Sinn und Unsinn der iPad-Tastatur

Als ich neulich die Wedge-Tastatur von Microsoft vorgestellt hatte, meckerte einer bei den Kommentaren, anstelle zum Tablet zig Zubehörteile mitzuschleppen, könne man sich ja gleich ein Ultrabook besorgen.

Stimmt natürlich nicht. Das Ultrabook für anspruchsvolle Arbeit gedacht und im Schnitt deutlich teurer als ein Tablet inklusive Tastatur. Die Kombination aus iPad bewährt sich für Leute, die ihr Tablet für die üblichen Tablet-Angelegenheiten nutzen, aber gelegentlich auch mal ein etwas längeres Facebook-Posting oder Mail schreiben, oder – ganz ausgeschlossen ist es ja nicht – sogar bloggen. Das klappt mit der Tastatur wunderbar und wenn man sie nicht benötigt, kann man sie beiseite räumen oder unterwegs im Rucksack lassen.

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Gerüstet für ausufernde Schreibarbeiten.
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Die Kompakte aus der Android-Welt

Nikon hat mir für einen Test im Tagi eine Coolpix S800c zur Verfügung gestellt. Das ist eine Kompaktkamera mit gängigen technischen Merkmalen: 16 Megapixel Auflösung, Zehnfach-Zoom (im Bereich von 25-250 Millimenter beim normalen Kleinbild), f/3.2-5.8 und Serienaufnahmen mit bis zu 8,1 Bildern pro Sekunde.

Das Besondere an der Kamera ist hardwareseitig, dass sie mit WLAN, GPS und einem Touchscreen ausgestattet ist. Und was die Software angeht: Da läuft Android drauf.

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Ungewohnt: Android auf dem Kameradisplay.

Das ist eine interessante Konstellation. Die Kameras in den Smartphones machen zwar Fortschritte. „Die Kompakte aus der Android-Welt“ weiterlesen

Drohnen in friedlicher Mission

Fotografieren und Filmen mit der Drohne: Nicht nur die Perspektive ist aussergewöhnlich, sondern auch die breite Palette der Einsatzmöglichkeiten. Stefan Klopfenstein von www.photo-klopfenstein.ch, Benjamin und Thomas Josi von 3element-pictures.ch erklären in der fünften Ausgabe von Publisher Insiders, wie sie die Flugdrohne entwickelt haben. Sie führen vor, wie sie beim Fliegen und Filmen arbeiten und geben Tipps für Leute, die sich ebenfalls als Pilot versuchen möchten.
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Die App auf dem DAB

Vor gut zwei Wochen habe ich mich öffentlich darüber aufgeregt, dass mein DAB-Radio zum alten Eisen gehört, weil es kein DAB+ kann. Und ab dem 17. Oktober damit nicht mehr viel zu empfangen sein wird. Ich war ja wild entschlossen, dem Digitalradio den Rücken zu kehren und überhaupt dem Mainstreamrundfunk abzuschwören.

Dieser Vorsatz wurde durch die vereinigte Haushaltsversammlung zunichte gemacht. Die hat beschlossen, man würde sich hier des Morgens weiterhin der nervenzerrüttenden Redundanz aussetzen, die der Sender at the moment still known as DRS3 von sich gibt. Ja, der Sender, des Morgens ausschliesslich und pausenlos über Roger Federer berichtet und darum in Sendungen über Roger Federer 3 (kurz SRF3) umbenannt wird.

Das Dekret, ein Pure Sensia anzuschaffen
Jedenfalls wurde von der Haushaltsversammlung bestimmt, ein neues Digitalradio würde angeschafft. Die Wahl fiel auf das Pure Sensia, das bei Digitec aktuell zum Aktionspreis von 199 Franken zu haben ist.

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Rugbyball mit Touchdisplay.
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Fotopioniere vor!

Ich hatte letzte Woche Gelegenheit, eine Lichtfeldkamera zu testen. Sie ist offiziell nach wie vor nur in den USA erhältlich, aber die findigen Einkäufer bei Digitec haben Mittel und Wege gefunden, die famose Kamera von Lytro in die Schweiz zu bringen (hier erhältlich). Meine Besprechung ist heute im Tagi erschienen.

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Schärfe ist relativ.

Ich hatte beim Spielen mit der Kamera eine Art Erleuchtungserlebnis. Dass der Fokuspunkt nicht im Bild festgefroren ist, sondern nachträglich verändert werden kann, widerspricht jeglicher fotografischer Erfahrung. Doch schon auf dem winzig kleinen Bildschirm, das am einen quadratischen Ende der würfelförmigen Kamera sitzt, kann man mit einem Tippen des Fingers den Fokuspunkt verstellen. „Fotopioniere vor!“ weiterlesen

Selbst ist der Reparateur

Die Website ifixit.com liefert Anleitungen zur Reparatur von Spielkonsolen, Macs und Windows-PCs und selbst zu kaputten Smartphones findet man Rat.

