Das iPhone 14 Pro in einem ersten Augenschein

Meine Eindrücke nach ein paar Tagen mit Apples neuem Smartphone-Modell: Vor allem das Always-on-Display gefällt.

Von Apple habe ich ein iPhone 14 Pro¹ zum Testen bekommen. Das habe ich seit ein paar Tagen im Einsatz. Hier gibt es meine persönlichen Beobachtungen zu lesen – denn die Testberichte, bei denen das Telefon in allen Belangen oder wortwörtlich zerlegt wird², habt ihr natürlich alle schon gelesen. „Das iPhone 14 Pro in einem ersten Augenschein“ weiterlesen

Die AR-Brille von Apple ist eine Schimäre

Gedanken zum Apple-Event vom Montag: Warum es noch lange Zeit dauern wird, bis die AR-Brille kommt. Und warum die Fusion zwischen Mac OS und iPad OS überfällig ist.

Diese Woche hat wieder eine dieser ominösen Apple-Veranstaltungen stattgefunden. Es gab eine bunte Mischung von Neuerungen: ein anpassbarer Lockscreen, das Macbook Air mit dem M2-Prozessor, die Möglichkeit, das iPhone als Webcam am Computer zu benutzen (EpocCam lässt grüssen), iOS 16, iPad OS 16, WatchOS 9, sowie Mac OS Ventura.

Bemerkenswert ist, was am Apple Event alles nicht thematisiert worden ist: „Die AR-Brille von Apple ist eine Schimäre“ weiterlesen

Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe

Die Airpods-Kopfhörer neigen dazu, sich mit den falschen Geräten zu verbin­den, was eine nach­hal­tige Gefahr für den Fami­lien­frieden dar­stellt. Woher dieses Problem kommt und wie man es behebt.

Die drahtlosen Apple-Kopfhörer neuerer Bauart (von denen ich die Airpods Max und die Airpods 3 vorgestellt habe) zeichnen sich durch eine Funktion aus, die es bei anderen Kopfhörern nicht gibt: Man muss sie nicht explizit mit einem Gerät verbinden. Sie tun das von sich aus: Wenn sie aus dem Böxchen genommen werden und feststellen, dass auf einem Apple-Gerät in der Umgebung eine Wiedergabe läuft, dann verbinden sie sich automatisch mit dem und übernehmen.

Das mag für einen solitär lebenden Apple-Jünger sinnvoll sein, weil er dann in seiner High-Tech-Klause ohne Extra-Handgriffe den Mac, Apple-TV, das iPhone oder iPad auf den Ohren hat, wie es eben gerade sinnvoll ist. Doch wenn man sich mit anderen Menschen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gerätschaften teilt, dann hat das einen massiven Nerv-Faktor. Unter diesen Umständen passiert nämlich andauernd Folgendes: „Soundklau mit Apples freundlicher Schützenhilfe“ weiterlesen

Fürs Geräteturnen nicht zu empfehlen

Die Airpods 3 sind eine deut­liche Verbes­serung gegenüber dem Vor­gänger­modell. Apple hat einige Mankos ausge­räumt, trotzdem sind sie in dieser Preis­kate­gorie nicht meine erste Wahl.

Ich hatte die Gelegenheit, die Apple Airpods in der dritten Generation zu testen und mit der zweiten Generation zu vergleichen, die ich hier besprochen habe. Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Ich habe damals den Klang als Schwachstelle ausgemacht, was für einen Mittelklasse-Kopfhörer unverzeihlich ist.

Diese Scharte hat Apple ausgewetzt. Die Airpods 3 klingen so gut, dass sie sich auch für Musik eignen, und nicht nur für Podcasts und Hörbücher –und wie es sich für ein Modell dieser Preisklasse gehört. Im direkten Vergleich habe ich den Eindruck, meine Bose Sport Earbuds (Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel) würden noch dynamischer und runder klingen, wobei die Unterschiede an einem kleinen Ort sind.

Eine zweite Krux bei den Airpods ist meiner Erfahrung nach die Verohrenschmalzung: „Fürs Geräteturnen nicht zu empfehlen“ weiterlesen

Apples kleiner Lautsprecher kann sich hören lassen

Der Homepod Mini in einem ersten Augenschein: Der Klang ist eine positive Überraschung, die Bedienung gewohnt simpel. Doch Siri hat noch Nachholbedarf.

Seit dieser Woche gibt es den Homepod Mini offiziell auch in der Schweiz – und zwar, nachdem er in anderen Ländern bereits seit Oktober 2020 erhältlich ist. Die Schweiz ist kein Ödland mehr, was smarte, vernetzte Lautsprecher angeht. Denn im April hat Amazon mitgeteilt, dass die Alexa-Sprachdienste nun auch in der Schweiz und in Belgien verfügbar seien.

Ich habe von Apple zwei Homepod Mini für den Test bekommen und in einen ersten Augenschein genommen. Für einen ausführlichen Test reicht es noch nicht, weil gerade die interaktiven Funktionen natürlich ausprobiert werden müssen.

Insbesondere interessiert mich, wie gut meine gut fünfjährige Tochter mit dem Lautsprecher zurechtkommt: „Apples kleiner Lautsprecher kann sich hören lassen“ weiterlesen

Apple diktiert die Agenda

Apple in der Jahres­muste­rung: Der iPhone-Konzern hat die Kunst per­fek­tioniert, das Interes­se der Welt­öffent­lich­keit auf sich zu ziehen. Trotzdem gab es keine revo­lutionä­ren An­kündi­gungen, aber kleine Fort­schritte und einige Ent­täu­schungen.

