Eine Übersicht aller Folgen der «digitalen Patentrezepte»

Mehr als zweihundert nützliche Videos auf Abruf: In der Liste mit allen Folgen meiner Videoserie «Digitale Patentrezepte».

Bei der Tamedia haben wir ein schönes neues Content Management System (CMS) bekommen. Das erlaubt es, Zeitung, Websites und Apps aus einer Hand zu bespielen. Es heisst darum Unity – und es ist eine echte Freude: Man arbeitet damit schneller, komfortabler und zeitgemäss.

Das CMS wurde vielerorts unterschätzt. Die Ansicht herrschte vor, dass es sich «nur» um ein technisches Instrument handelt. Das kann praktischer oder weniger praktisch sein. Doch was am Ende herauskommt, hängt von den Menschen und deren Kreativität ab. „Eine Übersicht aller Folgen der «digitalen Patentrezepte»“ weiterlesen

Mit Studio-Link klingt Radio besser

Die Qualitätsoffensive beim Nerdfunk war ein voller Erfolg: Wir haben Skype in die Wüste geschickt und auf Studio-Link umgestellt.

Derzeit ist vieles anders. Auch bei Radio Stadtfilter. Dort ist der Sendebetrieb eingeschränkt, weil … naja, ihr könnt es euch ausmalen. Der Nerdfunk soll aber weitergehen. Das ist uns wichtig. Erstens, weil der digitale Aufklärungsbedarf in Zeiten von Homeoffice und Videoconferencing hoch ist. Und zweitens, weil wir der Ansicht sind, dass man so ein Projekt durchziehen muss, so lange es nur geht.

Und dieser Tage ist es zum Glück gar keine so grosse Sache, eine Sendung in sendefähiger Qualität von zu Hause aus zu produzieren. Ich habe vor gut vier Jahren im Btwareüro eine Studioecke eingerichtet, die den etwas grossspurigen Namen Bruehlgarden Studios trägt.

Mit einer Sache war ich aber unzufrieden. Die Verbindung zu meinen beiden Mitstreitern Kevin Rechsteiner und Digichris habe ich bisher mittels Skype aufgebaut. Das funktioniert unkompliziert. Aber es ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Erstens ist die Audioqualität mässig. Und zweitens gibt es eine recht grosse Latenz (Verzögerung). „Mit Studio-Link klingt Radio besser“ weiterlesen

Immer Ärger mit Soundaufnahmen bei Windows

Wieder einmal eines dieser Themen, das ausser mich niemanden interessiert: Die Wahl der Audio-Schnittstelle bei Windows.

Bei jeder meiner Voiceover-Aufnahmen für ein Patentrezept-Video habe ich mit einem lästigen Problem herumgeschlagen. Der Pegel aus meinem Mischpult kam leise oder viel zu leise in meinem Aufnahmeprogramm an. Der Grund war mir nicht klar – ebenso wenig, warum der Pegel so wenig konstant war.

Nun habe ich kürzlich die Ursache entdeckt. Ich nehme an, ich wäre schon früher draufgestossen, hätte ich nicht eine uralte Version von Audacity verwendet (ja, ich verwende tatsächlich dieses Programm, mit dem verwegene Kerle ihr Audio schneiden). Vielleicht hat auch ein Windows-Update weitergeholfen. Aber jedenfalls ist die Sache nun so viel einfacher, dass ich die Lösung hier für die Nachwelt festhalten will – und für mich selbst, weil mir solche Dinge gelegentlich auch wieder entfallen.

Also, es ist so: „Immer Ärger mit Soundaufnahmen bei Windows“ weiterlesen

So kommt man trotz Reiseverbot in der Welt herum

Eine tolle App setzt einem nach dem Zufallsprinzip Webradiosender aus aller Welt vor. So kann man fremde Länder zumindest mit den Ohren besuchen.

Seit ich denken kann, ist Radio das Medium meiner Leidenschaft. Sosehr, dass man sich fragen kann, warum ich zum Schreiberling geworden bin. Es könnte damit zu tun haben, dass ich nicht ganz so schnell denke, wie ich spreche – und ich es darum praktisch finde, dass ich bei der Arbeit als schreibender Journalist auch einmal eine halbe Stunde über einen Satz nachdenken kann.

Meine Gefühle fürs Radio haben sich in den letzten Jahren ausdifferenziert. Meine Liebe fürs Mainstream-Radio ist erkaltet – so weit, dass ich seinerzeit gefordert habe, man möge den DRS3 (heute SRF3) doch bitte abschalten. Obwohl das der Sender war, der in meiner Jugend meine Hingabe entfacht hatte. Schuld sind die Massnahmen, mit denen die meisten grossen Stationen auf Massentauglichkeit getrimmt worden sind.

