Die Cloud ist ganz schön bevormundend

Ganz früher war die Foto-Ablage einfach: Man hat seinen fertigen Film entwickelt zurückbekommen und die Abzüge in einer Schuhschachtel verstaut. Oder, wenn man ein Streber war, hat man ein Album gekauft und die Abzüge dort eingeklebt. Leute, die Diafilme vollgeknipst haben, mussten die Magazine irgendwo unterbringen – möglichst so, dass sie für die gefürchteten Diaabende griffbereit waren.

Dann kamen die Digitalkameras. Das Archivieren war wiederum einfach: Man hat die Bilder auf die Festplatte kopiert und, wenn man ein Streber war, mit Schlagworten versehen (siehe Wo künstliche Intelligenz den Alltag erleichtert, Abschnitt «Vergebene Liebesmüh»). Doch es ging auch gut ohne. Man wusste in allen Fällen, wo die Bilder sind und hatte sie einigermassen vernünftig sortiert. Eine thematische oder chronologische Ordnerstruktur auf der Festplatte ist zwar ein primitives Ordnungsverfahren – aber es ist immerhin eines.

Dann kam die Cloud mit ihren grossartigen Versprechen: Die übernimmt den ganzen Aufwand für uns. Sie kümmert sich ums Speichern, verschlagwortet den Kram mittels Bilderkennung und hält ihn auf Abruf bereit. Könnte es schöner und bequemer sein?

Das klingt in der Theorie toll. In der Praxis entsteht ein fürchterliches Tohuwabohu.  „Die Cloud ist ganz schön bevormundend“ weiterlesen

Apple klaut mir mein Taschengeld

Dieses Blog hier ist nicht in erster Linie dazu da, mich reich zu machen. Aber, wie ich hier transparent gemacht habe, hat es in den letzten Jahren doch ein bisschen Geld eingebracht: Genug, um das Hosting zu bezahlen und mir ein bisschen Taschengeld für Apps einzubringen, die ich dann wiederum hier im Blog besprechen kann.

Das wichtigste ist aber, dass ich so ein Gespür dafür entwickeln kann, wie es ist, mit Inhalten im Netz Geld zu verdienen. Das hilft, die Situation der Medien zu verstehen und sich eine Meinung zu Werbung, Native Advertising und ähnlichen Dingen zu bilden.

Nebst der Google-Werbung nutze ich auch zwei Affiliate-Programme: Hier habe ich erklärt, warum ich mit dem Amazon-Partnerprogramm experimentiere. Und ich nehme auch an Apples Affiliation-Programm teil. Das gibt mir eine kleine Umsatzbeteiligung, wenn Leser dieses Blogs Apps für iPhone, iPad, Macs und Apple-TVs oder aber Bücher und Songs kaufen, Filme oder TV-Serien mieten oder kaufen oder Apple Music nutzen – aber natürlich nur dann, wenn auch unmittelbar ein Umsatz erfolgt.

Zumindest war das bis anhin so. Wie man lesen konnte, hat Apple das Beteiligungsprogramm für Apps auf den ersten Oktober hin gestoppt. Meines Wissens gab es keine offizielle Begründung, doch Alex Olma vom iphoneblog.de dürfte den Nagel auf den Kopf treffen, wenn er Folgendes schreibt: „Apple klaut mir mein Taschengeld“ weiterlesen

Die Sache mit den geklauten iPhones

Ich war bis dato der Meinung, dass man ein iPhone oder iPad ohne das passende iCloud-Passwort und den Sperrcode nicht zurücksetzen kann. Das heisst: Wenn man die Zugangsdaten nicht kennt und das fragliche Gerät nicht zurücksetzen kann, ist es unbrauchbar.

