Die Tücken des Smartphone-Wechsels

Beim Umstieg von einem alten auf ein neues iPhone kann einiges schief­gehen. Darum die wichtigsten Tipps, wie die Daten­über­nah­me klappt und welche Apps eine Spe­zial­be­hand­lung be­nöti­gen, damit man sich nicht aus dem On­line­ban­king oder seiner Arbeit aus­sperrt.

Neulich hatte ich die Gelegenheit, ein neues iPhone in Betrieb zu nehmen. Eigentlich eine erfreuliche Sache, weil: neues iPhone.

Nach der Datenübernahme will das iPhone wissen, was nun mit ihm passiert.

Doch etwas trübt die Freude: Der Heckmeck, bis das neue Telefon voll betriebsbereit ist. Der Aufwand ist in den letzten Jahren grösser geworden – ebenso die Fallen, in die man hineinlaufen kann. Denn wenn man die Sache falsch angeht, könnte man Daten verlieren oder sich aus wichtigen Nutzerkonten ausschliessen.

Also, hier meine Erfahrungen, damit es bei euch möglichst rundläuft – und damit ich mich bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit daran erinnere, welche Apps während eines Gerätewechsels besondere Aufmerksamkeit benötigen. Darum der Tipp vorneweg: Wir alle, ihr und ich, sollten unbedingt ein Lesezeichen zu diesem Beitrag hier anlegen.

Doch bevor es mit den harten Fakts losgeht, noch ein Hinweis: „Die Tücken des Smartphone-Wechsels“ weiterlesen

Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac

Keyboard Maestro ist eine Auto­mati­sie­rungs-App für den Mac, mit der sich Routine­auf­ga­ben von selbst erledigen. Eine Em­pfeh­lung auch für Fans von Apple­Script und Auto­ma­tor.

Neulich hat mir Patrick Seemann auf Twitter die App Keyboard Maestro nahegelegt. Mit der kann man, wie mit der im Beitrag So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge vorgestellten Magnet-App seine Fenster organisieren. Sie macht aber noch mehr als das; sie ist nämlich eine Automatisierungshilfe für den Mac.

Natürlich stellt sich die Frage: Braucht man für den Mac überhaupt ein solches Programm? Schliesslich gibt es die Automator-App, die Apple in Mac OS X 10.4 eingeführt hat. Sie nutzt im Kern AppleScript: Das ist die Automatisierungssprache, die demnächst ihren dreissigsten Geburtstag feiert. Sie entstammt einem der klassischen Mac-Anwendungen, die am Anfang auch eines der Alleinstellungsmerkmale war und mit zum Erfolg des Macintoshs beigetragen hat, nämlich HyperCard.

Die Antwort auf die Frage? „Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac“ weiterlesen

Der Weltuntergang ist kein Kindergeburtstag

So eindringlich wie bei Adrian J. Walker geht die Welt nur selten unter: «The End of the World Running Club» ist ein packendes Untergangsszenario, das man hervorragend auch beim Joggen hören kann.

Apokalypse auf die Zwölf.

In letzter Zeit ging es hier immer mal wieder um apokalyptische Geschichten: der Crash des Internets in Systemfehler von Wolf Harlander, ein Ausfall der Strom­ver­sor­gung bei Marc Elsbergs «Blackout» und schliesslich das Ende der Zivilisation, ausgelöst durch einen Hack des Mobilfunknetzes, wie es Stephen King in «Cell» beschreibt.

Alle diese Geschichten sind spannend, doch keine hat so richtig auf die Zwölf gezielt. Will sagen: Bei den ersten beiden gibt es ein Happy-End und die Zivilisation wird am Ende wiederhergestellt. Beim dritten Buch ist es zwar aus mit der Hochkultur, aber weil die Ursache für diesen Untergang sehr an den Haaren herbeigezerrt ist, fühlt man sich als Leserin wenig betroffen.

Das ist ganz anders beim Buch, um das es jetzt geht: „Der Weltuntergang ist kein Kindergeburtstag“ weiterlesen

Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?

Die Autosleep-App gilt als Non­plus­ultra für die Schlaf­über­wachung und -Analyse. Per Apple Watch ermittelt sie Länge und Qualität und zeigt die Trends auf. Und ja: Da stellt sich die Frage über Sinn und Un­sinn des Schlaf­trackings.

