Flottes Kontakte-Karussell

Oder: Wie das Adressbuch wolkig wird. Mit dem Adressbuch ist es so eine Sache. Man hat im Büro einen Computer, auf dem man vorwiegend mit Thunderbird arbeitet. Es gibt zu Hause den Mac, der mit dem iPhone synchronisiert wird. Dann existiert da auch noch diese Windows-Kiste, auf der aus unerfindlichen Gründen Windows Live Mail läuft. Überall gibt es Adressbücher, die sich in unterschiedlichen Stadien des Veraltens befinden. Da drängt sich die Frage auf: Wie bringt man also eine gemeinsame Adressbasis hin?
Indem man einige Puzzleteile zusammenbaut.

1. Sync des Adressbuchs von Mac OS X
Das erste Puzzleteil ist eine Funktion im Adressbuch von Mac OS X, die Apple vor kurzem still und leise eingebaut hat: Nämlich die Möglichkeit, das Adressbuch mit Diensten (MobileMe, Yahoo und Google Contacts) zu synchronisieren:
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Birth, School, Work, Death

Mit Youtube wurde es ja populär, jeden Tag ein Foto von sich oder seinem Kind zu machen und die Aufnahmen zu einem Film zusammenzufügen. Klar, wenn man jung ist, sieht man hinterher seine Jugend erblühen, was durchaus eine erfreuliche Sache ist.
Wenn nun Leute wie ich eine App wie Everyday for iPhone nutzen, dann läuft das eher auf eine Dokumentation des Zerfalls hinaus. kann man sich dabei zusehen, wie die Würde des Alters einsetzt. Eins weiss ich aber jetzt schon: Bezüglich Outfits wird mein im Vergleich zu dem Teil hier eine verflixt eintönige Angelegenheit. Himmel, Mädchen, auf deinem Grabstein wird mal «Birth, Shopping, School, Shopping, Work, Shopping, Death» stehen, oder?

Das Revival der Bookmarks

Eine App, die sich für mich innert Kürze als total nützlich entpuppte, ist Firefox Home. Sie bringt im Zusammenspiel mit der neuen Synchronisation aus Firefox 4 Lesezeichen, Tabs und den Verlauf aufs iPhone.
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Die Synchronisationsfunktion hat mich dazu bewogen, meine jahrelang vernachlässigte Lesezeichensammlung aufzuräumen und zu konsolidieren. „Das Revival der Bookmarks“ weiterlesen

Reinstecken, glücklich sein!

Wenn es etwas gibt, das man nur als grotesk, absurd und obszön bezeichnen kann, dann ist es mein Verbrauch an Kopfhörern. Die Dinger rinnen mir nur so durch die Finger, falls ihr mir bei meinen Ausführungen etwas Poesie gestattet. Sie scheiden dahin, gehen von dannen, weil sie mich oder meinen Umgang mit ihnen nicht mögen. Oder vielleicht auch, weil es die Hersteller darauf anlegen, dass so ein Stöpselchen nur drei Monate hält, um dann wie von Zauberhand auseinanderzufallen und ersetzt werden zu müssen?
Kann sein, aber zugegebenermassen gehe ich mit den Teilen nicht pfleglich um. Ich stopfe sie meist lieblos in eine meiner Tasche, brauche sie bei Regen und Übersättigung an Luftfeuchtigkeit, brauche sie viel und auf das Thema des Ohrenschmalzes gehe ich jetzt nicht näher ein (das ist nämlich überhaupt gar kein Problem, nur das Ihr es wisst!). „Reinstecken, glücklich sein!“ weiterlesen

Aw-yeah!

