Ein paar frische Tipps für Windows – und einer, der schon etwas streng riecht

Der erste, hier vorgesehene Trick hat sich leider als völlig veraltet herausgestellt. Aber das Management konnte rechtzeitig für frischen Ersatz sorgen.

tNeulich habe ich in Windows 10 eine Entdeckung gemacht: Die praktischen Sprunglisten gibt es nicht mehr nur in der Taskleiste, sondern auch im Startmenü.

Die Sprunglisten (bzw. Jump Lists in Englisch) erscheinen beim Klick mit der rechten Maustaste auf ein Programm-Icon. Sie enthalten jene Dokumente, die mit diesem Programm bearbeitet worden sind. Bei manchen Programmen erscheinen auch häufig gebrauchte Befehle. Bei Firefox zum Beispiel kann man einen neuen Reiter, ein neues Fenster oder ein neues privates Fenster öffnen. Und man kann häufig verwendete Dokumente anpinnen, sodass die via Sprunglisten immer zur Verfügung stehen.

Ich nutze die Sprunglisten der Programme in der Taskleiste gern und häufig. Umso verblüffter war ich, als mir neulich aufgefallen ist, dass es diese Sprunglisten nun auch im Startmenü gibt.

Die Sprunglisten gibt es auch bei den Kacheln im Startmenü und bei der Programmliste links.

Sie tauchen sowohl bei den angehefteten Kacheln als auch in der alphabetischen Liste auf. Das ist eine sinnvolle Neuerung: Denn die Sprungliste erlaubt es uns Nutzern, das Programm gleich mit dem passenden Dokument zu öffnen – gleichgültig, ob das Programm nun wichtig genug ist, um in der Taskleiste oder einer Kachel im Startmenü platziert zu werden oder nicht.

Nach dieser Entdeckung wollte ich herausfinden, wann bzw. mit welchem Betriebssystem-Update es diese Sprunglisten im Windows-Startmenü geschafft haben. „Ein paar frische Tipps für Windows – und einer, der schon etwas streng riecht“ weiterlesen

Mein Mobilfunkanbieter und ich – wir sind seit ewig zusammen

Man könnte es Porzellanhochzeit nennen – oder mein längster Langzeittest aller Zeiten: Ich bin seit 1999 mit meinem Mobilfunkanbieter verbandelt. Und ja: Es gab Höhen und Tiefen.

Im Beitrag Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen! habe ich auf drei Jahre mit Init7 zurückgeblickt. Man könnte das auch einen Langzeittest nennen. Und wenn ich schon dabei bin, kann ich mir auch ein paar Gedanken zu meinem Mobilfunkanbieter machen.

Das ist Salt. Ich habe dort ein Abo, seit Salt – damals noch unter dem Namen Orange – in der Schweiz gestartet ist. Das war am 29. Juni 1999. Aus unerfindlichen Gründen war ich zur Startveranstaltung eingeladen. Da gab es für sämtliche Besucher eine Prepaid-SIM-Karte und ein Nokia 6150. Und weil ich bis dato weder Mobiltelefon noch mobile Rufnummer besessen hatte, war Orange schuld, dass ich zum Handynutzer wurde.

Und das, obwohl Orange den Start seinerzeit verpatzt hat, wie der Tagesanzeiger am 30. Juni 1999 geurteilt hatte:

Zwar konnte in Zürich mit dem neuen Mobilfunkanbieter problemfrei telefoniert werden. Doch in der Region Aargau kämpften die Orange-Installateure mit technischen Problemen. In Turgi und Baden liess sich per Handy keine Verbindung zum Netz herstellen, und nach dem Gubristtunnel war Funkstille – dies obwohl Orange eine 90-Prozent-Abdeckung verspricht.

Man erinnert sich: „Mein Mobilfunkanbieter und ich – wir sind seit ewig zusammen“ weiterlesen

Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen!

Das ist die Woche der grossen Telekom-Abrechnung. Heute Teil eins: Meine Erfahrungen mit dem Internetprovider Init7, zu dem ich nach vielen Jahren mit der UPC gewechselt bin.

