Zwei handfeste Tricks für Microsofts Einrad

OneDrive von Microsoft ist eine ziemlich praktische Sache: Zum einen wegen der selektiven Synchronisation und zum anderen aufgrund des neuen Tresors für ganz Geheimes.

Nextcloud bewährt sich bestens als Ersatz für die Dropbox: Die nutze ich inzwischen gar nicht mehr – alle Daten sind gelöscht und der Client ist deinstalliert.

Auch mein Bedarf an anderen Online-Datenspeichern ist zurückgegangen. Einen gibt es allerdings, den ich nicht komplett überflüssig finde. Onedrive nämlich. Dafür gibt es zwei Gründe:

Die Integration in Windows

Der Datenbestand von Onedrive findet sich in Windows unter %HOMEPATH%\OneDrive\. Dort wird aber nicht einfach der ganze Inhalt gespiegelt, der in der Cloud vorhanden ist. Das ist bei all den Dateien unerwünscht, die man nur online, nicht aber lokal haben will – in meinem Fall sind das beispielsweise die freigegebenen alten Episoden des Digitalmagazins und des Digitalks.

Und es würde Probleme verursachen, wenn die Ablage bei Onedrive mehr Kapazität aufweist als die lokale Festplatte. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern bei mobilen Geräten der Normalfall. „Zwei handfeste Tricks für Microsofts Einrad“ weiterlesen

Was Milchserumbrause mit Microsoft Office zu tun hat

Powerpoint, Excel, Word – und daneben noch der Süssmost. (Zumindest, wenn es nach der Farbcodierung geht.)

Rivella ist ein typisches schweizerisches Getränk, das es eine gewisse Zeit lang in einer einzigen Variante gab. Dann kam eine Diversifizierung dazu, die die Zahl der Kalorien pro Deziliter von 37 auf 7 reduzierte. Interessanterweise gelangte sie schon recht bald nach dem Original auf den Markt, wie ich dank Wikipedia weiss: Das ursprüngliche Getränk kann man seit 1952 kaufen, die kalorienreduzierte Variante seit 1959.

Damit man die Varianten unterscheiden kann, hat Rivella auf eine Farbcodierung gesetzt. Rot ist normal und blau für Linienbewusste. Und weil es in der Farbpalette noch mehr Einträge gibt, war es naheliegend, mit Grün nachzudoppeln (Grüntee, 1999). Und mit Violett (Holunderblüte, 2019). Es gibt auch eine Variante, die nicht ins Farbschema passt und zwischen Rot und Blau angesiedelt ist: Refresh von 2018 mit 21 Kalorien.

Es gibt auch einige Abarten, die verschwunden sind. Zum Beispiel Rivella Gelb. Sie war von 2008 bis 2011 im Angebot. Womöglich hat die Farbwahl unglückliche Assoziationen hervorgerufen; wie damals bei mir, als ich dieses Getränk für dieses Blog hier rezensiert habe. „Was Milchserumbrause mit Microsoft Office zu tun hat“ weiterlesen

Du wirst nicht glauben, was passiert, wenn eine KI Titel für dieses Blog hier schreibt!

Was kommt heraus, wenn Keywee.co eine saftige Werbebotschaft für meinen Blogpost schreiben soll?

Dieses Blog hier hat viele Schwächen. Eine davon sind die Überschriften. Die sind oft viel zu kryptisch. Sie sollen originell sein und sind einfach nur schwer verständlich. Und manchmal schlicht irreführend. Was ich brauche, ist ein Copywriter oder besser einen Copyeditor. Das erste ist in Deutsch ein Werbetexter, das zweite im weitesten Sinn ein Lektor.

Dumm nur, dass das Geld kostet. Da kommt es mir gelegen, dass neuerdings offenbar auch künstliche Intelligenzen diese Funktion übernehmen können. Auf keywee.co wird genau das versprochen: Powerful copy, written by AI. Tolle Überschriften, von der KI geschrieben. Es gibt sogar eine Browser-Erweiterung, allerdings nur für Google Chrome. Doch wenn ich meine Titel nicht mehr selbst schreiben müsste, würde ich sogar ab und zu Chrome aufstarten.

Nach der Installation erscheint der Keywee automatisch in Textfeldern. Anscheinend aber nicht in beliebigen Textfeldern, sondern nur in einigen, zum Beispiel bei Facebook. Aber woher weiss die künstliche Intelligenz dann, was sie betexten soll? „Du wirst nicht glauben, was passiert, wenn eine KI Titel für dieses Blog hier schreibt!“ weiterlesen

Eine erstaunlich schlechte Google-App

Ein Augenschein der Google-News-App zeigt: Die ist tatsächlich genau so undifferenziert, wie ich erwartet habe.

