Tipps zu Passwörtern und Passwortmanagern

Jaa, ich weiss, ich hätte längstens über Fido2 schreiben müssen. Dieses Thema steht auch weit oben auf meiner Liste. Und nein, es würde nicht bedingen, dass ich zum Hundehalter werde. Fido2 ist ein (mutmasslich) brauchbares Konzept, wie man Passwörter zum Verschwinden bringt. Man braucht einen Sicherheitsschlüssel wie den Solo Key, der per USB und NFC funktioniert und auf Kickstarter innert zwanzig Minuten finanziert worden war.

Also, versprochen: Dieses Video (oder Post) kommt irgendwann. Heute geht es um den klassischen Weg des Logins im Netz, der bekanntermassen mit Benutzernamen und Passwort erfolgt. Apple eine Menge getan, um es komfortabler zu gestalten und den Umgang mit den Passwörtern zu vereinfachen.

Einen der Tricks habe ich neulich im Beitrag Automatische Passwortabfüllung vorgestellt. Nebst dem erkläre ich im Video auch die nützlichen Funktionen, um Passwörter zu teilen – per Airdrop oder mit WLAN sogar automatisch.

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Das lange Warten auf den besseren Homescreen

Meistens gefallen mir die Updates besser, bei denen Apple nicht das ganze System umpflügt, sondern kleine Verbesserungen vornimmt. In aller Regel ist es so, dass es die kleinen Veränderungen sind, die über die Zeit einen Unterschied machen – und manchmal sogar jene, die Apple noch nicht einmal an die grosse Glocke hängt.

Für iOS 13 stimmt das bedingt. Mir gefällt der dunkle Modus ganz gut. Das ist eine Kleinigkeit, bei der Apple trotzdem nicht davor zurückscheut, ein Tamtam darum zu veranstalten. Aber gut, Klappern gehört zum Handwerk, wie der deutsche Volksmund sagt.

Im Video stelle ich die wichtigsten Neuerungen von iOS 13 – und vor allem auch von iPad OS 13 vor. Das wird, wie gestern bekannt wurde, am 19. September verfügbar sein.


Ein besserer Homescreen – und 6 weitere Verbesserungen

Das ist der aufgemöbelte Homescreen, der nun nicht mehr nur aus lächerlich grossen Icons besteht. Stattdessen sind die Widgets sichtbar, die man bis anhin separat herbeiwischen musste.

Das ist ganz nett. Aber beim Homescreen hätte für meinen Geschmack die Innovationsfreude etwas grössere Blüten treiben dürfen. Der Homescreen war beim iPad immer eine Absonderlichkeit – und ein exemplarisches Beispiel dafür, dass man Elemente der Benutzerschnittstelle für andere Bildschirmgrössen nicht einfach skalieren sollte. „Das lange Warten auf den besseren Homescreen“ weiterlesen

Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks

Wie jeder (halbwegs) kreative Mensch habe auch ich die Idee im Hinterkopf, irgendwann mal einen Roman zu schreiben. Oder ein Drehbuch. Oder zumindest ein kleines Hörspiel oder ein Kinderbuch.

Das Dumme ist nur, dass es leider nicht damit getan ist, ein paar gerade Sätze aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Es reicht auch nicht, dass man es schafft, eine Situation stimmungsvoll zu beschreiben oder sich einen knackigen Dialog auszudenken.

Nein, leider nicht. Das sind zwar die Disziplinen, die handwerklich aktive Schreiber wie ich einigermassen hinbekommen. Aber die reichen leider noch nicht einmal für eine Kurzgeschichte. Denn nebst dem Schreiben muss man sich einen Plot ausdenken, Figuren erschaffen und die passenden Orte für die Handlung wählen.

Und je nach angestrebter Dichte und Komplexität, muss man nicht nur eine, sondern sogar mehrere Realitätsebenen schaffen: „Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks“ weiterlesen

Wenn die DJ-App einen aus dem Takt bringt

Pacemaker ist eine App, die ich seit fünf Jahren nicht ständig, aber doch recht häufig verwendet habe. Sie gehört zu der Kategorie der DJ-Apps und hat gegenüber den normalen DJ-Apps einen entscheidenden Vorteil: Sie lässt sich nicht nur mit lokalen Musikdateien bestücken, sondern auch mit Songs von Spotify. Das musste seinerzeit im Beitrag Sich am Spotify-Repertoire vergreifen ausgiebig gelobt werden.

