Bei Audioaufnahmen die lästigen Windows-Fehlerquellen ausschalten

Fehlerbehebung in drei Schritten: Welche Massnahmen helfen, wenn Klangaufnahmen suboptimal ausfallen.

Im Beitrag Immer Ärger mit Soundaufnahmen bei Windows habe ich vor einiger Zeit die Ursachen behandelt, die bei Windows während Audio-Aufnahmen zu unerwarteten Resultaten führen. In meinem Fall war der Pegel während der Aufnahme zu leise.

Leider war das Problem damit aber noch nicht gelöst. Ich bin jetzt noch auf eine weitere, lästige Einstellung gestossen, die Probleme verursachen kann. Wenn man mit Windows Ton aufzeichnet – vor allem auch via Skype, Studio Link oder mit einer anderen Kommunikationssoftware –, dann sollte man diese Option unbedingt deaktivieren. „Bei Audioaufnahmen die lästigen Windows-Fehlerquellen ausschalten“ weiterlesen

Hold my beer, während ich diese App benutze

Besserer Mensch, weil weniger Alkohol? Wie die Less-App uns bei diesem Unterfangen helfen will.

Apps sind normalerweise Werkzeuge. So, wie eine Schaufel, ein Hammer oder eine Bohrmaschine, unterstützen sie unsere Arbeit und eine konkrete Tätigkeit. Oder sieh versehen uns mit intellektueller Nahrung. Diesem Bereich ordne ich Netflix, Spotify, Audible, Blendle oder Readly ein. Und natürlich auch iBooks, Podcatcher, Internetradioempfänger, RSS-Reader und anverwandte Produkte.

Es gibt indes auch Apps, die einen höheren Anspruch haben, als dem Anwender bloss zuzudienen. Die würde ich nicht mit einem Hilfsmittel vergleichen, sondern mit einem Lehrer, Trainer, Lifecoach oder mit Mike Shiva. Solche Apps drehen gewissermassen den Spiess um. Da stecken wir nicht in der Rolle des Anwenders. Im Gegenteil, wir sind das Objekt der Bemühungen – das Pièce de résistance, an dem sich die App abmüht.

Den Lebenswandel positiv beeinflussen

Das ist völlig harmlos bei Apps, die es darauf abgesehen haben, zu unserer Bildung und geistigen Fitness beizutragen. Beispiele dafür sind die Apps zur Horizonterweiterung, die ich seinerzeit hier vorgestellt habe. Oder die Apps gegen den körperlichen Zerfall aus diesem Beitrag. Dann gibt es natürlich auch Apps für das körperliche Wohlbefinden, zum Beispiel Sport-Apps (hier oder hier) oder Apps für Rezepte und das Kochen.

Etwas schwieriger wird es bei Apps, die unseren Lebenswandel positiv beeinflussen möchten. „Hold my beer, während ich diese App benutze“ weiterlesen

Apple kann nicht gut rechnen. Aber umso besser uns Nutzer plagen

Die absurden monatlichen Herausforderungen der Apple Watch – und wie uns Apple glauben macht, dass die zu schaffen seien.

Apple hat mich eiskalt erwischt. Ich hatte den Eindruck, ich hätte eine Chance. Doch sobald ich selbst nachgerechnet habe, war klar: Ich werde scheitern. Gnadenlos und auf ganzer Linie.

Also, es geht um die Aktivitäten-App. Die taucht am iPhone auf, wenn man eine Apple Watch koppelt. Und sie hat die Eigenheit, nicht nur Schritte, Kalorien und Aktivitäten zu zählen, sondern auch uns Nutzer auch mit Herausforderungen zu konfrontieren. Meine App hat mir für den Juni den Auftrag gegeben 448,7 Kilometer zu Fuss zu absolvieren. „Apple kann nicht gut rechnen. Aber umso besser uns Nutzer plagen“ weiterlesen

Rezepte für alle Geschmäcker (ausser jene von Kannibalen)

Heute ist ein fast so kontroverses Thema wie die Frage nach der besten Religion angesagt: Es geht nämlich um die empfehlenswertesten Koch-Apps: Kitchen stories, Betty Bossi, Fooby, SuperFood und KptnCook.

Die besten Rezept-Apps – die standen schon lange auf meiner Themenliste. Aber gibt es ein kontroverseres Thema als das? Mir fällt nur gerade eines ein: «Die schönsten Religions-Apps.»

Doch gerade nach den Glaubensbekenntnissen kommt die Ernährung als Gebiet, wo Überzeugungen nahtlos in Ideologien übergehen und Weltanschauungen aufeinanderprallen: Manche mögen es heiss und fettig, andere naturbelassen und knackig. Es gibt die Leute mit der Laktoseintoleranz – und solche mit null Verständnis für hipsterige Zutaten wie Quinoa, Avocado, Blumenkohl oder Sriracha-Sauce.