Ich gehöre zu den altmodischen Leuten, die sich aktuelle Informationen nicht ausschliesslich von Facebook und Twitter um die Ohren hauen lassen. Ich verwende nach wie vor und weiterhin aus Überzeugung einen Feedreader mit den selbst kuratierten Nachrichtenquellen. Es sind dies im Moment Inoreader (Hier wirst du gefüttert!) und Lire RSS (Das Nonplusultra für RSS-Fans).

Zusätzlich habe ich Blendle im Einsatz (Mit dem News-Fastfood aufhören) und würde auch Readly empfehlen (Zeitschriften zum Flatrate-Tarif), obwohl mein Abo dort Ende 2019 ausgelaufen ist.

Nie richtig warm geworden bin ich mit Google News. Ich verwende zwar ganz gerne die «News»-Option von Googles Suchmaschine. Aber mit news.google.com freunde ich mich nicht an – auch wenn ich mich bemühe. So richtig festmachen kann ich gar nicht, warum dem nicht so ist. Irgendwie ist mir die Seite zu unübersichtlich, die Auswahl der News zu wenig zwingend und zu durchsetzt von Zeugs, das mir egal ist. Aber zugegeben, ich bin auch wenig tolerant: Wenn man mir mit mehr als einer halben Sportmeldung pro Tag kommt, ist man bei mir unten durch.

Aber es könnte immerhin sein, dass die Google-News-App weniger schlecht ist als die Website. Es gibt sie für Android und für iPhone und iPad. Doch auch bei der App fällt mir auf, dass die Auswahl an Nachrichten nicht meinem Geschmack entspricht. „Eine erstaunlich schlechte Google-App“ weiterlesen

Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren

Die automatischen Textersetzungen beim iPhone und Mac sind praktisch beim Googeln, Bloggen und bei vielen anderen Gelegenheiten. Nur schade, dass sie in Firefox und Chrome nicht richtig funktionieren.

Eine der wirklich praktischen Funktionen in der Apple-Welt ist die automatische Textersetzung. Es gibt die beim Mac, beim iPhone und iPad – und dank der iCloud werden die Ersetzungen erst noch automatisch via iCloud synchronisiert.

Ich benutze zum Beispiel das Kürzel sitew, das automatisch zu site:wikipedia.org erweitert wird. Auf diese Weise lässt sich mittels Google direkt bei Wikipedia suchen. Ich habe auch sitet für Tagesanzeiger.ch, sitec für dieses Blog hier und ein paar andere Kürzel eingerichtet, um via Google die fraglichen Websites absuchen zu können.

Schnelle Quellenangaben

Auch sehr praktisch: Mittels Textersetzung macht es keinen Aufwand, in einem Blogpost die Quellenangaben für die  Bilder von Pexels, Unsplash und Pixabay platzieren. kpxl fügt die Lizenzangabe für Pexels ein, kusl für Unsplash – und so weiter (das k steht bei mir seit Jahren am Anfang solcher Kurzphrasen). Mit diesen automatischen Erstzungen spare ich enorm viel Zeit.  Und besonders nützlich sind sie am Tablet und Smartphone, wo die Verlinkung ohne Hilfsmittel eine enorm mühsame Angelegenheit ist. „Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren“ weiterlesen

Like, Unschuld, Infiltration

Diese Linksammlung ist seit längerer Zeit überfällig – und darum geradezu unanständig lang geworden.

Es ist schon ewig her seit der letzten Übersicht meiner gesammelten Werke. Früher habe ich die Liste immer bei Erscheinen einer neuen Publisher-Ausgabe zusammengestellt. Doch diese Ära ist nun auch schon seit mehr als einem Jahr zu Ende – und mir fehlt noch der neue Taktgeber. Darum hier, rein willkürlich terminiert, die ellenlange Liste (Entschuldigung), was seit dem dritten Dezember 2019 (!) geschah: „Like, Unschuld, Infiltration“ weiterlesen

Zuckerberg sollte den Hut nehmen

Das sieht nicht gut aus für «the blue app»: Einige Erkenntnisse aus dem Facebook-Buch von Steven Levy.

Ich fand und finde es heute noch irritierend, wenn von einer «juristischen Person» gesprochen wird. Das sind eben keine Personen, sondern Organisationen – Kapitalgesellschaften, Vereine, Stiftungen und Genossenschaften.

Doch vielleicht ist die Bezeichnung nicht ganz so unsinnig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass einem manche Unternehmen sympathisch sind und man andere für ziemliche Kotzbrocken hält. Die Handlungen der einen Organisation leuchten einem ein, während man sich bei anderen bloss wundern kann.

