Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming

Ich habe einen günstigen HDMI-Capture-Adapter mit meiner Sony-Videokamera und meiner Spiegelreflex von NIkon getestet und dabei eine kleine Überraschung erlebt.

Bei der Produktion für meine Videos experimentiere ich mit neuen Verfahrensweisen. Dabei soll meine Spiegelreflexkamera, die D7000 von Nikon, häufiger zu Einsatz kommen. Bis jetzt habe ich vor allem mit der Sony AX100e (Eine patente Kamera) gefilmt.

Da die D7000 keinen umklappbaren Monitor hat, wollte ich ausprobieren, was es bringt, den Laptop als Kameramonitor zu verwenden. Zu diesem Zweck habe ich mir einen HDMI-Capture-Adapter angeschafft.

Das ist ein Gerät, das das Live-Signal der Kamera via HDMI-Kabel abgreift und per USB in den Rechner einspeist. Auf diese Weise hat man das Live-Signal am Computer zur Verfügung und kann seine Video- und Spiegelreflexkameras fürs Live-Streaming und für Videokonferenzen nutzen.

…. und nein, man sollte nicht auf die Idee kommen zu diesem Zweck, die Kamera per HDMI mit dem bei vielen Computern vorhandenen HDMI-Anschluss zu verbinden: „Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming“ weiterlesen

Laufen in Zeiten der Pandemie

So peinlich dieses Geständnis an dieser Stelle auch ist. Aber: Wir haben uns ein Laufband angeschafft und sind obendrein ganz zufrieden damit.

Diese Pandemie macht uns nun schon seit bald einem Jahr das Leben schwer. Sie führt dazu, dass wir viel zu Hause hocken und uns mit Homeoffice und Kontakteinschränkungen manchmal wie Gefangene fühlen. Das nötigt uns eine stoische Duldungshaltung ab – und auch die Fähigkeit zur Improvisation.

Es gibt eine Errungenschaft in diesem Haushalt, die auf die Coronapandemie zurückzuführen ist. Ich bilde mir ein, dass sie mit ebendieser Fähigkeit zur Improvisation zusammenhängt. Böse Zungen würden nun ins Feld führen, dass es hochgegriffen und beschönigend sei, einen Frustkauf «Improvisation» zu nennen. Und ja, ich teile die Ansicht, dass es sich die Leute oft zu einfach machen, wenn sie sämtliche Probleme in ihrem Leben mittels Konsum zu lösen versuchen. Doch weil es im vorliegenden Fall um ein simples Problem und eine effektive Lösung geht, bin ich grosszügig.

Aber etwas konkreter: „Laufen in Zeiten der Pandemie“ weiterlesen

Ein völlig analoges Gadget, das mir die Augen öffnet

Ein Gadget, das es in Vernetzt gäbe – das mir aber auch ohne den digitalen Anschluss jede Menge Spass bereitet.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, meinen Geburtstag zu feiern. Etwas weniger vergnüglich war es, während dieses Vorgangs mitanzusehen, wie die Zahl, die mein Alter angibt, in eine unflätige Höhe geschossen ist. Und ja, ich weiss: Man wird jedes Jahr zum Glück nur ein Jahr älter. Aber trotzdem hat unser dezimales Zahlensystem die Eigenschaft, alle zehn Jahre einen scheinbaren Sprung zu vollziehen. Dieser Sprung ist es, der die Kraft hat, uns Betroffene in seelische Verzweiflung zu stürzen.

Aber gut, zum Glück bin ich mental heil aus dieser Sache herausgekommen. Das hat auch mit dem einen Geschenk zu tun, das ich erhalten habe. Das ist geradezu prädestiniert, die Dinge in Relation zu rücken – und uns Menschen zu verstehen zu geben, dass wir auf der Skala des Grossen und Ganzen keine Bedeutung haben und uns demzufolge nicht zu wichtig nehmen sollten.

Also, falls es an dieser Stelle noch nicht klargeworden ist. Ich habe etwas geschenkt bekommen, mit dem ich schon lange geliebäugelt habe: „Ein völlig analoges Gadget, das mir die Augen öffnet“ weiterlesen

Das neue Macbook Air in einem ersten Augenschein

Meinen Vorbehalten zum Trotz hat mich Apples neuer Laptop mit dem brandneuen M1-Prozessor beeindruckt. Trotzdem: Ein paar Kritikpunkte bleiben. Und die Frage, wie die Konkurrenz reagieren wird.

Meine Frau hat sich dazu durchgerungen, ihr geliebtes Macbook Air von 2010 in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen. Als Ersatz hat sie sich das neue Macbook Air angelacht, das an dieser Veranstaltung hier der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert worden ist.

Sie gibt es zwar nicht sehr gerne aus der Hand. Trotzdem hat sie mir erlaubt – herzlichen Dank! – es einem kurzen Augenschein zu unterziehen. Ich habe keinen brutalen Benchmark-Test darauf laufen lassen oder probehalber 15-stündige Videos in 48k rendern lassen. Derlei Tests überlasse ich gerne anderen.

