Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android

Ich habe der Verspre­chung nicht getraut, wonach die Videoleap-App fürs Ferien­video und ebenso für den Block­buster taugen soll. Nach einem Intensiv-Test glaube ich das noch immer nicht – mag die App aber trotzdem.

Neulich habe ich die Foto-App Photoleap vorgestellt, die mir ganz gut gefällt. Sie stammt vom israelischen Unternehmen Lightricks, das noch weitere Apps in petto hat.

Eine davon ist Facetune 2; ein alter Bekannter, mit dem man Selfies nach allen Regeln der Kunst aufmotzt. Zu der habe ich zwiespältige Gefühle: Sie zielt so offensichtlich auf ein Massenpublikum, dass mich das misstrauisch stimmt: Man kann, so fürchte ich, nicht die Selfie-knipsenden, von Eitelkeit getriebenen Instagram-Horden beglücken und gleichzeitig professionelle Ansprüche bedienen. Doch Facetune schafft diesen Spagat so erstaunlich gut, dass ich überzeugt bin, dass ein Profifotograf, der die App mit Bedacht einsetzt, in ihr ein nützliches Werkzeug vorfindet.

Wenn Lighttricks es schafft, mit Apps die auf Effekt bedachten Laien und die Profis gleichermassen anzusprechen, dann komme ich nicht umhin, mir ein weiteres Produkt anzusehen, nämlich die Videoleap-App.

Die App ist wiederum eine grosse Nutzerschaft gedacht. „Die beste Videoschnitt-App fürs iOS und Android“ weiterlesen

Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig

Mit der Klima-App berechnet man seinen CO₂-Fussabdruck und kann den sogleich kompensieren lassen. Das schmeckt nach Ablasshandel – aber das ist nicht das einzige Problem, das ich mit dieser App habe.

Die «Gutmenschen-Apps»: Das ist eine Kategorie, der ich zwar einen etwas ironischen Namen gegeben habe, die ich nichtsdestotrotz für sinnvoll und für empfehlenswert halte.

Hier finden sich Apps wie Too good to go gegen Lebensmittelverschwendung (Die Lieblings-Apps aus diesem Jahr), Kiva für Mikrokredite in Schwellenländern (Geld-Apps, die nicht stinken) oder Gutes Tun für einfacheres Spenden für gute Zwecke (Schöne Apps von 2015) und Share the Meal für einfache Spenden gegen den Hunger (Die App-Highlights aus der Android-Welt) zählen in diesen Bereich.

Eine weitere solche Gutmenschen-App ist Klima, die es fürs iPhone und iPad und für Android gibt. Sie hat den Zweck einem zu einem Treibhausgas-neutralen Lebensstil zu verhelfen. Zu diesem Zweck tut sie etwas Naheliegendes: „Die Welt zu retten, ist erstaunlich günstig“ weiterlesen

Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund

Apples Safari-Browser lässt sich am iPhone und iPad nun mit Erweiterungen im Funktionsumfang ausbauen. Ich habe mir angeschaut, was für Erweiterungen es gibt, wie nützlich sie sind – und wie benutzerfreundlich. Spoiler: Nicht sehr.

Endlich hält beim iPhone und iPad die Möglichkeit Einzug, den Safari-Browser mit Erweiterungen auszustatten. Das ist aus meiner Sicht eine absolute Grundvoraussetzung, falls ich jemals nur im Traum daran denken sollte, anstelle eines richtigen Computers ein iPad für produktive Arbeit zu verwenden.

Doch mit iOS 15 und iPad OS 15 ist das nun möglich, und es gibt auch bereits eine Auswahl solcher Extensions. 9to5mac.com hat einige zusammengestellt.

Einige davon sind naheliegend, nützlich, aber nicht sonderlich spektakulär. Das gilt namentlich für 1Password, das es erlaubt, die in diesem Passwort-Manager gespeicherten Zugangsdaten direkt in Safari zu verwenden – das ist weniger aufwändig als die im Beitrag Automatische Passwortabfüllung beschriebene Methode.

Auf der Hand liegen einige weitere Dinge: „Apple erfindet das Rad ein zweites Mal – nur weniger rund“ weiterlesen

Höhenflug oder Bruchlandung?