Beitragsbild: Eine Faser reicht mir schon völlig (Glasfaser/Fiber/Internet/DSL, grün und gebunden von Christoph Scholz, CC BY-SA 2.0).

Mittels Rechnung hat mich mein Internetprovider neulich daran erinnert, dass ich ein weiteres Jahr sein Kunde war. Es sind inzwischen drei – denn im Juli 2017 habe ich mich von meinem vorherigen Anbieter verabschiedet.

Ich habe obigen Tweet dazu verfasst, weil ich eine interessante Feststellung gemacht habe. Nämlich die, dass mein Gefühl beim Bezahlen einer Rechnung durchaus als Gradmesser für meine Zufriedenheit mit der korrespondierenden Dienstleistung taugt.

Und weil es auf den Tweet diverse Reaktionen gab, habe ich mich entschieden, mein Fazit nach drei Jahren Glasfaser noch etwas weiter auszuführen, als das in einem Tweet möglich ist. Die Quintessenz ist und bleibt ganz simpel und besteht aus zwei Sätzen: „Zieht euch warm an, liebe Unternehmen im Fernmeldewesen!“ weiterlesen

Es ist eine Entschuldigung bei Siri fällig

Warum spielt Siri beim Joggen absolut Sport-untaugliche Musik? Weil ich nicht präzise genug gefragt habe. Doch das ändert sich – dank diesen nützlichen Sprachbefehlen zur Musiksteuerung.

Ich muss Abbitte leisten. Ich habe neulich in einem Post auf Facebook Siri gedisst. Ich habe sie zwar nicht direkt beschimpft. Aber doch indirekt als Versagerin hingestellt.

Es ging darum, dass ich Joggen war. Als mein Podcast zu Ende war, habe ich die Aufforderung «Hey Siri, spiel Musik!» in meinen Kopfhörer gesprochen. Und Siri spielte Musik: «Bloss e chlini Stadt» von Dieter Wiesmann.

Dieses Stück hielt nicht gerade so viele Beats per Minute bereit, wie ich es mir für den Sport gewünscht hätte. Aber es war eine Gelegenheit für mich, einen Schwank aus meiner Jugend zum Besten zu geben. Den gibt es dann hier am Ende des Blogposts zu lesen.

Doch wie gesagt, erst ist eine Entschuldigung fällig. „Es ist eine Entschuldigung bei Siri fällig“ weiterlesen

Spotify versus Apple Music: Wo bekommen die Künstler mehr?

Die beiden grossen Musik-Streamer im Vergleich: Bei welchem Anbieter haben die Musiker am Ende des Monats mehr Geld im Hut?

Im Nachgang zu meinem Vergleich von Apple Music und Spotify habe ich Kritik zu hören bekommen. Boris bemängelte auf Facebook, ich hätte die Seite der Musiker ausser Acht gelassen. Man hätte den Vergütungsschlüssel für Musiker vergleichen müssen, findet er: «Aber vermutlich ist der bei beiden gleich extremal verschissen.»

Die Musiker habe ich in der Tat ausser Acht gelassen. Ich habe meinen Vergleich aus der Warte des Nutzers gezogen.  Aber der Einwurf ist berechtigt und man darf sich folgende Frage stellen: Lohnt es sich, den Streamingdienst aus Sympathie zu den Musikern zu wechseln, wenn die am einen Ort mehr bekommen als am anderen?

Was bleibt bei den Musikern hängen?

Ich habe eine kleine Webrecherche angestellt. «Business Insider» hat einen Text dazu, aber ich bin an der Bezahlschranke hängen geblieben. Falls jemand dort ein Abo hat, bin ich froh um ein PDF! Doch bei dittomusic.com gibt es den Music Streaming Royalties Calculator: Man wählt eine Plattform, gibt die Zahl der Streams an und erfährt, wie viel Geld man dafür erwarten darf.

Der Einfachheit halber gebe ich 1’000’000 Streams ein. „Spotify versus Apple Music: Wo bekommen die Künstler mehr?“ weiterlesen

Fitness-Gadgets, die Leistungsdruck erzeugen

Wehe, wenn man einen einzigen Tag auf der faulen Haut liegt – dann ist gleich der «Streak» dahin. Warum das Unfug ist.

