CGI für deine und meine Videos

Manche Apps haben keinen sofort ersichtlichen Einsatzzweck – sind aber faszinierend genug, dass man sich gleich einen ausdenken möchte. In diese Kategorie gehört Leo AR Camera. Es gibt die App für Android und fürs iPhone, und sie tut etwas so Naheliegendes wie Zwingendes: Sie fügt nämlich virtuelle Objekte ins Kamerabild ein. Man erweitert seinen Clip mit künstlichen Elementen, die ihm einen überraschenden und surrealen Drall geben.

Ich hätte diese App sehr gut brauchen können, als ich neulich mein Video zu faszinierenden Augmented-Reality-Apps gedreht habe. Leider kannte ich damals die noch nicht. Also werde ich auf die nächstbeste Gelegenheit warten müssen. Aber so geht es.

Also, zur App: Die ist simpel in der Benutzung. „CGI für deine und meine Videos“ weiterlesen

Die Smartphone-Kamera zweckentfremden

Die Kamera des Smartphones ist zum Fotografieren da. Man kann mit ihr «schöne» Fotos machen oder auch nur Dinge dokumentieren. Mein Radio-Gspändli Kevin zum Beispiel hat im Nerdfunk gesagt, dass er per Smartphone seinen Kühlschrank fotografiert, wenn er sich daran erinnern muss, noch einkaufen zu gehen.

Dass Leute den Parkplatz fotografieren, auf dem ihr Auto steht, scheint mir auch eine recht häufige Angelegenheit. Obwohl es dafür natürlich auch die passende App gäbe: Zum Beispiel Finden Sie Ihr Auto mit AR 4 fürs iPhone oder Car Finder AR für Android.

Man kann mit der Smartphone-Kamera noch viel mehr tun: Zum Beispiel QR-Codes scannen, Dokumente digitalisieren, Spiele spielen (iOS/Android), Visitenkarten ersetzen, Texte übersetzen, den Himmel erkunden, die Wohnung vermessen, Babys im Auge behalten. Und so weiter.

Ein paar der Möglichkeiten habe ich nun in einem Video zusammengefasst. „Die Smartphone-Kamera zweckentfremden“ weiterlesen

So kommt Bewegung in die Sache

Es gibt dieses Mittelding zwischen stehendem Foto und Video. Es gibt dafür noch keinen guten Gattungsbegriff. Apple nennt es Live Photo (ja, wirklich, mit Ph, als ob der Apfel-Konzern in den 1990ern stecken geblieben wäre). Ich habe auch schon die Bezeichnung Bewegtfoto gelesen, in Englisch moving image. Und früher hat man Solcherlei auch mal kurz Vine genannt.

In Anlehung an Harry Potter und die hyperaktiv wirkenden Daily-Prophet-Fotos könnte man sie auch Potterpix nennen. Oder Lifeprint, wie dieser Drucker, der offenbar Fotos ausdruckt, die sich tatsächlich bewegen. Der ist, wen wundert es?, in einer Kooperation mit dem Filmstudio Warner Brothers entstanden, damit man ihn auch standesgemäss vermarkten kann.

Und auch wenn diese zuckenden Bilder noch keinen vernünftigen Namen haben, sind sie allemal faszinierend. „So kommt Bewegung in die Sache“ weiterlesen

Diese App sollte Adobe Angst einjagen

Kürzlich gab es im Apple-App-Store Affinity Designer von Serif Labs für fürs iPad für günstige 16 Franken zu kaufen. Das ist ein Vektorgrafikprogramm, das sich für Leute anbietet, die mit Adobe Illustrator nicht zurechtkommen oder der Adobe Creative Cloud müde sind.

Und es ist ideal für Leute wie mich, die zwar von Vektorgrafik keine Ahnung haben, aber vielleicht mal ein simples Logo oder Symbol basteln, ein Kärtchen oder einen einfachen Situationsplan zeichnen möchten – oder die schon in den 1990er-Jahren mit CorelDraw nichts anzufangen wussten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man sich auch mit dem Open-Source-Programm Inkscape über die Runden retten oder einen Versuch mit Krita wagen kann. Oder man wendet sich gleich dem Web und gravit.io oder vectr.com zu.