Das so zu handhaben, wäre sinnvoll: Es macht Mobilgeräte von Apple als Diebesgut uninteressant. Wenn man als Dieb oder Käufer von Hehlerware ein entwendetes Gerät mangels Passwort nicht neu aufsetzen kann, dann ist das bloss noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen. Sobald sich dieser Umstand herumgesprochen hat, müsste der Preis eines gestohlenen iPhones oder iPads auf den Wert eines Briefbeschwerers zusammenfallen und die Nachfrage gegen Null gehen. Das würde dazu führen, dass die (schlauen) Diebe das Interesse verlieren und sich lukrativeren Beutestücken zuwenden.

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Wenn man es nicht als Briefbeschwerer benutzen möchte, taugt es auch als Spiegel. Den blauen Hintergrund muss man allerdings aus glitzernder Folie ausschneiden und aufkleben. (Bild: Jeshoots/Pixabay.com, CC0)

Nun wurde ich neulich auf den Beitrag Code für Ihr iPhone, iPad oder Ihren iPod touch vergessen oder Ihr Gerät wurde deaktiviert aufmerksam. Er beschreibt, dass ein iPhone nach der wiederholten Eingabe des falschen Codes gesperrt wird:

Sie können nicht mehr auf die auf dem Gerät gespeicherten Daten zugreifen, und sofern Sie kein Backup erstellt hatten, bevor Sie den Code vergessen haben, können Sie sie nicht wiederherstellen. Sie müssen das Gerät löschen, wodurch auch alle Daten und Einstellungen gelöscht werden. Wählen Sie eine der folgenden Löschmethoden, um Ihren Code zu entfernen.

Die beiden Methoden sind Reset via iTunes oder über den Wartungszustand. Sie sind im Detail beschrieben.

Das hat mich verwundert. Habe ich mich getäuscht oder hat Apple das stillschweigend geändert? „Die Sache mit den geklauten iPhones“ weiterlesen

Musik-Apps, die einem nicht bloss Apple Music andrehen wollen


Musikliebhaber haben Besseres verdient

Es ist kein Geheimnis, dass ich von der Musik-App nicht begeistert bin. Und es geht auch anderen so. Immerhin kann man als Blogger viele Beiträge mit Erklärungen bestreiten, wie man die Mankos wettmacht. Wie es zum Beispiel der Herr von iphonehacks.com tut.

Ich halte es allerdings für sinnvoller, Alternativen zu empfehlen. Darum habe ich im letzten Patentrezepte-Video einige Alternative vorgestellt. Nämlich die hier: „Musik-Apps, die einem nicht bloss Apple Music andrehen wollen“ weiterlesen

Apple, gut gemacht!

Das ist ein vorproduzierter Beitrag, der am Tag nach dem Nobillag-Showdown erscheint. Da steht ausser Frage, dass er gar niemanden interessiert und sang- und klanglos untergeht. Sei es im Katzenjammer oder aber in erleichterter Euphorie. Das ist ein idealer Moment, ein Thema zu behandeln, das ausser mir niemanden anspricht. Ein derartiges Randthema, das sich selbst Fans von Nischenblogs peinlich berührt abwenden werden. Aber ein Blog, das sich nach Relevanzkriterien orientiert, ist eigentlich kein Blog, sondern ein Möchtegern-Mainstreammedium.

Also, es geht um das letzte Update von Final Cut Pro, Apples Videschnittsoftware, mit der ich auch meine Patentrezept-Videos produziere. Die wird zwar von vielen gescholten, doch mir gefällt sie gut. Einmal eingearbeitet, leuchtet mir die Bedienung ein und der Funktionsumfang ist völlig okay. Was mich bis jetzt gestört hat, waren die miserabel schlechten Funktionen zur Bildkorrektur.

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Wie man sieht, funktioniert es. Dieser wunderbare Filmlook heisst «Apocalypse this very moment».

Man musste sich bis anhin mit einem Ding namens Farbtafel behelfen. Das wirft man auf seinen Clip. Dann kann man Farbe, Farbsättigung und Belichtung jeweils für Schatten, Mitteltöne und Highlights korrigieren. Dieses Werkzeug ist ungefähr so präzise, wie wenn ein Uhrmacher das Räderwerk mit einem Vorschlaghammer reparieren müsste. Sprich: „Apple, gut gemacht!“ weiterlesen

Apple, stopp den Game-Center-Spam!

