Drei unverzichtbare Twitter-Tools

Es gibt eine Unzahl an Werkzeugen zur Analyse, Archivierung und Auswertung von Tweets. Was man wirklich braucht, ist die Möglichkeit, Tweets verzögert zu senden, Favoriten zu entdecken und Follower zu organisieren.

Um den Mikroblogging-Dienst ist ein kleines Universum gewachsen. Dank den Programmierschnittstellen, den so genannten APIs, können Drittanbieter nicht nur eigene Programme zur Twitternutzung entwickeln, sondern auch Tools zur Analyse, Archivierung und zum «Data-Mining» bauen. Welche Möglichkeiten sich da eröffnen, zeigt der Beitrag von dailytekk.com, der nicht weniger als hundert Twitter-Werkzeuge auflistet. Von Suchmaschinen über Gruppen-Clients, Auswertungsprogrammen bis hin zu Visualisierungs-Instrumenten gibt es fast nichts, was es nicht gibt.

Ich probiere immer mal wieder Twitter-Dienste aus und finde es durchaus spannend, durch Listen wie die von dailytekk.com zu blättern. Im Lauf der Jahre sind bei mir aber nur drei Dienste «hängen geblieben», die ich regelmässig nutze:

1. friendorfollow.com
Die Website friendorfollow.com verrät mehr über das Beziehungsverhältnis zu den Followern und Followees – also den Leuten, die dem eigenen Account folgen und denen Leuten, denen man selbst folgt. In der Rubrik «Following» sieht man, wem man folgt, ohne selbst zurückgefolgt zu werden. Unter «Fans» erscheinen die Personen, die einem folgen, ohne dass man sie zurückfolgt. Und unter «Freunden» erscheinen die Bekanntschaften, die auf Gegenseitigkeit beruhen.

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Hilfe bei der Beziehungs- und Freundschaftspflege.

Der Dienst nimmt einem nicht die Entscheidung ab, ob man Follower grundsätzlich zurückfolgen sollte, oder ob man wählerisch ist. Hat man diese Entscheidung getroffen, kann man sie mit den Angaben von friendorfollow.com einfacher in die Tat umsetzen.

Die Gefahr bei friendorfollow.com: Wenn man die Website regelmässig nutzt, erscheinen unter «Following» zuoberst die Leute, die seit dem letzten Besuch neu in dieser Kategorie sind. Das sind, nebst den neu gefolgten Leuten, auch ehemalige Freunde, von denen man entfolgt worden ist. Diese Erkenntnis kann schmerzhaft sein. Twitter selbst informiert nicht über Entfolgungen.

2. favstar.fm
Auf favstar.fm sind die besten Tweets zu entdecken. Das Mass für Güte sind bei Twitter die Zahl der Retweets – also die Weiterleitung eines fremden Tweets durch andere Nutzer –, und der Favoriten. Favorisierte Tweets erscheinen bei Twitter.com im eigenen Profil neben den Listen, den Followern und den Followees – aber es gibt bei Twitter keine Möglichkeit herauszufinden, welche der eigenen Tweets von anderen favorisiert wurden.

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«Best of Twitter» – tagtäglich bei Favstar.fm.

Dabei interessiert natürlich genau diese Information: Natürlich schmeichelt es dem Ego, wenn die eigenen Tweets von vielen Leuten mit einem Sternchen ausgezeichnet wurden. Aber man möchte natürlich auch wissen, was den Followern gefällt.

Favstar verrät nicht nur, welche der eigenen Tweets populär sind, sondern zeigt auch die beliebten Tweets global und in Deutsch, Englisch, spanisch und japanisch.

Die Gefahr bei favstar.fm: Dass man, wie manche Twitter-User, nicht mehr frei von der Leber weg schreibt, sondern auf «Einschaltquote» bzw. Anerkennung in Form von Favoriten schielt.

3. twuffer.com
Der Dienst twuffer.com erlaubt es, Tweets im Voraus anzusetzen. Die Nachricht wird dann zur vorgegebenen Zeit abgesetzt. Man kann trotz Ferienabwesenheit ab und an ein Lebenszeichen von sich geben oder Tweets in eigener Sache über den Tag verteilen. Auf maximale Wirkung bedachte Twitter-User können Nachrichten zu den Zeiten abschicken, wenn (mutmasslich) die meisten Leute auf Empfang sind.

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Twittern, auch wenn man schläft – das geht mit vorprogrammierten Tweets.

Die Verwendung von twuffer.com ist denkbar einfach: Man autorisiert die App via Twitter.com, trägt seinen Tweet ins Feld ein und gibt darunter an, an welchem Tag und um welche Uhrzeit er gesendet werden soll. Wichtig ist, unter Settings die Zeitzone korrekt einzutragen. Unter Scheduled Tweets sind die vorprogrammierten Kurznachrichten ersichtlich. Bei Sent Tweets erscheinen die Nachrichten, die korrekt abgesetzt werden konnten und unter Fail Tab sind die Fehler ersichtlich – mit einer Begründung.

Die Gefahr von twuffer.com: Dass man als Twitter-Maniac gesehen wird, weil man zu jeder Tages- und Nachtzeit Status-Updates von sich gibt.

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

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