Sogar Adam Sandler sagt, dass ihr backuppen sollt

«The Do-Over» ist ein Film, der nun nicht an der Spitze des kulturellen Erbes der Menschheit steht, aber immerhin eine für jeden Computeranwender wichtige Botschaft vermittelt.

Er sollte Brand Ambassador für Crashplan werden.

Netflix hat mir aus unerfindlichen (?) Gründen den Film «The Do-Over» (Wiki, Netflix) vorgeschlagen, den ich mir dann auch brav zu Gemüte geführt habe.

Und, was soll ich sagen…? Es ist immerhin der erste Film mit Adam Sandler, von dem ich öffentlich zugeben würde, dass ich ihn gesehen habe. Er hat eine nicht völlig hanebüchene Story, ist in Momenten tatsächlich lustig, hat auch einige ernste Untertöne, die aber nicht als Feigenblatt oder aufgesetzt wirken. Und auch David Spade gefällt mir gut, der zwar ebenfalls die eine oder andere Leiche in seiner Filmografie vergraben hat, den ich in Just Shoot Me seinerzeit aber sehr gerne geschaut habe.
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Gadgets am Zoll

Die hohen Kosten für Verzollung und Mehrwertsteuer sind lästig – vor allem, wenn man häufig aus beruflichen Gründen Pakete grenzüberschreitend zugeschickt bekommt.

Letzthin war es wieder einmal so weit: Ich habe ein Gadget zugeschickt bekommen.

Klingt erfreulich, war es aber nur halb: Vom Spediteur gab es hinterher eine saftige Rechnung. Denn das Gadget kam via DHL aus Deutschland und war vom Absender mit 500 Euro bewertet worden. Das macht 48 Franken Mehrwertsteuer, 3 Franken Vorlageprovision und 19 Franken Kontoabwicklungsgebühr. Summa summarum runde 70 Franken.

Hier kommt man auch als Gadget nicht so ohne weiteres durch. (Bild: «Just one Step», Kecko/Flickr.com, CC BY 2.0)

70 Franken für ein Gadget, das nur für eine kurze Leihdauer in meiner Obhut übergeben wurde? Das Problem haben wir gadgettestenden Journalisten in der Schweiz öfters – und in zunehmendem Mass, seit die Hersteller ihre PR-Vertretungen im Land abziehen und den Versand der Testgeräte von irgendwoher abwickeln. Ist in einer globalisierten Welt ja egal, ob man von Berlin oder Wien aus die paar Schweizer Nasen bespasst. Ausser wenn es um den Zoll geht…

Unnötige Kosten

Da mich die Sache schon seit längerem nervt, habe ich mich mit einer … ja, zugegebenermassen etwas selbstmitleidigen Anfrage an die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) gewandt:
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Alle Windows-Probleme lösen (in 4:30 Minuten)!

Ambitioniert: In einem kurzen Video sollen alle Massnahmen angesprochen und erklärt werden, mit denen man alle häufigen Probleme bei Microsofts Betriebssystem bereinigt. Unter uns gesagt: Das ist mir gut gelungen!


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

War das nun ein ambitioniertes Vorhaben, tollkühn oder einfach nur eitle Selbstüberschätzung? Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, ein Patentrezepte-Video zu basteln, das in weniger als fünf Minuten die grundlegenden Massnahmen erklärt, mit denen man die gängigen Windows-Probleme behebt.

Ob das gelungen ist, können nur die Zuschauer entscheiden, wenn sie das nächste Mal ein Windows-Problem haben. „Alle Windows-Probleme lösen (in 4:30 Minuten)!“ weiterlesen

Wir schweigen nichts tot

Kommt DAB+ in den Medien so wenig vor, weil die Verlage ihre Eigeninteressen verfolgen? Diese Unterstellung kann ich für meine Redaktion widerlegen.