Mich interessiert mehr, wie ein solches Gerät sich im Alltag schlägt. Entscheidender ist meines Erachtens das subjektive Gefühl, das man als Nutzer hat: Ist es flink genug für die Alltagsaufgaben? Macht es Spass, damit Dinge zu erledigen? Oder findet man Dinge, die einen stören oder bei der Arbeit behindern?

Und dazu habe ich einige Beobachtungen: „Das neue Macbook Air in einem ersten Augenschein“ weiterlesen

Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel

Den Sport Earbuds von Bose mangelt es etwas an Ausdauer. Ansonsten kann man diese für Sportler entwickelten True-Wireless-Kopfhörer nur empfehlen.

Für den Sport und oft auch für Spaziergänge mit geringen sportlichen Ambitionen verwende ich seit längerem Kopfhörer von Bose. Ursprünglich ein kabelgebundenes Modell, dann seit 2017 die hier besprochen Bluetooth-Variante namens SoundSport. Ich habe mich darum gefreut, das Nachfolgemodell testen zu können. Das habe ich für die grosse Kopfhörer-Typologie bei den Tamedia-Blättern (🔒💰) getan.

Dieses Nachfolgemodell heisst Bose Sport Earbuds (Amazon Affiliate). Sie kosten um die 160 Euro bzw. etwa 186 Franken bei Digitec. Und sie haben sich gegenüber dem Vorgänger stark verändert.

Man könnte sagen, dass eine gewisse Airpodifizierung stattgefunden hat: Das Nackenkabel, das die beiden Kapseln verbunden hat, ist verschwunden. Die Earbuds verwenden nun die sogenannte True-Wireless-Bauweise. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man zwei getrennte Ohrteile hat, die durch kein Kabel verbunden sind.

True Wireless hat zwei unbestreitbare Vorteile: „Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel“ weiterlesen

Die hohe Kunst der Inszenierung

Der Beoplay H95 im Test: Ist dieser Kopfhörer, der mich fast dazu verleitet hätte, ein Unboxing-Video zu fabrizieren, tatsächlich 900 Franken wert?

Eine der dämlichsten Modeerscheinungen, die in letzter Zeit die Tech-Welt heimgesucht hat, sind die sog. Unboxing-Videos: Man sieht jemandem zu, wie er ein Gerät aus der Verpackung nimmt. Das hat keinerlei Nutzwert für den Betrachter. Der einzige Zweck eines solchen Videos ist, die Vorfreude zu steigern und das Produkt zu zelebrieren. Entsprechend ist ein solches Video keine journalistische Leistung, sondern Marketing.

Okay, kleiner Einwand: Einen Nutzen haben Unboxing-Videos. Nämlich für Leute wie mich, die ihre Testgeräte nach dem Test zurückschicken – und dann herausfinden müssen, wie zum Teufel Gadget, die Kabel, Anleitung und das Zubehör jemals in diese winzige Schachtel gepasst haben. Daran scheitere ich regelmässig. Und deswegen habe ich auch schon Hilfe bei Youtube gesucht. Aber klar: Man könnte stattdessen beim Auspacken zu Dokumentationszwecken ein Handyfoto machen.

Neulich habe ich mir aber trotzdem fast eine halbe Sekunde lang überlegt, selbst ein solches Video zu machen. Nämlich, als neulich ein Testexemplar des Beoplay H95 bei mir eingetroffen ist.

Bei diesem Gadget bekommt man als Erstes eine edle Kartonschachtel in die Finger. „Die hohe Kunst der Inszenierung“ weiterlesen

Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber

Die Z5 in einem ersten Augenschein. Ich an Nikons jüngster Vollformat-Systemkameras einiges zu loben – doch aus einem ganz bestimmten Grund kann ich sie trotzdem nicht zum Kauf empfehlen.

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, die Z5 (Amazon Affiliate) von Nikon zu testen. Es handelt sich um Nikons Einstiegsmodell in die Klasse der spiegellosen Vollformatkameras. Die beiden grösseren Geschwister sind die Z6 und die Z7. Es gibt mit der Z50 auch eine Variante mit APS-C-Sensor.

Die Z6 konnte ich seinerzeit ausführlich testen. Ich habe hier im Blog ein paar Details besprochen und sie beim Tagi kurz in unseren Gadget-Empfehlungen (🔒💰) erwähnt.

Die Z6 hat mir damals sehr gut gefallen. Darum stellt sich sogleich die Frage, ob das auch bei der Z5 der Fall ist – oder ob man Abstriche machen muss, die schmerzhaft oder sogar inakzeptabel sind. Und das sind die sechs Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die mir relevant erscheinen:

Der Sensor. Er wird bei der Z5 nicht rückwärtig belichtet wie bei der Z6. Die Back Side Illumination (BSI) führt zu einer etwas grösseren Lichtempfindlichkeit. „Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber“ weiterlesen

So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste

Der Fritz Repeater 2400 im Test: In meinem Büro bewirkt er leider kein Wunder, doch bei der Funk-Expansion in den Garten spielt er bestens mit.

