Die WLAN-Maschen enger ziehen


WLAN mit maximalem Tempo.

Das Patentrezept-Video diese Woche dreht sich um einen der grossen Klassiker: Das WLAN, das nicht so zuverlässig und schnell ist, wie es sein könnte. Es gibt Tipps zur Optimierung. Und zwar zu den Router-Einstellungen, der Positionierung des Access-Points und zu den Diagnosemöglichkeiten.

Ich hatte auch die Gelegenheit, fürs Video einen Mesh-Router zu testen. Das ist eine neue Technologie, mit der sich WLAN-Netze ohne viel Heckmeck ausdehnen lassen. Zu diesem Zweck verteilt man einfach weitere Router an strategisch günstigen Positionen – und die erledigen die Magie. Ich kann nun an dieser Stelle leider nicht sagen, wie effektiv die Erweiterung in der Praxis funktioniert. Das aus zwei Gründen: Erstens hatte ich nur einen Router zur Verfügung. Und zweitens ist mein Domizil auch mit einem Router recht gut erschlossen, sodass ich vom beschriebenen Problem selbst gar nicht wirklich tangiert bin. Aber ich will mir auch nicht vorwerfen lassen, Betroffenheitsjournalismus zu betreiben (zwinker).

Der fragliche Mesh-Router heisst Google Wifi und wurde mir von Digitec als Testgerät zur Verfügung gestellt (hier trotzdem der Amazon-Affiliate-Link). „Die WLAN-Maschen enger ziehen“ weiterlesen

Naja, es geht so

Neulich ist mir der Chromecast zweiter Generation in die Finger geraten, den ich schätzungsweise vor etwa fünf Jahren für eine Rezension vorgesehen habe. Daraus ist nichts geworden, weil das Teil, so handlich wie es ist, verschütt gegangen ist. Man sieht: Zum Skillset des Gadgettesters gehört eine landläufig unterschätzte Fähigkeit, nämlich jene zur zweckmässigen Organisation der Testkandidaten. Und autsch, da fällt mir siedendheiss ein, dass ich ein Dreivierteljahr hinterherhinke, was das Zurückschicken der abgearbeiteten Testgeräte angeht. Es ist nicht so, dass ich mich der Rücksendung verweigern würde. Wie hier ausgeführt, gehört auch das zu den Pflichten eines Gadgettesters. Es ist bloss so, dass diese Arbeit in der Prioritätenliste gerne nach unten rutscht. Und wie es heutzutage so ist: Die Prioritätenliste ist zu lang, der Tag zu kurz.

180903-chromecast.jpg
Google hat einen kunstbeflissenen Bildschirmschoner in petto.

Aber ich schweife ab. Der Chromecast, zweite Generation, erhältlich für um die 40 Franken (Amazon Affiliate). Er hängt nun am Schlafzimmerfernseher, der nebst dem HDMI-Eingang praktischerweise auch einen ungenutzten USB-Port hat, über den der Chromecast mit Strom versorgt wird. Man benötigt kein zusätzliches Netzteil, muss keine Steckdose freimachen und keine Kabel ziehen. Das ist gelungen. Wieso ist das eigentlich kein Standard? Geräte wie Fernseher, an die oft weitere Dinge angeschlossen werden, sollten auch die Stromversorgung dieser Geräte übernehmen – das würde den Kabelsalat angenehm verringern.

Ich schweife schon wieder ab. „Naja, es geht so“ weiterlesen

Lichtspiele

Seit zweieinhalb Jahren sorgen die in den Beiträgen Patentrezept-Videos die in den Beiträgen Mehr Licht! und Das grosse Geständnis: ich verwende Selfie-Sticks beschriebenen Qudos von Knog für Erhellung. Beziehungsweise, um genau zu sein: Sie sorgen für die Erhellung der Szene. Was meinen Geist angeht, muss ich leider nach wie vor auf die altmodische und anstrengende Art (mittels Denken) für Erleuchtung sorgen.

190514-rotolight-neo-2-1.jpg
So hell wie die Sonne ist es nicht.

Die Qudos bewähren sich. (Abgesehen von dem Zwischenteil, mit dem man sie aufs Stativ schraubt. Das ist bei beiden fast gleichzeitig gebrochen.) Auf Dauer haben sich aber zwei Probleme gezeigt. Erstens: Da die kleinen Lampen batteriebetrieben sind, geht ihnen unter Umständen vorzeitig das Licht aus, wenn sich die Dreharbeiten in die Länge ziehen. Ich muss in so einem Fall mit dem vorhandenen Licht auskommen oder warten, bis die vorhandenen Akkus aufgeladen sind.

Zweitens: Die Helligkeit. „Lichtspiele“ weiterlesen

Wie verlässlich sind die Farben bei iPhone und iPad?