Eins muss man Apple lassen: Der Konzern hat die Kunst perfektioniert, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen und konstant im Gespräch zu bleiben. Streng getaktete, perfekt gestaffelte Events, Ankündigungen, Produktneuigkeiten und Gerüchte sorgten 2021 dafür, dass das Interesse kaum je erlahmte.

Einigen Leserinnen und Lesern ist es zu viel geworden. Ich erinnere mich noch an eine Diskussion, die sich an einem Beitrag zu iOS 15 entzündet hatte. Ich hatte daraufhin versucht, mit dem Beitrag In den App-Stores kommt die freie Software unter die Räder die Debatte in eine andere, meines Erachtens produktivere Richtung zu lenken – aber, wie ich feststellen musste, ohne den geringsten Erfolg. Die Apple-Verweigerer kein anderes Thema, sie wollten bloss weniger Apple.

Das kann ich nachvollziehen: „Apple diktiert die Agenda“ weiterlesen

Mehrere Bussen für Apple – und eine Klage für Microsoft

Die Wettbewerbshüter und die US-Tech-Konzerne: In Italien gab es diese Woche Bussen für Apple, Amazon und Google – dass Apple zur italienischen Staatskasse gebeten wird, kam in den letzten Jahren häufiger vor. Und in Deutschland hat Microsoft wegen Teams und Onedrive eine Klage am Hals.

Diese Woche gab es gleich zwei Bussen für Apple – und zwar in einem Land, das äusserst gern Bussen gegen Apple verhängt. Sosehr, dass mindestens ein Platz in Rom nach Tim Cook benannt werden sollte.

Busse 1 für Apple und Amazon

Damit habe ich verraten, dass das bussfreudige Land Italien heisst. Erstens wurden dort diese Woche Apple und Amazon gebüsst. Sie müssen wegen einer Marktabsprache 225 Millionen US-Dollar zahlen. Im Bericht von Reuters wird das so erklärt: „Mehrere Bussen für Apple – und eine Klage für Microsoft“ weiterlesen

Zugeständnis oder Schein-Angebot?

Glasnost ist das nicht: Apple will es Entwicklern künftig erlauben, die Nutzer darauf aufmerksam zu machen, dass sie eine Dienstleistung auch ausserhalb der App erwerben können.

Apple lenkt ein – wenigstens ein winziges bisschen. Es ist Entwicklern künftig nicht mehr verboten, darauf hinzuweisen, dass sich eine Dienstleistung auch ausserhalb der App abonnieren lässt – mutmasslich zu einem günstigeren Preis. Denn wenn der Kunde ein Abo innerhalb der App abschliesst oder dort sonst einen Kauf tätigt, der muss 30 Prozent an Apple entrichten. Diese Provision wird in vielen Fällen auf den Kunden überwälzt.

Nun dürfen die Hersteller den Nutzern ihrer App diesen Hinweis zukommen lassen. Allerdings sind die diesbezüglichen Möglichkeiten sehr eingeschränkt: „Zugeständnis oder Schein-Angebot?“ weiterlesen

Ein erster Blick auf iPadOS 15

Die nächste Version von Apples Tablet-Betriebssystem fällt dadurch auf, dass sie viele Versäumnisse des Vorgängers ausräumt und Dinge wie den Homescreen und das Multitasking endlich alltagstauglich macht.

Gestern ging es hier um Mac OS Monterey, die nächste Version des Mac-Betriebssystems. Heute schaue ich mir iPad OS 15 näher an, das man ebenfalls als Beta ausprobieren kann.

Zum Glück wird dieser Beitrag hier deutlich kürzer ausfallen: Die meines Erachtens wichtigste Neuerung ist wiederum das iCloud Private Relay, das ich gestern ausführlich beschrieben habe. Es funktioniert beim iPad genauso. „Ein erster Blick auf iPadOS 15“ weiterlesen

«iPhones und iPads sind für Babys»

Was bisher geschah: Wichtige Ereignisse und Erkenntnisse vom grossen Prozess Apple gegen Epic – und wie die es Apple schwerer machen werden, die rigide Kontrolle künftig aufrechtzuerhalten.

Ich hatte vor, an dieser Stelle eine Übersicht zu liefern, was beim Verfahren Apple gegen Epic passiert. Zur Erinnerung: Der Game-Hersteller hat sich gegen den iPhone-Fabrikanten aufgelehnt, weil letzterer den App-Store mit eiserner Hand kontrolliert und damit die Absicht von Epic, eine Art Store im Store zu etablieren, durchkreuzt hat. Im Beitrag Wenn Kampf-Game-Hersteller Angriffslust entwickeln habe ich das schon einmal auseinandergedröselt.

Eine gewisse Herausforderung – denn Gerichtsverfahren haben die Eigenschaft, eine komplexe Materie zu sein. Das gilt auch für diesen Prozess, der seit dem 3. Mai vor dem District Court for the Northern District of California geführt wird. Diese Auseinandersetzung lebt von vielen saftigen Details, die inzwischen an die Öffentlichkeit gelangt sind. „«iPhones und iPads sind für Babys»“ weiterlesen