«Wie könnt ihr Medien dieses unschuldige kleine Radio nur sosehr hassen?» (Bild: Screenshot Youtube)

Letzthin bin ich dem Beitrag Warum die Schweiz beim Umstieg auf DAB+ ganz vorne mitmischt begegnet. Er analysiert die Frage, warum das Digitalradio nicht vom Fleck kommt. Der Text ist interessant und weitgehend sachlich. Mit Ausnahme des folgenden Satzes:

Ebenfalls wird das Thema DAB+ in der Printpresse tunlichst totgeschwiegen. Auch hier sind Konkurrenzgedanken der Verlagshäuser im Spiel.

Das ist eine Behauptung, wie man ihr häufig begegnet: Die kleinen Journalisten der grossen Medien unterdrücken absichtlich Informationen auf Geheiss «von oben». Es gibt geschriebene oder ungeschriebene Direktiven von der Chefredaktion, der Geschäftsleitung, den Inserenten, der Politik, der geheimen Weltregierung. „Wir schweigen nichts tot“ weiterlesen

Im Twitter-Heuhaufen eine Nadel finden

Suchtipps für den Kurznachrichtendienst: Nach Absender suchen, die Filter nutzen, zeitlich eingrenzen und Sprachen vorgeben.

Apropos Heuhaufen: Die beinhalten nicht nur Nadeln, sondern können auch tanzen, wie wir neuerdings wissen. Was die SVP ist beunruhigt.

Warum tanzen die nicht? (Spoiler-Alarm: Wegen dem falschen Suchbegriff!) (Bild: Jean-Daniel Echenard, Ipsach–Bottes de foin/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Das aber nur nebenbei. Nicht vorenthalten will ich mir (und euch) die Übersicht der Twitter-Suchparameter, die labnol.org zusammengestellt hat und die ich for future reference hier bereithalten will:
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Verschwörungsbrüder im Geiste

Christoph Blocher und Donald Trump weisen ohne Zweifel markante Unterschiede auf, nicht zuletzt bei der Haarfarbe oder der Grösse der Hände. Abgesehen ähneln sie sich auf frappante Weise, wenn sie zum Beispiel alles daran setzen, die Vernunft aus der Politik zu vertreiben.

Christoph und Donald sind konspirative Brüder im Geiste. Beide bedienen sie sich ungeniert des Mittels der Verschwörungstheorie, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es für eine aufgeklärte Gesellschaft ganz bestimmt vorteilhaft wäre, wenn Spitzenpolitiker ein Vorbild an vernünftigem Denken abgeben würden. Aber was bedeutet schon Vernunft, wenn man dem politischen Gegner eins reinwürgen und Applaus bei der eigenen Klientel einheimsen kann?

Es ist festzustellen: Das Platttreten von Verschwörungstheorien ist salonfähig geworden. Die Leute, die überall Heimtücke wittern, kommen längst nicht mehr aus peripheren Ecken des Netzes, sondern aus der Mitte der Gesellschaft. Und es stellt sich uns die Frage: Darf man da überhaupt noch über Verschwörungstheorien lachen?
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Als ob man um sein Leben schriebe

Die Danger-Text-App löscht alles, was man schon eingetippt hat, wenn man länger als fünf Sekunden Pause macht. Das fördert den Output. Aber die Qualität?

Die App Danger Text (vormals Flowstate, 2 Franken) will uns Schreiberlinge mit der Methode der Nötigung dazu bringen, unseren Textausstoss zu erhöhen. Sie zwingt einen nämlich, während der anfänglich gesetzten Schreibfrist, zum Beispiel 20 Minuten, kontinuierlich Text abzusondern.

Wenn man pausiert – zum Beispiel um Nachzudenken – wird der geschriebene Text erst rot. Und verschwindet dann nach fünf Sekunden komplett. Das erinnert sehr an Stephen Kings «The Long Walk», wo die armen jugendlichen Teilnehmer am Rennen nicht unter eine bestimmte Geschwindigkeit fallen dürfen. Nur dass einen diese App nicht erschiesst, wenn man stehen bleibt.

So lange der Countdown läuft, darf man sich keine Schreibpause erlauben – sonst ist der ganze Text wieder weg.

