Die Surfhilfe fürs Ausland

Ein Huawei-Modem fürs Mobilfunknetz versorgt die Endgeräte per WLAN mit mobilem Internet – praktisch vor allem im Ausland.

Im Ausland habe ich seit längerem einen mobilen WLAN-Router von TP-Link benutzt. Für alle, die mit dem Prinzip nicht vertraut sind: Man steckt eine vor Ort gekaufte SIM mit Prepaid-Guthaben fürs Surfen in das Gerät und verwendet es dann via WLAN mit seinem Handy, Tablet, Notebook oder auch mit der WLAN-fähigen Kamera.

Klein, handlich und mit einer sehr simplen Anzeige ausgestattet.

Nun hat der TP-Link den Geist aufgegeben. Konkret ist der Einschaltknopf hinüber. Das Gerät lässt sich wahlweise nicht mehr ein- oder ausschalten, was unpraktisch ist den Nutzen merklich schmälert. Ich habe mich daher nach einem Ersatz umgesehen und bin auf das Huawei E5330 UMTS/HSPA+ Mobil Modem gestossen. Das kostet 52.30 Franken bei Digitec oder knapp 40 Euro bei Amazon (Affiliate-Link). Hier gibt es auch die schwarze Variante für gut 50 Euro bei Amazon (Affiliate-Link).

Funktioniert und macht, was es sollte

Und obwohl ich ja gerne ausufernd über meine Gadgets schreibe, gibt es über dieses Gerät nicht sehr viel zu berichten, ausser: „Die Surfhilfe fürs Ausland“ weiterlesen

Post, das nervt!

Das passiert euch vielleicht auch? Ihr bekommt ein kleines Paket aus dem Ausland, für das ihr dann massig Verzollung und Imprtgebühren zahlen müsst.

Ich habe mir neulich das (hier besprochene) Cloud-Böxchen von Lima bestellt. Das hat, inklusive 9 Franken Porto, 109 Franken gekostet. Da diese Sendung die Grenze überquert und den Zoll passiert hat, sind noch einmal 29.50 Franken für Verzollung und Mehrwertsteuer zu entrichten. Das entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent.

Das nervt mich – und zwar nicht, weil ich grundsätzlich gegen die Mehrwertsteuer bin. Auch die Verzollung ist wohl etwas, das wir Schweizer schlucken müssen. Schliesslich haben wir uns gegen die Teilnahme am EWR und der Zollunion ausgesprochen. Das war zwar nicht in meinem Sinn, aber das zu akzeptieren, ist nun einmal die Pflicht jedes Anhängers der direkten Demokratie.

Enorme Gebühren für ein winziges Päckchen

Was mich stört, ist erstens das Missverhältnis: Eine Verteuerung um 27 Prozent ist ein Verhältnisblödsinn. „Post, das nervt!“ weiterlesen

Adam Sandler als Nerd?

«Pixels» trägt den Computerbezug schon im Titel. Aber will man als Nerd deswegen einen potentiell hochklamaukigen Film sehen?

Was, Pacman ist der Bösewicht?

«Pixels» – das ist dieser Film (Wiki, Amazon Affiliate), in dem die Aliens Videospiele für echt halten und die Menschheit in «Pacman», «Space Invaders», «Frogger», «Galaga» und «Donkey Kong» herausforden. Die Idee ist … naja, ein Klassiker. Bei «Armada» von Ernest Cline (So geht das mit den Aliens), bei «Ender’s Game» (Da hat Audible voll daneben gehauen) oder The Last Starfighter geht es um Videospieler, die den Tag retten, indem sie den Ausserirdischen zeigen, wo der pixelige Hammer hängt. Und die Vermengung von Videospielen und realer Welt hat literarisch noch mehr Potenzial. Das exerziert Scott Meyer bei «An Unwelcome Quest» (In einem schrecklichen Videospiel gefangen) und «Off to be the wizard» (Zauberer sind Hacker der Realität) vor. Man sieht es wunderbar bei «Ready Player One» von Ernest Cline (Nerdgasmus und Popkulturklimax) und, mehr auf der formalen Ebene, bei «Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt» (Die Liebe ist ein Videospiel). Und auch «Extraleben» von Constantin Gillies muss in diesem Zusammenhang lobend erwähnt werden (Ready für das Extraleben?).
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Das eigene Datenwölkchen

Die Lima-Box sichert Fotos via Internet auf einer eigenen Festplatte – ohne fremde Cloud.

