Verrat und chemische Unterjochung am Firmament

Die da oben und wir hier unten – das ist das Gefühl der Ohnmächtigen, die an den Himmel schauen und dort nicht azurblaue Freiheit und Kondensstreifen, sondern Verrat und chemische Unterjochung sehen. Klar – die Rede ist von den Chemtrails, eine der archetypischsten Verschwörungstheorien überhaupt.
„Verrat und chemische Unterjochung am Firmament“ weiterlesen

Die schlimmsten Infografiken aller Zeiten

Infografiken sind eeecht in Mode. Nicht zur Unrecht, denn eine gut gemachte Infografik vermittelt mitunter recht komplexe Sachverhalte auf eine eingängige, attraktive Weise. Es gibt nun aber auch schlechte Infografiken. Und die haben mit worstinfographic.com ihre eigene Domain.

Da findet man dann Perlen wie diese:

140527-do-i-need-an-infographic.png
Die Antwort ist Nein.
„Die schlimmsten Infografiken aller Zeiten“ weiterlesen

Die Ursünde des Radios

Ein Ding, das ich wirklich nicht verstehe, ist das Konzept der Musikrotation im Radio. Musikrotation – das ist eigentlich nur ein schönes Wort für: Immer und immer wieder der gleiche alte Scheiss. Ich habe deswegen aufgehört, SRF3 zu hören.

140527-records.jpg
Radiosender haben viele Platten zur Auswahl und spielen doch immer das gleiche. (Bild: Will Folsom/Flickr.com)

Hier könnte der Blogpost zu Ende sein, wenn der Sender nicht gezwungenermassen an mein Ohr dränge, weil ihn die Gattin gerne einschaltet. Und dann geht mir schon wieder der Hut: Zum Hunderttausendsten Mal «Männer» von Herbert Grönemeyer, «Love Shack» von den B52’s, Die Toten Hosen mit «Tage wie diese», Jamiroquai mit «Virtual Insanity», Kylie Minogue mit «Can’t Get You Out Of My Head», Texas mit «Black Eyed Boy», Outkast mit «Ms. Jackson», Plain White T’s mit «Hey There Delilah». Und wenn es hochkommt, folgen Bruno Mars und die Backstreet Boys.
„Die Ursünde des Radios“ weiterlesen

Bullshit-Alarm am digitalen Zeitschriftenregal

Vor knapp zwei Jahren habe ich über die skandalösen Preise deutscher Zeitschriften am Kiosk geschrieben. Neulich suchte ich wieder einmal eine Verkaufsstelle für Gedrucktes, Schokoladiges und Rauchbares auf und durfte erfreut zur Kenntnis nehmen, dass sich an dieser Angelegenheit noch überhaupt nichts verändert hat. «Chip» wirbt weiterhin mit einem grossen «Nur 3€» unter dem Titelkopf. Und ganz am unteren Rand steht dann: «Schweiz: 6 Franken». Soviel zum «Impact» dieses Blogs, zur Wirksamkeit des Preisüberwachers und zur Lernfähigkeit deutscher Verlagsmanager.

140526-chip-digital-05.jpg
Via Dropbox in die iBooks-App.

Da ich nach wie vor keine Lust habe, mich veräppeln zu lassen, habe ich mich nach der Möglichkeit zum Erwerb der Zeitschriften in digitaler Form umgeschaut. Und tatsächlich: Auf pressekatalog.de gibt es diese Möglichkeit. Die Einzelausgabe für 3,59€*, und wenn ihr fragt, was das Sternchen bedeutet, dann ist es im Fuss erklärt:
„Bullshit-Alarm am digitalen Zeitschriftenregal“ weiterlesen

Das Redaktionssystem des armen Mannes

Ich war gestern in Burgdorf bei Beat Kipfer am Publicollege. Für die aktuelle Ausgabe von Publisher Insiders stellt er mir eine moderne Methode vor, wie Redakteure und Layouter zusammenarbeiten können. Dazu braucht es keine komplizierten und teuren Redaktionssysteme wie Woodwing oder K4. „Das Redaktionssystem des armen Mannes“ weiterlesen

So müsste man bloggen!