Neulich hat mein iPhone selbsttätig ein Hardware-Update durchgeführt, das den Bildschirm mit einem hübschen, aber auf die Dauer etwas unpraktischen Spinnenmuster überzog. Ich habe daher bei Apple angefragt, ob das eine gute Gelegenheit wäre, eines der aktuellen Modelle zu testen. Denn während ich privat gut mit meinem schon etwas in die Jahre gekommenen privaten iPhone über die Runden käme, sollte ich aus beruflichen Gründen die neuen Modelle kennen. Darum erhalten wir Journis Testgeräte.

180509-true-tone.jpg
Darstellung ohne True Tone (links) und mit (rechts): Wie man im abgeschatteten Bereich rechts sieht, macht das iPhone mit True Tone die Darstellung wärmer, um sich ans orangefarbene Umgebungslicht anzupassen.

Auch in dem Fall hat mir Apple nach einigen Mails ein iPhone 8 Plus zur Verfügung gestellt (Amazon Affiliate). Das habe ich nun ein paar Tage in Betrieb. Nachdem dieses Modell nun nicht mehr brandneu ist und auch nicht gerade wenig publizistisches Echo erfahren hat, werde ich euch nicht mit einer Besprechung langweilen. In aller Kürze seien folgende Dinge gesagt:
„Wie verlässlich sind die Farben bei iPhone und iPad?“ weiterlesen

Zeichnen in die leere Luft

Mein Geburtstagsgeschenk – das ich schon vor etwas längerer Zeit bekommen habe, das ich aber erst jetzt bespreche, um hier im Blog das Datum etwas zu vernebeln – war ein Ding namens 3D-Doodler Create (Amazon Affiliate). Das ist ein Stift, mit dem man keine farbigen Spuren auf Papier hinterlässt, sondern Linien durch die Luft zieht – nicht nur in zwei Dimensionen, sondern in drei.

180503-3d-doodler.jpg
Auch für Mini-Gustave-Eiffels geeignet – so weit bin ich allerdings nicht. Das Häuschen in Schwarz ist mehr mein Niveau. (Bild: eager/flickr.com, CC BY 2.0).

Klar, dass für dieses Kunststück keine Tinte zum Einsatz kommt, sondern Plastik. Man hat farbige Plastikstäbchen, die man in den Stift einführt und die erhitzt werden. Dadurch verflüssigen sie sich. Durch einen kleinen Motor werden sie aus der Stiftspitze ausgepumpt, wo sie an der Luft recht schnell abkühlen und aushärten. Da sie dann ihre Form behalten, erhält man ein dreidimensionales Gebilde.

Das ist faszinierend. Aber nicht das, was man als kinderleicht bezeichnen würde. „Zeichnen in die leere Luft“ weiterlesen

Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse

Es gab ein grosses Hallo, als Apple beim iPhone 7 die Kopfhörerbuchse abgeschafft hat. Fernsehstationen brachten Sondersendungen, es wurden Careteams aufgeboten und … naja, teilweise stimmen gewisse Sachen nicht, die ich hier gerade behauptet habe. Aber wahr ist, dass wir Medien Aufklärungsarbeit leisten mussten.

180219-sennheiser-cx6-00bt.jpg
Ich verwende ungern Pressebilder hier im Blog. Doch da der heutige Gegenstand fast nur aus einem Käbelchen und zwei Höreinsätzen besteht, ist es schwierig, ihn mit vertretbarem Aufwand nicht-amateurhaft zu fotografieren.

Ich habe mich seinerzeit entschieden, nicht das hässliche kleine Schwänzchen zu benutzen (offiziell: Lightning auf 3,5-mm-Kopfhöreranschluss Adapter; 8.98 Franken, wenn man den beim iPhone beigelegten verloren hat), sondern auf drahtlose Kopfhörer umzusteigen. Erst die von Philips, dann die von Bose. Und ich habe es nicht bereut. Denn wie ich in diesem Blogpost hier beklagt habe, sind mir die Kopfhörer früher ständig kaputtgegangen. Das Problem ist die Belastung des Kabels, das meist direkt an der Klinke bricht. Es tritt bei billigen und teuren Kopfhörern auf, egal welcher Marke. Ich habe meine Kopfhörer kaum je länger als ein halbes Jahr benutzen können, bevor ich sie wegschmeissen musste – obwohl eben nur das Kabel kaputt war und die Kopfhörer selbst noch tipptopp gewesen wären.

Mit den Bluetooth-Kopfhörern ist mir das nicht passiert. Die erwähnten Bose SoundSport Wireless (Amazon Affiliate) benutze ich nun schon mehr als ein Jahr. Gelitten hat ein bisschen die Steuerbox am Kabel, aber das liegt daran, dass Töchterchen gerne darauf herumbeisst. (Sie liebt Kopfhörer noch mehr als ich, aber aus anderen Gründen.) Darum sind Bluetooth-Kopfhörer eine gute Investition, weil sie die Produktion des Elektroschrotts deutlich reduzieren. Bleibt zu hoffen, dass die Hersteller deswegen nicht absichtlich Schwachstellen einbauen, damit die Umsätze nicht zurückgehen.

