Drucken vom iOS-Gerät

Apple brachte mit der iOS-Version 4.2 eine Druckfunktion namens Airprint. Diese druckt aber nur mit wenigen AirPrint-fähigen Druckern. Mit einem Trick kann aber jeder Drucker iPad-, iPod- oder iPhone-fähig gemacht werden.

Mit dem im letzten November veröffentlichten Version 4.2 hatte Apple eine simple Druckfunktion versprochen. Diese kam – aber mit einer massiven Einschränkung. Es können längst nicht alle Drucker mit dem iPad, iPhone oder iPod verwendet werden. Nur so genannte «AirPrint fähige Drucker» sind benutzbar. Und bislang gibt es nur eine Handvoll HP-Drucker, die in diese Kategorie fallen. Der Vorteil dieser Drucker ist immerhin, dass das Drucken ganz ohne Computer vonstatten geht.

Findige Tüftler haben aber eine Möglichkeit gefunden, jeden Drucker via Mac OS X Airprint-fähig zu machen – auf diesem Weg braucht es aber die Vermittlung eines Mac-OS-X-Computers. „Drucken vom iOS-Gerät“ weiterlesen

iOS5-Goodies

Statt einer langen iOS5-Rezension, mit der ich eh niemanden hinterm Ofen hervorlocken würde, hier einige nette Funktionen, die noch nicht überall herumgeboten wurden, und die trotzdem ziemlich praktisch sind:

1. Titel-Informationen in der Musik-App
Tippt man in der Musik-App auf einen Titel und hält den Finger unten, erscheint ein Sprechblasensymbol mit weiteren Informationen. So sieht man beispielsweise den ganzen Titel einer Podcast-Episode:
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2. Speicherbedarf der Apps
In den Einstellungen unter Allgemein > Benutzung erscheinen die zehn Apps, die am meisten Platz belegen. „iOS5-Goodies“ weiterlesen

Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene

Snapseed ist eine App zur Fotobearbeitung. Sie hat einerseits vorgefertigte Effekte für die schnelle Aufbereitung in petto, bietet aber auch ausgeklügelte Mechanismen zur manuellen Korrektur und Verbesserung.

Nik Software ist ein Softwareunternehmen aus San Diego, das mit Silver Efex oder Color Efex Produkte für die professionelle Bildbearbeitung liefert. Das zentrale Werkzeug ist die U-Point-Technologie. Sie vereinfacht komplexe Bildbearbeitungsvorgänge durch die so genannten Kontrollpunkte. Diese werden im Bild platziert und wirken selektiv innerhalb eines vorgegebenen Radius.

Ein Beispiel: Um in einem Bild mit einem Teich mit Seerosen das Wasser aufzuhellen und etwas blauer zu machen, muss man in einer herkömmlichen Bildbearbeitungssoftware erst von Hand eine Auswahl erstellen, die das Wasser einschliesst, die Seerosen aber ausklammert – denn die sollen ihre Farbe und die Helligkeit behalten. Mit der U-Point-Technologie setzt man einen Kontrollpunkt ins Wasser und gibt die gewünschten Anpassungen für Helligkeit, Farbe und/oder Kontrast – und ist bereits fertig. „Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene“ weiterlesen

Ein ungewohntes Seh-Erlebnis

Die App HDR Fusion schiesst Fotos mit hohem Dynamikumfang und rückt dabei Szenen bei strahlendem Sonnenschein oder Gegenlicht optimal ins Bild.

«HDR» steht für High Dynamic Range und wird für Fotos verwendet, die einen sehr grossen Unterschied zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen aufweisen.

Die Spannweite zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt wird Dynamikumfang genannt. Er wird in Blendenstufen ausgedrückt und variiert je nach Kamera stark. Analoge Farbnegativ-Filme können einen recht grossen Dynamikumfang haben und bis zu 9,5 Blendestufen abdecken. Bei den Sensoren digitaler Kameras ist es meist etwas weniger – und Kameras, wie sie im iPhone stecken, liefern nochmals weniger Dynamikumfang. Schuld daran ist nicht nur die Hardware, sondern auch das JPG-Format, das nicht für einen grossen Dynamikumfang ausgelegt ist.

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Das Kesselhaus in Winterthur. Hier waren die Helligkeitsunterschiede so gross, dass die Autos auf der Strasse nur in einer Aufnahme überhaupt sichtbar waren und es so zu keinen Geisterbildern gekommen ist, die beim Zusammenfügen von zwei Bildern mit weniger Helligkeitsunterschied sonst auftreten.
„Ein ungewohntes Seh-Erlebnis“ weiterlesen

Virtuelle Plattenteller beackern

Fürs iPad, das iPhone, Mac OS X und Windows existieren Programme, die das Herz jedes Möchtegern-Disk-Jockeys höher schlagen lassen: Scratchen, beatmixen, crossfaden oder loopen – alles kein Problem!

Disk-Jockey ist einer jener Berufe, die in der Idealvorstellung deutlich glamouröser sind als in Realität. In der Fantasie peitscht man als DJ ein begeistertes Publikum über einen hypnotischen Musikteppich und ist der heimliche Star der Nacht. In Realität hat man als DJ elende Arbeitszeiten, hebt sich an schweren Plattentaschen einen Bruch und leidet an zu viel Lärm, zu viel Alkohol und zu viel Rauch – wobei letzteres dank Rauchverbot immerhin passé ist.

Da ist es kein Beinbruch, wenn die DJ-Leidenschaft ein Wunschtraum bleibt. Man kann sie nämlich am iPad oder Mac bestens ausleben. „Virtuelle Plattenteller beackern“ weiterlesen

Ein Fotobuch am iPad gestalten

«Die weltweit erste iPad-App zur Fotobuchgestaltung» kommt laut Hersteller vom Schweizer Fotoproduktanbieter bookfactory.ch.

