Das richtige Werkzeug für Romanciers und Drehbuchautoren

Eine vielseitige Software für Geschichtenerzähler: Dramaqueen ist nicht nur beim Schreiben behilflich, sondern hält auch Werkzeuge für die Planung von Figuren, Schauplätzen, Storylinies, Kapitel und Folgen bereit.

Was braucht es, um einen Roman zu schreiben? Eine gute Idee für die Geschichte und ausreichend Gefühl für Stil und Sprache. Und eine Schreibmaschine wäre nützlich, wobei es auch ohne geht. Hier wird behauptet, Vladimir Nabokov hätte von Hand geschrieben, ebenso Joyce Carol Oates und George R. R. Martin. Und JK Rowling hat zumindest den Entwurf des ersten Harry Potter-Bands ohne Computer und Schreibmaschine verfasst – falls die Informationen in diesem Beitrag stimmen. Bestätigungen habe ich auf die Schnelle dafür nicht gefunden.

Aber das Zitat von Stephen King, der das Buch Duddits (Englisch Dreamcatcher) in Schreibschrift verfasst hat, wird in diesem Plädoyer fürs Handschreiben bestätigt. Es sei für ihn einfacher, sagt King. Und es bringe den Akt des Schreibens zurück auf eine grundlegende Ebene, bei der man tatsächlich einen Gegenstand in die Faust nehmen und Buchstaben auf einem Blatt Papier hinterlassen müsse. Denn: „Das richtige Werkzeug für Romanciers und Drehbuchautoren“ weiterlesen

TPM: Was es ist und was es bringt

Windows 11 setzt einen Sicherheits-Chip, das Trusted Platform Module voraus. Wie findet man heraus, ob im eigenen PC ein solches Modul eingebaut ist? Falls nein: Kann man es nachrüsten? Und schliesslich: Bringt das TPM auch tatsächlich mehr Sicherheit?

Microsoft hat mit Windows 11 – über das ich mich im Beitrag Microsoft hat die Technologieführerschaft verloren nicht sehr wohlwollend geäussert habe – ein Thema aufs Tapet gebracht, mit dem sich viele PC-Anwenderinnen bislang wohl nicht beschäftigt haben. Es handelt sich um das Trusted Platform Module.

Das TPM, wie es in Kurzform genannt wird, ist ein Instrument, das der Sicherheit des Rechners dient, indem es beispielsweise die Schlüssel für die Verschlüsselung der Festplatte zur Verfügung stellt oder das Login mittels biometrischer Funktionen absichert. Was sich Microsoft davon verspricht, beschreibt Heise in diesem Beitrag, der wiederum auf diesem Blogpost von Microsofts Sicherheitschef David Weston basiert.

Demnach verfolgt Microsoft vier Absichten: „TPM: Was es ist und was es bringt“ weiterlesen

Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch

Was tun, wenn Apples smarte Uhr dumme Fehler produziert? Das sind meine Tipps zur Fehlerbehebung, egal ob gegen Abstürze, kurze Batterielaufzeit oder Update-Verweigerung.

Neulich wurde ich gefragt, was man tun kann, wenn eine Apple Watch sich daneben benimmt und zum Beispiel den Akku viel zu schnell entleert. Mir lag auf der Zunge, dass es angezeigt wäre, einen schweren Hammer zu nehmen, die Uhr auf den Bordstein zu legen, und…

Aber zugegeben: Damit hätte ich nur davon ablenken wollen, dass ich keine gute Antwort auf diese Frage hatte. Das ist aber auch kein Wunder. Ich habe meine Karriere als professioneller Computerfragenbeantworter im März 2015 an den Nagel gehängt. Die Uhr ist aber erst im Monat darauf, im April 2015, in die Läden gekommen. Ich hatte somit keine Gelegenheit, mir entsprechende Empfehlungen bereitzulegen, so wie ich es für all die anderen gängigen Probleme getan hatte.

Das heisst aber nicht, dass ich das nicht hier im Blog nachholen könnte – denn schliesslich lebt die Kummerbox drüben beim Nerdfunk weiter. Und noch etwas, das unter uns bleiben muss: „Die groben Geschütze gegen Probleme mit der Apple Watch“ weiterlesen

Der Verrat der Lerchen an den Eulen

Zwei Apps für Sonnenanbeter: Solar Time zeigt die eigentliche Sonnenzeit an und Sundial Solar & Lunar Time ist eine Sonnen- und Mond-Uhr, bei der man Alarme abhängig vom Sonnenstand setzt.

Solar Time: Das wäre die Uhrzeit, wenn wir uns nur nach der Sonne richten würden.

Es gibt Apps, die absolut keinen Zweck erfüllen – ausser einen irrationalen Wissensdurst zu stillen.

Eine solche App ist Solar Time, die es für 1 Franken fürs iPhone und iPad und für Android gibt. Bei Android existiert auch eine kostenlose, werbefinanzierte Variante.