Pacemaker will neuerdings abonniert werden.

Doch als ich die App neulich wieder einmal einsetzen wollte, wurde ich nicht von den beiden Plattentellern in rot und blau begrüsst, sondern von der Mitteilung, man habe auf ein Abo-Modell umgeschaltet. Wer Pacemaker nutzen will, muss künftig 5.50 Franken pro Monat bezahlen.

Interessantes Detail am Rand: Am iPad findet sich aber noch die alte Version ohne Abo. Offenbar bekommt man die neue nur bei einer Neuinstallation. Wenn man die alte Version hat, darf man die behalten – zumindest bis zu dem Moment, wo man nicht um eine Neuinstallation herumkommt.

Ich würde für die App auch gerne 20 oder 30 Franken bezahlen – und ich habe seinerzeit diverse der kostenpflichtigen Plugins erworben. Nicht, weil ich sie benötigt hätte, sondern um dem Hersteller Danke zu sagen. Doch 5.50 Fr. pro Monat läppert sich eben. (Auf 66 Franken im Jahr.)

Ich wollte mich an dieser Stelle schon ziemlich aufregen – wie man das so macht, wenn eine Lieblings-App das Bezahlmodell auf eine Weise ändert, die einem überhaupt nicht in den Kram passt. „Wenn die DJ-App einen aus dem Takt bringt“ weiterlesen

Ein kleines Reverse-Engineering-Projekt

Neulich habe ich den Jooki-Kinderlautsprecher vorgestellt. Er funktioniert wie ein normaler WLAN-Lautsprecher – nur mit der Besonderheit, dass das Programm über kleine Figürchen ausgewählt wird, die man auf das Gerät stellt.

Da ist eine Idee nahe liegend: Nämlich selbst Figürchen zu basteln, die mit Wiedergabelisten verbunden werden können. Klar, man kann auch mehr Figürchen kaufen. Aber eine interessante Herausforderung ist natürlich die Frage, ob man die auch selbst hinbekommt.

Das Geist-Figürchen gibt diesen Link zurück.

Dafür muss man als erstes herausfinden, wie die Figürchen mit dem Lautsprecher kommunizieren. Man tippt auf RFID und hält daher probehalber die EC-Karte an den Jooki. Und tatsächlich: Er reagiert darauf.

Der erste Schritt wäre herauszufinden, wie die Figürchen erkannt werden. Dazu benutze ich die App NfcActions, die es kostenlos fürs iPhone gibt. Da tippt man auf den Scnan-Knopf, hält ein Figürchen ans iPhone und voilà; entdeckt wird ein Link, der beim Antippen die Begrüssung «Hello 鬼 Ghost» zurückgibt. „Ein kleines Reverse-Engineering-Projekt“ weiterlesen

So trefft ihr künftig den richtigen Ton

Meine Tochter hat sich «Der Lindwurm und der Schmetterling oder Der seltsame Tausch» (Amazon-Affiliate) ausgeliehen. Das ist ein charmantes Kinderbuch mit Reimen von Michael Ende, in dem ein Drache und ein Kohlweissling mit ihren Namen unzufrieden sind.

Es gibt in dem Buch nebst der Geschichte in Gedichtform auch Bilder – und vor allem auch Musik. Die ist in Form von Noten abgebildet. Nun kann ich leider nicht vernünftig Noten lesen, sodass ich keine Ahnung habe, wie die Musik im Buch klingt. Als neugieriger Mensch stört mich das natürlich.

Also, was tun? Jeder vernünftige Mensch hätte per Google nachgesehen, ob es die Musik irgendwo im Netz zu hören gibt. Und er wäre vermutlich auch fündig geworden.

Meine Idee war allerdings herauszufinden, ob man die Noten vielleicht per Kamera digitalisieren und hörbar machen kann. „So trefft ihr künftig den richtigen Ton“ weiterlesen

An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt

Oder auch nicht. Der Titel ist reine Spekulation. Es geht hier um die schöne App Joplin, in der man seine Notizen verwaltet.

Neulich habe ich Dokuwiki vorgestellt: Ein Wiki auf meinem Webserver, das ich für Notizen und persönliche Dokumentationen brauche. Andi hat mir daraufhin auf Facebook nahegelegt, doch einmal Joplin anzusehen.

