Da springt der E-Mail-Funke

Die Mailapp, die alles kann: Spark hat mich in eine grössere Begeisterung versetzt, als ich es für möglich gehalten hätte.

Nachdem ich mich noch im letzten Jahr darüber beklagt hatte, dass die Mail-App von Apple am iPhone und iPad zwar ihren Zweck erfüllt, aber ansonsten nicht gerade der Überflieger ist, mache ich nun mein Versprechen wahr und werfe einen Blick auf Spark.

Das ist eine Mail-App, die es fürs iPhone, iPad, den Mac und Android gibt und die von sich nicht gerade unbescheiden behauptet, sie sei die beste E-Mail-App – zumindest für jene Plattformen, auf denen sie verfügbar ist. Eine Windows-Variante steht seit längerem in Aussicht, hat sich aber noch nicht materialisiert. Ich habe mir die iPhone-Variante angeschaut.

Der erste Eindruck von Spark ist positiv: Die App macht einen modernen Eindruck und macht genau das, was ich von einem Mailclient am Smartphone erwarte: „Da springt der E-Mail-Funke“ weiterlesen

Der Berliner Frontalangriff auf Google

Bei der Websuche ist es fast unmöglich, gegen Google anzustinken. Doch jetzt habe ich Xayn entdeckt: Eine Such-App fürs Smartphone, die eine echte Alternative darstellt.

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder alternative Suchmaschinen vorgestellt: Hier Tiger.ch, hier privado.com, hier Bing und hier die grössten Google-Konkurrenten, namentlich Duck Duck Go, Qwant und Swisscows.

Man sollte meinen, der Nachschub neuen Internetrecherchewerkzeugen würde irgendwann einmal versiegen, zumal Google dieses Geschäft sosehr beherrscht, dass ich selbst Apple nur bescheidene Erfolgschancen zugebilligt habe, diese Dominanz zu brechen. Siehe: Wie wahrscheinlich ist eine Suchmaschine von Apple?

Ungeachtet dieser Tatsache habe ich schon wieder zwei Hinweise auf Ausweichmöglichkeiten erhalten:

Trooia: Anonyme Google-Suchresultate – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das ist erstens Trooia. Diese Suchmaschine lässt sich schnell abhandeln. Sie greift auf Google zu, aber in anonymisierter Form.

Die Darstellung der Suchresultate ist nicht gerade elaboriert, sodass ich dieses Werkzeug nur für genau den Zweck empfehlen würde, dass man besonders sensible Dinge googeln möchte, die auf keinen Fall ins Nutzerprofil einfliessen sollen.

Zweitens Xayn. Er ist zweifellos der interessantere Kandidat von beiden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er keine Websuchmaschine ist, sondern eine Recherche-App, die es fürs iPhone und für Android gibt. Und ja: Eine Die konsequente Fokussierung auf die mobile Nutzung wäre tatsächlich ein spannendes Alleinstellungsmerkmal. „Der Berliner Frontalangriff auf Google“ weiterlesen

Die praktischen neuen Wegwerf-Apps von Apple

Die App Clips verursachen kein Littering, sondern halten im Gegenteil das iPhone sauber. Doch so gut die Idee auch ist – ich musste etwas suchen, um überhaupt einen echten App-Clip aufzuspüren.

Eine der Neuerungen von iOS 14 sind die App Clips. Das ist eine Art Mini-App, die ohne explizite Installation auf dem Gerät landet und sich nach Gebrauch auch wieder in Luft auflöst. Etwas despektierlich würde man das Wegwerf-App nennen.

Es gibt diese Apps im Web. Interessanter ist jedoch die Möglichkeit, ihnen in der realen Welt zu begegnen: Man kann sie sich über einen QR-Code besorgen – oder, noch komfortabler, über einen NFC-Tag. Das sind diese kleinen, vielseitigen Etiketten, schon vor Einführung der App Clips eine Menge draufhatten. Einige der Möglichkeiten beschreibe ich im Beitrag Warum bei mir jetzt überall solche Kleber kleben.

In einem Dokument für die Entwickler beschreibt Apple noch einige Details und erklärt, für welche Anwendungsfälle diese Mini-Apps gedacht sind: „Die praktischen neuen Wegwerf-Apps von Apple“ weiterlesen

Die App für den Aha-Effekt

Universal Zoom ist eine App, die die Grössenordnungen unseres Universums verständlich macht – und bei Kindern womöglich sogar Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen weckt.

Während meiner Schulzeit war es ein seltenes Ereignis, dass der Lehrer den Medienwagen ins Schulzimmer geschoben, eine klobige VHS-Kassette hevorgekramt und einen – meist natürlich unglaublich lehrreichen – Film hat laufen lassen.