Diese App tut nichts anderes, als die Sonnenzeit anzuzeigen. Sie ist quasi eine digitale Sonnenuhr, jedoch mit zwei wesentlichen Unterschieden: Erstens ist für die Nutzung der App die Sonne unmittelbar nicht vonnöten. Und zweitens zeigt die App auch die Differenz zur offiziellen Zeit an und listet die Faktoren auf, die eine Rolle spielen.

Wieso stehe ich eigentlich Tag für Tag anderthalb Stunden zu früh auf?

Wie gesagt: Einen praktischen Nutzen hat das nicht – ausser, dass sie eine Steilvorlage bietet, sich mit einem Thema zu beschäftigen, über das wir in der Schule ein bisschen etwas gehört haben, das aber bei näherer Betrachtung einige Überraschungen parat hält.

Erstens finde ich folgendes verblüffend: „Der Verrat der Lerchen an den Eulen“ weiterlesen

So macht man sich selbst zur Karikatur

Die diesjährige Hype-App heisst Voilà und verwandelt Porträtbilder und Selfies in Karikaturen. Das ist auf den ersten Blick lustig, doch sonderlich lange hält der Spass nicht an.

Es gibt diese Hype-Apps, vor denen es zumindest in den sozialen Medien kein Entrinnen gibt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell auftauchen und bald wieder in der Versenkung verschwinden. Vor fünf Jahren war das die Prisma-App, die alle so lang für ihre Fotos benutzt haben, bis auch der letzte Mensch der künstlich auf Kunst getrimmten Bilder überdrüssig war.

Nichtsdestotrotz habe ich seinerzeit mit Becasso eine ähnliche, aber noch etwas raffiniertere App vorgestellt (Kunst ist eine Frage der richtigen App) und im Beitrag Das Instagram-Zeitalter ist durch die vier Kunst-Apps Prisma, MLVCH, Dreamscope und Dreamify direkt verglichen.

Da ist es nichts wie folgerichtig, dass ich auch der aktuellen Hype-App etwas Aufmerksamkeit zukommen lasse: „So macht man sich selbst zur Karikatur“ weiterlesen

Ewig zu leben, ist abwechslungsreich, aber auch ein ziemlicher Stress

«Relive» von KJ Nelson ist eine fulminante Zeitreisegeschichte über eine Gruppe von Menschen, die nach dem Tod zurück in ihre Jugend geworfen werden. Nicht ganz so charmant wie «Back to the Future», aber locker und spannend erzählt.

Es war nun wirklich wieder einmal Zeit für ein Buch mit einer Zeitreise – das letzte ist auch schon wieder zwei Jahre her.

Doch wie immer, wenn mich die Lust auf eine Geschichte packt, die das temporale Gefüge durcheinanderbringt, stellt sich eine bange Frage: Erwische ich dieses Mal eine Geschichte, die ein bisschen abgefahren aber nicht zu schräg ist, die nicht dieselben alten Paradoxa bemüht oder ihnen zumindest etwas Neues abgewinnen kann? Das Problem mit diesen Büchern über Zeitreisen besteht darin, dass sie oft die Erwartungen nicht zu erfüllen mögen – und man am Ende der Geschichte gerne zu dem Zeitpunkt zurückkehren würde, an dem man sich unglücklicherweise zur Lektüre entschlossen hat.

Der Autor ist auch sein eigener Verleger

Vom Jugendlichen zum alten Mann – und wieder zurück.

Dieses Mal hatte ich Glück. Ich habe mich für Relive von KJ Nelson ent­schie­den. Der Name des Autors war mir bislang nicht geläufig und seine Website legt die Vermu­tung nahe, dass er noch nicht lang im Ge­schäft ist. Es gibt dort näm­lich nur einen zweiten Titel namens «Warlord», und Nelson scheint seine Bücher auch selbst digital zu verlegen. Es gibt «Relive» als E-Book für den Kindle und als Hörbuch, aber nicht in gedruckter Form. Dabei wäre es meines Erachtens so gut, dass es auch in ein traditionelles Verlagsprogramm passen würde. Zumindest, wenn dort bereits Titel aus dem Bereich des Fantastischen verlegt werden. „Ewig zu leben, ist abwechslungsreich, aber auch ein ziemlicher Stress“ weiterlesen

Einfache Frage – frustrierende Antwort

Ich wohne in einem Mietshaus mit einem Flachdach, das perfekt für Solarzellen wäre. Doch es hat keine. Warum nicht? Ich bin diesem Rätsel nachgegangen und die Erklärung, die ich gefunden habe, gefällt mir nicht sonderlich.

Ich wohne in einem Mietshaus mit Flachdach. Und natürlich fragt ihr euch an dieser Stelle, warum ich euch mit dieser Feststellung langweile und ob mir nun endgültig die Themen ausgegangen sind. Aber fällt euer Urteil nicht vorschnell: Ich will nämlich tatsächlich auf etwas hinaus.

Man sieht, dass man nichts sieht.

Also, ich habe neulich unser Miethaus mithilfe von Google Maps von oben angeschaut und festgestellt, dass es auf dem besagten Flachdach etwas nicht gibt, das meines Erachtens dort hingehört: Solarzellen, nämlich.