Die smarten Wearables zählen bekanntlich nicht nur Schritte und Stehstunden, sondern wollen auch Aussagen darüber treffen, wie gut man genächtigt hat. Das nennt sich Schlaftracking, und bemüssigt manche Leute zu einem Stirnrunzeln: Wieso sollte sich von einem Gadget sagen lassen, was man nach dem Aufwachen selbst weiss? Denn wenn es ist einem in aller Regel klar, ob man gut oder schlecht, lang genug oder zu kurz geschlafen hat und ob man an einem Stück durch die Nacht gekommen oder fünfmal aufgewacht ist.

Stimmt alles. Trotzdem finde ich das Schlaftracking spannend, auch wenn mir die anderen Funktionen – Schrittzählen und Aufzeichnen der Sportaktivitäten – wichtiger sind. Und zwar aus zwei Gründen: „Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?“ weiterlesen

Wie Windows 11 ganz handzahm wird

Die wichtigsten Einstellungen, mit denen man Microsofts neues Betriebssystem ohne allzu viel Ärger für produktive Arbeit nutzt. Und einige Worte zum HP Spectre x360 Convertible 14, auf dem ich Windows 11 im Einsatz habe.

Ich habe Windows 11 hier im Blog (So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht) und bei der Tamedia ausführlich vorgestellt (Unsere Antworten auf die wichtigen Fragen). Da mein in die Jahre gekommener Windows-Rechner nicht kompatibel ist, habe ich Windows 11 zu Testzwecken via Virtual Box auf meinem Macbook installiert.

Das funktioniert und hat mir einen ersten Eindruck vermittelt. Es ist aber ohne Zweifel keine gute Methode, um das System unter Praxisbedingungen kennenzulernen; allein das träge Ausführungstempo ist ein echtes Hindernis. Darum habe ich HP um ein aktuelles Testgerät mit Windows 11 gebeten und ein HP Spectre x360 Convertible 14 (ea0xxx) zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich habe hier im Blog zwei nahe Verwandte dieses Modells ausführlich getestet, nämlich das x360 13 mit etwas kleinerem 13-Zoll-Bildschirm und das x360 15 mit dem 15-Display. Über das Gerät selbst brauche ich daher nicht allzu viele Worte zu verlieren: „Wie Windows 11 ganz handzahm wird“ weiterlesen

Wie man tote Websites ausgräbt

Tipps zum Google Cache und zu den Webarchiven von Bing, Yandex und zu Wayback Machine und Archive.is. Plus Tricks, wie man diese einfach und unkompliziert im Browser zur Verfügung hat.

Neulich habe ich mit den Alerts einen Google-Dienst vorgestellt, der uralt, aber nichtsdestoweniger ausgesprochen praktisch ist. Da passt es doch, wenn ich mich einer weiteren Funktion zuwende, die ebenso die Eigenschaften aufweist, schon seit langem zu existieren und im Alltag immer mal wieder gute Dienste zu leisten.

Das ist der Google Cache. Dort werden Webseiten zwischengespeichert und stehen zum Abruf, wenn das Original nicht zugänglich sein sollte. Man kann sich somit Informationen holen, die entweder temporär oder dauerhaft aus dem Web verschwunden sind.

Einen solchen Fall hatte ich neulich: „Wie man tote Websites ausgräbt“ weiterlesen

Der Kopfhörer, mit dem man wahrscheinlich nicht erschossen wird

Das drahtlose Headset G435 Lightspeed von Logitech im Test: Es ist auf lange Einsätze getrimmt und verspricht eine niedrige Latenz – und ich habe einiges an Aufwand auf mich genommen, um das zu überprüfen.

Offenbar bin ich inzwischen so eine Art Kopfhörer-Experte. Jedenfalls habe ich von Logitech ein Testgerät zur Verfügung gestellt bekommen, das schon längst einer Besprechung harrt – und heute endlich zum Zug kommt.

Extra für euch: Ein Selfie mit diesem Kopfhörer aus dem heimischen Fotostudio.

Es handelt sich um den Logitech G435 Lightspeed, für um die 60 Euro bei Amazon erhältlich ist und bei Digitec 79 Franken kostet. Er läuft in der Kategorie des Gaming-Equipments und weist daher im Vergleich zu den meisten hier getesteten Alltround-Kopfhörern einige Besonderheiten auf.

