Von WordPress auf Papier

… und damit ist natürlich nicht die banale Druckfunktion im Browser gemeint. Nein: Im neuesten Publisher-Insiders-Video geht es um einen einfachen Weg, wie aus Webinhalten – konkret Rezepte aus dem WordPress-Blog – in InDesign ein Drucklayout entsteht, das für Bücher, Rezeptkarten und Ebooks herhalten kann.
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Tell, Winkelried und Bruder Klaus sehen ganz schön alt aus

Als Jungfrau des Schweizer Kommunismus hat Umberto Eco sie beschrieben – und als dämonisch lockende Dämonin, die durch seine Träume irrlichtert. Mit nackter Schulter, bebendem Busen und wehendem Haar.

… und wir fragen uns überrascht: So eine Nationalheldin haben wir in diesem Land? Mutiger als Arnold von Winkelried, durchtriebener als Wilhelm Tell, visionärer als Niklaus von Flüe – wie kommt es, dass wir diese Frau nicht kennen?

Aber heute lernen wir sie kennen. Und wir kommen auch dem grossen Eco bei zumindest einer seiner Inspirationsquellen auf die Spur…
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Hipster, Saugroboter, Schwefelfürze

Die neue Ausgabe des Publishers ist fast da. In meinen Tipps und Tricks gibt es den Hinweis auf eine tolle Möglichkeit, in InDesign Effekte zu übertragen, Rahmen automatisch in der Grösse anzupassen und Texte farblich zu hinterlegen (nicht nur über die Absatzschattierung). Für Photoshop wird erklärt, wie die Ebenen-Deckkraft per Tastatur eingestellt werden kann und welche Methoden es gibt, die Auflösung eines Bildes möglichst effektiv zu vergrössern.

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Die Seegfrörni im Winter 1891 in Zürich – mit fast 11 Megapixeln hochauflösend digitalisiert.

Bei den Webtipps stelle ich das tolle Bildarchiv der ETH näher vor, ebenso den creativemarket.com, wo man nicht nur Schriften und Bilder, sondern auch Vorlagen, 3-D-Objekte, Hintergründe, Muster und Texturen für kleines Geld kaufen kann. Plus eine Website einer Gestalterin aus Zürich mit Illustrator-Tipps.

Bei den Download-Tipps ist eine lustige Aktion für Photoshop zu entdecken, die Objekte und Schriftzüge mit Fell überzieht – und zwar auf sehr naturalistische Weise. „Hipster, Saugroboter, Schwefelfürze“ weiterlesen

Raus mit den Bundesordnern!


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Ich bin im digitalen Büro angekommen. Wichtige Dokumente archiviere ich digital und lege auch gleich ins Altpapier, was mutmasslich nie mehr im Original benötigt wird. Das spart enorm viel Platz im Regal, indem es weniger Ordner braucht. Das eigentliche Plus ist die einfachere Suche nach dem Volltext. Und History, die in einigen Jahren dann weiter zurückreichen wird als heute. Jetzt werfe ich altes Papier nach fünf bis zehn Jahren ins Altpapier. Digitale Dokumente kann man potenziell ewig aufbewahren (Einwände gegen diese Aussage werden hier behandelt.)

Für Dinge, die «schön» gescannt werden müssen, verwende ich den (im Video erwähnten und hier besprochenen) Scanner. Ansonsten reicht das Mobiltelefon und eine passende App völlig aus. „Raus mit den Bundesordnern!“ weiterlesen

Matthibas aus Wintertag

Sich über die Autokorrektur lustig zu machen, ist längst keine sonderlich originelle Idee mehr. Längst gibt es Websites (wie hier oder hier), die das tun. Man kann Bücher und T-Shirts dazu kaufen. Und ausserdem weise ich gerne darauf hin, dass ich schon vor Jahren darauf hingewiesen habe.

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Es wäre keine Kunst, hier etwas Vernünftiges vorzuschlagen.

An dieser Stelle soll es nun um die Textvorschläge des iPhones gehen. Die sind genauso dumm, aber nicht halb so lustig: Sie versauen einem (oder anderen Leuten) die Texte nicht, zumindest, wenn man sie nicht wider jede Vernunft antippt. Aber sie machen einem das Leben nicht so viel leichter, wie sie das tun könnten.

Der Hintergrund: Apple hat mit iOS 8 eine Funktion namens Quicktype eingeführt: „Matthibas aus Wintertag“ weiterlesen

Sakrileg-Solitär

Bekanntlich bin ich eidg. dipl. Solitär-Experte. Darum habe ich hier die gesetzliche und moralische Verpflichtung, über das Spiel Solitaire Perfect Match (kostenlos für iOS-Gerte und Android) zu berichten, das sich Solitär nennt – aber nur einen simplizistischen Abklatsch der Solitär-Spielidee liefert.