Ein Unternehmen, über das ich mich in den letzten Jahren immer wieder gewundert habe, ist Facebook. Wenn man sich dieses Unternehmen als Person vorstellt, dann hat man einen geltungssüchtigen, unreifen, rabiaten und rücksichtslosen Nerd vor Augen. Diese Person hat ohne Zweifel ihre Ideale. Und ich gestehe ihr auch zu, dass sie tatsächlich im Glauben handelt, die Welt zu verbessern – und ich teile ihre Ansicht, dass die Vernetzung von Menschen im Kern etwas Gutes ist.

Das Problem dieser Person ist jedoch, dass ihr Verständnis für die Menschen und soziale Mechanismen erstaunlich unterentwickelt ist. „Zuckerberg sollte den Hut nehmen“ weiterlesen

Muss ich jetzt wirklich noch Jassen lernen?

Die Jassrunde, das Hauskonzert, der Sport. Die Anliegen des Publikums während des Lockdowns.

Im Beitrag #StayTheFuckHome – und trotzdem reisst der Kontakt nicht ab habe ich Tipps zur Kommunikation während des Lockdowns gesammelt. Wie nicht anders zu erwarten war, hat das diverse Fragen nach sich gezogen. Diese Fragen – zumindest jene von allgemeinem Interesse – greife ich in einem zweiten Video auf und versuche, möglichst nützliche Antworten zu liefern.

Das fällt mir nicht in jedem Fall leicht. Denn justament bei jenem Anliegen, das ich mit Abstand am häufigsten gehört habe, muss ich passen. Es geht um einen Bereich, in dem ich so unbewandert bin, dass man mich eigentlich ausbürgern müsste. Es geht nämlich ums Jassen. Das gilt als das Schweizer Nationalspiel und wird mit Karten gespielt – viel mehr weiss ich aber auch nicht darüber.

Doch was tut ein Journalist, wenn er über ein Thema nichts weiss? Genau, er recherchiert. Und so bin ich in der Tat auf Möglichkeiten gestossen, wie man seinen Jass-Abend in den virtuellen Raum verlagern kann. Es gibt sogar mehrere Möglichkeiten: „Muss ich jetzt wirklich noch Jassen lernen?“ weiterlesen

Zwei Gründe, keine Videos von KenFM anzusehen oder zu teilen

Warum posten derzeit so viele ver­nünftige Leute un­ver­nünf­tigen Quatsch auf Face­book? Und wie könnte man mit den Videos von Ver­schwö­rungs­theo­reti­kern sinn­voller­wei­se umge­hen?

Verschwörungstheoretiker und ihr toxischer Output sind ein reales Phänomen. Damit habe ich mich abgefunden und an dieser Stelle schon diverse Male auseinandergesetzt.

Was mich betrübt und auch sauer macht, ist eine Beobachtung, die ich in machen musste, als es mit der Coronakrise ernster wurden. Es zeigt sich nämlich, dass die Thesen und Behauptungen in Krisenzeiten infektiöser sind als in einer normalen Situation. Das war während der Nobillag-Abstimmung zu beobachten. (Wobei man sich natürlich fragen darf, ob aus heutiger Sicht diese Periode das Attribut «Krise» verdient.) Und es ist wird in diesen Tagen sehr deutlich.

In meinem Social-Media-Umfeld ist die Situation typischerweise so: Es sind die einschlägig bekannten Figuren, die Fragwürdiges aus der Ecke der Aluhutträger in Umlauf bringen. Man kennt sie, schaltet sie stumm, wenn sie einem zu sehr auf die Nerven gehen – aber es sieht so aus, als ob die Szene in ihrem eigenen Saft vor sich hin köcheln würde.

Warum teilen vernünftige Leute Videos von Verschwörungsmystikern?

In der letzten Zeit hat mir Facebook mehrere Posts in meine Timeline gespült, die von Leuten stammen, die ich erstens alle persönlich kenne. Und die ich zweitens alle als vernünftige, nüchterne Personen einschätze. Drittens ging es immer um Videos von KenFM. „Zwei Gründe, keine Videos von KenFM anzusehen oder zu teilen“ weiterlesen

Eine Übersicht aller Folgen der «digitalen Patentrezepte»

Mehr als zweihundert nützliche Videos auf Abruf: In der Liste mit allen Folgen meiner Videoserie «Digitale Patentrezepte».

Bei der Tamedia haben wir ein schönes neues Content Management System (CMS) bekommen. Das erlaubt es, Zeitung, Websites und Apps aus einer Hand zu bespielen. Es heisst darum Unity – und es ist eine echte Freude: Man arbeitet damit schneller, komfortabler und zeitgemäss.

Das CMS wurde vielerorts unterschätzt. Die Ansicht herrschte vor, dass es sich «nur» um ein technisches Instrument handelt. Das kann praktischer oder weniger praktisch sein. Doch was am Ende herauskommt, hängt von den Menschen und deren Kreativität ab. „Eine Übersicht aller Folgen der «digitalen Patentrezepte»“ weiterlesen