Es wäre an dieser Stelle Eulen nach Athen getragen, wenn ich zu Ausführungen über erneuerbare Energien ansetzen würde. Denn wer nicht unter einem Stein lebt, der weiss: „Einfache Frage – frustrierende Antwort“ weiterlesen

Hat Ken Jebsen diesen Podcast verdient?

«Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?» ist eine sechsteilige Reihe zu einem der einflussreichsten Verbreiter von Verschwörungsmythen im deutschsprachigen Raum. Und so toll, wie sie produziert ist, stellt sich trotzdem die Frage: Würde man den Mann nicht besser totschweigen?

Beitragsbild: Screenshot Youtube mit einer lustigen automatischen Übersetzung. Gesagt hat er, die Bösen seien immer die anderen (Quapan/Flickr.com, CC BY 2.0).

Wem nützts? Die Frage, die auch Verschwörungstheoretiker gern stellen.

Vorneweg: Der Pod­cast Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen? (RSS, Spotify, iTunes)  ist auf­schluss­reich, rasant und wirk­lich fett pro­du­ziert und beste Unter­haltung: Ein hervor­ragen­des Beis­piel dafür, wie zeit­gemässes Erzäh­len mittels Audio funk­tio­niert – und sehr zur Nach­ahmung em­pfoh­len.

Ken Jebsen ist der Name des Mannes, der einem mutmasslich als Erstes einfällt, wenn man im Geist die deutschsprachige Verschwörungstheoretiker-Szene durchgeht. Ich würde ihn noch vor Daniele Ganser einsortieren. Ganser geht sein Geschäft zwar  systematischer an und wirkt auf den ersten Blick glaubwürdiger. Aber das fällt im Vergleich zum Showtalent, dem krawallhaften Auftreten und der eindrücklichen Youtube-Präsenz dann doch etwas weniger ins Gewicht.

Jebsen hat zu Anfang der Coronakrise einen viralen Superhit gelandet, was mich dazu brachte, zwei Gründe aufzuführen, keine Videos von KenFM anzusehen oder zu teilen. „Hat Ken Jebsen diesen Podcast verdient?“ weiterlesen

Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt

Auf tvtropes.org kommt man den Drehbuchautoren und Regisseure auf die Spur und lernt ihre Tricks zu durchschauen: Achtung: Man sieht Filme hinterher mit anderen Augen!

Im schönen «Bits und so»-Podcast hat Timo neulich die Website TV Tropes vorgestellt. Die hat es sich zum Ziel gesetzt, den wiederkehrenden Elementen in Filmen und Fernsehen auf die Spur zu kommen. In Englisch wird ein solches Muster Tropos genannt, doch wie uns Wikipedia aufklärt, würde man in Deutsch eher von einem Topos sprechen. Ich erinnere mich vage, dass dieser Begriff während meines Germanistikstudiums gelegentlich gefallen ist. Es scheint angezeigt, ihn als Geisteswissenschaftler gelegentlich fallen zu lassen.

Doch wie auch immer man das Ding nennen mag – ich bin ein Fan von Websites, die uns helfen, die Tricks der Film- und Fernsehmenschen zu dekonstruieren. Da hilft TV Tropes nach Kräften: Man kann zu unzähligen Motiven nachlesen, in welchen Filmen sie eingesetzt wurden und beginnt, die Puzzlesteine zu erkennen, die gerne eingesetzt und rezykliert werden.

TV Tropes fasst das Themengebiet weit: „Wie man sich nachhaltig den Spass an Filmen und Serien verdirbt“ weiterlesen

Netzwerk-Tricks für Windows

Einige nützliche und teils recht gut versteckte Möglichkeiten zu den Internet- und WLAN-Einstellungen bei Microsofts Betriebssystem.

Wer hat hier wieder wie wild Daten gesaugt?

Eine Neuerung in den Windows-Einstellungen, die nicht brandneu, aber wirklich nützlich ist, steckt unter Netzwerk und Internet bei Status: Es wird einem angezeigt, mit welcher Methode man mit dem Internet verbunden ist und vor allem auch, wie gross die übertragene Datenmenge ist.

Diese Datenmenge ist essenziell, wenn man ein beschränktes Volumen zur Verfügung hat und das im Auge behalten sollte. Doch auch wenn man über eine unbeschränkte Flatrate online unterwegs ist, kann einen diese Information interessieren: Sie befriedigt die Neugierde des daten- und informationshungrigen Nerds, und sie ist unter Umständen überraschend.

Der grösste Datenverbraucher ist natürlich Firefox

In meinem Fall ist Firefox der grösste Datenverbraucher. Aber als Platz zwei taucht bereits das Betriebssystem auf. Natürlich würde man sich noch eine Spezifizierung wünschen, also die konkrete Information, was das Betriebssystem eigentlich treibt, um Gigabyteweise Daten zu verbraten. Die Vermutung liegt nahe, dass es die Updates sind. „Netzwerk-Tricks für Windows“ weiterlesen