Ein Tummelfeld für Musiktüftler

SunVox ist ein modularer Synthesizer, mit dem man am iPad, Windows-PC oder Mac Musik komponiert – sogar dann, wenn man mit Noten nichts am Hut hat.

Dank Digitaltechnik dürfen sich auch talentlose Sänger und Musiker als Superstars fühlen. Konsolen-Spiele wie Guitar Hero oder iPad-Apps wie GarageBand greifen denjenigen Zeitgenossen unter die Arme, bei denen der Blockflötenunterricht Abwehrreaktionen auslöste und musikalische Bildung heute fehlt. In den Musik-Spielen und -Apps kann sich selbst ungeübtes Schrummeln hören lassen.

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Die Anatomie eines digitalen Musikstücks.

Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, der vertieft sich in das Programm SunVox. „Ein Tummelfeld für Musiktüftler“ weiterlesen

So einfach ist die Physik

In der iOS-App Simple Physics konstruiert man Rampen, Hochhäuser, Riesenräder und Dämme. Zwei Ziele hat man als Ingenieur zu beachten: Das Budget und, natürlich, die Stabilität bei den Konstruktionen.

Ein Ingenieur ist jemand, der für ein Zwanzigrappenstück etwas bewerkstelligt, das jeder Narr für einen Dollar schafft – das ist die Redewendung, die Andrew Garrison bei der Entwicklung seiner App Simple Physics im Auge hatte. Es gilt Bauwerke zu erstellen, die den Anforderungen standhalten und möglichst günstig sind.

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Das Bauwerk (hier das Riesenrad) auf dem Zeichenbrett.
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Was Windows über Programmdateien verrät

In den «Eigenschaften» gibt das Betriebssystem Auskunft zu ausführbaren Programmdateien. Diese Informationen helfen bei der Fehlersuche und bei der Problemlösung.

Windows ist, man kann es nicht beschönigen, ein fehleranfälliges Betriebssystem. Ein häufiges Problem sind unergründliche Fehlermeldungen nach dem Login, die von unbekannten Programmen stammen. Auch vielfach zu beobachten sind Absturzberichte, denen es zwar an Aussagekraft mangelt, aber die als Anhaltspunkt immerhin eine Programmdatei nennen.

Dialogboxen, mit denen Windows Softwareproblemen annonciert, sind oft wenig gehaltvoll. Wer keine intimen Kenntnisse seines Rechners hat, weiss mitunter noch nicht einmal, welches Programm überhaupt abstürzt. Vom Computerhersteller vorinstallierte «Crapware», Treiber, Hilfsprogramme, Utilities – die Parade der üblichen Verdächtigen ist lang und schwer zu durchschauen.

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In den Eigenschaften findet man aufschlussreiche Informationen zu Programmdateien und Systembibliotheken.
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Eine tragische Geschichte mit einer bitteren Pointe

Es soll Zahnärzte geben, die selbst ab und zu ein Loch im Zahn haben. Entsprechend gibt es auch Kummerbox-Betreuer, die gelegentlich unter Computerärger leiden. Mir ging das letzten Freitag so. Auf die Gefahr hin, Schadenfreude zu ernten, sei die Geschichte hier erzählt:

Das Trauerspiel nahm am letzten Freitag seinen Lauf, als iTunes Match sich plötzlich weigerte zu matchen. Apples famoses Musikverwaltungsprogramm verkündete, es würden Daten zur Mediathek gesammelt. Bei dieser Arbeit kam es aber so durcheinander, dass es alle dreissig Sekunden wieder von vorn anfangen musste. Das war einerseits schade, weil neue, lokal hinzugefügte Titel nicht mehr in die Cloud gelangten. Und andererseits nervt es gehörig, wenn iTunes, egal was man gerade tut, ständig zu der Match-Seite wechselt.

Ich warf einen Blick in die Konsole. Es hätte sein können, dass dort steht, welcher Titel iTunes Mühe bereitet. Doch weil in den Logs kein passender Eintrag aufzufinden war, kam ich zum Schluss, mir vom Apple-Support helfen zu lassen. Der Mann am anderen Draht war höchst geduldig und hilfsbereit und empfahl mir eine Massnahme, die ich auch empfehle, wenn ich nichts Genaues weiss. Nämlich: „Eine tragische Geschichte mit einer bitteren Pointe“ weiterlesen

Drohnen in friedlicher Mission

Fotografieren und Filmen mit der Drohne: Nicht nur die Perspektive ist aussergewöhnlich, sondern auch die breite Palette der Einsatzmöglichkeiten. Stefan Klopfenstein von www.photo-klopfenstein.ch, Benjamin und Thomas Josi von 3element-pictures.ch erklären in der fünften Ausgabe von Publisher Insiders, wie sie die Flugdrohne entwickelt haben. Sie führen vor, wie sie beim Fliegen und Filmen arbeiten und geben Tipps für Leute, die sich ebenfalls als Pilot versuchen möchten.
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Ein fiktives Laufwerk fürs virtuelle Speichermedium

Grössere Softwareprodukte für Windows werden oft als ISO-Datei ausgeliefert, die man zur Installation erst auf CD brennen muss. Mit Virtual Clone Drive kann man sich diesen Umweg jedoch sparen.