Was mich inzwischen echt nervt, ist dieser Game-Center-Spam. Das scheint eine Masche zu sein, um Spiele zu bewirtschaften: Man schickt so genannte Game Center Quests in der Gegend herum, die dann als Benachrichtigungen in der Mitteilungszentrale auftauchen. Wie mein iPad-Screen zeigt, kann das zu einer kompletten Inbeschlagnahme des Homescreens führen.

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Jeden Tag ein neuer Quest…

Es gibt deswegen auch Klagen in den Diskussionsforen von Apple:

Every now and then a notification pops up on my iPhone challenging me to play a game I don’t own from someone I’ve never heard of. It’s much more intrusive than most notifications because at arrives with a musical tone unlike my normal notification sound. I don’t have Game Center installed and can find no option for disabling this notification. What to do?

Eine berechtigte Frage. „Apple, stopp den Game-Center-Spam!“ weiterlesen

Apple entbündeln? So gehts

Wir haben neulich Apple mit guten Tipps versorgt, wie der Konzern sein Geschäft besser erledigen könnte. Unser Ziel ist dabei natürlich weder die Gewinnmaximierung noch die Steueroptimierung bei der berühmten Computerklitsche aus Cupertino. Wir hätten gerne eine Qualitäts- und Innovationsmaximierung von Tim Cook und seiner Mannschaft. Und schon eine Frustreduktion auf unserer Seite (z.B. in dem Fall) wäre ein Teilerfolg.

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In der Apple-Musik-App ist geniusmässig das Licht ausgegangen. (Bild: niekverlaan/Pixabay.com, CC0)

Besonders umstritten war unter den guten Ratschlägen die Entbündelung. Wie weit die gehen soll, ist eine eigene Diskussion wert: Die Maximalvariante wäre, Apple in drei Teile aufzuspalten: Hardware, Software, Dienste wie die iCloud. So weit muss man nicht gehen. Auch die Apple-Klone müssen nicht unbedingt zurückkommen, wie manche Kritiker der Idee befürchtet haben. Würden sie aber auch nicht, da Apple inzwischen Intel-CPUs verwendet. Man kann auf seinem Mac problemlos Windows oder Linux laufen lassen.

Umgekehrt klappt es auch, Mac OS anstelle von Windows auf seinen PC zu bekommen, Stichwort Hackintosh. Offiziell ist das (bis jetzt) nicht vorgesehen. Dabei könnte die Entkoppelung von Hardware und Mac OS und der separate Vertrieb von Mac OS X bei Apples desolater Modellpflege helfen: MacBook Air, Mac Mini und Mac Pro sind alle mehr als angestaubt. Im Desktop-Bereich ist der iMac nicht alleinseligmachend. Die riesige Auswahl an PC-Hardware für Mac OS zu öffnen, wäre ein echter Dienst am Konsumenten.

Aber wie gesagt, die Zerschlagung in drei Teile ist nicht mein vordringliches Ziel, obwohl natürlich längst Gerichte über diese Frage befinden würden, wenn Apple einen ähnlichen Marktanteil hätte wie damals Microsoft, als es im Februar 2001 um die Frage ging, wie sehr der Konzern seine Marktstellung missbraucht. „Apple entbündeln? So gehts“ weiterlesen

App-Store-Ungereimtheiten

Mit iOS 11 hat auch der App Store ein Facelift bekommen. Mir gefällt das Redesign ganz gut: Aufgeräumt, mit der App und dem Spiel des Tages, macht er nun mehr Laune, auch mal aufs Geratewohl nach Apps zu stöbern. Das war bei mir vorher kaum der Fall. Ich habe mich anderswo inspirieren lassen und habe den Store in dem Moment aufgesucht, wo ich wusste, was ich wollte.

