Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad

Configurator 2 hilft bei der Konfiguration von iOS-Geräten. Die App ist für Unternehmen und Organisationen ausgelegt, doch sie hilft auch in Haushalten weiter, in denen unbotmässig viele iPhones und iPads im Einsatz sind.

Bei den Recherchen für mein Patentrezept-Video zur Perfektionierung des Homescreens habe ich Apple Configurator 2 entdeckt. Das ist ein Programm für den Mac, das kostenlos im Mac App-Store zu haben ist. Es ist dazu da, iOS-Geräte zu konfigurieren. Man schliesst ein iPhone, iPad, iPod Touch oder Apple TV per USB an und wählt Einstellungen, installiert oder deinstalliert Apps, stellt Daten bereit und ähnliche Dinge.

Configurator 2 ist nicht für die Normalanwender gedacht, sondern für Unternehmen, Schulen oder andere Organisationen, die eine grössere Anzahl Geräte in Anwendung haben. Vielleicht könnte man die App auch eine MDM-Lösung für Arme nennen. „Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad“ weiterlesen

Da läuft man sich gleich viermal die virtuellen Hacken wund

Mit Om Nom Run, Jumanji: Epic Run, Blades of Brim und Talking Tom Hero Dash trete ich den vierfachen Beweis an: Das Genre des Endless Runner ist nicht tot – aber es ist auch nicht origineller geworden.

Neulich ist mir ein epochales Versäumnis meinerseits aufgefallen. Ich habe nämlich – und jetzt haltet euch fest! – schon seit Oktober 2017 etwas nicht mehr getan, was ich eigentlich regelmässig tun sollte. Ich habe nämlich seit mehr als zwei Jahren keine Spiel mehr besprochen, das in die Kategorie der Endless Runner gehört. Wikipedia nennt sie Auto-Runner.

Das Genre zeichnet sich dadurch aus, dass die Spielfigur sich selbsttätig in einem (meist mit der Zeit zunehmenden) Tempo bewegt. Als Spieler muss man sie davor bewahren, irgendwo dagegenzurennen und tot zu sein. Gleichzeitig gilt es, Dinge wie Bananen, Goldstücke oder Powerups aufzusammeln. Ein solcher Spieletitel versammelt Elemente des Jump ’n’ Run, Geschicklichkeitsspiels und Rennspiels. Und aus unerfindlichen Gründe fahre ich voll darauf ab.

Darum soll es hier um die Frage gehen, ob das nun tatsächlich ein Versäumnis von mir ist – oder ob des die Gameindustrie in den letzten Jahren nicht geschafft hat, für anständigen Nachschub zu sorgen. Mit etwas Suchen findet man einige neue Vertreter. Fragt sich nur noch, ob die auch etwas taugen. „Da läuft man sich gleich viermal die virtuellen Hacken wund“ weiterlesen

Maus schlägt Touch

Ein nüchterner Blick auf die Maus- und Trackpad-Unterstützung am iPad: Wie funktioniert – und was bringt sie?

Ihr wisst es ja: Ich bin der dezidierten Meinung, dass das iPad einem ganz normalen Laptop oder Desktop-Computer nicht das Wasser reichen kann – egal, wie leistungsfähig die Hardware auch ist und wie viel Mühe sich Apple auch gibt, uns vom Gegenteil zu überzeugen.

Dennoch war ich bespannt auf iPadOS 13.4. Das wurde am 24. März 2020 veröffentlicht und hat nebst einigen Sicherheitsverbesserungen vor allem den Sinn und Zweck, die Steuerung per Maus und Trackpad zu verbessern. Es gab schon seit einer Hauptversion rudimentären Support für diese Steuerungsgeräte – doch jetzt sind sie nicht mehr nur für behinderte Nutzer gedacht, sondern für die breite Nutzerschaft.

Und klar – mir lag Spott auf der Zunge. So ähnlich, wie ich im Pro und Kontra mit Rafael Zeier geätzt hatte: «Apple erfindet das Rad neu – und in Fan-Kreisen Neuerungen bejubelt werden, die es beim Personal Computer seit 30 Jahren gibt.»

