Fusspilz statt Grippe

Ohne mein explizites Zutun hat es sich ergeben, dass ich mit den digitalen Patentrezept-Videos jeweils mit einem Sicherheitsthema ins neue Jahr starte. 2019 ging es um den Schutz vor Datendieben. 2018 waren die Massnahmen gegen Sicherheitslücken bei Mobil- und Desktopgeräten das Thema. 2017 stellte sich die Frage: Wurden Sie gehackt?

So schien es mir nicht verkehrt, 2020 mit Tipps zur Sicherheit bei Smartphones zu starten.

Wie üblich ist das ein weites Feld – und es gibt sehr viel, was man tun könnte und tun sollte. Da die meisten Nutzer (ich übrigens eingeschlossen) nur eine beschränkte Geduld mit solchen Empfehlungen haben und auch nicht endlos Zeit in die Absicherung der Geräte investieren wollen, habe ich versucht, mich auf die absolut wesentlichen Dinge zu beschränken und sie zu priorisieren. So kann jeder zumindest das Nötige tun und entscheiden, wie viel er von den weniger dringlichen Tipps beherzigen will.

Und das ist das Video mit den Tipps: „Fusspilz statt Grippe“ weiterlesen

Das iPhone als 3D-Scanner

Seit einiger Zeit habe ich ein iPhone 11 als Leihgerät zur Verfügung. Wie hier in einem ersten Augenschein beschrieben, hatte ich anfänglich gewisse Mühe mit Face ID. Doch die ist überwunden – inzwischen habe ich mich tatsächlich daran gewöhnt, dass man auch als Kurzsichtiger das Telefon problemlos verwenden kann. Man sollte es einfach nicht direkt vor die Nase halten, wenn man entsperren will, während man die Brille nicht auf der Nase hat.

Natürlich stellt sich irgendwann die Frage, ob man mit dem TrueDepth-Sensor für die Gesichtserkennung noch andere Dinge treiben kann als nur Gesichtserkennung. Es handelt sich schliesslich um einen Sensor, der ganz ähnlich wie die Kinect-Leiste der Xbox funktioniert. Nicht ganz zufällig: Das israelische Unternehmen Primesense, das Kinect für Microsoft entwickelt hat, wurde im November 2013 von Apple gekauft.

Das dürfte mit ein Grund gewesen sein, weswegen Microsoft Kinect im Oktober 2017 eingestellt hat. Darum: Kurze Schweigeminute für die Technologie, deretwegen ich am 30. August 2010 im «Tagesanzeiger» behauptet hatte, der «Gamecontroller gehöre demnächst zum Alteisen»:

Nun [nach der Wiimote] geht Microsoft noch einen Schritt weiter und schafft den Controller komplett ab. Der Spieler steuert die Konsole mit freien Händen, dafür mit umso mehr Körpereinsatz.

Da haben sowohl Microsoft als auch ich die Trägheit der Nutzerschaft unterschätzt, die lieber auf dem Sofa sitzt, statt sich vor dem Fernseher abzumühen. Immerhin – gewisse Vorbehalte waren damals zu erkennen: „Das iPhone als 3D-Scanner“ weiterlesen

Wasser statt Wein predigen (und trinken)

Hm. Wenn ich euch an dieser Stelle mit guten Vorsätzen komme – wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dankend ablehnt und euch von diesem Beitrag hier abwendet? Ich würde schätzen: Zwischen 97,8 und 99,5 Prozent. Aber diese «guten Vorsätze» klingen auch unglaublich pompös und ambitioniert: Da will einer sein Leben umkrempeln, neue Tugenden zum Aufblühen bringen und ein besserer Mensch werden. Und sehr wahrscheinlich tut er das nicht nur für sich selbst – nein, die ganze Welt soll daran teilhaben. Und ihm möglicherweise nachfolgen.

Aber keine Angst: Ihr dürft weiterlesen. Ich habe nicht vor, euch zu bekehren. Und die Sache selbst ist auch kein grosses Ding: Ich habe mir nämlich etwas wahnsinnig Banales vorgenommen.

Es geht darum, regelmässig genügend zu trinken. Denn wenn man dem Internet glauben darf, ist das unglaublich wichtig. Google spukt zum Thema unglaubliche Mengen an Links aus. Auch auf Websites, bei denen man es nicht unbedingt erwarten würde. Hier zum Beispiel predigt ein Experte für Möbel (sic!) Wasser statt Wein.

Ja – wenn nun mein Hausarzt oder meine Mutter mir diesen Ratschlag gegeben hätten, wäre ich misstrauisch geworden. Die haben schliesslich nur mein Wohlbefinden im Sinn. Und das wirft die Frage auf, ob man den Empfehlungen der Leute glauben schenken darf, die nur unser Bestes wollen. „Wasser statt Wein predigen (und trinken)“ weiterlesen

Access denied bei dieser Datenbank

Brauche ich ein Projekt für 2020? Wahrscheinlich nicht – ein bisschen mehr Zeit fürs Ausspannen und Durchatmen würde mir auch guttun. Doch wie es die Umstände wollen, habe ich dieser Einsicht zum Trotz ein Projekt für 2020.