In der Primarschule ist das überhaupt nie vorgekommen. In dem Schulhaus hat noch nicht einmal ein Medienwagen existiert. Dafür gab es Schiefertafeln, auf denen wir Schönschreiben geübt haben. Ja, liebe Kinder: Unsere Tablets waren jene Dinger, denen die Flachrechner ihren Namen zu verdanken haben.

Aber ich komme vom Thema ab. Einer jener Filme, die wir zu Gesicht bekommen haben, war «Powers of Ten» von 1977:  „Die App für den Aha-Effekt“ weiterlesen

Die grosse, app-mässige Abrechnung mit dem Jahr 2020

Auch wenn dieses Jahr nicht gerade der Heuler war – die Apps können sich sehen lassen: Eine persönliche Auswahl der besten Apps von 2020.

Wie üblich geht es im letzten Patentrezept-Video des Jahres jeweils um Apps. Und zwar um eine subjektive Auswahl, die ich nach eigenem Gusto zusammengestellt habe.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht ein bisschen objektiver ginge – zum Beispiel mit den Download-Ranglisten, die Google und Apple auch dieses Jahr wieder veröffentlicht haben. (Hier die von Apple und hier die von Google.) Aber ehrlich: Ich finde die Auswahl reichlich langweilig. Die iPad App des Jahres von 2020 ist Zoom. Die habe ich so oft benutzt, dass ich sie nun nicht auch noch in einem Video breitschlagen wollte.

Denn das ist das Problem, wenn man Apps nach dem Prinzip der Hitliste kürt: Es landen die Apps zuoberst, die den grössten Publikumserfolg verzeichnen konnten – ergo jene, die eh schon alle kennen und nutzen.  Die in einem Video vorzustellen, ist absolut sinnlos.

Darum bin ich auch dieses Jahr wieder auf das Prinzip verfallen, jene Apps durchzusehen, die ich hier im Blog besprochen und mit dem Tag Geheimtipp versehen habe. „Die grosse, app-mässige Abrechnung mit dem Jahr 2020“ weiterlesen

Der Trick, wie iPhone-Apps nicht an ihrer Arbeit gehindert werden

Eine simple Methode, wie man am iPhone und iPad einer App dazu verhelfen kann, eine länger dauernde Arbeit ungestört zu erledigen.

Hier folgt ein Tipp fürs iPhone und iPad. Er erklärt, wie man eine App dazu bringen kann, eine länger dauernde Aktion ungestört zu beenden.

Denn typischerweise ist es so, dass eine App nach ein paar Minuten ohne Interaktion vom Betriebssystem in den Ruhezustand versetzt wird. Die Tätigkeit – zum Beispiel eine grössere Menge an Daten hochzuladen – wird dadurch unterbrochen. Das ist für uns Anwender lästig: Denn erstens zieht sich der Vorgang in die Länge. Und zweitens besteht auch die Gefahr, dass er nach dem Aufwecken der App nicht korrekt weitergeführt werden kann.

Ich muss vorausschicken, dass der Tipp extrem banal ist. Jeder, der nur ein bisschen über das Problem nachdenkt, kommt allein auf die Lösung. Aber weil die Sache so naheliegend ist, habe ich erst kürzlich überhaupt daran gedacht. Und darum ist es nicht verkehrt, die Sache hier zu bebloggen.

Doch weil die eigentliche Empfehlung in einem Satz erledigt ist, muss ich hier noch ein bisschen ausholen. Und zwar, indem ich die Vorgeschichte erzähle.

Also, das war so: „Der Trick, wie iPhone-Apps nicht an ihrer Arbeit gehindert werden“ weiterlesen

So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)

Apps zum Verstecken von verfänglichen Fotos gibt es viele – doch die meisten taugen nichts. Safe + macht es besser: Diese App nicht sensible Dateien aller Art entgegen und macht auch den Umgang mit ihnen einfach.

Im Beitrag Was man nicht an die grosse Glocke hängt habe ich nebst anderen Methoden zur Geheimniskrämerei eine praktische App vorgestellt, mit der man Fotos, Videos und andere Informationen am iPhone und iPad extra sichert. Sie werden durch ein Extra-Passwort geschützt, sodass sie auch dann privat bleiben, wenn der Geheimdienst das Telefon knacken sollte – oder wenn man einem Freund, einer Lebensgefährtin oder der ganzen Familie den Gerätecode anvertraut haben sollte.

Der Clou bei Secret Calculator war obendrein, dass die App die geheimen Informationen getarnt hat: Die App war nämlich auch ein Taschenrechner, den man ganz normal benutzen konnte. Erst nach Eingabe eines Codes ist man bei der Datenablage gelandet.