Kollegin Simone Luchetta hat neulich ein Wunderding vorgestellt, das einem «die Cloud in die eigenen vier Wände holt». Es handelt sich um ein kleines Böxchen namens Lima mit einem bestechenden Konzept: Man hängt es an seinen Router, verbindet es mit einer Festplatte und hat dann eine eigene Datenwolke – die natürlich den Namen nicht verdient, weil sie eben nicht irgendwo in einem anonymen Rechenzentrum zu Hause ist, sondern unter eigener Kontrolle steht. Das klingt toll: Das Böxchen ist günstig, schon ab ungefähr 100 Dollar zu haben (allerdings gibt es im Moment eine Wartefrist). Man kann ein beliebiges USB-Speichermedium anhängen und ist somit nicht an die Speicherkonfigurationen gebunden, die der Hersteller für sinnvoll erachtet. Und die Sache soll, anders als beispielsweise ein NAS-Laufwerk oder OwnCloud, sehr einfach zu installieren und zu betreiben sein.

Passt auch in engen Wohnungen hinter den Router.

Das klang für mich so überzeugend, dass ich gleich eine Lima Starter (es gibt auch noch eine Ultra-Variante mit schnellerer Daten-Übertragungsrate) besorgt habe. Die kam, mit einem ordentlichen Post-Aufschlag, die dem hierzulande üblichen Einfuhrzoll und der Mehrwertsteuer geschuldet ist – ein Thema, über das ich separat gebloggt habe. Weil ich nicht gleich Zeit hatte, mir eine Festplatte zu besorgen, habe ich den erstbesten USB-Stick mit 8 GB angehängt. Das war ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
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Brokeback Alabama

Der Podcast «S town» spielt in einer «Shitty town», der Scheissstadt Woodstock, Alabama, wo Eigenbrödler John B. McLemore wohnt.

Ohne ein allzu grosses Geheimnis zu verraten: Der Titel im S-town-Podcast steht für «Shitty town». Die Scheissstadt ist Woodstock, Alabama, wo John B. McLemore wohnt. Er ist ein Eigenbrödler, der mit seiner dementen Mutter auf einer Farm wohnt, einen Irrgarten angelegt hat, den man sogar auf Google Earth sieht, der als Uhren-Nerd auch knifflige antike Zeitmesser wieder zum Laufen bringt und ansonsten dem Leben nicht viel abgewinnen kann: Er wettert über sein Kaff und sein Unvermögen, etwas aus seinem Leben zu machen – und er leidet an der ganzen Welt. Klimakatastrophe, Putin, die Ungerechtigkeit des Lebens an sich.

Hier fehlt eindeutig dieses Emoji hier: 💩

Der Podcast beginnt wie ein typischer Serial-Podcast (Definition hier): Mit einem vermeintlichen Skandal: Ein unaufgeklärter Mord. Vertuschte Polizeiübergriffe. Brian Reed, der Autor der Geschichte, telefoniert oft und lange mit McLemore, um der Sache auf die Spur zu kommen und reist dann nach Woodstock. Dort ist alles etwas anders… der vermeintliche Mörder spricht offen über seine Tat und auch sein Vater sagt, dass er so eine fiese Angelegenheit niemals gedeckt hätte. Auch die Polizei hat ermittelt, und das Geheimnis löst sich in Luft auf.

Eine Story, DOA. Doch nicht ganz. „Brokeback Alabama“ weiterlesen

Pseudocomputer im Kino, Shoppingwahn im Netz, Trump

Der aktuelle Rundumschlag aus meinem Archiv: Von vermeintlich banalen Photoshop-Tipps bis zu Hollywood-reifen Darbietungen.