Aber dann fand ich es nicht sonderlich originell, noch einmal darauf herumzureiten. Stattdessen habe ich mich daran gemacht, diese Mausunterstützung möglichst vorurteilslos zu testen und mich ernsthaft zu fragen, ob sie eine echte Verbesserung oder aber eine seltsame «Kontamination» der reinen iPad-Lehre darstellt. Oder anders gefragt: Braucht es das – eine Maus am iPad? „Maus schlägt Touch“ weiterlesen

Wider den Wildwuchs in der Fotomediathek

Gemini ist eine praktische App für Leute, die nicht aufgegeben haben und ihre Fotomediathek gelegentlich aufräumen.

Habt ihr kapituliert? Oder unternehmt ihr gelegentlich noch den Versuch, die Ordnung aufrecht zu erhalten?

Die Frage richtet sich an Leute, die fotografieren und dazu auch das Smartphone verwenden. Also ungefähr 99,9 Prozent der Bevölkerung im entwickelten Ländern.

Die könnte man womöglich alle löschen. Oder auch einfach behalten.

Früher war es so: Da hat man die Fotos ab Kamera auf den Computer übertragen. Dort hat man, entweder mit dem Dateiverwaltungsprogramm oder aber mit einem auf Fotos spezialisierten Programm, zum Beispiel Lightroom, die Bilder gesichtet und sortiert. Die Perfektionisten unter uns haben die Aufnahmen auch verschlagwortet und nachbearbeitet.

Am Smartphone könnte man das auch tun. Aber weil die Smartphones immer dabei sind und inzwischen auch unter schwierigen Bedingungen gute Aufnahmen machen, steigt die Zahl der Fotos in der Mediathek auch weiterhin ungebremst an. In gleichem Mass sinkt die Lust, sich um die Bilder zu kümmern.

Diesem Umstand tragen die Smartphone-Betriebssysteme Rechnung, indem sie sich selbst um die Verwaltung kümmern. Und auch wenn ich hier behaupte, Die Foto-App könnte noch besser sein, macht sie unter dem Strich doch einen ganz annehmbaren Job.

Die Sortierung der Bilder, die Auswahl der wirklich guten Bilder und die Kompilation von vorzeigbaren Diashows ist gut genug, dass man seine eigenen Bemühungen auf ein Minimum reduziert. Das Minimum ist, meines Erachtens, das Löschen von wirklich missratenen Schnappschüssen und das Mit-Sternchen-Markieren der denkwürdigen Fotos.

Doch ganz auf die Foto-App verlassen kann man sich nicht. Zwei Dinge fehlen meines Erachtens: „Wider den Wildwuchs in der Fotomediathek“ weiterlesen

Vielleicht werde ich irgendwann doch noch zum Listenfreak

Neun Vertreter aus dem Bereich des «Social Catalogings»: Websites und Apps, mit denen man seinen Medienkonsum dokumentiert und Wunschlisten führt.

Es gibt hier im Blog die schöne Rubrik Wenn ich einmal Zeit habe. Dort liste ich die Dinge auf, die ich gern tun würde – dann aber doch bleiben lasse, weil die Freizeit zu knapp bzw. bereits anderweitig verplant ist.

Eine weitere Folge in dieser Rubrik sei an dieser Stelle dem Social Cataloging gewidmet. Falls euch das kein Begriff ist: Das sind Apps bzw. Webdienste, mit denen man seinen Medienkonsum organisiert. Es gibt sie für Bücher, Musik, Filme und Serien.

Sie kümmern sich typischerweise um zwei Dinge: Nämlich um jene Werke, die man schon hinter sich hat. Und um diejenigen, die man sich noch vornehmen möchte. Titel, die man schon rezipiert hat, werden mit einer Bewertung und/oder einer Kurzkritik versehen. „Vielleicht werde ich irgendwann doch noch zum Listenfreak“ weiterlesen

Wumms aus der Wolke

Bei Shadow mietet man sich einen PC in der Cloud. Gedacht ist das für Gamer, aber wie ich ausprobiert habe, kann man auch problemlos anspruchsvolle Anwendungsprogramme laufen lassen.