Aber hier soll es wie gesagt um Designer gehen. Nach dem Start lässt diese App keinen Zweifel daran, dass ich ein denkbar inadäquater Nutzer bin. „Diese App sollte Adobe Angst einjagen“ weiterlesen

Automatische Passwortabfüllung

Im Beitrag Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac habe ich Kypass vorgestellt. Das ist eine App zur Verwaltung von Passwörtern, die es fürs iPhone und für den Mac gibt, und die Keepass für Windows hervorragend ergänzt.

Heute komme ich mit einem kurzen Tipp auf das Thema zurück – und zwar in einem eigenen Beitrag, weil es um eine kleine, aber wirklich nützliche Neuerung bei iOS geht. In den Einstellungen gibt es bei Passwörter & Accounts die Unterrubrik Automatisch ausfüllen. Dort kann man die Option, Passwörter in Apps und Websites automatisch einzutragen, ein- und ausschalten.

Und hier ist der eigentliche Trick: „Automatische Passwortabfüllung“ weiterlesen

Was man nicht an die grosse Glocke hängt

Wie haltet ihr es so mit euren mobilen Geräten in der Familie und im Freundeskreis? Dürfen zum Beispiel eure LebenspartnerInnen, Kinder und Enkel, Eltern euer Smartphone einsehen? Gebt Ihr den Passcode an Blutsverwandte, Angeheiratete und Leute, die euer Tisch und Bett teilen weiter – oder sind Smartphone und Tablets strikt persönlich, dass keiner darauf herumfuhrwerken darf, egal wie nah er euch auch ist?

Das ist eine schwierige Angelegenheit, finde ich. Der Standpunkt «Mein Gerät gehört mir» ist konsequent und trägt dem Umstand Rechnung, dass man das Recht hat, seine kleinen Geheimnisse zu wahren. Es geht nicht darum, dass man als anständiger Mensch nichts zu verstecken hat. Edward Snowden hat dazu ein schönes Gegenargument, das ich bei Wikipedia gefunden habe:

Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.

Man ist auch nicht gegen die freie Meinungsäusserung, nur weil man nichts zu sagen hat. „Was man nicht an die grosse Glocke hängt“ weiterlesen

Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?

Was hätte Immanuel Kant wohl über die Gewohnheit vieler Handyfilmer gesagt, ihre Aufnahmen vertikal zu drehen? Nicht viel, nehme ich an, denn als Philosoph und Aufklärer hätte er Besseres zu tun. Und ich erwähne ihn auch nur, weil mir neulich auf Facebook ein Scherzchen begegnet ist, das ich am Ende des Beitrags eingefügt habe. (Jawohl, mit so perfiden Methoden bringe ich euch dazu, meine Beiträge bis zum Ende zu lesen.)

Obwohl das Scherzchen reichlich müde ist, musste ich sehr lachen. Und wo wir mit Kant im Zeitalter der Vernunft angelangt sind, gilt es festzuhalten, dass es wirklich fast gar keine Gründe gibt, seine Videos aufrecht zu filmen. Das Vertical Video Syndrome klingt wie eine Krankheit, ist schon längstens ein Meme und eine Landplage sondergleichen.

Es hat damit zu tun, dass die Leute halt so filmen, wie ihnen ihr Smartphone gerade in die Hand gekommen ist – und das ist typischerweise aufrecht. Man kann es so schön in einer Hand halten. Im Querformat muss man schauen, dass es einem nicht aus der Hand fällt. „Was hätte Immanuel Kant dazu gesagt?“ weiterlesen

Apps gegen den körperlichen Zerfall

Der körperliche Zerfall ist nicht aufzuhalten. Er fängt an bei den Äusserlichkeiten an (Abhandenkommen der Frisur). Er setzt sich bei den sensorischen Defiziten fort (4k-Video, nicht schärfer Super-8). Und dann, ja dann, kommt er auch im Oberstübchen an. (Wer sind all die Leute, die um mich herum im Büro sitzen?) Doch wie ein guter Freund von mir zu sagen pflegt: Wenn man sich noch an den Namen des guten Doktors erinnert (Alois Alzheimer), dann hat man seine Krankheit noch nicht.