Ist das iPad vor allem ein Gerät zum Medienkonsum oder taugt es auch für die schöpferische Arbeit? Die Mönchaltorfer Buchbinderei Burkhardt, die das Fotobuchportal bookfactory.ch betreibt, sieht im Tablet ein absolut brauchbares Werkzeug für die Gestaltung. Das Unternehmen hat eine eigene App für die Fotobuchgestaltung entwickelt. Nach dem Start der App legt man ein neues Projekt an. Es gibt mehrere Buchformaten und diverse Gestaltungsvorlagen zur Auswahl. „Ein Fotobuch am iPad gestalten“ weiterlesen

Hirntraining ohne Altpapier

Big Bad Sudoku Book ist eine Sudoku-App furs iPad und iPhone, die das Mitnehmen von Gratis-Zeitungen (allein wegen des abgedruckten Spiels) überflüssig macht. Die App richtet sich an fortgeschrittene Spieler, die mit Hilfe der üblichen Lösungstechniken jedes noch so schwierige Puzzle.

Manche Pendler greifen allein wegen der Rätselseite zu einem Exemplar der allgegenwärtigen Pendlerzeitungen. Das Sudoku-Puzzle hat sich nebst dem Kreuzworträtsel zu einem festen Wert auf diesen Seiten entwickelt. Natürlich gibt es auch eine Reihe von Apps fürs iOS, mit der sich Sudokus lösen lassen.

Fehler hinterlassen Spuren
Die App meiner Wahl ist Big Bad Sudoku Book. Eine auf den ersten Blick unscheinbare Variante. Sie verzichtet auf fast allen optischen Schnickschnack – wenn man von den feurigen Animationen absieht, die bei Lösen einer Reihe oder eines Blocks erscheint. Sie eignet sich für Spieler, die auch bei einer scheinbar unlösbaren Zahlenkonstellation nicht aufgeben (und auch den «Hint»-Button tunlichst meiden), sondern knobeln, bis sich die Lösung auftut. „Hirntraining ohne Altpapier“ weiterlesen

Stilvoll Webradio hören

TuneIn Radio Pro ist eine App fürs iPad und das iPhone für den Webradio-Empfang. Sie zeichnet sich durch eine Reihe nützlicher Funktionen aus: Time-Shift, automatische Wiederaufnahme von verlorenen Übertragungen, Aufnahme-Taste und Suche nach Radiostationen aus der Umgebung. Obendrein ist die App ganz einfach schick geraten.

Radio aus dem Internet bietet eine enorme Vielfalt an Programmen. Ob amerikanisches Talk-Radio, deutsche Ballermann-Mucke, chinesische Volksmusik, es gibt Tausende von Stationen zu empfangen. Längst senden alle grossen Rundfunkanstalten auch im Netz, aber es gibt auch viele Klein- und Kleinststationen, die von enthusiastischen Amateuren betrieben werden. Kurz – wer das Dampfradio mag, der kann Internet-Radio nur lieben.

Die grosse Auswahl macht es allerdings schwer, eine Auswahl zu treffen. Dabei hilft die TuneIn-App für iOS. Sie zeigt unter Suchen die Rubrik In Ihrer Nähe, in der in einer übersichtlichen Liste die Schweizer Sender zu finden sind: Von Radio DRS über Radio 24 bis hin zu Radio Lora oder dem Winterthurer Sender Stadtfilter (auf dem ich ab und zu sende). „Stilvoll Webradio hören“ weiterlesen

Fotografische Effekthascherei (und trotzdem schön)

Instagr.am ist eine Foto-App fürs iPhone, die Bilder mit vorgefertigten Bearbeitungsschritten aufpeppt. «Instant gratification» ist garantiert.

Als ernsthafter Fotograf oder gar Bildkünstler hat man keine Wahl, als Instagr.am in Bausch und Bogen zu verdammen. Was die App betreibt, ist Effekthascherei der billigsten Art. Fotos werden mit Zuckerguss verziert und mit optischen Rüschchen versehen. Sie springen sofort ins Auge, selbst wenn das eigentliche Motiv nur mässig überzeugt.

Instagr.am versieht – ähnlich wie auch Hipstamatic – mit vorgefertigten Effekten: „Fotografische Effekthascherei (und trotzdem schön)“ weiterlesen

Blasen strategisch geschickt platzen lassen

«Bubble Bust!» ist ein Geschicklichkeitsspiel fürs iPhone, das eine alte Spielidee perfekt umsetzt.

Das Bubble-Shooter-Spielprinzip gibt es unter Dutzenden von Namen in unzähligen Umsetzungen für alle möglichen und unmöglichen Computerplattformen. Natürlich hat dieser Klassiker auch iOS erobert. Man findet im App-Store diverse Umsetzungen der alten Idee – und viele davon sind nur halbgar und wenig unterhaltsam.
Eine voll und ganz gelungene Variante des Spiels kommt vom Schwedischen Entwickler GameOn. Es geht auch hier darum, der automatisch ausbreitenden Blasenflut Herr zu werden. Die Blasen – oder Murmeln, wie sie in dieser Variante heissen – rücken in verschiedenen Farben von oben heran. Von unten schiesst man mit einer Art Flipperhebel (wie beim Flipperkasten) auf die Murmeln. Treffen dabei mindestens drei gleichfarbige Murmeln aufeinander, zerstiebt die Gruppe. „Blasen strategisch geschickt platzen lassen“ weiterlesen