So ein Kack!

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Kack sells.

Im Beitrag Lies das! habe ich mich vor gut einem Jahr über die Marotten beim Verkauf von Online-Inhalten aufgeregt. Die müssen bekanntlich einen starken Klickanreiz aufweisen. Eine nüchterne Inhaltsangabe, Zusammenfassung oder emotionale Einstimmung reicht offenbar nicht aus. Es braucht Emotionalisierung, direkte Anrede des Lesers und den Versuch, ihn direkt zu involvieren. Ich habe im Beitrag damals geschrieben, dass man die Methoden in den USA bei den einschlägigen Sites sehr oft sieht, hierzulande mit Ausnahme von Watson.ch aber von allzu aufdringlichen Anbaggerversuchen aus dem Web aber verschont bleibt.
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Linksrutsch!

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Meine Smartspider: Hier als Animation, die aus technischen Gründen nur als Link funktioniert.

Ich mache mir seit zwölf Jahren den Spass, die mit Smartvote errechneten Smart-Spiders aufzuheben, übereinanderzulegen und hier zu publizieren (2014, 2011 mit einen Nachzieher und 2007; frühere Smartspider habe ich in ermangelung eines Blogs nicht verbloggt).

Bei früheren Beiträgen habe ich mich jeweils für die Publikation entschuldigt1. Das tue ich heute nicht mehr. Ich finde mein kleines Experiment aufschlussreich genug, dass ich es hier zur Nachahmung empfehle. Auch wenn man über die Vergleichbarkeit streiten kann2, liefert es handfeste Selbsterkenntnisse. In meinem Fall zu einem untypischen Linksrutsch – schliesslich gibt es das schöne Zitat:
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Serienstar ist auch nur ein Scheissjob

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Als über Dreissigjähriger hat Walter Koenig den 23-jährigen Navigator gespielt. Die bereits lichten Haare am Hinterkopf wurden mit der Farbdose kaschiert… (Bild: NBC Television/Wikipedia.org)

Nach dem Tod von Leonard Nimoy hat mir Audible.com, wenig erstaunlich, I am Spock vorgeschlagen (Buchfassung). Ich habe vor längerer Zeit die deutsche Fassung Ich bin Spock als gedrucktes Buch gelesen, sodass ich mir natürlich genau überlegte, ob ich einen meiner Credits aufwerfen sollte. Einerseits hat das Hörbuch den Vorteil, vom Autor selbst gelesen zu werden – was deswegen besonders interessant ist, weil es im Buch immer wieder Dialoge zwischen Nimoy und seinem filmischen Alter Ego, Spock, gibt. Andererseits ist das Hörbuch stark gekürzt – und ich mag keine gekürzten Hörbücher. Auch wenn Audible hier ein Plädoyer für die Kurzfassungen hält, leiden meiner Erfahrung nach die Titel fast immer – manchmal wird der Plot beschnitten, manchmal geht «nur» Stimmung verloren. Während es früher, als Hörbücher noch auf CDs ausgeliefert wurden, Kürzungen aus logistischen Gründen nötig sein mochten, sollten heute nur noch «Uncut»-Varianten zur Produktion kommen.
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Die Bürde des Early Adopters

Kollege Rothenberger hat neulich die VR One von Zeiss für den Tagi getestet und das gute Stück verhängnisvollerweise im Büro liegen lassen. Nachdem ich es entdeckt hatte, kam ich nicht umhin, es mir selbst über den Kopf zu stülpen und auszutesten, ob ich für diese Form der Immersion zu haben bin. Ich habe dabei sogar die Reaktionen meiner Kollegen über mich ergehen lassen. Nik hatte den Kommentar «Das sieht wirklich intelligent aus» übrig und Rafael hat sogleich ein Foto gemacht.

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Als Tech-Journi hat mans auch nicht leicht. (Bild: Rafael Zeier)

Aber als Tech-Journalist ist man gewillt, die Bürde des Early Adopters zu tragen. Die Bürde, respektive Brille drückt in diesem Fall auf Dauer ein bisschen aufs Jochbein und hinterlässt nach einer längeren Session womöglich auch brillenförmige Abdrücke um die Augen. Abgesehen davon sitzt sie recht gut und kommt nicht mit der Brille ins Gehege, die ich zwecks scharfem Sehen aufhabe.
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Photosynth oder Photo Sphere?