Da gibt es Leute, die keine Konservierungsmittel vertragen und andere, die mit gänzlichem Unverständnis darauf reagieren, dass ein Gericht nicht in der Plastikschale gereicht wird und mindestens 350 Lebensmittelzusätze aufweist.

Manche Apps machen es sich zu einfach

Für mich stellt sich die Frage: Kann man solche Apps vorstellen und neutral bleiben? Denn ich habe keine Lust, für die eine oder andere Position Stellung zu beziehen oder bezüglich meiner persönlichen (nicht allzu aussergewöhnlichen Vorlieben) die Hosen allzu weit herunterzulassen.

Aufgefallen ist mir, dass es sich manche Apps einfach machen: „Rezepte für alle Geschmäcker (ausser jene von Kannibalen)“ weiterlesen

Die Smartphone-Fotografie fordert ein prominentes Opfer

Der Rückblick zur Woche 26: Warum das Aus für Olympus-Kameras auch für Smartphone-Fotografen eine traurige Nachricht ist. Und: Warum Apple nun endlich die Hosen herunterlassen muss.

Olympus baut keine Kameras mehr

Ein Abgesang in vier Sätzen, zu lesen bei der BBC:

Olympus, vor Jahren eine der bekanntesten Marken für Fotokameras, verkauft den Teil seines Geschäfts nach 84 Jahren. Die Begründung lautet, dass der «extrem harte Digitalkameramarkt» trotz aller Bemühungen nicht mehr profitabel sei. Das Aufkommen von Smartphones hat die Nachfrage für Kameras, die nur Kameras sind, schrumpfen lassen. Das hatte zur Folge, dass Olympus in den letzten drei Jahren Verlust geschrieben hat.

Der Artikel ist noch ein bisschen länger – mit einer Liebeserklärung an Olympus, ausgesprochen von Nigel Atherton, dem Redaktor einer britischen Fachzeitschrift für Fotografie. Er sagt, die Zuneigung gehe in die 1970er-Jahre zurück: „Die Smartphone-Fotografie fordert ein prominentes Opfer“ weiterlesen

Wer will sich von einem Algorithmus bevormunden lassen?

Der angeblich so geniale Netflix-Algorithmus nimmt es uns ab, lange nach Filmen und Serien suchen zu müssen. Doch bei näherer Betrachtung ist das gar nicht so toll – ganz im Gegenteil.

Netflix ist bekanntlich unglaublich stolz auf diesen Algorithmus, der uns immer gleich etwas zum Anschauen vorsetzt. Mehr als achtzig Prozent der Filme und Serien, die sich die Leute ansehen, seien von diesem Algorithmus vorgeschlagen worden, habe ich hier gelesen.

Dieser Beitrag ist interessant: Er erklärt ein bisschen etwas darüber, wie der Algorithmus funktioniert. Es gibt hyperspezifische Mikro-Genres wie «visuell beeindruckende Nostalgie-Dramen» (siehe auch hier) und viele Datenpunkte über den Nutzer, die am Schluss – irgendwie – bestimmen, was wir uns ansehen.

Der Beitrag zitiert auch die berühmten neunzig Sekunden, die ein Netflix-Nutzer angeblich maximal aufwendet, um seine Wahl zu treffen. Diese Zeitangabe stammt aus dem Blogpost The Power Of A Picture von 2016 von Netflix‘ Presseseite: „Wer will sich von einem Algorithmus bevormunden lassen?“ weiterlesen

Mit Google die letzten Fotogeheimnisse enträtseln

Google Lens ist erschreckend gut darin herauszufinden, was auf einem Foto zu sehen ist. Wichtig ist lediglich, richtig zu scannen und zu suchen.

Neulich habe ich eine neue Geschichte für ein altes Foto erzählt und beschrieben, wie man mithilfe des Internets Recherchen zu seinen Fotos anstellt: Wie findet man heraus, wo ein Foto aufgenommen worden ist, wenn man sich partout nicht mehr daran erinnern mag?

Andreas hat mit dem richtigen Ausschnitt gearbeitet und so einen Treffer gelandet (zweiter Vorschlag rechts).
Ich hatte Google Lens auch eine Chance gegeben – aber den Fehler gemacht, den Ausschnitt nicht einzugrenzen.

Einer meiner Facebook-Freunde hat einen Versuch mit Google Lens unternommen und ist dem Geheimnis jenes Fotos auch auf die Spur gekommen.

Ich hatte die App auch ausprobiert, aber ohne Erfolg. Aber offensichtlich habe ich zu früh aufgegeben. Der Clou scheint zu sein, genau den richtigen Bildausschnitt zu wählen.

Das ist Grund genug, diese App etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: Was taugt Google Lens, um Motive auf alten Fotos zu identifizieren?

