Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen

Eine Datensicherung unter Windows ist mit Bordmitteln möglich: Tipps zum Dateiversionsverlauf und zur Backup-Funktion von Onedrive: Plus die besten Alternativen von Drittherstellern.

Im Beitrag Nicht sichern ist nicht sicher liefere ich einen Rundumschlag zur Datensicherung. Da der schon etwas in die Jahre gekommen ist, habe ich eine Aktualisierung des Themas ins Auge gefasst. Im Beitrag So geht beim Time-Machine-Backup nichts schief geht es um den Mac.

Hier und jetzt geht es um Windows. Bei Microsofts Betriebssystem gibt es den Dateiversionsverlauf, der eine externe Datensicherung mit eingebauter Versionierung bereitstellt¹. Er findet sich in den Einstellungen bei Update und Sicherheit in der Rubrik Sicherung.

Einschalten reicht – allerdings sollte man trotzdem nachsehen, was diese Option genau bewirkt

Die Aktivierung ist maximal einfach: Man muss im Abschnitt Mit Dateiversionsverlauf sichern nur bei Meine Daten automatisch sichern das Häkchen auf Ein umschalten.

Die Sicherung einrichten und überprüfen

Aber natürlich sollte man ein bisschen Zeit darauf verwenden zu überprüfen, was wo gespeichert wird: „Zwei Methoden, die vor Datenverlust schützen“ weiterlesen

Ctrl Fn oder Fn Ctrl?

Ausführliche Betrachtungen zu der modernen Tastatur: Wo ist die richtige Position für den Funktionsknopf? Falls er falsch platziert wurde, wie korrigiert man das? Und was denken sich manche Hersteller, die den Nutzern unsinnige Enter- und nutzlose Pfeiltasten zumuten?

Dieses HP-Spectre – der ausführliche Testbericht findet sich hier – entpuppt sich hier im Blog so langsam als Thema für eine Mini-Serie. Es ist nämlich noch eine Frage übrig geblieben. Und zwar eine der kontroversen Sorte. Ich bin nicht sicher, ob dieser Blogpost hier gesittet zu Ende gehen wird. Oder ob er das Beharren auf unvereinbaren Standpunkten und infolgedessen Tumulte und Glaubenskriege zur Folge haben wird.

Also, es geht im Allgemeinen um die Frage, wie Tasten richtig auf einer Tastatur angeordnet werden. Speziell interessiert mich die Position der Fn-Taste. Sie ist, wie Wikipedia schreibt, vor allem auf Laptops und Netbooks zu finden: «Mithilfe dieser Taste kann herstellerspezifisch eine weitere Ebene erreicht werden, vergleichbar mit der Alt-Taste oder Steuerungstaste.»

Ein Detail stimmt an dieser Beschreibung nicht mehr so ganz: „Ctrl Fn oder Fn Ctrl?“ weiterlesen

Ein Plot wie aus einem ganz schlechten Film

Ein gutes Beispiel, wie die Medien ihre Rolle als vierte Macht wahrnehmen – per Podcast sogar global: Die «New York Times» erinnert mit «Day X» Deutschland daran, die Gefahr der rechtsextremen Netzwerke nicht zu unterschätzen.

Ich mag die Floskel «Wie in einem billigen Film» nicht. Sie besagt, dass in Realität eine ganz unglaubliche Sache passiert ist – eine Angelegenheit, die derartig unwahrscheinlich ist, dass wir keine realen Vergleichsgrössen haben. Darum wäre es uns eigentlich lieber, wenn dieses Vorkommnis nur ausgedacht wäre, weil dann die Grenzen unserer Wirklichkeit nicht verschieben müssten.

Zwei Dinge: Es kann sinnvoll und erhellend sein, wenn wir die Gelegenheit haben, die Grenzen unserer Wirklichkeit zu verschieben; darum sollte man das nicht leichthin abqualifizieren. Und zweitens sind Drehbuchautoren offenbar die Leute, mit der lebhaftesten Fantasie – weswegen sie eigentlich unseren Respekt verdienen und nicht zum Buhmann in einem platten Phraseologismus degradiert werden sollten.

Und was soll das mit dem «schlechten» Film? „Ein Plot wie aus einem ganz schlechten Film“ weiterlesen

Wie man Sony blamiert und Hunderte Millionen Dollar kassiert

Der Podcast «The Lazarus heist» der BBC hat alles, was man sich von einer rasanten True-Crime-Erzählung erhofft: Einen gewichtigen Bösewicht, Verwicklungen in die Wirtschaft und Politik und ambitionierte Cyberhacker, die einen Milliarden-Coup wagen.