Für die meisten Wordpress-Nutzer ist die Jetpack-Installation so sicher wie das Amen in der Kirche. Ein Dogma, dass man unbedingt hinterfragen müsste – allein weil dieses Plugin aus Datenschutzgründen problematisch ist.

Der Umzug dieses Blogs auf WordPress ist genau drei Jahre her. Das Langzeit-Fazit ist positiv. Ich habe es nicht bereut. Meine Bloggerei ist viel effizienter geworden und mein Blog gefällt mir besser – auch wegen Dinge wie dem Posts On This Day-Plugin von Jeremy Herve. So simpel das ist, macht es mir Freude, jeden Tag ein paar meiner eigenen Blogposts zu entdecken, von denen ich in vielen Fällen keine Ahnung mehr hatte.

Eine Frage bleibt jedoch. Ich habe seinerzeit das Jetpack-Plugin ganz selbstverständlich installiert. Es liefert schliesslich auf einen Schlag eine ganze Reihe von Funktionen, die man sonst mühsam über einzelne Erweiterungen einrichten müsste. Es sind insgesamt gut fünfzig Funktionen, die hier aufgezählt sind.

Von denen brauche ich die folgenden: „Höhenflug oder Bruchlandung?“ weiterlesen

Pop-Art statt Eye-Candy

Photoleap beweist, dass trotz des riesigen Angebots das Potenzial kreativer Bild­bearbei­tung nicht ausgereizt ist. Das Geheim­nis dieser App ist, dass sie komplexe Bear­beitungs­methoden auf nieder­schwellige Art bereit­stellt.

Gibt es noch neue, interessante Foto-Apps? In keiner Kategorie des App-Stores ist die Auswahl grösser, doch trotzdem machen sich langsam Ermüdungserscheinungen breit – es scheint, dass wir alles schon gesehen haben und die Eingangsfrage klar zu verneinen ist.

Bei genauem Hinschauen fällt noch etwas anderes auf: Trotz der riesigen Auswahl sind es alles in allem nur sieben Ideen bzw. Grundsatz-Konzepte, die in unzähligen Varianten umgesetzt werden. Nämlich die folgenden: „Pop-Art statt Eye-Candy“ weiterlesen

Heute wird hier Zwietracht gesät

Ich habe mir vorgenommen, eine Wissens­lücke auszu­bügeln und endlich herauszu­finden, was auf Discord.com abgeht. Das habe ich mit Freuden getan – und bereits grosse Pläne für diese Kommuni­kations­platt­form.

Ich habe eine für meinen Job eigentlich unverzeihliche Schwäche: Ich bin oft resistent, was Trends angeht. Ich höre zwar meistens relativ früh, wenn eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Aber dann denke ich: «Das ist sicher nur so eine Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird und die in zwei Wochen schon geschlachtet ist.» Will heissen: Sich damit zu beschäftigen, wäre vergebene Liebesmüh.

Was in der Tat auch häufig stimmt. Aber manchmal eben nicht. Was zur Folge hat, dass ich – wenn ich nicht mehr herumkomme, mir ein Thema näher anzusehen –, der allerletzte bin, der das tut. Und sämtliche Leute in meinem Bekanntenkreis, vor allem auch alle Leserinnen dieses Blogs hier, schon Bescheid wissen. Und ich dem Trend hinterherhechle, wie die sprichwörtliche alte Fastnacht.

Das ist mutmasslich auch beim heutigen Thema der Fall. Es existiert seit 2015 und ist nach Web-Massstäben uralt. Ich könnte versuchen, mich herauszureden, dass das Thema vornehmlich für Gamer interessant ist und mich ich nicht zu dieser Gruppe zähle – aber trotzdem.

Doch besser spät als nie: „Heute wird hier Zwietracht gesät“ weiterlesen

Der grösste gemeinsame Nenner des helvetischen Kulturschaffens

Damit der Anteil der einheimischen Produktionen irgendwann doch noch die vom Bundesrat festgelegte Quote erfüllt, erfolgt heute die Besprechung eines Podcasts, wie er schweizerischer kaum sein könnte: dem Giacobbodcast.

Das einheimische Schaffen kam bei meinen Podcast-Besprechungen bislang kaum zum Zug. Kafi Freitag, einige SRF-Podcasts (hier und hier) – und das war es auch schon. Doch es ist Besserung in Sicht: Heute gesellt sich eine längst überfällige Nennung hinzu.