Er ist mit 165 Gramm leicht; mein Sony WH-1000XM2 kommt auf 277 Gramm, die Airpods Max von Apple sogar auf mehr als doppelt, so viel, nämlich 384 Gramm. Er hält lange durch; die Herstellerangabe beläuft sich auf 18 Stunden Wiedergabezeit.

Das Alleinstellungsmerkmal ist laut Hersteller die geringe Latenz. Bekanntlich sind Verzögerungen jeglicher Art der Feind des Multiplayer-Spielers: „Der Kopfhörer, mit dem man wahrscheinlich nicht erschossen wird“ weiterlesen

Sechs kleine, aber wirklich grosse Neuerungen in iOS 15

Die folgenden iPhone-Ver­bes­serun­gen hat Apple nicht an die grosse Glocke gehängt. Umso besser für mich – dann kann ich jene Tipps zum Besten geben, die wirk­lich nütz­lich sind.

Nein, der Titel ist kein Widerspruch in sich: Wer dieses Blog hier regelmässig liest, der weiss, dass ich oft die kleinen Verbesserungen in den Updates viel praktischer finde als die grossen, an den Keynotes hochgelobten Neuerungen.

Das gilt auch für iOS 15. Hier habe ich in den letzten Wochen seit dem Erscheinen einige Details gefunden, die mir unter dem Strich genauso erwähnenswert erscheinen. Gerade die Erste ist für mich alten Mausschubser eine kleine Sensation! „Sechs kleine, aber wirklich grosse Neuerungen in iOS 15“ weiterlesen

Vergriffene Hörbücher

Das «Audible Statistics Extractor»-Script generiert eine Übersicht aller bei Audible gekauften Titel. Mit dessen Hilfe kam ich einem seltsamen Phänomen auf die Spur – nämlich dem Geheim­nis der aus­verkauf­ten Hör­bücher.

Neulich bin ich über das Script Audible Statistics Extractor von The Modern Nomad gestolpert. Das macht etwas Sinnvolles und Naheliegendes: Es erzeugt eine Liste¹ mit allen Hörbüchern, die man bei Audible gekauft hat und verzeichnet in tabellarischer Form säuberlich Titel, Autor oder Autoren, Sprecher, bei einem Mehrteiler den Titel der Serie, Länge und Abspielposition. Titel, Autor, Sprecher, etc. sind jeweils auch verlinkt, sodass man sie per Klick im Browser aufrufen kann.

Die vollständige Liste in Excel – sortier- und filterbar.

Es gibt in der Tabelle noch weitere Felder, nämlich für Kaufdatum, Bewertung und Auszeichnung als Favorit. Diese Felder sind bei meinem Test leer geblieben, was etwas schade ist – aber den Nutzen insgesamt nicht infrage stellt. Zumal für Leute wie mich mit einer archivarischen Ader.

Und damit wären wir auch bei der Frage, die sich an dieser Stelle manche Leute stellen werden: „Vergriffene Hörbücher“ weiterlesen

Eine längst überfällige Windows-Revolution

Auch wenn Linux-Anwen­der nur müde lächeln: In Microsofts Be­triebs­sys­tem gibt es mit dem Windows Package Manager nun eine gross­artige Methode, um Apps zu instal­lieren, aktuali­sieren und zu entfer­nen.

Mein Groll Microsoft gegenüber wegen Windows 11 ist noch nicht verflogen. Dennoch geht es heute um eine Errungenschaft, die mich – zumindest ein kleines bisschen – versöhnlicher stimmt. Es handelt sich um den Windows Package Manager, in der Kurzform auch Winget genannt.

Natürlich, an dieser Stelle ist ein müdes Lächeln aus den Reihen der Linux-Fans unvermeidlich. Völlig zu Recht, wie ich finde, aber dazu gleich mehr. Zuerst sollte ich erklären, worum es sich eigentlich handelt.

Also, Microsoft ist auf die grandiose – und ungefähr seit dreissig Jahren überfällige – Idee gekommen, eine Paketverwaltung in Windows einzubauen. Sie verpackt Software zur Auslieferung auf die Clientcomputer in Pakete, die alles enthalten, was man braucht: „Eine längst überfällige Windows-Revolution“ weiterlesen