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber die gute Nachricht ist: Man kann Gegenmassnahmen einleiten. Nicht in jedem Fall – die Frisur bleibt, wie sie ist. Aber was das Gehirn angeht, da kann man trainieren. Sowohl Daten und Fakten. Als auch die geistige Fitness.

Und dafür habe ich ein paar Apps zusammengetragen. Die Inspiration war der Beitrag Die Elefantenhirn-App. In dem geht es um eine Methode, die einem angeblich hilft, das Namensgedächtnis zu verbessern. Die überzeugt mich nur halb. Aber die Idee, seinen Kopf auf Trab zu halten, die leuchtet durchaus ein. Darum habe ich in einem Patentrezept-Video fünf Apps zusammengetragen, die dabei helfen. „Apps gegen den körperlichen Zerfall“ weiterlesen

Die Nachschublinien aufrecht erhalten

Kürzlich habe ich eine neue Kreditkarte bekommen. Schon ein paar Tage zuvor hatte mich mein Internet-Fernsehanbieter Teleboy freundlicherweise informiert, dass meine alte Karte demnächst ablaufen werde. Teleboy wollte natürlich nur mein Bestes. Man wies mich mit aller Zuvorkommenheit darauf hin, dass ich doch gefälligst subito ein neues Zahlungsmittel hinterlegen solle. Denn würde ich das nicht tun, wäre ich ganz allein schuld, wenn plötzlich mein ganzer Haushalt fernsehmässig auf dem Trockenen hocken sollte.

Und es ist tatsächlich so: Für das reibungslose Funktionieren des technisch hochgerüsteten Alltags ist eine gültige Kreditkarte inzwischen verflixt wichtig. Wenn sie ihr aufgestanztes Ablaufdatum überschreitet, ohne dass man es bemerkt und sie rechtzeitig ersetzt, hat man nicht nur mit Teleboy ein Problem. Auch in der Netflix-App bleibt die Mattscheibe schwarz. Der Spotify Connect-Lautsprecher gibt kein Tönchen mehr von sich. In Audible bleiben die Credits und damit die Hörbücher aus.

Softwareabos laufen aus und statt hart mit der Creative Suite oder mit Office 365 zu arbeiten, ist man zum Däumchendrehen verdammt. Am iPhone muss man sich mit den gleichen alten Apps begnügen, weil man keine neuen mehr kaufen kann. Und was passiert eigentlich mit dem zusätzlichen Speichervolumen, wenn die alte Karte nicht mehr belastet werden kann? Schmeisst Apple sogleich alle überzähligen Fotos weg? Oder erhält man eine Gnadenfrist?

Man tut jedenfalls gut daran, so eine Kreditkarte rechtzeitig zu ersetzen. Bei mir, immerhin, kam die neue Karte ganz von alleine zeitnah von meiner Bank. Was man aber selbst tun muss: Die neuen Zahlungsdaten an allen neuralgischen Punkten eintragen. Hier in diesem Blogpost als Servicedienstleistung ein paar Links, wo man bei den wichtigen Diensten tut. „Die Nachschublinien aufrecht erhalten“ weiterlesen

Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac

Manchen Apps bleibt man treu. In meinem Fall ist das Tweetbot oder Firefox. In manchen Bereichen wechselt man die App zwar nicht so schnell wie die sprichwörtliche Unterhose. Aber doch regelmässig. Ein Beispiel dafür ist der Passwortmanager. Ich setze bei Windows Keepass ein (Passwort-Safe für Windows, Mac und iOS (inklusive Datenaustausch)) und beim Mac KeepassX.

Fürs iPhone und iPad gibt es eine Handvoll Apps, mit denen man Passwort-Dateien in den Formaten .kdb und .kdbx öffnen kann (zum Unterschied siehe Ein überfälliger Umstieg). Ich hatte nacheinander und teilweise parallel iKeePass, PassDrop und KeePass Touch im Einsatz. Die haben alle den Zweck erfüllt, allerdings teilweise mit gewissen Abstrichen – und meist nicht mit brillanter Benutzerführung.

Nun bin ich gezwungen, mich von der Dropbox zu verabschieden. „Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac“ weiterlesen