Es gibt die App für Android. Eine separate App fürs iPhone bietet Google nicht an. Die Lens-Funktion steckt bei iOS in der Such-App von Google. Man kann mit ihr einen Suchtext eintippen, diktieren – oder aber Bildinformationen zur Suche nutzen. Dazu greift man entweder auf die Kamera des Smartphones oder aber ein vorhandenes Bild zurück.

Google ist nicht schlecht darin, Blumen zu identifizieren

Ich nutze die Lens-Funktion inzwischen recht gerne: „Mit Google die letzten Fotogeheimnisse enträtseln“ weiterlesen

Facebook und die Kunst

Ich wundere mich ein bisschen über Mark Zuckerbergs Kunstverständnis und stelle nebenbei die beiden tollen GIF-Plattformen getyarn.io und frinkiac.com vor.

Animierte GIFs sind kein Teil der menschlichen Hochkultur. Das sieht man allein an der Tatsache, dass Mohammed bin Salman seine 450 Millionen US-Dollar für Leonardo da Vincis Bild Salvator mundi ausgegeben hat – und nicht für Giphy. Das ist jene Plattform, die für 50 Millionen weniger nicht nur ein Kunstwerk, sondern Hunderttausende von GIFs zu bieten gehabt hätte. Aber das kann einen echten Kenner nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Weswegen Mark Zuckerberg den Zuschlag bekommen hat und Giphy für 400 Millionen Dollar erwerben durfte.

Wobei es nun ungerecht wäre, Mark Zuckerberg einen Sinn für Kunst abzusprechen – selbst wenn seine Plattform derjenige Ort ist, wo der gute Geschmack sterben geht. (Wenn man zynischen Leuten wie mir glauben darf.) Denn Mark Zuckerberg bzw. sein  erlaubt es jungen Künstlern, die Bilder in den Facebook-Büros mit ihren Werken zu versehen. Aus Steven Levys Buch weiss man, dass sich auch ein Künstler namens David Choe verwirklichen durfte: „Facebook und die Kunst“ weiterlesen

Bin ich ein guter Blogger?

Wie es sich für einen guten Blogger gehört, beantworte ich hier eine Frage, die gar niemand gestellt hat.

Zugegeben: Der Zeitpunkt für diese Frage ist absonderlich. Denn ich blogge nun schon seit bald 14 Jahren. Ein guter Moment für eine kritische Selbstbeäugung wäre sechs Monate nach dem Start des Blogs gewesen. Oder meinetwegen nach einem Jahr. Dann könnte man sich fragen, ob diese Beschäftigung einen Nutzen für die Welt hat. Oder wenigstens für einen selbst.

Aber was soll bei einer Manöverkritik nach mehr als einer Dekade noch herauskommen? Die Erkenntnis, dass ich all die Zeit besser mit Mandala-Malen oder dem Ausstopfen der Beutetiere unserer Nachbarkatze verbracht hätte?

Die Blogosphäre verlangt eine Selbstevaluation von mir

Der Punkt ist nun der, dass ich nicht selbst auf die Idee gekommen bin, mich einer Evaluation zu unterziehen. Ich wurde vom Blogosphäre mit dieser Aufgabe konfrontiert. „Bin ich ein guter Blogger?“ weiterlesen

Backstage bei Android

Die Entwickleroptionen und der Fehlerbericht: Zwei Möglichkeiten, als Android-Nutzer seine Nase in Dinge zu stecken, die einen nicht unbedingt etwas angehen.

Bei Android gibt es die praktische Möglichkeit, einen Systembericht zusammenstellen zu lassen. Ich habe sie neulich nach meinem Test der SwissCovid-App verwendet. Auf dem schon etwas älteren Huawei gab es die Meldung, die Play-Services von Google hätten nicht die erforderliche Version. Dieser Meldung wollte ich mit einem befreundeten Googler auf den Grund gehen: Denn eigentlich hätte sie nicht erscheinen sollen, weil die erforderliche Version der Play Services bereits verfügbar war.

Aufschlussreich: Der Systembericht

Das Menü mit den Entwickleroptionen: Ein gefundenes Fressen für Spielkinder.

Also, um so einen Systembericht anzufertigen, öffnet man die Einstellungen. Man blättert ans Ende der Liste, tippt auf den Punkt Über das Telefon und tippt dann siebenmal auf die Zeile, in der die Build-Nummer angegeben ist. Das klingt etwas schräg, führt aber dazu, dass der Entwicklermodus aktiviert wird.

Dieser Modus sogt dafür, dass in den Einstellungen der Punkt Entwickleroptinen hinzugefügt wird. Nicht alles, was man in dieser Rubrik zu sehen bekommt, ist für uns normale Anwender interessant. Aber ein paar Dinge gibt es schon, wo man als neugieriger Mensch seine Nase hineinstecken möchte. Zum Beispiel: „Backstage bei Android“ weiterlesen