Heute geht es um die Sennheiser CX 6.00BT (Amazon Affiliate). Er gehört zu der Kategorie In-Ear und hat ein Nackenband, das man allerdings auch ums Kinn tragen kann/darf. Er ist für um die 100 Franken/Euro erhältlich, und daher eine gute Wahl in der Kategorie der Einsteigerklasse.

Der Vorteil: „Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse“ weiterlesen

Das Retro-Spielkonsölchen

Immer im neuen Jahr komme ich an dieser Stelle dazu, exotische Gadgets zu besprechen. Dies deswegen, weil meine liebe Familie mir solche zum Geschenk machen. Heute: Die Mini TV Games Konsole von Thumbs up mit 200 eingebauten Games, die es bei Amazon für wenig Geld gibt (da es ein Geschenk war, habe ich den genauen Preis geflissentlich ignoriert). Das ist ein kleines, ungefähr zündholzschachtelgrosses Kästchen mit einem Miniatur-Joystick und zwei Controllerknöpfen, plus einem Start- und einem Reset-Button. Batteriebetrieben und direkt an den Fernseher anschliessbar.

180119-mini-tv-games-1.jpg
Winziger Joystick mit 200 eingebauten Spielen.

Das Co-Geschenk war zu der Konsole war das 8-Bit Art Book (bei Amazon etwas teurer), das als Kaffeetischbuch die Helden der Acht-bit-Ära zelebriert: „Das Retro-Spielkonsölchen“ weiterlesen

Mundtote Arbeitskollegen

Der Sony WH-1000XM2 (Amazon Affiliate) ist ein tpyischer Kopfhörer von Sony: Designmässig nicht mein Cup of tea, mit einem unverbindlichen Herstellerpreis von 479 Franken teuer (man kriegt ihn allerdings auch für unter 400 Franken) und schwierig zusammenzufalten, wenn man ihn ins Täschchen reinbekommen will. Trotzdem hat mich der Kopfhörer beeindruckt.

180103-sony-wh-1000xm2.jpg
Sonys Metapher im Werbevideo für die Geräuschunterdrückung: Eine Kanufahrt irgendwo im Nirgendwo.

Und zwar wegen der Geräuschunterdrückung. Die ist im Vergleich zu früheren Modellen um Welten besser geworden. Ich teste nicht jeden Kopfhörer, sodass der Fortschritt umso frappanter erscheint. Mein Mass der Dinge ist der Newsroom des Tagesanzeigers. Dort geht es nicht immer gleich hektisch zu und her, doch ein konstanter Geräuschpegel herrscht ständig. Es gibt zum einen das typische Grundrauschen, das durch die vielen Computer mit ihren Lüftern und durch all die andere Technik entsteht. Und es gibt zum anderen die Leute, die in unterschiedlichen Pegeln miteinander sprechen oder telefonieren, durch den Newsroom flanieren oder ihre Tastaturen und Mäuse traktieren. Sprich: Es gibt eine einigermassen vielfältige Geräuschkulisse, die für die Geräuschunterdrückung durchaus eine Herausforderung darstellt.
„Mundtote Arbeitskollegen“ weiterlesen

Der Nerd-Router

Ich habe versprochen, den Turris Omnia-Router (Amazon Affiliate) zu besprechen, den ich seit meinem Umstieg auf Glasfaser und dem Wechsel von der UPC zu Init7 nutze.

Nun, im Grunde habe ich die Möglichkeiten noch nicht so weit durchdrungen, als dass ich hier die abschliessende Besprechung liefern könnte. Aber das würde den Rahmen eines Blog-Beitrags eh sprengen – da wäre ein Buch gefragt. Also ein extrem anachronistisches Medium. Im Blog-Zeitalter darf man seine Weisheit auch häppchenweise servieren. Darum gibt es hier eventuell auch Nachfolge-Beiträge, wenn sich epochemachende Erkenntnisse auftun.

Also, dieser Router funktioniert auf den ersten Blick wie ein normaler Router. „Der Nerd-Router“ weiterlesen

Weniger Belästigung!

Neulich habe ich geschrieben, dass ich gerne die Möglichkeit hätte, am Festnetz unerwünschte Nummern zu sperren. Manchmal werden Wünsche erfüllt. Das geht jetzt nämlich, weil ich nicht mehr das Kombi-Angebot der UPC nutze, sondern Fernsehen, Telefon und Internet entbündelt habe (siehe hier und hier).

170901-gigaset-00.jpg
Callcenter – die moderne Form der Wegelagerei.

Neuerdings kann ich Anrufe nämlich gerade doppelt blockieren. Einerseits beim Telefondienstleister, andererseits auf dem Telefon selbst. Erstens:

Bei Guest-voip.ch gibt es in der Weboberfläche bei Security die Option Eingehende Anrufe blockieren. Dort trägt man die allzu aufdringlichen Callcenter ein.
„Weniger Belästigung!“ weiterlesen