CD-ROMs und DVDs verlieren an Bedeutung, weil Software immer weniger auf Speichermedien und immer häufiger als Download vertrieben wird. Physische Medien zu vertreiben, ist nun einmal viel aufwändiger als eine Datei per Internet bereitzustellen.

In virtueller Form sind die CDs und DVDs aber nach wie vor recht gebräuchlich. Das liegt daran, dass komplexe Softwareprodukte nicht aus einer einzigen Datei bestehen, sondern diverses «Zubehör» beinhalten: Installationsanweisungen, Hilfedateien, Sprachvarianten oder Versionen für 32- und 64-bit-Betriebssysteme. Alle diese Dinge kann man hervorragend auf einem virtuellen Datenträger unterbringen. Eine ISO-Datei stellt quasi ein Abbild einer CD oder einer DVD dar. Windows 8 wird in den Testversionen beispielsweise auf diesem Weg ausgeliefert.
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Subliminale Verführung zu Konsum und Kaufrausch

Mit einer subliminalen Botschaft trifft man den Verbraucher direkt ins Unterbewusstsein und verführt ihn zum Konsum und Kaufrausch. Er trinkt braune Brause, selbst wenn er nicht durstig ist und stopft sich mit Puffmais voll…. so zumindest geht die Legende. Und wer das nicht glaubt, der sollte sich davon überzeugen lassen, dass manche Firmenlogos die teuflischen Absichten von Konzernen wie Amazon, Proctor & Gamble, Adidas oder Toblerone verraten…

Klout, Wulff, Warp

Der Newsaufwisch der letzten Tage beginnt mit meinen Tagi-Artikeln: In den sozialen Medien wächst eine Elite heran beschäftigt sich mit Klout, dem Klout-Score und den Perks, mit denen die Influencer als billige Werbeträger (miss)braucht werden.

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217 Influencer generieren mehr als 51 Millionen Views.

Im Beitrag Googles Gerüchte-Multiplikation schlage ich mich mit der Klage von Bettina Wulff gegen Google herum. Natürlich braucht die Frau die Medien (sowohl die alten als auch die neuen), um ihr Buch zu promoten. Dennoch sollte Google über die Bücher, weil die Häufigkeit einer Suchanfrage einfach kein taugliches Mass für die Relevanz darstellt.
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Die Farbkugeln sind reif fürs iPad

Die Macher von «Tumble HD» erweiterten ein Spielkonzept aus den achtziger Jahren um die Dimension der Schwerkraft und erschufen damit ein faszinierendes Tablet-Game.

In einem Feld gibt es, rasterförmig angeordnet, farbige Kugeln. Wenn gleichfarbige Kugeln aneinander anschliessen, können sie als Gruppe eliminiert werden. Ist das Spielfeld leer, hat der Spieler gewonnen.
Das ist die Spielidee hinter «Chain Shot!» von Kuniaki Moribe, einem Game, das 1985 auf dem PC und auf dem Mac gespielt wurde. Es tauchte in den Jahren danach unter verschiedenen Namen auf. «Same Game» oder «ColorFall» waren zwei Varianten. Ab 1997 durfte der Autor dieses Beitrags mit «Clickomania!» einen Achtungserfolg feiern – das Freeware-Spiel für Windows verzeichnete mehrere Millionen Downloads und ist bis heute weltweit im Einsatz.

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Links: Wie im Bällebad bei Ikea – Kugeltrubel in «Tumbles HD».
Rechts: Bevor man aufgeben muss, kann man auch die Kugeln auch einfach ordentlich durchschütteln.
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Das iPad als astronomische Uhr

Die App «Sternwarte» zeigt auf einem einzigen Schirm nebst der Uhrzeit viele astronomische Informationen an: Die Planeten, die am Himmel sichtbar sind, Mondphase, Zeitgleichung, Sternzeit, und vieles mehr.

Manche iPad-Besitzer setzen das Tablet bei Nichtverwendung in eine Halterung und nutzen es als digitalen Bildrahmen oder als Wetterstation. Eine schöne App für diesen Zweck ist auch Sternwarte oder im Originaltitel Emerald Observatory. Diese App zeigt in einer einzigen Ansicht die Uhrzeit und diverse astronomische Informationen – schön genug, um auf den Bürotisch oder das Bücherregal gestellt zu werden.

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Die App Sternwarte mit umfangreichen Informationen aus der Gegenwart, Zukunft oder Vergangenheit. Im Bild wird der 11. August 1999 angezeigt, an dem es in Mitteleuropa eine Sonnenfinsternis gab. Sie ist auch im Finsternis-Simulator ersichtlich.

Die App kann vertikal oder horizontal betrieben werden. Zuunterst zeigt sie das Datum an (leider nur in amerikanischer Notierung mit führendem Monat) und darüber gibt es (von einer Atomuhr gesteuert) die exakte Uhrzeit am Aufenthaltsort. Die Zeitzone kann automatisch per GPS oder manuell bestimmt werden.
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