Genauso dämlich, wie sich die Macher von Johnny Mnemonic das 1995 ausgedacht haben, sehen unsere VR-Brillen heute aus. Bild: overduereview.com

Die neueste Publisher-Ausgabe ist da. Was bedeutet, dass ich euch hier wieder mit Links zu meinen gesammelten Werke der letzten Wochen bewerfe:

  • Wozu der «Öffnen als»-Befehl gut ist, den es in Photoshop gibt, haben wir uns alle schon einmal gefragt. Ich erkläre es in den Prepress-Tipps – auch wenn die Sache einigermassen banal ist. Weitere Tipps zeigen auf, wie man in Photoshop ein Bild auf eine neue Ebene reduziert, wie man in InDesign einem neuen Rahmen die Farbe des letzten Rahmens zuweist, wie man in der gleichen Software Seiten dupliziert und mit welcher Methode man in Photoshop ein Script dem Menü hinzufügt. Meine zwei Lieblingstipps erläutern, wie man in InDesign mit einem Mausklick und fünf Tastendrücken ein Raster aus zwölf Kästchen erstellt und wie man in Photoshop mittels Gradationskurve nur die Kontraste, nicht aber die Farbsättigung beeinflusst.
  • 11 Wege zum Reichtum ist ein nicht ganz ernst gemeinter Blogbeitrag, der elf Methoden aufzeigt, mit Photoshop Kohle zu scheffeln. Die anderen Tipps im Web stellen eine Website für tolle Infografiken, einen Instagram-Account für nette Photoshop-Kreationen, Anlaufstellen fürs Adobe-bezogene Selbststudium und diverse Fotografen-Blogs vor. Plus glyphter.com, wo man sich Schriften mit selbstgewählten Icons zusammenstellt.
  • Yes, we photoshop! Gestaltung muss nicht, aber sie kann politisch sein – oder auf den Wiedererkennungswert bekannter Sujets setzen. So oder so – Aktionen machen die Re­mi­nis­zenz ganz einfach.
  • Mehr als das Kameraauge sieht Die Fotografie ist nicht mehr das, was sie einmal war. Sie entwickelt sich nämlich in Richtung Computational Photography. Und der Artikel hier erklärt, was das bedeutet.
  • Dem InDesign-Script-Profi über die Schulter geschaut Scripting ist die Methode, um in InDesign Produktionsabläufe zu beschleunigen und zu verbessern. Doch wie schwer ist der Einstieg? Ein Beispiel zeigt es.

Das sind die Beiträge für den Tagesanzeiger und das Newsnetz: „Pseudocomputer im Kino, Shoppingwahn im Netz, Trump“ weiterlesen

Bäume pflanzen statt Facebook klicken

Die App Forest hält eine wunderbare Methode bereit, uns davon abzuhalten, am Handy herumzudrücken.

Ich würde mich nun nicht gerade als Tree hugger bezeichnen. Aber ich mag Bäume, und habe damals, als unser Hausbaum umgesägt wurde, böse gebloggt und ein Tränchen verdrückt. Naja, vielleicht bin ich doch ein Baumumarmer.

Links: Während der Regen (abschaltbar) plätschert, wird man zur Arbeit angehalten.
Rechts: Der Wald, nach drei erfolgreichen Konzentrationsübungen.

Jedenfalls empfehle ich heute die App Forest (2 Franken für Android und das iPhone), bei der man virtuelle Bäume für einen realen Zweck pflanzt. Die App soll einen daran hindern, sich mit dem vermaledeiten Smartphone ständig selbst abzulenken. Das funktioniert wie folgt: Man verrät der App, ob man ein kleines Pflänzchen oder einen grossen Baum wachsen lassen will und legt den entsprechenden Samen in die Erde. Von der Art der Pflanze hängt ab, wie lange die ungestörte Wachstumsphase dauern wird – von einer Viertelstunde bis zu zwei Stunden kann man einstellen.

Während dieser Wachstumszeit darf man die App nicht verlassen. „Bäume pflanzen statt Facebook klicken“ weiterlesen

Wenns mal schnell fliessen muss

Mit Draw.io fabriziert man Diagramme aller Art. Die Webanwendung ist eine gute Wahl, wenn es schnell gehen muss.

Bildbearbeitung kann man längst im Web betreiben und auch Diagramme fabriziert man im Netz. Zum Beispiel mit Draw.io. Für eine kleine Grafik zwischendurch muss man sich noch nicht einmal anmelden.