In diesem Podcast hier habe ich von einem Phänomen namens Streak Running gehört. Die Streaker gehen täglich rennen und halten damit den Streak, also die Strähne am Laufen.

Meine Spontan-Vermutung war, dass es sich um einen brandneuen Trend handelt, der auf dem Mist der Fitnesstracker und der Smartwatches mit Sportfunktionen gewachsen ist. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie einem immer anzeigen, wie lange der Durchhaltewillen beim Erreichen der Tagesziele anhält. Die Apple Watch beispielsweise verkündet jeden Abend: «Längste Bewegungsserie – deine aktuelle Serie beträgt 179 Tage».

Nun hat mich Wikipedia darüber aufgeklärt, dass das «Streaking» nicht so neu ist wie vermutet. Die Vereinigung wurde 2000 gegründet. Der ausdauerndste Streaker ist gemäss dem Lexikon ein Mann namens Robert C. Ray, «der seinen aktuell immer noch gültigen Streak am 4. April 1967 startete und seitdem keinen einzigen Tag lauffrei geblieben ist».

Um Robert C. Ray zu schlagen, fehlen mir nur noch gut 18’300 Tage in meinem Streak.

Tobi Bayer hat in sich im eingangs erwähnten Podcast erwähnt, dass er selbst «streakt», obwohl er es für eine fragwürdige Idee hält.

Und ich bin keinen Dreck besser.  Ich habe in meiner Garmin-App nachgesehen und festgestellt, dass dort meine Strähne für mein Schrittziel seit 1172 Tagen anhält. Damit bin ich nicht ganz so abartig unterwegs wie Robert C. Ray, dessen Serie nun schon 19’500 Tage dauert. Keine Frage: Er freut sich schon, dass in etwa anderthalb Jahren die 20’000 voll werden. „Fitness-Gadgets, die Leistungsdruck erzeugen“ weiterlesen

Drei nicht ganz überflüssige AR-Apps

Drei Apps, die meine Begeisterung für Augmented Reality nicht in den Himmel wachsen lassen – aber doch um zwei, drei Zentimeter anzuheben vermögen.

Die Missionen – mit und ohne AR.

Ja, es wird langsam alt: Ich schreibe, dass ich AR blöd finde. Dann erkläre ich, dass diese Ansicht wegen einiger Ausnahme nicht absolut gilt. Und schliesslich zähle ich einige Apps auf. So geschehen hier. Oder zuletzt hier.

Es stellt sich die Frage, wie lustige Apps noch auftauchen müssen, bis ich meine Meinung revidiere. Um das hier auch mal zu klären: Noch mindestens fünf Dutzend. Oder eine einzige, die so der Knaller ist, dass ich gar nicht anders kann als zu sagen, dass ich per sofort AR heiss und innig liebe.

Die Ausnahmen, die ich heute aufzähle, gehören jedenfalls nicht in die Knaller-Kategorie. Sie sind aber schon ganz nett.

Apollo’s Moon Shot (iPhone/Android). Die App des Smithsonian-Instituts facht, auch ein paar Monate nach dem fünfzigsten Jahrestag, die Begeisterung für die Mondmissionen noch einmal an. „Drei nicht ganz überflüssige AR-Apps“ weiterlesen

Heute kein Covid-19. Heute kein Trump.

Die Login-Allianz hat eine Chance verpasst: Den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu geben festzulegen, womit sie nicht behelligt werden möchten. Lässt sich dieses Versäumnis ausbügeln?

Seit Ende letzten Jahres gibt es die Login-Allianz.  Sie soll die Nutzer von Schweizer Newssites dazu bringen, sich zu registrieren, um die Angebote zu nutzen. Tamedia, Ringier, CH Media und NZZ sind beteiligt, und auch wenn es wegen Corona in letzter Zeit still um dieses Unternehmen geworden ist, soll es weitergehen.