Das hat mit der Datenbank zu tun, in der ich meine Artikel erfasse. Die habe ich im Beitrag Ein Hoch auf den Fortschritt! beschrieben. Sie umfasst 7715 Einträge, ist 37 MB gross. Und sie hat noch eine Besonderheit: Sie steckt in Microsofts Datenbank-Software namens MS Access. Die kam 1992 auf den Markt. Für mich damals eine gute Gelegenheit, meine Artikel systematisch digital abzulegen: Für mein Archiv, für die Urheberrechtsentschädigungen durch Pro Litteris und um datenjournalistische Selbstbeweihräucherung zu betreiben.

Access war damals ein nützliches Werkzeug. Aus heutiger Sicht ist es ein Oldtimer. Die Datenbank läuft auf meinem privaten PC zu Hause und sonst nirgends. Im Zeitalter von Cloud und Nextcloud ist das zu eingeschränkt. Es hilft mir wenig, wenn ich an meinem Büro-PC in Zürich sitze, wenn ich weiss, dass ich einen bestimmten Artikel an meinem privaten PC innert Sekunden aufgestöbert hätte. „Access denied bei dieser Datenbank“ weiterlesen

Möge der Pflotsch (nicht) mit uns sein

Neulich habe ich die Frage Sind wir verkannte Software-Genies? aufgeworfen und mich auch in der Leserschaft nach interessanten Schweizer Apps erkundigt. Manuel hat mir daraufhin Bexio, PeakFinder und Pflotsh empfohlen.

Bexio scheint mir vor allem mit der dazugehörenden Buchhaltungs-App interessant zu sein. PeakFinder (5 Franken für iPhone und Android) von Fabio Soldati kenne und nutze ich. Aber zugegeben, ich habe dieser App hier im Blog noch nie die gebührende Zuwendung zukommen lassen. Das liegt daran, dass die App einen so grossen Bekanntheitsgrad hat, dass ich niemandem in meinem Publikum etwas Neues zu ihr erzählen kann. (Sollte ich mich damit täuschen, zögert nicht, es mir zu sagen.)

Pflotsh jedenfalls war mir nicht bekannt – und der Name ist grossartig.

Die App stammt stammt von Jörg Kachelmann, dem man übrigens auf Twitter unbedingt folgen sollte, respektive von dessen Unternehmen Kachelmannwetter, respektive vom Entwickler Andreas Garzotto. Und es handelt sich nicht um eine App, sondern um eine App-Familie. „Möge der Pflotsch (nicht) mit uns sein“ weiterlesen

Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich

Vor gut 14 Monaten ist dieses Blog hier auf Word­press umgestiegen. Das Fazit seinerzeit war positiv und auch eine weitere Website in meiner Obhut ist seitdem nachgefolgt. Man könnte das als Erfolgsgeschichte bezeichnen.

Nun gibt es allerdings eine Schwachstelle. Und das ist die Word­press-App. Die gibt es für Android und fürs iPhone und iPad.

Die Statistik ist nützlich. (Auch wenn sie die Frage aufwirft, wieso niemand aus Grönland dieses Blog hier liest).

Auf den ersten Blick macht die App einen sehr guten Eindruck: Man hat dank Jetpack alle seine Word­press-Sites in einer App im Blick. Man sieht Statistiken, die zwar nicht so toll sind wie das, was ich mir von parsely.com inzwischen gewohnt bin – die aber trotzdem einen guten Eindruck vermitteln, welche Inhalte beim Publikum ankommen und welche nicht.

Es gibt ausserdem die Benachrichtigungen, in denen man neue Kommentare, Hinweise auf Traffic-Aufschwünge und Ausfälle sieht. Auch Likes würde man hier sehen – wenn es denn welche gäbe. Aber da ich die Like-Knöpfe nicht anzeige, ist es auch kein Wunder, dass sich an dieser Front nichts tut.

Im Reader schliesslich abonniert man Websites. Das können Word­press-Sites sein, müssen aber nicht. Die Word­press-App kann auch einfach als RSS-Reader-App benutzt werden. Trotzdem ziehe ich eine App wie Inoreader vor und verwende die Reader-Funktion nur, um die Beiträge auf meinen eigenen Websites im Auge zu behalten.

So weit, so in Ordnung – aber ich wollte hier ja über die Schwachstelle berichten. „Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich“ weiterlesen

10 App-Tipps und ein guter Ratschlag

Diese Best-of- und Rückblick-Artikel am Ende während den Feiertagen sind offensichtlich unvermeidlich. Auch dieses Jahr habe ich wieder einige davon produziert.

Aber wieso auch nicht: Sie passen zur Jahreszeit. Sie lassen die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Sie füllen die Lücke der News-armen Zeit. Und sie sind mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden. Wobei – über meinen Rückblick zum Jahrzehnt (Die Euphorie ist weg) habe ich schon ein paar Stunden gebrütet.