The Lazarus heist (RSS, iTunes, Spotify, Google) ist ein Podcast, den ich sowohl aus professionellem Interesse als auch mit privatem Vergnügen anhöre. Er setzt beim epischen Hack an, von dem 2014 das Filmstudio Sony Pictures betroffen war.

Wir erinnern uns sicher noch: Die Eindringlinge konnten schalten und walten, wie sie wollten. Es gab nichts, was ihnen verborgen geblieben ist, keine Firmengeheimnisse, an die sie nicht herangelangt wären

Die Hacker – «Guardians of Peace» oder Lazarus-Gruppe genannt –  zogen noch nicht veröffentlichte Filme ab, brachten interne Mails in ihren Besitz, eigneten sich die Personalakten des Managements und der  Mitarbeiter an, inklusive Sozialversicherungsnummern, Höhe des Gehaltschecks und medizinische Vorgeschichten. Und sie wussten sogar über die Gagen der engagierten Schauspieler Bescheid. „Wie man Sony blamiert und Hunderte Millionen Dollar kassiert“ weiterlesen

Retten wird uns nur der Fortschritt

Nach der Pandemie ist vor der Klimarettung. Und darum sollten wir uns überlegen, ob wir uns diese ständige Bedenkenträgerei noch leisten können – findet übrigens auch Frank Schätzing.

Wir dürfen die leise Hoffnung hegen, dass das, was wir in diesem Pandemie-Tunnel sehen, das Licht am anderen Ende ist.

Der Hauptgrund für den leisen Optimismus sind die Impfungen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir ohne die grandiose Leistung der Biotech-Unternehmen noch lange an dieser Seuche herumgedoktert hätten. Darum freue ich mich, dass der technische Fortschritt wieder einmal gezeigt hat, wozu er in der Lage ist.

Ich bin in einer Zeit gross geworden, in der Fortschritt ein Schimpfwort war. Das war in den 1980er-Jahren, in denen man bei diesem Stichwort daran dachte, wie Computern zu wegrationalisierten Arbeitsplätzen führen.

Tschernobyl und Waldsterben

Man dachte an das vergiftete Geschenk der Atomspaltung, die uns nicht wie erhofft unbeschränkte Mengen an sauberer Energie, sondern Tschernobyl und die atomare Aufrüstung gebracht hatte. Man dachte an ungebremstes Wachstum, Luftverpestung und Waldsterben. „Retten wird uns nur der Fortschritt“ weiterlesen

Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks

iPhone und iPad bieten neue Möglichkeiten für die Automatisation. Trotzdem habe ich wieder einmal ein Déjà-vu: So vielversprechend die Funktionen auch sind – bei meinen spezifischen Anliegen stosse ich immer wieder an Grenzen.

Die Kurzbefehle-App von iPhone und iPad ist ein Zugeständnis an Leute wie du und ich, die sich mit ihrem Mobilgerät nicht bloss durch Whatsapp und Facebook klicken, sondern ernsthafte Arbeit erledigen wollen – und zwar, wo immer möglich, nicht manuell, sondern automatisiert.

Mit der App lassen sich Arbeitsabläufe einrichten, die per Knopfdruck oder über einen Sprachbefehl gestartet werden (Siri auf Steroiden). Es ist möglich, Automatisierungen einzurichten, die unter bestimmten Umständen automatisch ausgeführt werden (So landet der Liebhaber automatisch rechtzeitig vor der Tür). Und wenn man es ganz elaboriert mag, verwendet man NFC-Tags, um Aktionen in Gang zu setzen (Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben).

Mit iOS 14 und 14.5 ist die Kurzbefehle-App nun nicht revolutionär besser geworden. Aber es sind einige interessante Möglichkeiten dazugekommen. Erstens seien die beiden neuen Funktionen Bildschirmfoto aufnehmen und Neueste Bildschirmfotos abrufen erwähnt. „Ein paar neue Kurzbefehle-Tricks“ weiterlesen

Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck

Die Edison-Lampe von Philips ist nicht nur ein Hingucker, sie lässt sich per Bluetooth auch via Smartphone steuern, ohne dass man einen Hue-Hub benötigen würde. Die App hat allerdings noch Verbesserungspotenzial.

Ich bin der Vernetzung des trauten Heims nicht abgeneigt, aber auch nicht euphorisch. Denn in vielen Fällen erkauft man sich einen kleinen Fortschritt mit einem grossen Administrationsaufwand:

Per Startbildschirm kann man eine oder mehrere Lampen gemeinsam und mittels Vorgaben steuern.

Man muss seine smarten Stecker mit Firmware-Updates versorgen und sicherstellen, dass auch ja das WLAN nie ausfällt. Und auch wenn das gewährleistet ist, funktioniert der Kram in so und so vielen Fällen aus unerfindlichen Gründen dann doch nicht. Wir lernen: Auch der gute alte Lichtschalter hat seine Berechtigung.