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Alle Karten müssen weg. Dazu werden Pärchen mit der gleichen Augenzahl angetippt.

Die sieht so aus: Man muss alle Karten abräumen. Aber statt das wie bei Freecell, Klondike, Four Seasons oder einer der Hunderten anderen Varianten über teils komplexe Manöver zu bewerkstelligen, beschränkt man sich bei dieser Inkarnation, Karten paarweise zu entfernen, wenn sie die gleiche Augenzahl haben. Dazu tippt man die offen ausliegenden Karten an oder blättert den Kartenstapel durch.

Damit das nicht langweilig wird, legt jedes Partie die Karten anders auf dem Spielfeld aus. So variiert der Schwierigkeitsgrad, während man die Level durchspielt. Bei jedem neuen Level gibt es auch neue Karten-Rückseiten und einen anderen Spieltisch. Das ist optisch recht schick gemacht. Etwas weniger abwechslungsreich ist die akustische Untermalung. „Sakrileg-Solitär“ weiterlesen

Ja, Herr Professor, ich defragmentiere meine Festplatte

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Die liebliche Melissa «Oregon» Shawcross weiss: Mit Augenaufschlag defragmentiert es sich besser.

In Fresh Meat – bei Netflix zu sehen – geht es um sechs Studenten, die sich eine WG teilen. Mit Howard McGregor ist auch ein Schotte mit dabei, der alle Bedingungen für einen bedingungslosen Nerd erfüllt: Langzeitstudi, verlottertes Aussehen, seltsame Hobbys wie LAN-Partys und ein Mangel an Selbstbewusstsein.
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Mit dem Tablet ins Darknet

Das Darknet frequentiere ich selten, und wenn, dann nicht um Drogen zu kaufen, einen Killer zu engagieren oder Bitcoins zu waschen. Sondern aus Gründen der Recherche oder Neugierde. Den Tor-Browser nutze ich allerdings manchmal; so ungefähr once in a blue moon. Für Recherchen, die nicht unbedingt Eingang in meine Such-Historie finden sollen und nicht bei meinem Provider geloggt zu werden brauchen. Nicht, weil sie illegal oder verwerflich wären. Sondern einfach, weil ich sie als erklärungsbedürftig empfinde. Und weil manche persönliche Aspekte keinen digitalen Widerhall brauchen. Darum gehöre ich nicht zu denen, die Anonymisierungstechniken für den Alltag propagieren (so wie Richard Stallman). Aber ich setze mich für das Recht ein, solche Techniken bei Bedarf einzusetzen, ohne dass man sich deswegen verdächtig macht.

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Die angegebene IP-Adresse ist tatsächlich eine andere, als von whatsmyip.org gemeldet.

Tor, das als Zwischenbemerkung, anonymisiert den Datenverkehr, indem er einerseits mehrfach verschlüsselt wird und andererseits über mehrere Knoten umgeleitet wird. Das hat zur Folge, dass am Endpunkt einer Anfrage nicht eruierbar ist, woher bzw. von wem die Anfrage kam. Unterwegs, d.h. beim ISP oder bei Abhörstationen von Behörden, Geheimdiensten und Hackern, ist zwar die Ursprungsquelle ersichtlich. „Mit dem Tablet ins Darknet“ weiterlesen

Bittorrent Sync? Hat bei mir eingeschlagen


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Meistens thematisiere ich in den Patentrezept-Videos Apps oder Arbeitsweisen, die sich in meinem Alltag längst bewährt haben und die ich daher guten Gewissens empfehlen kann. Manchmal ist es auch umgekehrt: Da habe ich dank einem Video die Gelegenheit, meine eigene Arbeitsweise zu verbessern. Das war bei diesem Video zu Bittorrent Sync der Fall. „Bittorrent Sync? Hat bei mir eingeschlagen“ weiterlesen

Google Vernunft einbläuen

Ist es gerechtfertigt, sich über einen geradezu unglaublichen, hervorragenden Dienst aufzuregen, den jedermann kostenlos benutzen darf?

Na klar ist das erlaubt. Und darum rege ich mich heute ein bisschen über die Google-Suche auf. Ich nutze sie täglich und finde es nach wie vor unglaublich, was für Informationsmengen man sich mit ein paar geschickt gewählten Suchbegriffen zu Nutze macht.

Dürfte meinetwegen auch wieder abgebaut werden.

Was mich aber aber ebenfalls täglich stört, ist der Umstand, dass Google nicht mehr alle Suchbegriffe berücksichtigt, sondern meint, es besser zu wissen. Früher musste jeder einzelne eingegebene Suchbegriff auf einer Seite vorhanden sein, damit sie in den Suchresultaten auftauchte. Heute lässt Google auch mal den einen oder anderen Begriff weg, wenn es dem Algorithmus gerade passt. Meiner Erfahrung nach macht das die Resultate aber nicht besser, sondern schlechter.
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