Ich habe diese Besprechung hier in der App geschrieben – in sechs Etappen à 5 Minuten, wobei mir mehrfach Text verschwunden ist: „Als ob man um sein Leben schriebe“ weiterlesen

Apple-Apps, die ersetzt gehören

Es gibt mindestens vier Standard-Apps auf dem iPhone und iPad, die von Apple schmählich vernachlässigt werden. Für die stelle ich bessere Alternativen vor: Camera+, Fantastical 2, Outlook und Ecoute.


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Es hat bei Apple Tradition, Programme in einen Dornröschenschlaf zu schicken und keinen Finger mehr dafür krumm zu machen. Videoprofis warten auf ein Update von Final Cut Pro. iTunes wird nur oberflächlich gewartet, aber nicht grundsätzlich angegangen.

Die diversen vernachlässigten Apps

Beim iPhone ist die Situation nicht besser: Die Health-App wurde marginal verbessert, aber nicht wirklich brauchbar gemacht. Und die Musik-App wurde bei der Einführung von Apple Music massiv verschlimmbessert. Auch nicht weitergekommen sind ein paar andere Standard Apps bei iOS, für die das Patentrezept-Video Empfehlungen zu Alternativen abgibt: Camera+ für die Kamera, Fantastical 2 für den Kalender, Outlook (sic) für Mail und Ecoute für Musik.

Links: Manuelle Kontrolle über die Bilder? Nur mit Camera+. Rechts: Musikgenuss ohne Apple-Music-Interferenzen? Geht mit Ecoute.

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Paradox ist, dass dieser Film überhaupt gedreht worden ist

Ich bin ein grosser Fan von Geschichten über Zeitreisen. Doch nicht jeder Film zu diesem Thema taugt etwas, wie der Film «Paradox» von Michael Hurst beweist. (Und nein, das ist nun keine Antinomie.)

Es gibt diverse Filme mit dem Titel «Paradox». Nämlich diesen, diesen oder auch diesen. Oder diesen. Ich habe neulich einen Film mit dem Titel «Paradox» auf Netflix geschaut. Aber leider keiner der vorher genannten. Sondern diesen hier: Geschrieben und inszeniert¹ von Michael Hurst. Die Story:

Da kriegt man ja schon vom Zusehen Kopfschmerzen! Jim, das personifizerte Paradoxon. (Screenshot: Imdb.com)

Ein Forscherteam hat eine Zeitmaschine erfunden. Sie soll getestet werden, indem einer der Forscher eine Stunde in die Zukunft geschickt wird und dann zurückkommt, um von seinen Erfahrungen zu berichten. Als Jim (Adam Huss) dort ankommt, sind alle tot, einem seiner Kollegen fehlt sogar der Kopf. Er kehrt zurück, um seine Kollegen zu warnen. Doch weil ausserhalb des Labors der Strom ausgefallen ist, funktionieren die Lifte nicht und es gibt kein Entkommen.
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Zwei Helden des Rechts

Zwei Bücher mit Rechtsvertretern in der Hauptrolle: «Imperium» von Robert Harris zeichnet den Aufstieg von Cicero an die Spitze des römischen Staatswesens nach. Und in «Killer.com» von Kenneth Eade geht es, leider auf sehr oberflächliche Weise, um Cyberbulling.

In letzter Zeit habe ich mich ausgiebig mit Anwälten beschäftigt. Im richtigen Leben zum Glück nur wenig – Martin Steiger hat mir zum Routerzwang Auskunft gegeben, aber ich bin nicht verklagt oder verhaftet worden. Nein, die Beschäftigung fand hauptsächlich in belletristischer Form. Und via Netflix, wo wir mit Suits angefangen haben.

Cicero, wie er in der Serie «Rom» portraitiert wurde. (Bild: HBO-Screenshot, Wikia)

Imperium

… (Wikipedia, Amazon Affiliate) von Robert Harris ist ein Roman, der den Aufstieg von Marcus Tullius Cicero zum Konsul im römischen Reich. Cicero, den wir InDesign-Nutzer vor allem von dieser für Laien völlig nutzlosen Masseinheit kennen, ist ein begnadeter Redner und Anwalt, der sich als Anwalt mit schwierigen bis aussichtslosen Fällen herumschlägt. „Zwei Helden des Rechts“ weiterlesen