Mit Digichris habe ich neulich eine Sendung zum Cloud Computing gemacht: Rechenpower aus der Wolke.

Die Idee ist einleuchtend: Statt dass man sich selbst einen hochgezüchteten Gaming-PC baut, mietet man einen übers Netz. Man kann ihn auch über schwachbrüstige Endgeräte nutzen, sodass man seine alten Laptops oder PCs nicht wegwerfen, sondern weiter benutzt. Und sogar Tablets oder, mit Abstrichen, High-End-Smartphones sind benutzbar.

Nun bin ich kein Gamer mit Ambitionen. Ich betreibe Casual Gaming, hauptsächlich am Smartphone. Noch heute sind meine Ziele in dieser Disziplin bescheiden. Ich bin zufrieden, wenn ich bei der Solitaire Collection von Microsoft das Tagesziel erreiche.

Nun kann man diese gemieteten Computer nicht nur fürs Gaming benutzen – zumindest in den meisten Fällen. Fürs Video habe ich Shadow getestet, einen Anbieter aus Frankreich. Er stellt einem einen Windows-Desktop zur Verfügung. Auf dem kann man installieren, was man will: Steam, um sich dann die Lieblingsgames zu holen. Oder aber auch die Creative Cloud von Adobe – so, wie ich es getan habe. Denn es ist nicht so, dass ordentlich Rechenpower nur fürs Zocken brauchbar wäre. Man kann damit zum Glück auch sinnvolle Dinge anstellen. „Wumms aus der Wolke“ weiterlesen

Was Milchserumbrause mit Microsoft Office zu tun hat

Powerpoint, Excel, Word – und daneben noch der Süssmost. (Zumindest, wenn es nach der Farbcodierung geht.)

Rivella ist ein typisches schweizerisches Getränk, das es eine gewisse Zeit lang in einer einzigen Variante gab. Dann kam eine Variante dazu, die die Zahl der Kalorien pro Deziliter von 37 auf 7 reduzierte. Interessanterweise kam die zweite Variante schon recht bald nach der ersten auf den Markt, wie ich dank Wikipedia weiss: Das ursprüngliche Getränk kann man seit 1952 kaufen, die kalorienreduzierte Variante seit 1959.

Damit man die Varianten unterscheiden kann, hat Rivella auf eine Farbcodierung gesetzt. Rot ist normal und blau für Linienbewusste. Und weil es in der Farbpalette noch mehr Einträge gibt, war es naheliegend, mit Grün nachzudoppeln (Grüntee, 1999). Und mit Violett (Holunderblüte, 2019). Es gibt auch eine Variante, die nicht ins Farbschema passt und zwischen Rot und Blau angesiedelt ist: Refresh von 2018 mit 21 Kalorien.

Es gibt auch einige Varianten, die verschwunden sind. Zum Beispiel Rivella Gelb. Sie war von 2008 bis 2011 im Angebot. Womöglich hat die Farbwahl unglückliche Assoziationen hervorgerufen; wie damals bei mir, als ich dieses Getränk für dieses Blog hier rezensiert habe. „Was Milchserumbrause mit Microsoft Office zu tun hat“ weiterlesen

Eine erstaunlich schlechte Google-App

Ein Augenschein der Google-News-App zeigt: Die ist tatsächlich genau so undifferenziert, wie ich erwartet habe.

Ich gehöre zu den altmodischen Leuten, die sich aktuelle Informationen nicht ausschliesslich von Facebook und Twitter um die Ohren hauen lassen. Ich verwende nach wie vor und weiterhin aus Überzeugung einen Feedreader mit den selbst kuratierten Nachrichtenquellen. Es sind dies im Moment Inoreader (Hier wirst du gefüttert!) und Lire RSS (Das Nonplusultra für RSS-Fans).

Zusätzlich habe ich Blendle im Einsatz (Mit dem News-Fastfood aufhören) und würde auch Readly empfehlen (Zeitschriften zum Flatrate-Tarif), obwohl mein Abo dort Ende 2019 ausgelaufen ist.