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Das gleiche Produkt, zwei unterschiedliche Preise.

Das heisst nicht, dass der App Store perfekt ist. Zum Beispiel finde ich die Vorschläge nach wie vor unbrauchbar. Wenn man sich die Empfehlungen unterhalb seiner Lieblings-Apps ansieht, weil man hofft, dort weitere Perlen von ähnlicher Machart und analoger Qualität zu entdecken, dann erlebt man in aller Regel eine herbe Enttäuschung. Dort sieht man dann Apps, die man entweder schon kennt und besitzt oder aber solche, die fast gar nichts mit der Ausgangs-App zu tun haben. Ich weiss nicht, was Apple für Algorithmen einsetzt – aber sie kommen nicht an die heran, die bei Amazon, Spotify oder Netflix für Empfehlungen benutzt werden. Und auf alle Fälle denkt man, dass mittels künstlicher Intelligenz oder meinetwegen auch mit collaborative filtering etwas Besseres herauskommen müsste.

Ich verstehe auch nicht, warum es keine Demos gibt. „App-Store-Ungereimtheiten“ weiterlesen

Fensterwechsel, wie er sein müsste

Sind zwei Mac-Tipps hintereinander übertrieben? Ich finde nicht. Darum heute: Schon wieder ein Mac-Tipp!

Und zwar einer, der das Fensterwechseln vereinfacht. Zumindest für mich – und zwar massiv. Die Tastenkombination Cmd + Tabulator zeigt eine horizontale Auflistung mit den Icons der offenen Programme, die man per Tabulator durchblättert. Das kennt man von Windows, und es ist eine sehr effiziente Methode, um ohne die Finger von der Tastatur zu nehmen einen Taskswitch durchzuführen.

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Der hässliche kleine Bruder von Mission Control.

Naja, zumindest unter Windows ist diese Methode effizient. Beim Mac ist sie eigentlich unbrauchbar. Man landet nämlich sehr oft nicht bei der Anwendung, zu der man eigentlich hin wollte. Wenn man ein Fenster minimiert hat, bleibt das minimiert. Nun gibt es Leute, die einem in solchen Fällen Folgendes empfehlen:

Press Command-Tab until the application you want is highlighted. Then, while still holding down the Command key, press and hold the Option key.

Ich sage: Was für ein Unsinn! „Fensterwechsel, wie er sein müsste“ weiterlesen

Der missing link zu den Druckereinstellungen

Wer, wie ich, einen Netzwerkdrucker verwendet, wird sich vielleicht auch schon gefragt haben: Wie zum Henker ändere ich bei Mac OS X die IP-Adresse dieses Druckers? Es kann passieren, dass man anpassen muss – beispielsweise, wenn man den ISP und den Router wechselt.

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IP-Adresse ändern? Fehlanzeige!

Wenn man beim Mac via Systemeinstellungen bei Drucker & Scanner einen Augenschein nimmt, dann ist man einigen Klicks, zum Beispiel auf Optionen & Füllstände, ernüchtert. Man kann den Drucker umbenennen, mehr aber auch nicht. Weitere Anpassungsmöglichkeiten, zum Beispiel eben für die IP-Adresse, sucht man vergebens. Echt, Apple? Man muss ja nicht so weit gehen wie Microsoft, die aus der Druckerkonfiguration bei Windows eine Lebensaufgabe für studierte Informatiker gemacht haben. Aber ein paar mehr Checkboxen und Dropdownlisten wären schon ganz okay.

Durch Googeln bin ich auf diesen Thread hier und auf die Empfehlung gestossen, 127.0.0.1:631/printers aufzurufen. 127.0.0.1 ist bekanntlich «home sweet home» im Netz bzw. der Localhost. Und am Port 631 läuft offenbar eine Weboberfläche für die Druckerverwaltung.

Naja, zumindest bei meiner Frau. Bei meinem Mac erscheint folgende Meldung:
„Der missing link zu den Druckereinstellungen“ weiterlesen