Gleichzeitig habe ich all die alternativen Formen des Radios schätzen gelernt: Die Nischensender wie Radio Stadtfilter, wo ich seit 2009 selbst Sendemacher bin. Aber auch die Radio-ähnlichen Medien wie Podcasts, die dem Radio einen neuen Sinn und eine neue Daseinsberechtigung geben – siehe dazu zum Beispiel Das Revival des Hörspiels.

Da habe ich mich sehr gefreut, als mir neulich die Website radio.garden begegnet ist. „So kommt man trotz Reiseverbot in der Welt herum“ weiterlesen

Ein wirklich hübscher Windows-Rechner – und eine praktische Windows-Funktion

Das HP Spectre x360 13 in einem ersten Augenschein – mit besonderer Würdigung der Gesichtserkennung von Windows 10.

Sind sie nicht ein hübsches Paar?

Ich habe derzeit die Gelegenheit, das HP Spectre x360 13 (aw0xxx) zu testen. Das ist ein als Laptop und Tablet nutzbarer Mobilcomputer mit Windows 10, ein so genannter Convertible. Er ist im Premium-Segment angesiedelt, was bedeutet, dass der Preis bei ungefähr 1600 Franken anfängt (bei Amazon: 1600 Euro). Man kann, mit i7-Prozessor, 16 GB RAM und 2 TB-SSD aber auch knapp 2200 Franken ausgeben.

Für die Tamedia-Kanäle werde ich das Gerät ausführlich ansehen. An dieser Stelle gibt es meinen ersten Eindruck – und eine Besprechung der Windows-Hello-Funktion zur Anmeldung mittels Gesichtserkennung.

Also, vorneweg: Während HP früher wirklich langweilige Geräte gebaut hat, muss man sich mit den neuen Modellen nicht mehr in Grund und Boden schämen. Auch dann nicht, wenn man im Zug oder Flugzeug zufälligerweise neben dem Besitzer eines Apple-Laptops zu sitzen kommen sollte. (Vorausgesetzt, dass gerade keine Pandemie herrscht, versteht sich.) „Ein wirklich hübscher Windows-Rechner – und eine praktische Windows-Funktion“ weiterlesen

Das Leben (und Apple-Watch-Wettbewerbe) sind nicht fair

Über Sinn und Unsinn (und Ungerechtigkeiten) bei Wettbewerben mit der Apple Watch.

Die Apple Watch sei «the most personal device we’ve ever created», das persönlichste Gerät, das es von Apple gibt, hat Tim Cook bei der Vorstellung 2014 gesagt.

Das ist eine Behauptung, die zumindest ein bisschen kontrovers ist. Es gibt die Leute, die Technik auf Distanz halten und sie strikt auf ihre Rolle als unpersönliches Hilfsmittel reduziert wissen wollen. Und dann gibt es die Leute, die zumindest akzeptieren, dass man diese Uhr so nah an seinen Körper heranlässt, wie sonst kein anderes Apple-Produkt.

… an dieser Stelle kann man einwerfen, dass es Leute gibt, die sich ihr Smartphone an einem Täschchen um den Hals und damit an den Busen bzw. vor das Herzen hängen. Oder meinetwegen über den Bauch. Das finde ich mehr als seltsam. Aber es ist womöglich kein Ausdruck einer sonderlich innigen Bindung zum Gerät, sondern eine pragmatische Angelegenheit. Nicht alle Leute haben Hosen mit ausreichend grossen Taschen.

Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die Apple Watch Dinge tut, die sich das iPhone nicht erlauben würde. „Das Leben (und Apple-Watch-Wettbewerbe) sind nicht fair“ weiterlesen

Eine offene Video-Plattform, die Youtube an den Kragen will

Youtube setzt Milliarden um, steht trotzdem in der Kritik – und bekommt nun neue Konkurrenz.

Hat Youtube den Zenit  überschritten? Die Antwort auf diese Frage hängt von der Perspektive ab. Neulich hat Google zum ersten Mal konkrete Zahlen zur Videoplattform veröffentlicht (PDF): 15 Milliarden US-Dollar Umsatz waren es im letzten Jahr. Das sind knapp zehn Prozent des Umsatzes des Mutterkonzerns Alphabet von 162 Milliarden US-Dollar. Trotzdem: Falls ich im Dokument oben nichts übersehen habe, steht da nicht, wie viel Gewinn die Videoplattform abwirft.

Betrachtet man die Sache durch die finanzielle Brille, dann hat Youtube den Zenit nicht überschritten. Im Gegenteil: Die Plattform wächst und gewinnt weiterhin an Einfluss. Und auch Youtube Premium ist zwar kein durchschlagender Erfolg, aber mit 20 Millionen Abonnenten auch keine krachende Pleite.

Das Verdikt der Youtuber selbst fällt deutlich anders aus. „Eine offene Video-Plattform, die Youtube an den Kragen will“ weiterlesen

#StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab

Keine Besuche bei Freunden, keine gesellige Runde in der Beiz – und trotzdem möchten wir nicht vereinsamen. Das Internet und die passenden Apps helfen uns dabei.