Nie richtig warm geworden bin ich mit Google News. Ich verwende zwar ganz gerne die «News»-Option von Googles Suchmaschine. Aber mit news.google.com freunde ich mich nicht an – auch wenn ich mich bemühe. So richtig festmachen kann ich gar nicht, warum dem nicht so ist. Irgendwie ist mir die Seite zu unübersichtlich, die Auswahl der News zu wenig zwingend und zu durchsetzt von Zeugs, das mir egal ist. Aber zugegeben, ich bin auch wenig tolerant: Wenn man mir mit mehr als einer halben Sportmeldung pro Tag kommt, ist man bei mir unten durch.

Aber es könnte immerhin sein, dass die Google-News-App weniger schlecht ist als die Website. Es gibt sie für Android und für iPhone und iPad. Doch auch bei der App fällt mir auf, dass die Auswahl an Nachrichten nicht meinem Geschmack entspricht. „Eine erstaunlich schlechte Google-App“ weiterlesen

Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren

Die automatischen Textersetzungen beim iPhone und Mac sind praktisch beim Googeln, Bloggen und bei vielen anderen Gelegenheiten. Nur schade, dass sie in Firefox und Chrome nicht richtig funktionieren.

Eine der wirklich praktischen Funktionen in der Apple-Welt ist die automatische Textersetzung. Es gibt die beim Mac, beim iPhone und iPad – und dank der iCloud werden die Ersetzungen erst noch automatisch via iCloud synchronisiert.

Ich benutze zum Beispiel das Kürzel sitew, das automatisch zu site:wikipedia.org erweitert wird. Auf diese Weise lässt sich mittels Google direkt bei Wikipedia suchen. Ich habe auch sitet für Tagesanzeiger.ch, sitec für dieses Blog hier und ein paar andere Kürzel eingerichtet, um via Google die fraglichen Websites absuchen zu können.

Auch sehr praktisch: Mittels Textersetzung macht es keinen Aufwand, in einem Blogpost die Quellenangaben für die  Bilder von Pexels, Unsplash und Pixabay platzieren. kpxl fügt die Lizenzangabe für Pexels ein, kusl für Unsplash – und so weiter (das k steht bei mir seit Jahren am Anfang solcher Kurzphrasen). Mit diesen automatischen Erstzungen spare ich enorm viel Zeit.  Und besonders nützlich sind sie am Tablet und Smartphone, wo die Verlinkung ohne Hilfsmittel eine enorm mühsame Angelegenheit ist. „Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren“ weiterlesen

#StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab

Keine Besuche bei Freunden, keine gesellige Runde in der Beiz – und trotzdem möchten wir nicht vereinsamen. Das Internet und die passenden Apps helfen uns dabei.

Eines der drängendsten Themen ist in diesen Zeiten der Corona-Pandemie die Kommunikation. Wie bleibt man mit Eltern, Freunden, Bekannten in Verbindung, wenn man sich nicht mehr treffen kann? Das ist für viele schwierig – aber besonders für die Grosseltern, die ihre Enkelkinder nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Der Vorschlag, etwas zu diesem Thema zu machen, wurde von diversen Seiten an mich herangetragen, nachdem ich die Idee selbst schon gehabt hatte. Sie ist naheliegend – und gleichzeitig auch knifflig, finde ich. Denn das Problem ist nicht, die passende App zu finden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um per Live-Video zu kommunizieren. Facetime fürs iPhone und iPad, Google Duo für Android und iPhone und den Videotelefonie-Klassiker Skype. Den gibt es für Android, iPhone, natürlich auch für Windows und Mac und sogar als Online-Version für den Browser.

Videotelefonieren kann man auch in manchen Messengern, zum Beispiel WhatsApp oder Signal. Und dann gibt es auch die Skype-Alternativen wie Zoom.us, das fürs Homeoffice eine gute Wahl ist.

Die Wahl der passenden App ist darum kein eigentliches Problem: „#StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab“ weiterlesen