Ich muss von meiner neuesten Lieblings-App künden! Sie heisst Tap DJ. Man gibt den Disc Jockey und hat zwei Plattenteller und ein kleines Mischpult zur Verfügung. Man kann, wie es sich gehört, die spielende Platte abbremsen und rückwärts drehen, ohne dass die Nadel rausspringt (wie das bei NIcht-DJ-Turntables der Fall ist, wie ich einst leidvoll erfahren musste), man kann das Tempo der Platte steuern und zwischen zwei drehenden Tellern crossfaden.
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Also genau das richtige für Leute wie mich, die gerne DJ spielen, ohne gigantische Plattentaschen durch die Gegend schleppen und sich die Nächte in stickigen Clubs um die Ohren schlagen zu müssen (wobei ich über gewisse Credentials verfüge, indem ich Ende der Achtziger ein paar Mal im Jugendkeller Schaffhausen Vinyl aufgelegt habe).
… übrigens, wisst ihr, was ich grad Schockierendes auf Wikipedia gelesen habe? „Aw-yeah!“ weiterlesen

Couch-Potatoing in Vollendung

Fortschritt durch Technik, daran glaube ich, als ob wir noch in den 1950ern leben würden. Stellt sich die Frage, wohin der Fortschritt eigentlich führen sollte. Meiner festen Überzeugung nach sollte er in letzter Konsequenz jede körperliche Bewegung überflüssig machen. Die Frage, warum man vom Sofa aufstehen sollte, darf sich irgendwann überhaupt nicht mehr stellen.
Mit der Teamviewer-iPhone-App sind wir diesem Ziel ohne Zweifel ein grosses Stück näher gekommen.
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Das iPhone-Backup auswringen

iTunes macht bei Synchronisationen eine Datensicherung des iPhone. Vorbildlich! Weniger vorbildlich ist, dass man diese Datensicherungen auf dem Mac zwar findet (unter ~/Library/Application Support/MobileSync/Backup), aber nichts damit anfangen kann. Es findet sich dort nichts weiter als eine Ansammlung von Dateien mit kruden alphanumerischen Namen.

Das Programm iPhone Backup Extractor schreckt das aber nicht: Es extrahiert, wie der Name sagt, die Daten einzelner Programme. Nach dem Start erscheint ein Dialog, das die vorhandenen Backups nach i-Geräten (iPhone, iPad, iPod) zeigt. So zeigt sich das in meinem Fall, wobei ich auf eine ältere Sicherung zurückgreife:
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WP7 (*)

Mir ist neulich ein Mobiltelefon des Modells LG-E900 («Optimus 7») in die Hände gefallen, dessen bemerkenswerteste Eigenschaft darin besteht, mit Windows Phone 7 zu laufen – Microsofts neuem Betriebssystem für Mobiltelefone.

Design

Auffällig ist, dass ausser Apple kein Mobiltelefonhersteller gewillt oder fähig ist, beim Design einen eigenen Stil zu entwickeln. Auch LG macht Smartphones, die wie irgend ein Nicht-Apple-Smartphone aussehen. Das einzige, was man als eigenständige Idee werten könnte, „WP7 (*)“ weiterlesen

Von Apple ausgetrickst

Wer, wie ich, es sich nicht verklemmen konnte, auf dem iPhone 3G iOS 4 zu installieren, wird darob keine Freude haben: Abstürze noch und nöcher, Hänger und Ruckler, das unendlich drehende Rädchen und mitunter auch eine übelst stotternde Audiowiedergabe. Man fühlt sich ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt, wo ein Betriebssystem-Update die Hardware an den Rand eines Kollapses brachte.
Das frage ich mich: Warum regt sich alle Welt über das angebliche Antennenproblem des iPhone 4 auf, und nicht über dieses viel gravierendere Problem? Die Antennensache dürfte für die stolzen Besitzer eines iPhone 4 ein verschmerzbares Übel sein. Falls sie es überhaupt bemerken, müssen sie sich bei Apple halt eine Gratishülle besorgen. Kein grosses Ding.
Dass ein Telefon durch ein System-Update annähernd unbrauchbar wird, halte ich für ein wirkliches Problem und für einen kleinen Skandal. Zumal ich Apple eine Absicht unterstelle. Denn was wird in vielen Fällen die Reaktion des gepeinigten iPhone-User auf die unerträgliche Langsamkeit seines Geräts sein?
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