevante Funktionen konzentriert. Nun dürfte man meines Erachtens die Relevanz nicht allein anhand der Nutzerzahlen definieren: Wohin das führt, sieht man bei den Medien, die ihre Berichterstattung allein auf die Klickzahlen ausrichten.

Das gilt besonders für Mozilla:  „Firefox fällt den RSS-Fans in den Rücken“ weiterlesen

Für Leute mit und ohne Sockenhalter

Ob das Mail nun tot ist, noch ein bisschen zuckt oder weiterhin die bevorzugte Kommunikationsform ist, hängt vor allem von zwei Dingen ab: Vom Alter und der Beschäftigung. Wer eher älter ist und beruflich kommuniziert, wird das Mail nach wie vor schätzen. Aus Gewohnheit, und weil die elektronische Post einige Vorteile gegenüber den neuen Kommunikationsformen hat. Einer der Vorteile ist, wie im Beitrag Allzu vergängliche Spuren der Kommunikation beschrieben, dass Vorgänge dokumentiert werden und sich auch Jahre später noch nachvollziehen lassen.

Für die jüngeren Nutzer sind die Messenger, die sozialen Medien und Kuriositäten wie Snapchat wichtiger. Könnte man zumindest meinen. Und «Techcrunch» hat vor drei Jahren auch genau das behauptet: Email is dying among mobile’s youngest users. Doch wie so oft gibt es auch die Gegenbehauptung: New Study Finds Millennials Are Actually Obsessed With Email, hat «Forbes» dagegengehalten. Die Studie stammt von Adobe, und da heisst es Folgends: „Für Leute mit und ohne Sockenhalter“ weiterlesen

Das finden nicht nur Ordnungsfanatiker gut

Das hier ist ein Tipp für Mac OS – auch wenn der Beitrag mit einem Seitenblick auf Windows beginnt. Das liegt daran, dass es heute um ein Thema geht, bei dem es der Mac deutlich besser macht als Windows.

Also, Windows: Das ist dieses Betriebssystem von Microsoft. Es hat einen Vorteil, der gleichzeitig ein riesiger Nachteil ist: Windows bietet ganz viele Andockstellen für Software-Funktionen von Drittherstellern. Beispielsweise der Explorer: Programme können bei der Installation eigene Befehle im Kontextmenü unterbringen, Unterstützung für proprietäre Dateiformate einbauen und viele Dinge mehr.

Das Problem ist, dass man als Nutzer keine Kontrolle über diese Erweiterungen hat. Sie werden einem aufgedrängt, ob man nun will oder nicht.  „Das finden nicht nur Ordnungsfanatiker gut“ weiterlesen