Trotzdem wollten es die Umstände, dass sich neulich ein smartes Gadget in unser Heim verirrt hat. Es handelt sich um die Edison Lampe mit Glühdraht von Philips (LWV001), die für ungefähr 30 Euro bei Amazon zu haben ist.

Die Lampe stammt aus der Hue-Familie und ist nicht vollsmart, sondern nur halbsmart ist, wenn ich so sagen darf. Sie hat kein WLAN, sondern Bluetooth und lässt sich ohne den Hub verwenden, der bei Philips Hue-Bridge heisst¹. Das ist ein Nachteil, weil es die Möglichkeiten einschränkt. Wenn man einen Hub hat, dann arbeiten die Lampen mit dem zusammen – man verbaut sich daher nichts. „Smartes Licht ohne allzu viel Heckmeck“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil

Ein neuerlicher Anlauf, um tolle Apps für das selbsternannte starke Geschlecht zu finden: Ich stosse auf viele Klischees, noch mehr Testosteron und eine echte Marktlücke.

In diesem Beitrag bin ich der Frage nachgegangen, ob es schöne Männer-Apps gibt. Im Rahmen der Berichterstattung zu diesem Unterfangen habe ich einen bedauerlichen Fehler begangen, den ich an dieser Stelle ausbaden muss.

Ich habe nämlich im Titel «Projekt Männer-Apps, erster Teil» geschrieben. Das impliziert eine Serie zu vielen weiteren solchen Männer-Apps. Und ja, genau das war die Idee und Absicht gewesen. Ich hatte auf Tipps aus der Leserschaft gehofft, mit denen ich gerne weitere Folgen bestritten hätte.

Doch leider sind diese Tipps ausgeblieben. Wie ich vermute, liegt der Grund nicht darin, dass sich diese hochgeschätzte Leserschaft sich um meine Bitte um weitere Vorschläge foutiert hätte.

Sind wir Männer so genügsam?

Nein, meine Mutmassungen gehen eher dahin, dass das Thema mit den Krawatten- und Bart-Apps bereits ausgeschöpft ist. Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass wir Männer genügsam sind und wir einfach nicht sonderlich viele spezifische Bedürfnisse haben, die man mit speziellen Apps befriedigen könnte. Uns fehlt beispielsweise eine biologische Besonderheit wie die Menstruation, die man mittels Smartphone tracken könnte.

Zweite Möglichkeit: „Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil“ weiterlesen

Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat

Die Taskleiste von Windows 10 wird neuerdings mit Wetter und Nachrichten angereichert («Neuigkeiten und interessanten Themen»). Was eine gute Idee sein könnte, scheitert leider krachend an der dilettantischen Umsetzung.

Das Mai 2021 Update für Windows 10 (21H1) ist erschienen. Ich hatte eigentlich vor, wie üblich ein Patentrezept zu diesem Update zu drehen. Doch selbst bei einer Suche mit der Lupe ich keine Neuerung entdeckt, die man in einem Video vorführen könnte. Sogar für diesen Blogpost hier muss ich einen Kniff anwenden, um genügend Fleisch an den Knochen zu bekommen.

Schade – denn eigentlich gäbe es genügend Verbesserungspotenzial, wie ich neulich anhand des Explorers gezeigt habe.

Aber Microsoft hat sich darauf konzentriert, die Performance und Stabilität zu verbessern. Im Supportdokument liest sich das wie folgt:

Windows 10, Version 21H1 ist eine Zusammenstellung von Funktionen für ausgewählte Leistungsverbesserungen, Unternehmensfunktionen und Qualitätsverbesserungen

Erwähnt werden folgende Features: „Eine kleine Neuerung, die Microsoft ganz gross verbockt hat“ weiterlesen

Der ganz normale Hass bei Facebook

Ein Kommentar auf der Facebook-Seite der NZZ, der Gewalt an der Klimajugend verherrlicht, bleibt trotz Aufforderung zum Löschen viel zu lang unwidersprochen stehen.

Ich habe mich letzten Freitag über die NZZ aufgeregt.

Es geht um diesen Beitrag hier, eine ausführliche Reportage zur Klimajugend, die in einem Dilemma steckt. Die Coronakrise hat ihren Kampf in den Schatten gedrängt und die Protestbewegung mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, wie sie ihr Anliegen wieder ins Gespräch bringt. Wie weit darf sie für diesen Zweck gehen? Welche Mittel sind in Ordnung, wo verläuft die Grenze?

Diese Fragen werden in der Reportage differenziert behandelt, indem Exponenten, die mit den Mitteln des Systems operieren, den Exponenten gegenüber gestellt werden, die laut über Gewalt nachdenken: „Der ganz normale Hass bei Facebook“ weiterlesen