Nein, nicht Janis. Sondern diese App hier, die sich um Notizen kümmert, die automatisch via Cloud synchronisiert und obendrein Open-Source ist. Es gibt sie fürs iPhone, für Android, Windows, Mac und Linux.

Da ich alles tue, was Andi sagt, habe ich mir die App auch gleich besorgt. Sie macht auf dem iPhone einen schnörkellosen Eindruck. Nach dem Start klickt man aufs Plus und gibt an, ob man eine To-do-Liste, eine Notiz oder ein Notizbuch anlegen möchte.

Legt man eine Notiz an, braucht die einen Titel, und dann kann auch schon loslegen. Der Clou – und der Grund, weswegen Andi mir die App überhaupt empfohlen hat – ist nun, dass man für die Formatierung Markdown verwenden kann. „An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt“ weiterlesen

So fliegt der Schmetterling!

Threes! ist ein kleines Logikpuzzle, das 2014 Massstäbe gesetzt hat. Es hat alles richtig gemacht: Eine hatte eine neue, überraschende Spielidee die toll umgesetzt war. Und es sorgte für anhaltenden Diskussionsstoff, indem es diverse Nachahmer auf den Plan rief.

«Threes!» ist nach wie vor eine Empfehlung wert: Es gibt das Spiel für 6 Franken ohne Werbung und In-App-Käufe fürs iPhone und iPad und für Android. Es gibt auch eine Gratisversion fürs iPhone und Android. Und man kann es inzwischen sogar im Browser spielen.

Was mich angeht, habe ich «Threes!» auch nach fünf Jahren noch nicht gelöscht. Ich spiele es nicht mehr häufig, aber es gehört zu den berühmten zehn Titeln, die ich auf die einsame Insel mitnehmen würde. Und es gibt noch immer Games, die die Spielmechanik aufgreifen und variieren. Zur Erinnerung: „So fliegt der Schmetterling!“ weiterlesen

Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander

Die Affinity-Anwendungen waren hier im Blog immer mal wieder ein Thema. Im Beitrag Eine vielversprechende InDesign-Alternative habe ich Affinity Publisher vorgestellt, bei Ernsthafte Bildbearbeitung mit dem iPad Photo und im Beitrag Diese App sollte Adobe Angst einjagen Designer.

Da ich mir ziemlich sicher war, dass diese Apps nicht nur mir und den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gut gefallen, sondern auch für ein breiteres Publikum interessant sind, habe ich sie im letzten Patentrezept-Video vor den Sommerferien vorgestellt.


Diese Kampfansage bringt Photoshop in Bedrängnis

Die Resonanz war dann noch viel grösser, als ich erwartet hatte – natürlich auch, weil die Überschrift gegen Adobe gemünzt war. Die Unzufriedenheit bei den Nutzern ist beträchtlich – ebenso natürlich auch das Bewusstsein, wie gross die Abhängigkeit ist.

Das zeigt sich auch bei den Kommentaren zum Video – die für einmal aufschlussreich und lesenswert sind. Da schreibt zum Beispiel Hans Huggentobler: „Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander“ weiterlesen

Ferienpostkarten zum Nulltarif

Aus Gründen, die ich im Beitrag So machen digitale Postkarten keinen Spass ausführlich dargelegt habe, ist Touchnote bei mir in Ungnade gefallen. Das ist der Dienst, mit dem man Fotos ab Handy verschickt – wie man das heutzutage halt so macht.

Da wir nun neulich unsere wohlverdienten (?) Ferien in Schweden verbracht haben, stellte sich also die Frage: Wie verschicken wir unsere Postkarten? Wieder ganz klassisch handgeschrieben? Oder via WhatsApp?

Ich habe einige Alternativen durchprobiert (u.a. Postcard und Ink Cards) und mir überlegt, ob ich reumütig zur App der Post zurückkehren will. Über die habe ich mich bekanntlich im Beitrag Äh, Ausland? göttlich aufgeregt. Aber der Weg der Wahl war dann die Postkarten-App von Ifolor.

Es gibt sie fürs iPhone und iPad und für Android. Man kann, wenn man will, die Karten auch via Browser bestellen. Und als Fazit vorneweg: Es hat einwandfrei funktioniert. Die Karten sehen gut aus und sie wurden speditiv zugestellt.

Und der Clou: Sie waren komplett gratis. „Ferienpostkarten zum Nulltarif“ weiterlesen