In der «Werbewoche» war Ende Juni zu lesen, dass das Single Sign-on 2021 kommen soll. Single Sign-on bedeutet, dass sich der Nutzer nur einmal registrieren muss, um sich bei allen beteiligten Titeln einloggen zu können. Derzeit sind es rund 30 Medienmarken, die zur Allianz gehören.

Mit der Einführung des Universal-Logins wird die Registrierung nicht mehr freiwillig sein, sondern obligatorisch. Und auch SRF will daran teilnehmen; Ende 2020 soll dort die Amneldemaske Einzug halten.

Für die Idee hinter der Login-Allianz habe ich ein gewisses Verständnis: Es ist die Einsicht, dass man die Mediennutzern die Gratismentalität nur dann abgewöhnt, wenn die grossen Medienhäuser gemeinsam auftreten und gewisse Schranken vor die Inhalte setzen. Auch für das Interesse an Nutzerdaten habe ich absatzweise Verständnis. „Heute kein Covid-19. Heute kein Trump.“ weiterlesen

Das Schweizer Sackmesser unter den Karten-Apps

Die neue Swisstopo-App im Test: Trotz Kinderkrankheiten und etwas seltsamer Benutzerführung wird sie zu einem Schweizer Klassiker avancieren.

Im Beitrag Mit diesen Outdoor-Apps lockt das Abenteuer habe ich vor den Sommerferien in neun Kategorien Apps vorgestellt, mit deren Hilfe man nicht nur ferne, fremde Länder, sondern auch die nähere Umgebung erkundet.

Die Auswahl der Karten, mit Lokalisierung per GPS.

Kaum war der Artikel gedruckt, bin ich einer App begegnet, die wunderbar in diese Aufzählung gepasst hätte. Das ist die Swisstopo-App des Bundesamts für Landestopografie, die diesen Sommer lanciert worden ist.

Es gibt sie fürs iPhone und iPad und für Android. Sie hält wie die SchweizMobil-App (Bünzlig, aber brauchbar) die Landeskarten bereit – und führt mit diesen auch Routenplanung und Navigation durch. Die App ist kostenlos, doch wenn man die App offline nutzen will, braucht man ein Abo für 38 Franken pro Jahr.

Um etwas mehr ins Detail zu gehen: Die App hält das Kartenmaterial der Landestopografie bereit, und zwar verschiedene Varianten: Die Landeskarte im Massstab 1:10 000 bis 1 zu einer Million; die Wintervariante, Luftbild, Luftfahrtkarten und die Erstausgaben der Dufourkarte aus den Jahren 1845 bis 1865 und der Siegfriedkarte, die zwischen 1870 und 1926 entstanden ist. „Das Schweizer Sackmesser unter den Karten-Apps“ weiterlesen

Die Lösung für alle Probleme. Nur leider läuft sie nicht auf dem Smartphone

Boris und ich haben ein Problem, das ihr vielleicht auch kennt: Es sind die Nachrichten, die man nicht beantwortet, weil man sich nicht mehr erinnern kann, in welcher App man sie eigentlich bekommen hat.

Gibt es Softwareprogramme, die es nicht gibt? Das war die Frage in meinem Blogpost Auf der Suche nach dem schwarzen Softwareschwan. Ich wollte wissen, ob Ihr in eurem Alltag für alle wesentlichen Aufgaben eine passende Anwendung gefunden habt oder ob es Lücken gibt – Dinge, die ihr entsprechend nur auf Umwegen oder gar nicht vernünftig erledigt bekommt.

Die Resonanz auf die Frage war nicht riesig. Ich schliesse daraus, dass die Lücken im Angebot relativ klein sind. Die meisten Leute haben offenbar ein  Instrumentarium zur Hand, mit dem sie einigermassen zufrieden sind. Und das ist gut zu wissen.

Ein paar interessante Antworten gab es – und zwar ausschliesslich auf Facebook. (Was, nebenbei bemerkt, überraschend ist. Früher kamen die spannenden Inputs eher auf Twitter herein.)

Boris schreibt: „Die Lösung für alle Probleme. Nur leider läuft sie nicht auf dem Smartphone“ weiterlesen