Die netten Presseleute von AVM haben mir neulich ungefragt den Fritz Repeater 2400 (Amazon Affiliate) zugeschickt. Das ist ein Gerät, das um die 77 Euro bzw. 83 Franken kostet und die Reichweite des WLANs verbessern soll – und ganz einfach in der Benutzung ist. Man müsse bloss zwei Knöpfe drücken, um es in Betrieb zu nehmen, verspricht die Anleitung auf der Verpackung.

Mein Büro ist so gelegen, dass sich kein Ethernet-Kabel zum Router ziehen lässt. Auch die WLAN-Verbindung ist nur mittelmässig prächtig. Da käme mir dieses Gerät gerade recht.

Also, was taugt es? Die einfache Inbetriebnahme funktioniert leider schon einmal nicht. Die Vorgehensweise wäre wie folgt: Man steckt den Repeater ein, drückt den Connect-Knopf und betätigt am Modem dem WPS-Knopf. Dumm nur, dass mein Router, hier beschrieben, keinen solchen Knopf hat – was aus Sicherheitsgründen zu begrüssen ist. „So befriedigt man WLAN-mässige Expansionsgelüste“ weiterlesen

Das Smartphone-Stativ fürs Portemonnaie

War mein Instagram-Spontankauf ein Rohrkrepierer oder ein Volltreffer? Angelacht habe ich mir das Pocket Tripod. Das ist eine Halterung fürs Smartphone, die ins Kartenfach des Portemonnaies passt.

Ich neige nicht zu Spontankäufen – aber dieses Ding hier ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Das habe ich sofort gekauft, nachdem ich auf Instagram eine Werbung gesehen habe. Was mir sehr peinlich ist – weil nun irgend in einer Datenbank ein Eintrag beweist, dass ich anfällig auf Instagram-Werbung bin.

Also, das Ding heisst Pocket Tripod Pro und stammt  von einem Startup namens Geometrical. Es ist ein Stativ fürs Smartphone, das die Abmessungen einer Kreditkarte hat und im Portemonnaie mit sich geführt werden kann. Ich habe dafür im April 35 US-Dollar, plus 10 Dollar Versand bezahlt. Und nach einigem Hin und Her wegen des Umlauts in meinem Namen hat es das Teil letzte Woche zu mir geschafft – nach einer Postreise von ungefähr sechs Wochen.

Und endlich konnte ich die Frage beantworten, ob das nun rausgeworfenes Geld war – oder ob es dieses kleine Ding die Erwartungen erfüllt. Denn das Gadget wurde in der Instagram-Werbung als Verwandlungskünstler angepriesen, der von einem flachen Kärtchen in eine Halterung fürs Smartphone mutiert. Mit dieser Ständer sei es möglich, das Telefon so auszurichten, dass es präzise in die gewünschte Richtung zielt und beim Fotografieren genau den Blickwinkel einfängt, den man auf seinem Bild draufhaben will.

Diese Verwandlung werde ich vielleicht noch in einem Video vorführen. Doch als erstes erfüllt auch eine Bildergeschichte den Zweck.

Also, die Ausgangslage: „Das Smartphone-Stativ fürs Portemonnaie“ weiterlesen

Nokia ist zurück (in diesem Haushalt hier)

Einige Beobachtungen zum Nokia 7.2 – das trotz einiger Macken ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis liefert.

Das Nokia 7.2 (Amazon Affiliate) ist nun kein brandneues Telefon mehr. Der Hersteller HMD Global  hat es letzten September an der Ifa vorgestellt. Trotzdem habe ich hier die Gelegenheit, ein paar Beobachtungen zu dem Gerät beizusteuern. Es dient mir als Ersatz des Huawei P10, das ich bis jetzt für meine Videos und den Test von Android-Apps und -Funktionen verwendet habe.

Das P10 funktioniert zwar noch problemlos. Doch mit seinen bald dreieinhalb Jahren ist es kein repräsentativer Vertreter des Android-Lagers mehr. Insbesondere Android 7 ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Laut Wikipedia müsste zwar ein Update auf Android 9 und Version 9 von Huaweis Oberfläche EMUI möglich sein. Doch bei mir wird Emui 5.1 als aktuelle Version angezeigt, ohne Updatemöglichkeit.

Nach ungefähr zwanzig Jahren – mein erstes Handy war ein Nokia 6150 – hält also wieder ein Gerät dieses Herstellers Einzug in meinem Haushalt. Allerdings muss ich dazu zwei Klammerbemerkungen machen: Erstens ist von Nokia bekanntlicherweise nur noch der Markennamen übrig. Und zweitens habe ich das Gerät als Testgerät für meine beruflichen Zwecke erhalten und nicht gekauft.

Also, es handelt sich um das Nokia 7.2. Als erstes beeindruckt das Display, das deutlich grösser ist als der des iPhone 11 Pro – obwohl die beiden Geräte preislich meilenweit auseinanderliegen. „Nokia ist zurück (in diesem Haushalt hier)“ weiterlesen