So charmant das auch war – ich musste mich nach einer Alternative umsehen, weil Secret Calculator aus dem App Store verschwunden ist. Ich habe diverse Apps durchprobiert. Doch viele der Apps, die vor allem zum Verstecken von Nackedei-Fotos gedacht sind, machen einen unausgegorenen und wenig vertrauenerweckenden Eindruck. „So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)“ weiterlesen

Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise

Ich stelle Notion im Video vor. Das ist eine App, die wahrscheinlich gerade deswegen so nützlich ist, weil es einem schwerfällt zu beschreiben, was sie genau tut.

Das Video, um das es heute hier geht, ist zugegebenermassen nicht mehr als die Verfilmung eines Beitrags aus diesem Blog, nämlich Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt. In dem ging es um die Notion. Das ist eine Anwendung, die es für den Browser, die mobilen Plattformen (iPhone, iPad und Android), sowie für Windows und Mac gibt.

Ich habe sie im ersten Beitrag als Notiz-App bezeichnet. Die Bezeichnung wird der Sache aber nicht wirklich gerecht. Man kann Notion für Notizen brauchen – und somit als Ersatz für die Apps, die ich im Beitrag Wie ich einmal die 100-Millionen-Dollar-Idee vergessen habe vorgestellt habe –, doch damit schöpft man die Möglichkeiten nicht aus. Notion ist für komplexe Informationssammlungen ausgelegt.

Damit stellt sich die Frage, welches die passende Kategorie wäre. Darüber habe ich nachgedacht, und die Frage hat sich als komplizierter entpuppt als im Vornherein gedacht. Da meinen Ausführungen zur näheren Bestimmung der richtigen Zuordnung dieses Produkts womöglich nicht alle Leserinnen und Leser folgen möchten – ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass manche die Abhandlungen unter dem Stichwort WGAS verbuchen werden – hier erst einmal das Video: „Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise“ weiterlesen

Die Mail-App vom iPhone und iPad ist nicht so ganz auf der Höhe

E-Mail an Apples Smartphone und Tablet ist kein sonderliches Vergnügen. Die App hat zwei beträchtliche Mankos, die angeprangert werden müssen.

Die Mail-App von iPhone und iPad erfüllt ihren eigentlichen Zweck nicht brillant, aber ausreichend. Allerdings gibt es zwei Dinge, die mich stören – und zwar gewaltig.

Die beiden Dinge haben miteinander zu tun. Es geht in beiden Fällen darum, den Posteingang möglichst schnell und effizient leer zu bekommen. Und das setzt voraus, dass man als Nutzer nicht alle Mails selbst lesen und aussortieren muss. Die App sollte selbst einen Beitrag dazu leisten.

Also, erster Punkt: Eine Mail-App muss einen vernünftigen Spam-Filter aufweisen. Warum es den bei Apples mobiler Mail-App nicht gibt, ist mir ein Rätsel. „Die Mail-App vom iPhone und iPad ist nicht so ganz auf der Höhe“ weiterlesen

Die App für gute und schlechte Erinnerungen

Die Timehop-App gräbt alte Social-Media-Sünden aus, zeigt Fotos aus glücklicheren Tagen (oder von Hochzeiten, die man schon verdrängt hat) und ist der beste Freund von allen Netznutzern mit einer nostalgischen Ader.

Fotos aus der Foto-App – und der Corona-freien Vergangenheit.

Unlängst ging es im Beitrag Zwischen Twitter-Nostalgie und Offline-Realität darum, wie man am einfachsten in die sozialmediale Vergangenheit eintaucht. Denn auch wenn die meisten von uns Twitter, Facebook und Instagram mit einem aktuellen Bezug verwenden, so taugen die Plattformen auch für den nostalgischen Blick zurück.

Ich mag das: Man lässt sich vor Augen führen, womit man sich vor einem, fünf oder zehn Jahren beschäftigt hat. Und es ist immer eine Überraschung, wie man das Vergangenheits-Ich erlebt: Als originell und erfrischend. Oder doch eher als das Gegenteil. Letzteres kann dem Ego zwar einen Dämpfer versetzen. Aber man kann sich trösten, dass man sich weiterentwickelt hat und über dieses Vergangenheits-Ich hinausgewachsen ist.

Bei Facebook funktioniert diese Zeitreise mit der Erinnerungs-Seite ganz simpel. Bei Twitter gibt es hingegen keine eingebaute Funktion dafür. Doch als Reaktion auf meinen Beitrag habe ich zwei Tipps bekommen, die ich hier für andere Social-Media-Nostalgiker gerne vorstelle: „Die App für gute und schlechte Erinnerungen“ weiterlesen