Datenwolken, Durchhalteparolen, Werbeblocker

Eine neue Ausgabe des Publishers zieht jeweils eine frische Folge in dieser Selbstbeweihräucherungsrubrik nach. So wird das seit längerem gehandhabt und heute wollen wir das auch nicht ändern.

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Vignetten entstehen oft künstlich, manchmal aber auch einfach so. (Bild: bark/Flickr.com, CC BY 2.0)

Die Tipps und Tricks beschäftigten sich mit der automatischen Nummerierung in InDesign? Kann man die Nummern statt neben dem Absatzanfang auch oberhalb platzieren? Wozu ist das Inhaltsaufnahme-Tool gut? Wie verschiebt man einfach Spalten und Zeilen in InDesign-Tabellen? Wie verändert man die Deckkraft von Ebenen in Photoshop per Tastatur. Plus: Der eingebaute Datenretter in Illustrator. Extra-Plus: Wie kann man Videos in Photoshop bearbeiten? Und warum würde man das tun wollen? (Ich verrate so viel: Man will es tun!)

Bei den Web-Tipps verweise ich u.a. auf ein Interview mit Russell Brown von Adobe, der von den Anfängen von Photoshop plaudert. „Datenwolken, Durchhalteparolen, Werbeblocker“ weiterlesen

Kurzvideos zusammenadobeclippen


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Adobe Clips ist mir bei meiner Recherche für den Artikel Apps für kreative Exploits begegnet. Es gibt sie kostenlos für Android und iPhone/iPad. Sie spielt in der Liga von iMovie. Das heisst, sie ist dazu da, kurze, direkt am Telefon gefilmte Videoclips zusammenzufügen, mit Musik zu unterlegen und allenfalls mit Intro und/oder Outro auszustatten. Ich nutze auch gerne die Funktion, Videos zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

Adobe Clips hat noch einige Extra-Funktionen, die sie für mich interessant machen:
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Das Smartphone als Yogameister


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Man wirft dem Mobiltelefon vor, ein konstanter Unruhestifter zu sein. Ständig heischt es Aufmerksamkeit, pusht News, vibriert, verbreitet Benachrichtigungen – und selbst wenn es einmal ruhig auf dem Schreibtisch liegt, lockt es mit den Informationen und den Apps, mit denen man sich von dem ablenken könnte, was man gerade tut (und mutmasslich auch tun sollte). Darum bin ich in der neuesten Folge der Patentrezepte der Frage nachgegangen, ob es auch anders geht: Ob das Smartphone zur Abwechslung auch mal Ruhe, Entspannung und Kontemplation verbreiten könnte.
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Zwei weitere Serialtäter

«Serial» ist der Podcast, der uns allen vor Ohren geführt hat, dass Podcasts sich nicht in mehr oder minder geistvollen Laberrunden erschöpfen müssen. Sondern auch als ernsthafte journalistische Disziplin funktionieren – als Longform, quasi. «Serial» hat wie schon früher berichtet Nachahmungstäter auf den Plan gerufen. Und nebst den direkten Kopisten – wobei ich das Wort jetzt nicht so negativ meine, wie es klingt – gibt es auch diverse Produktionen, die sich in Stil und Form an dem grossen Vorbild orientieren.

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Wie gesellschaftliche Zustände zementiert werden, gerade wenn sie überwunden scheinen. (Bild: «4-2» von Cameron Nordholm/Flickr.com, CC BY 2.0)

Letzte Woche sind mir gleich zwei solcher Podcasts begegnet. Sie unterscheiden sich von «Serial», indem sie nicht im eigentlichen Sinn eine Geschichte über mehrere Episoden erzählen. Sie ähneln «Serial» aber, indem sie Musik pointiert einsetzen: Simple, eingängige Melodien, die als erzählerisches Stilmittel funktioniert, fast so wie die Musik im Film. Und sie sind collageartig konstruiert, indem zwischen die Erzählpassagen Soundbites und längere O-Töne eingeflochten sind, ohne dass deren Herkunft und Relevanz immer gleich aufgelöst wird, wie man das im traditionellen Journalismus tun müsste.