Auch eine hübsche Mindmap ist mit Draw.io eine Kleinigkeit.

Wobei es etwas zu weit gefasst ist, wenn man Draw.io als Spezialist für Diagramme beschreibt. Man fabriziert mit dieser Software typischerweise Flussdiagramme, Organigramme und ähnliches: Also Grafiken, die vor allem aus Kästchen bestehen, in denen es Text hat und die durch Linien verbunden sind.

Schnell Kästchen zeichnen

Von einer solchen Software erwartet man, dass sich Kästchen leicht und schnell zeichnen, mit Text füllen und einfärben lassen. Die Kästchen sollen sich leicht mit Linien bzw. Pfeilen verbinden lassen. Und die Verbindungen müssen dynamisch sein, d.h. automatisch nachgeführt werden, wenn man ein Kästchen verschiebt. Praktisch ist eine Bibliothek mit vielen Formen. Man möchte dort auch die für Flussdiagramme typischen Elemente wie Rhombus, Parallelogramm, Die haben nämlich bestimmte Bedeutungen wie Verzweigung und Input/Output. Naja, zumindest dann, wenn man sie streng nach Lehrbuch benutzt. Ich bin in solchen Fällen fürs Improvisieren.
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Verschlüsselt webmailen

Verschlüsselt e-mailen, aber unkompliziert? Zwei im Video vorgestellte Lösungen, nämlich Protonmail und mailbox.org machen das möglich.


Dieser Schweizer Webdienst hat das E-Mail neu erfunden, oder?

Hier habe ich erklärt, wie man in Thunderbird und Apple Mail mithilfe von Enigmail bzw. die GPG Suite verschlüsselte Mails verschickt. Nun trügt mein Eindruck wahrscheinlich nicht, dass immer mehr Leute anstelle eines Mailprogramms auf Webmail setzen – schliesslich war Webmail schon eine populäre Cloud-Anwendung, als der Begriff der Cloud noch überhaupt nicht geläufig war. Darum die Frage: Wie nutzt man Mail als verschlüsseltes, sicheres Kommunikationsmedium, wenn man nicht mit einem Mailprogramm hantieren will?

Eine nahe liegende Lösung ist der Schweizer Maildienst Protonmail. Der wirbt mit dem Versprechen, die Privatsphäre der Nutzer zu wahren und kann, dank Bitcoin-Bezahlmöglichkeit, selbst mit einem kostenpflichtigen Preissplan anonym benutzt werden.

Ziviler Ungehorsam?

Das finde ich sympathisch und vor allem deswegen eine gute Sache, weil Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit der Verordnung zum Büpf massiv übers Ziel hinausgeschossen hat. Da wird man als unbescholtener Internetnutzer überwacht, als ob man beim «IS» schon das Anmeldeformular unterschrieben hätte. Deswegen kursieren auch schon Anleitungen wie diese hier, wie man Gegensteuer gibt. Ziviler Ungehorsam, quasi:
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Digitale Midlife Crisis

Als ich neulich krachend an Blender gescheitert bin.

Wenn man das Brett bohrt, kommt so etwas dabei heraus.

Ich glaube, ich werde alt.

Da bin ich neulich per Zufall über diesen Artikel hier gestolpert. Vor 13 Jahren, im August 2004, habe ich auf vier Druckseiten Blender vorgestellt. Das ist ein monumentales Werkzeug aus dem Bereich der freien Software fürs Rendern von dreidimensionalen Bildern und Filmen. Ich habe mich damals offensichtlich intensiv mit ihr auseinandergesetzt. Es gibt da nämlich sogar ein Illustration mit einer dreidimensional gerenderten Schweizer Karte, auf der kleine Autos herumfahren.

Da dachte ich, es wäre doch mal wieder an der Zeit, einen frischen Blick auf Blender zu werfen: Sehen, was man damit inzwischen anstellen kann. Ein bisschen Spass haben, wie wir Nerds das so tun.

Aber wisst ihr was? Es lief ganz anders: Software herunterladen, öffnen… den Kopf schütteln, Software schliessen und löschen!
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