Eines der drängendsten Themen ist in diesen Zeiten der Corona-Pandemie die Kommunikation. Wie bleibt man mit Eltern, Freunden, Bekannten in Verbindung, wenn man sich nicht mehr treffen kann? Das ist für viele schwierig – aber besonders für die Grosseltern, die ihre Enkelkinder nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Der Vorschlag, etwas zu diesem Thema zu machen, wurde von diversen Seiten an mich herangetragen, nachdem ich die Idee selbst schon gehabt hatte. Sie ist naheliegend – und gleichzeitig auch knifflig, finde ich. Denn das Problem ist nicht, die passende App zu finden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um per Live-Video zu kommunizieren. Facetime fürs iPhone und iPad, Google Duo für Android und iPhone und den Videotelefonie-Klassiker Skype. Den gibt es für Android, iPhone, natürlich auch für Windows und Mac und sogar als Online-Version für den Browser.

Videotelefonieren kann man auch in manchen Messengern, zum Beispiel WhatsApp oder Signal. Und dann gibt es auch die Skype-Alternativen wie Zoom.us, das fürs Homeoffice eine gute Wahl ist.

Die Wahl der passenden App ist darum kein eigentliches Problem: „#StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab“ weiterlesen

Die digitalen Wimmelbücher

Zwei Apps für Kinder, die die Neugierde wecken und den Entdeckertrieb anstacheln.

In Zeiten der Pandemie hat man, nebst vielen anderen Baustellen, auch die Aufgabe, die Kinder bei Laune zu halten. Und für diesen Zweck ist ein Tablet – und das sage ich nur mit einem kleinen bisschen übertriebenem Pathos – Gold wert. Denn das Tablet liefert Filme und Unterhaltung. Und eben auch Spiele, mit denen sich die Kleinen selbst beschäftigen, während die Erwachsenen versuchen, das Chaos im Homeoffice zu überblicken und einzudämmen.

Das «Winterthurer Wimmelbuch»

Eine App-Kategorie hat es meiner Tochter (und auch mir) besonders angetan. Ich habe sie erst vor Kurzem entdeckt. Es handelt sich um die digitale Variante des Wimmelbuchs. Meine Tochter mag die auch in klassischer Form. Zum Beispiel die Jahreszeiten-Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner. Oder das grossartige Winterthur-Wimmelbuch, bei dem nur das etwas offensive Sponsoring zu bemängeln ist.

Und eben: Es gibt die Wimmelbücher auch in App-Form: Da gibt es in verschiedenen Szenen Details zu entdecken. Im Gegensatz zu den gedruckten Büchern sind die animiert: Man kann eine Figur antippen, worauf etwas passiert. „Die digitalen Wimmelbücher“ weiterlesen

Der Quälgeist aus der Sport-App

Aus Panik vor der Ausgangssperre habe ich mir zwar keinen Hometrainer, aber immerhin eine App fürs Inhouse-Schwitzen zugelegt.

Mir geht es wie vielen: Ich habe das Corona-Virus anfänglich auch für «so harmlos wie die jährliche Wintergrippe» gehalten. Mir ist jedoch schnell aufgegangen, dass das ein Trugschluss ist – auch deswegen, weil ich einige Familienmitglieder habe, die zu den Risikopatienten zählen.

Darum steht es für mich ausser Frage, die Massnahmen mitzutragen. Wie auch schon ausgeführt, fällt mir das als geborenem Stubenhocker mutmasslich leichter als vielen anderen Leuten. Ich vermisse es nicht extrem, nicht mehr an Bartresen herumzulungern oder zu jeder Tages- oder Nachtzeit zum Shopping oder ins Kino zu können. Dass unsere (bereits gebuchten) Ferien ins Wasser fallen, die für die zweitletzte April-Woche geplant waren, schmerzt mich allerdings schon ein bisschen.

Was mir aber wirklich schwerfällt, ist die Vorstellung einer kompletten Ausgangssperre. Kein Spaziergang, keine Joggingrunde – das wäre schwierig. Denn ich sehe mich zwar gerne als Nerd, der nichts braucht als seinen Bildschirm und den Internetanschluss.

Doch es ist unverkennbar, dass ich einen gewissen Bewegungsdrang habe, der befriedigt sein will. Das Bedürfnis ist besonders gross, wenn ich den ganzen Tag recherchiert und geschrieben habe und geistig aktiv war. Ich nehme an, dass das irgend so ein Ausgleichsmechanismus der Natur ist, der uns Kopfmenschen zwischendurch an unsere Körperlichkeit erinnern soll. Keine Frage, dass die Evolution dem irgendwann den Garaus machen wird. Aber im Moment müssen wir uns mit ihm abfinden. „Der Quälgeist aus der Sport-App“ weiterlesen