Revisionist History. Der kanadische Journalist Malcolm Gladwell rollt in diesem Podcast kleine und grosse historische Ereignisse auf und interpretiert sie neu; «The Guardian» hat darüber berichtet. „Zwei weitere Serialtäter“ weiterlesen

Schade, dass Trump hier nicht auf der Strecke blieb

Mit End of Watch (Amazon) ist die Trilogie von Stephen King um den pensionierten Polizeiermittler Bill Hodges zu so etwas wie einem Happy End gelangt. (Teil eins und Teil zwei habe ich ebenfalls besprochen.)

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Spielen eine nicht unerhebliche Nebenrolle. (Bild: tanakawho/Flickr.com, CC BY 2.0)

Kurz zum Inhalt – Achtung, Spoiler! –: Der in der Hirnklinik vor sich hin dämmernde Brady Hartsfield, Antagonist des ersten Bandes und Auslöser der Geschehnisse des zweiten Teils, will seinen erzwungenen Ruhestand nicht hinnehmen, sondern entwickelt übersinnliche Fähigkeiten. Erst beherrscht er das telekinetische Türrücken. Dann schafft er es, mit seinem Geist in Teile des Pflegepersonals einzudringen. Mit Hilfe von Library Al, der in der Klinik den Bücherwagen stösst, weitet Brady seinen Einfluss aus und bringt den zwielichtigen Arzt Dr. Babineau unter seine Kontrolle – ob dessen experimentelle Medikamente etwas mit diesen erstaunlichen Fähigkeiten zu tun haben oder nicht, wird nicht restlos geklärt.

Brady gibt sich damit nicht zufrieden. „Schade, dass Trump hier nicht auf der Strecke blieb“ weiterlesen

Wer ist schuld? Der Ami ist schuld!

Wer ist schuld an der Eurokrise? Der Amerikaner ist schuld!
Er führt einen Wirtschaftskrieg gegen den alten Kontinent, um die neue Gemeinschaftswährung in die Schranken zu weisen und in gutem altem imperialistischem Stil sich Rohstoffe in der Ägäis anzueignen. Handlanger sind die Rating-Agenturen und vertreten wird diese Verschwörungstheorie auch von Vertretern des europäischen Politik-Establishments.
Aber die Amerikaner wären nicht die Amerikaner, wenn sie nicht eine wunderbare Konter-Verschwörungstheorie auf Lager hätten.
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Er (Zeus) ist wieder da

Ich bespreche ein Jugendbuch. Aber keine Angst: Am Freitag ist dann wieder Erwachsenenzeugs angesagt (nämlich, tease, tease, Stephen Kings «End of Watch»).

Leser und Innen dieses Blogs haben es womöglich mitbekommen: Trotz meines fortgeschrittenen Alters bin ich Kinder- und Jugendliteratur nicht abgeneigt. Böse Zugen behaupten wahrscheinlich, daran sei mein Kindskopf schuld. Ich meinerseits würde das nicht kategorisch abstreiten, das aber als Stärke deuten.


Die Verfilmung wird dem Buch nicht so wirklich gerecht.

Als Stärke von mir, aber vor allem als Stärke der zur Debatte stehenden Bücher. Denn die jugendlichen Leser sind im Schnitt anspruchsvoller als Erwachsene. Uns kann man mit Sperenzchen zufriedenstellen: Pseudopsychologische Vernebelungstaktiken funktionieren ebenso wie Rückgriffe auf banale Lebensweisheiten, die ältere Menschen in ihrer Lebenserfahrung bestätigen. Auch philosophisches Geschwurbel funktioniert bei uns, wenn es uns den Eindruck vermittelt, klug und gebildet zu sein, wenn wir in unserer Freizeit solche Dinge lesen. Und man kann uns mit Handlungssträngen beeindrucken, bei denen wir die Übersicht verlieren. Weil wir nicht zugeben würden, dass wir die Story nicht kapieren, merken wir nicht, wenn es gar nichts zu kapieren gibt.