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Das Resultat von Photo Spere.

Für Rundherum-Panoramen nutze ich gerne die Photosynth-App von Microsoft. Sie löst die schwierige Aufgabe ganz passabel, aber doch mit mehr Bildfehlern, als ich mir wünschen würde.

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Und Photosynth, mit dem zweigeteilten Sulzerhochhaus.

Bei kniffligen Strukturen sieht man oft Brücke im Bild, bei denen die Software die Bilder nicht exakt zur Überlappung gebracht hat. „Photosynth oder Photo Sphere?“ weiterlesen

Paradoxon par excellence

Eine gute Zeitreise-Geschichte muss paradoxe Konstellationen heraufbeschwören – davon bin ich überzeugt. Mein Kritikpunkt an Dean Koontz’ Geschichte «Lightning» war, dass er sich mit einem erzählerischen Trick um allzu widersprüchliche Momente herumgedrückt hat.

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Eine Begegnung, wie sie ohne Zeitreise nicht möglich wäre…

Nun bin ich, so es der Zufall will, der Geschichte Entführung in die Zukunft (All You Zombies) von Robert A. Heinlein begegnet – und zwar in Form der australischen Verfilmung Predestination (Bluray bei Amazon).
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Es sonnenfinstert nicht so richtig

Am letzten Freitag bei der Sonnenfinsternis habe ich mit Zeitraffer-Aufnahmen experimentiert. Da ich erst gar nicht versuchen wollte, die Sonnenscheibe formatfüllend abzubilden – dazu fehlt mir die Ausrüstung und die Erfahrung – habe ich darauf gesetzt, den Effekt indirekt abzubilden. Meine Idee war, den Weg der Sonne über den Himmel und gleichzeitig die Abdunkelung der Umgebung abzubilden.

Um die Pointe vorwegzunehmen: Am Schluss ist zwar ein Video entstanden. Auf dem ist von der Sonnenfinsternis aber kaum etwas zu sehen. Das liegt daran, dass die Verdunkelung weniger stark ausgefallen ist, als ich erwartet habe – und auf diesen Effekt hatte ich gesetzt. „Es sonnenfinstert nicht so richtig“ weiterlesen

Drucken ist passé, ausser in 3D

Bekanntlich bin ich ein Verfechter des papierlosen Büros, weswegen ich Drucker für fast schon überflüssig halte. Da 3-D-Drucker aber kein Papier, sondern richtige Gegenstände fabrizieren, ist dieses Thema alles andere als nichtig. Ich war darum für die neueste Ausgabe von Publisher Insiders bei Armon Joos von 3D-Model in Zürich.

Da wir bei Publisher Insiders an den Publishing-Aspekten interessiert sind, hat er mir die Datenaufbereitung gezeigt. Er führt vor, wie druckbare Objekte entstehen. Als erstes scannen wir einen Gelenkknochen mit dem 3-D-Scanner ein und bearbeiten es so, dass ein sauberes, druckbares Modell entsteht. „Drucken ist passé, ausser in 3D“ weiterlesen

Die Koch-Brüder haben den Kongress gekauft

Sie sind milliardenschwer, in der Öffentlichkeit kaum bekannt, doch sie haben so viel Einfluss, wie man sich mit Geld überhaupt nur kaufen kann. Die Koch-Brüder pumpen Millionen in die republikanische Partei und bekommen als Gegenleistung Politiker, die zu Gehorsam verpflichtet sind.
Die beiden Brüder nennen sich liberal, was sich vor allem auf die Freiheit bezieht, die Umwelt zu verschmutzen. Fracking, Millionen Tonnen Treibhausgas, und keine Skrupel – eine moderne Clanwirtschaft, die mit Demokratie nicht viel zu tun hat…
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Windows 10 nimmt Gestalt an

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Neben dem Startknopf versteckt sich Cortana…

Wo es gestern um Windows 93 ging, nehme ich mir an dieser Stelle den Stand der Dinge in Sachen Technical Preview von Windows 10 vor.

Gegenüber meinem letzten Test vom 8. Oktober 2014 (Eine Liebesheirat ist es nicht) hat sich einiges getan: Cortana hat Einzug ins System gehalten. Sie ist eine virtuelle Assistentin à la Siri und erscheint neben dem Startknopf im Suchfeld, über das man sowohl in Windows als auch im Internet suchen kann.
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