Hier geht es jedenfalls um das letzte Patentrezept-Video des Jahres, in dem ich eine App-Top-Ten vorstelle. Zugegeben: Die ist komplett subjektiv. Es sind die Apps, die ich dieses Jahr entdeckt und spannend gefunden habe. Natürlich kann man einwenden, dass das absolut kein relevantes Kriterium ist. Und ich stimme sogar zu. Aber wie im Beitrag zum Video erwähnt, ist eine nach Verkauf- bzw. Downloadzahlen sortierte Liste noch viel langweiliger. „10 App-Tipps und ein guter Ratschlag“ weiterlesen

Eine Handvoll nützlicher Tipps zu iOS 13

Es steckte ursprünglich kein Plan dahinter. Aber da die letzten Beiträge alle aus der Praxis-Ecke stammten, kann ich gleich so weitermachen – und so etwas wie eine weihnachtlichte Tipps-und-Tricks-Miniserie daraus machen. Also: Heute eine Handvoll Hinweise zu nützlichen Funktionen beim iPhone und iPad, bzw. zu iOS 13.

Unbekannte Anrufer stummschalten

In den Einstellungen bei Telefon gibt es neuerdings diese nützliche Option. Sie führt dazu, dass Leute, die nicht im Telefonbuch verzeichnet sind, mit ihren Anrufen auf der Mailbox landen.

In der Dateien-App die Sortierung ändern

Die Dateien-App zeigt Ordner und Dateien standardmässig nach Name sortiert an. Man kann die Sortierung aber auch ändern.

Das geht wie folgt: „Eine Handvoll nützlicher Tipps zu iOS 13“ weiterlesen

Eine App für die Beziehungspflege

Heute geht es um Cloze. Das ist eine App fürs iPhone/iPad und Android, die vom Hersteller in der Kategorie des «Relationship Management» verortet wird.

Cloze liest mit: Beim Einrichten der App muss man seine Mailkonten verbinden.

Diese App-Empfehlung heute kommt mit einem dicken Disclaimer. Der rührt daher, dass ich die App nicht so testen konnte, wie es für ein fundiertes Urteil nötig wäre. Das hat zwei Gründe: Erstens gehöre ich nicht zu dem Zielpublikum. Ich habe keine Kunden im eigentlichen Sinn, um die ich mich kümmern müsste. Und zweitens arbeite ich als alter Cloud-Paranoiker nicht so, wie man es zur Nutzung dieser App sinnvollerweise tun müsste.

Ich stelle sie trotzdem vor. Sie macht nämlich etwas, das mir sinnvoll erscheint: Sie zieht die an vielen Orten im Netz verstreuten Informationen zusammen. Diese werden dann nach Personen gegliedert und priorisiert.

Die Verbindungen zu Slack und Co..

Das heisst: E-Mails, Tweets, Kalendereinträge, Veröffentlichungen bei Facebook und Twitter werden gesammelt und nach Personen sortiert. Die Leute, mit denen man häufiger kommuniziert, werden als wichtig eingestuft und erscheinen in der People-Ansicht zuoberst.

Zu jeder Person gibt es eine Timeline-Ansicht, in der die Mails, Social-Media-Beiträge, gemeinsame Termine und ähnliche Dinge erscheinen. Wenn man in seiner beruflichen Tätigkeit die Aufgabe hat, den Leuten in gewissen Intervallen aufs Dach zu steigen, dann kann man das in der App hinterlegen. „Eine App für die Beziehungspflege“ weiterlesen

Der Terz, bis das neue Smartphone läuft

Ich hatte neulich das Vergnügen, auf ein neues iPhone umzusteigen. Wobei, um genau zu sein: Der Umstieg selbst war nicht der reine Spass. Es ist zwar augenscheinlich, dass Apple einiges tut, den Käufern eines Neugeräts den Umstieg möglichst einfach machen – aber es wäre auch dumm, das nicht zu tun.

Wie dumm das ist, lässt sich übrigens am Beispiel von Microsoft hervorragend demonstrieren. Bei Windows gibt es keine vernünftige Umstiegshilfe. Früher konnte man bei der Datenübernahme wenigstens noch auf Easy Transfer zählen. Dieses Hilfsprogramm gibt, wie hier erwähnt, nicht mehr. Weil ich keine Lust darauf habe, den ganzen Terz von Hand zu erledigen, schiebe ich die Neuanschaffung eines Windows-PCs vor mir her. Mit anderen Worten: Ich zahle nicht für eine neue Windows-Lizenz und überlege mir auch nicht ernsthaft, ein Windows Surface anzuschaffen.

Bei Apple muss man im Idealfall wenig tun, um mit dem neuen Gerät dort weiterzumachen, wo man mit dem alten aufgehört hat. Allerdings war mein Fall nicht so ganz ideal: Die Schnellstart-Methode, bei der man das alte und neue Gerät nebeneinanderhält, hat nicht funktioniert. Alles fing zwar vielversprechend an. Doch wie üblich braucht es erst ein iOS-Update, bevor die Wiederherstellung der Daten des alten Geräts auf dem neuen beginnen kann. Und an dieser Stelle blieb der Vorgang hängen.

Aber es gibt noch zwei weitere Methoden: „Der Terz, bis das neue Smartphone läuft“ weiterlesen