Jugendliche ihrerseits muss man mit einfach vermittelbaren Plots, fantasievollen Szenarien und nachvollziehbaren Dialogen bei der Stange halten. „Er (Zeus) ist wieder da“ weiterlesen

Kreative Texte (trotz Word)


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Warum gibt es Word heute noch? Nicht, weil das Programm ein grossartiger Wurf softwareingeniöser Schaffenskraft wäre. Im Gegenteil: Word hat viele Mängel und ist ein Moloch. Doch es wird Ende der 1980-er Jahre vielen so gegangen sein wie mir: Als wir damals erstmals mit Computern in Berührung kamen, war Word eines der Programme, mit denen wir uns am intensivsten auseinandergesetzt haben. Die Computerwelt war neu und aufregend, und was Word alles ermöglichte, war grossartig. Was mich angeht, habe ich vorher meine Texte mit der Maschine geschrieben. Die hatte zwar einen Speicher für um die 16’000 Zeichen und rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten. Im Vergleich dazu war die Combo aus Compi und Textverarbeitung grossartig!

So wurde Word zum Inbegriff einer Textverarbeitung: Sie ist für viele Leute genauso, wie eine Textverarbeitung sein muss. Und zwar einfach, weil wir schon so lange damit arbeiten, dass uns der Anblick des Fensters (trotz des Ribbons) derart vertraut ist.

Dabei ist Word ja eigentlich keine Textverarbeitung, sondern eine Verarbeitung für Bürotexte und geschäftliche Kommunikation. „Kreative Texte (trotz Word)“ weiterlesen

Alles über Websites wissen

Ich habe neulich Dienste vorgeführt, mit denen man investigative Untersuchungen über Websites anstellt. Es gibt natürlich noch viele weitere, die oft unter dem Schlagwort SEO beworben werden. Ich habe hier auch schon dargelegt, dass ich SEO für Voodoo und für problematisch halte. Aber manche der Dienste sind deswegen trotzdem nützlich.

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Woher kommen sie (die Besucher) und wohin gehen sie?

Similarweb.com zeigt Besucherzahlen, den Publikums-Zuspruch über die Zeit und – besonders interessant – die Referrals: Man erfährt, welche anderen Sites der untersuchten die Surfer zuführen und wohin sie hinterher gehen. Für diese Site hier erfahre ich, dass das Publikum oft von Tagesanzeiger.ch, Bazonline.ch und Derbund.ch kommt. Das leuchtet ein, da ich in meinen Tagi-Artikeln gelegentlich auf mein Blog verweise. Von hier ziehen die Leute dann weiter zu Tagesanzeiger.ch, Microsoft.com, Irfanview.de und Wikipedia.org. Auch das ist plausibel, da ich diese Sites hier oft verlinke.

Ich erfahre, dass knapp 10 Prozent des Publikums von sozialen Medien her zu mir kommt. Verblüffend ist, dass Google Plus mit fast 53 Prozent die Mehrheit ausmacht. Twitter steuert nur schäbige 12 Prozent des SM-Traffics bei. Muss ich meine Meinung zu Google Plus da allenfalls revidieren?
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Kabellos kopfhören

Nun ist nach gut anderthalb Jahren der hier getestete SoundSport In-Ear von Bose den Weg alles Irdischen gegangen. 18 Monate ist okay, aber auch nicht grossartig, was die Vermeidung von High-Tech-Schrott angeht. Darum habe ich mich entschieden, die Problemquelle auszuschalten und einen kabellosen Kopfhörer in den Dienst meiner mobilen Audioversorgung zu stellen.

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Es handelt sich um den Philips SHB5900 (Amazon Affiliate), der per Bluetooth mit der Klangquelle (dem Mobiltelefon) verbunden wird. Nein, keine Angst, ich habe ihn nicht in dem schreienden Grün angeschafft, in dem er bei der Philips-Website erscheint, sondern in neutralem Schwarz.

Der Kopfhörer ist nicht komplett kabellos wie zum Beispiel bei diesem Kickstarter-Projekt. Oder bei dem hier. Es gibt ein kurzes, geschätzt 40 Zentimeter langes Kabel, das über den Nacken läuft und die beiden Ohrstöpsel verbindet. „Kabellos kopfhören“ weiterlesen