Die drei gelben Quadrate stehen wahrscheinlich für die vier Landesteile.

Es handelt sich um den Giacobbodcast, der schon im Titel verrät, wer die Hauptfigur ist: Viktor Giacobbo, mit dem mich die weltbewegende Gemeinsamkeit verbindet, dass wir beide in Winterthur wohnen.

Darüber hinaus sind wir beide Moderatoren, wobei er dieses Geschäft allerdings um eine Nuance erfolgreicher betreibt als ich. Und mit dieser Erkenntnis nähern wir uns so langsam dem wichtigsten Unterschied an: Er ist nämlich, anders als ich, tatsächlich witzig. „Der grösste gemeinsame Nenner des helvetischen Kulturschaffens“ weiterlesen

So freunden sich Nikon-Kameras doch noch mit dem iPhone an

Die Smartbridge-App zeigte sich in meinem Test nicht sehr kooperativ und weigerte sich standhaft, eine Verbindung zwischen Smartphone und Kamera herzustellen. Zum Glück lässt sich das Problem beheben.

Nikon weiss, wie man gute Kameras baut. Bei der Software bin ich mir über die Kompetenz nicht so ganz im Klaren: Beim Test der Z6 habe ich seinerzeit sehr über die Snapbridge-App aufgeregt.

Aber vielleicht hat Nikon die Mankos ausgeräumt? Ich habe die Gelegenheit wahrgenommen, die Snapbridge-App, die es für Android und fürs iPhone gibt, mit zwei aktuellen Kameras zu testen: mit der Z fc und der Coolpix W150.

Um gleich auf das Fazit zu sprechen zu kommen: Das ist durchzogen. Konkret gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute besteht darin, dass das grösste Manko ausgeräumt ist: „So freunden sich Nikon-Kameras doch noch mit dem iPhone an“ weiterlesen

Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat

Eine seit erdenklichen Zeiten vorhandene Funktion von Office funktioniert nun, wie sie sollte: Word verwendet endlich die richtigen Anführungszeichen, nämlich die hierzulande gebräuchlichen Guillemets.

In Word gibt es seit Urzeiten die Option Gerade Anführungszeichen durch typografische. Sie sorgt dafür, dass Zollzeichen durch richtige öffnende und schliessende Anführungszeichen ersetzt werden – wie es sich gehört, zumal ein Computer keine Schreibmaschine ist.

Ich habe diese Option abgeschaltet, da sie auch mit Schweizer Spracheinstellung die in Deutschland gebräuchlichen Gänsefüsschen eingefügt hat. Weil ich darauf bestehe, die Guillemets zu verwenden¹. Ich habe dazu den Microsoft Keyboard Layout Creator verwendet, um mir das Tastaturlayout «Deutsch (Schweiz) – Typo» zu basteln, mit dem die Guillemets über die Alt-Taste erreichbar sind.

Die Guillemets direkt über die Tastatur abrufen

Dieses Layout habe ich seit mehr als zehn Jahren im Einsatz; wie ich es erstellt habe, ist im Beitrag Tüppogravieh und andere Kaphostrophen beschrieben. Und zur Feier dieses Jubiläums könnte ich es der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, oder?

Hier ist es: „Es hat bloss dreissig Jahre gedauert, bis Microsoft es geschnallt hat“ weiterlesen

Wenn sich Windows aktiv gegen den Shutdown sperrt

Es ist eine Kleinigkeit, die mich regelmässig auf die Palme treibt: Microsofts Betriebssystem bricht das Herunterfahren ab, wenn irgendwo ein ungespeichertes Dokument offen ist. Das ginge auch schlauer.

Etwa fünfmal die Woche passiert es mir, dass ich glaube, meinen Windows-PC heruntergefahren zu haben, nur um Stunden später festzustellen, dass er noch immer läuft. Es heisst dann, Programm sowieso hätte das «Herunterfahren verhindert». In früheren Zeiten, in denen ich noch ins Büro ging, gab es die verschärfte Variante: Nach zwei Wochen Ferien feststellen, dass der Computer die ganze Zeit durchgelaufen ist – und aus unerfindlichen Gründen noch nicht einmal in den Energiesparmodus ging.

Die Ursache des Problems ist einfach: „Wenn sich Windows aktiv gegen den Shutdown sperrt“ weiterlesen