Ich gebe zu, ich bewundere Chuck Lorre. Natürlich, weil er ein echtes Multitalent ist und nicht nur komponiert, Drehbücher schreibt und diverse Erfolgsserien entwickelt hat, namentlich die Serie für uns Nerds, «Big Bang Theory». Vor allem aber verdient er meine Bewunderung, weil er eine echt coole Methode fürs Bloggen gefunden hat.

140522-vanity-card.png
So geht Bloggen ohne CMS!

Er schlägt sich nämlich nicht mit einem sperrigen CMS herum. Er braucht keinen Hoster. Er muss sich nicht mit Kommentaren herumschlagen – denn er bloggt via Fernsehen, über die so genannten Vanity cards. Das ist eine Bildtafel, die am Ende des Abspanns für eine knappe Sekunde zu sehen ist, und deretwegen ich jedes Mal die Wiedergabe stoppe. Dort stehen dann seine persönlichen Beobachtungen drin – Kommentare zu seinem Leben, seiner Arbeit, durchaus auch mit politischen Untertönen. „So müsste man bloggen!“ weiterlesen

Ciao iTunes Match

Ich trage mich mit dem Gedanken, mein Abo für iTunes Match zu künden. Dieser Dienst ist bekanntlich dazu da, die in iTunes gespeicherte Musik auf Geräte wie iPhones, iPads oder andere Macs zu bringen, ohne dass man aufwändig synchronisieren müsste. Der iCloud sei dank hat man seine Musik immer zur Verfügung.

140519-google-play-music.jpg
Google hat schon schlimmere Apps abgeliefert.

Nun kostet das pro Jahr 35 Franken, was nun nicht wirklich günstig ist. Ich nutze seit einiger Zeit auch Google Play Music, was ich bereits im Blogpost Wie die Musik am komfortabelsten strömt ausgeführt habe. In diesem Beitrag habe ich das grosse Manko von Googles Dienst ausgeführt: Die fehlende App fürs iOS-Universum. Ich habe mir zwar mit Cloud Play for Google Music beholfen, bin mit dieser App jedoch nicht glücklich geworden.
„Ciao iTunes Match“ weiterlesen

Ich baue mir meine Pandemie

Heute geht es um heimtückische Arbeitskollegen. Ihr kennt das vielleicht. Keine angenehme Sache. Gut, ich bin mit meinen heimtückischen Kollegen einigermassen gut bedient. Ihre Heimtücke bezieht sich nämlich darauf, mein Suchtpotenzial auszubeuten und mich mit süchtigmachenden Spielen anzustecken. Vielleicht ist eine Art karmische Wiedergutmachungsdynamik im Gang, da ich meinerseits mit Clickomania sehr viele Menschen dazu brachte, sehr viel von ihrer Lebenszeit zu verschwenden. Wie auch immer; der Quiz-Manie habe ich mich erfolgreich verweigert. Ein neuer Versuch wurde von ihnen unternommen, mich zu infizieren. Und zwar mit Plague Inc. (iOS, Android). Ein Spiel, das auf Android gratis ist, auf iOS aber einen Franken kostet. Warum auch immer.

140520-plague07.jpg
Clickorrhoe ist auf dem Vormarsch!

Bei diesem Spiel geht es, wie der Name andeutet, um Ansteckung. Man ist ein Genetiker, der die ultimative Seuche kreieren soll. „Ich baue mir meine Pandemie“ weiterlesen

Es appt in Word

Als ich neulich Word 2013 startete, ist mir im Menüband bei Einfügen Entwicklertools ein neuer Eintrag namens Apps Add-ins ins Auge gesprungen. Aha – die Appifizierung hat nun also auch meine Textverarbeitung erreicht, dachte ich mir.1

160519-word-apps04.png
Direkt in Word gebastelte Wortwolke.

Diese neuen Add-Ins im Entwicklertools-Abschnitt des Menübandes2 scheinen mir eine zeitgemässe Weiterentwicklung alten Add-In-Gedankens: Man erweitert den Funktionsumfang eines Programms durch Module, die man nur dann einklinkt, wenn man sie auch wirklich benötigt. „Es appt in Word“ weiterlesen