Ein wackeliger Home-Button am iPhone 4? Ein bekanntes Problem, noch häufiger als kaputtes Glas auf der Front oder Rückseite oder ein defektes Vibrationselement. Die Website ifixit.com liefert für diese Probleme Reparaturanleitungen – und zu vielen anderen Problemen. Die Website wurde 2003 in Kalifornien von zwei Studenten einer technischen Hochschule gegründet, weil das iBook des einen den Geist aufgegeben hatte. Die beiden lehnten es ab, das Gerät wegzuwerfen und durch ein neues zu ersetzen. Also haben Sie es aufgeschraubt, das Innere in Augenschein genommen, auf Ebay ein weiteres defektes Modell besorgt und Teile daraus zur Reparatur verwendet – bis das iBook wieder funktionierte.

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Das Fingerspitzengefühl vorausgesetzt, tauscht man den defekten Home-Button selber aus.
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Selbstbestimmung fängt auf dem Kopf an

Religiöses Bekenntnis? Sexuelle Orientierung? Parteibuch? Alles Pipifax im Vergleich zu den Dingen, die einen Mann auszeichnen. Und wahrscheinlich auch eine Frau, aber da ich keine bin, weiss ich das nicht ganz genau.

Und was einen Mann wirklich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie er in der Öffentlichkeit Musik hört. Mit dem Ghettoblaster! Mit seiner eigenen Bigband! Mit fast unsichtbaren Ohrstöpseln! Oder mit riesigen Kopfhörern, die schon von weitem signalisieren: Hey, da kümmert sich einer einen Dreck um Strassenlärm und das Gezwitschter der Vögel! Da kommt ein selbstbestimmter Mann, der nur an seine Trommelfelle lässt, was da auch wirklich hingehört.

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Zum Hören von Musik und zum Schmücken des Kopfes.

Jawoll, liebe Freunde, Selbstbestimmung fängt beim Kopf an. Respektive bei den Ohren und der Frage, was ihn ihnen bzw. auf ihnen drauf sitzt. Ich wähle zwar nicht die SVP und bin auch kein rebellierender Pubertierender. „Selbstbestimmung fängt auf dem Kopf an“ weiterlesen

Von den Smartphones gelernt

Ich spiele im Moment mit der Kompaktkamera WB850F von Samsung, die mir Digitec als Testgerät zur Verfügung gestellt hat. Sie kostet dort 329 Franken und wird von Samsung als «Smart Camera» bezeichnet. Das heisst: Die Kamera hat von den Smartphones gelernt. Das geht nun nicht so weit, dass man auf der Kamera Apps wie Instagram, Snapseed oder Percolator auf die Kamera installieren könnte. Aber es heisst immerhin, dass man die Bilder sofort ins Internet bekommt.

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Dank 21×-Zoom gibt es auch bei langen Brennweiten keine grieseligen Bilder.
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Smart ist anders

Ich habe im Tagi vom letzten Montag die Videoweb-Settopbox besprochen, die mir als Testgerät zur Verfügung gestellt worden war.

Eigentlich eine gute Idee – ein Gerät am Fernseher, das Fernsehen via Zattoo und Internet auf den grossen Bildschirm bringt und den geneigten Fernsehkonsumenten unabhängig von Kabelanbietern macht. Smart-TV nennt man das, und dem klugen Fernsehen gehört ohne Zweifel die Zukunft.

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Schön anzusehen, aber träge zu benutzen.

Wem die Zukunft nicht gehört: Der Videoweb-Settopbox. Für sie gilt: Idee gut, Technik leider unausgereift. Man hätte es, weniger diplomatisch, auch so ausdrücken können: „Smart ist anders“ weiterlesen

Es brüllt der Würfel, es freut sich der Nerd

Zwischendurch darf ich doch auch mal etwas Altes vorstellen, oder? Mir ist nämlich dieser Brüllwürfel von Jawbone begegnet, die Jambox. Die wurde zwar schon Ende 2010 auf die Menschheit bzw. deren Ohren losgelassen. Aber weil sie erst jetzt Eingang in diesen Haushalt hier gehalten hat, konnte sie halt nicht früher beschreiben. Logisch.

Wir haben eine einfache Lösung gesucht, um Musik ab iPhone oder einem anderen Gerät möglichst mobil zu spielen. Und da passt der rote, vom Schweizer Designer Yves Béhar gestaltete Klotz wie die Faust aufs Auge. Er hat einen eingebauten Akku, röhrt erstaunlich kraftvoll daher und lässt sich per Bluetooth oder ab Kopfhörerbuchse bespielen. Mit einer Akkuladung soll man den Würfel bis zu zehn Stunden brüllen lassen können. Ob das wirklich stimmt, habe ich nicht gemessen. Allerdings hatte ich ihn heute den ganzen Morgen in Betrieb, ohne dass er schlappgemacht hätte.

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