Come on, feel the Noisli

Noisli.com ist eine Website, eine akustische Hintergrundkulisse erzeugt. Die soll anderen Lärm übertönen, einem bei der Konzentration helfen und die Produktivität steigern. Oder alternativ für Entspannung sorgen. Dazu schliesst man seine Kopfhörer an (oder dreht alternativ im Grossraumbüro die Lautsprecher auf) und wählt die passende akutische Umgebung: Regen, Gewitter, Wind oder Vogelgezwitscher, Blätterrascheln und Bachgeplätscher, gegen den Strand schlagende Wellen, ein knisterndes Lagerfeuer, zirpende Grillen, Strassenkaffeeatmosphäre oder ein Deckenventilator, das Rattern einer Eisenbahn… 16 Klangquellen gibt es, die man nach Lust und Laune mixen kann. Ein Strassenkaffee bei Regen? Einfach die beiden Regler hochziehen, und schon hat man diese Atmo auf den Ohren.

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Ob die Website ihre Versprechen wirklich halten kann, was die gesteigerte Produktivität angeht, ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und der individuellen Veranlagung. Das Übertönen der realen Klangkulisse habe ich als angenehm erlebt. Ich arbeite ab und zu im Grossraumbüro, wo geräuschunterdrückende Kopfhörer die beste, aber nicht ganz günstige Lösung wären – und dieser künstliche Umgebungslärm die zweitbeste Lösung darstellt. Ebenso in Büros, wo sich die Mehrheit für Popgedudel ausspricht und die auf Popgedudel alergische Minderheit sich zu helfen wissen muss. Mir geht es auch so, dass mir beim Arbeiten manchmal die Stille in meinem Büro zu laut wird – und auch da kann man die Website wunderbar verwenden. Apropos Atmo: Eventuell taugt sie sogar für Audioproduktionen – da muss ich aber erst noch die Urheberrechte einsehen.

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Über sein Benutzerkonto speichert man die Lieblingseinstellungen und kann die Klangwiedergabe auch zeitlich beschränken. Ich hätte gerne einen Parameter, der die Klangkulisse langsam über die Zeit variiert, um der Monotonie vorzubeugen. Aber schnell mal an einem Regler zu ziehen, ist auch kein Ding.

Übrigens: Es gibt Noisli auch als App fürs iPhone und für Android. Eine App, die allemal zwei Franken wert ist!

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

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