Die Wasserfrage für Teetrinker

Ein notwendiges Übel, mit dem man sich als Teetrinker herumschlagen muss (und als Kaffeetrinker genauso), ist der Kalkfilter. Hier in Winterthur haben wir recht hartes Wasser. Ziemlich hart nach der Einteilung des Schweizer Lebensmittelgesetzes (siehe Wikipeida oder trinkwasser.ch).

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Links etwas Software, rechts die Hardware gegen hartes Wasser.

Das Problem des harten Wassers kennt man: Man hat verkalkte Hähnen und WCs, muss mehr Waschmittel nehmen – und eben: Tee und Kaffee schmecken nicht so gut, wie sie es mit weichem Wasser tun würden. Und zwar nicht nur in Nuancen, sondern sehr deutlich – abgesehen davon, dass weisse Kalkflocken oder schlierige Filme in Kanne und Tasse keine Freude sind und der Kalk auch die Crema des Kaffees killt. Es hilft also nichts: Man muss sich die Mühe machen, sein Wasser erst durch einen Filter laufen zu lassen, bevor man in den Teekocher oder die Kaffeemaschine schüttet.

Kalk- bzw. Wasserfilter gibt es diversen Ausprägungen. Man kann sie an den Wasserhahn oder sogar an den Hausanschluss montieren, es gibt Teekannen mit integriertem Filter und Produkte, die auch allerhand Keime, Bakterien und Viren beseitigen wollen. Wasser ist, wie einen nicht wundern sollte, auch ein wunderbares Betätigungsfeld für Esoteriker aller Art. Man kann es ionisieren, beleben oder gemäss Masaru Emoto irgendwie mit guten bzw. schlechten Botschaften beeinflussen. Darum solls uns aber nicht gehen – ein Ionentauscher oder ein Aktivkohlefilter reicht völlig.

Ich habe mich in (nicht allzu intensive) Recherchen gestürzt und schnell zur einfachsten Lösung gelangt: Ich habe den Filter gekauft, den es beim Grossverteiler ums Eck zu kaufen gibt. Ob das der beste, günstigste oder leistungsfähigste ist, hat mich nicht interessiert. Hauptsache, ich kann ohne Terz beim Wocheneinkauf eine neue Kartusche mitnehmen, falls die fällig sein sollte. Wegen der Filterei Internetbestellungen aufzugeben und Pakete von der Post abzuholen, scheint mir nicht sinnvoll. Beim Grossverteiler meiner Wahl gab es einen Tischfilter von Brita, einem deutschen Hersteller aus Hessen, der seinen Produkten überkandidelte Namen wie Marella, Navelia, Elemaris und Aluna gibt – wobei da schon wieder ein sanfter Esoterikalarm schrillt.

Der Marella-Krug jedenfalls fasst 2,4 Liter (1,4 davon gefiltert) und wird mit Maxtra-Kartuschen betrieben. Die gibt es oft im Dreierpack für um die 25 Franken. Oder beim Hersteller im 10-er-Pack für 44 Franken. Was die Internetbestellung dann doch wieder lohnenswert erscheinen lässt…

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Das eigentliche Geschäft ist auch beim Wasserfilter das Verbrauchsmaterial.

Auf dem Krug gibt es eine Anzeige namens «Brita Memo», die einen an den Austausch der Kartusche erinnern will. Die tut ein bisschen so, als ob sie merken würde, wie viel Wasser durch den Filter geflossen ist. Ich behaupte allerdings, dass die einfach nach vier Wochen auf null steht, damit man brav seinen monatlichen Kartuschenaustausch vornimmt. Wir haben uns angewöhnt, die Kartusche so lang drinzulassen, bis die Filterleistung augenscheinlich nachlässt.

Und noch ein kurzes Update, was die Tees selbst angeht – ich bin immer auf der Suche nach Alternativen zu den Standardtees wie Hagebutten oder Lindenblüten und kann aus meiner grossen Migros-Box die drei Produkte Schweizer Zitronenthymiantee, Kräuterteemischung mit Holunder und den Sonnenscheintee empfehlen.

Autor: Matthias

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