Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren

Um das Maximum aus hochauflösenden Bildschirmen herauszuholen, muss man unbedingt die Skalierung seinen eigenen Vorlieben anpassen. Ich erkläre, wie das geht – und wie man Zwecks Maximierung der Ergonomie das nach Bedarf per Tastaturkürzel tut.

Ich hatte unlängst das Vergnügen, ein hübsches Notebook zu testen, nämlich das HP Spectre x360 15, das mit einem schönen Amoled-Touch-Display ausgestattet ist, das auch HDR beherrscht – hier habe ich es ausführlich besprochen. An dieser Stelle geht es mir um ein Detail, das mir beim Test aufgefallen ist. Nämlich um die Frage, wie man das Maximum aus einem Hi-DPI-Monitor herausholen könnte.

Um das kurz zu erklären: Der HP-Laptop verwendet eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln, also 4K UHD. Das ergibt eine bei einem Bildschirm von 15 Zoll Durchmesser Pixel, die deutlich viel kleiner sind als bei einem herkömmlichen Anzeigegerät. Das wiederum führt dazu, dass man das Betriebssystem nicht 1:1 darstellen möchte. Denn mit den winzigen Pixeln würden die Elemente der Benutzeroberfläche selbst so klein, dass nur Leute mit Adleraugen sie erkennen.

Grösser und schärfer

Stattdessen werden die Elemente vergrössert dargestellt. So passt zwar nur ungefähr gleich viel Inhalt auf den Bildschirm, wie das mit einem normalen Full-HD-Display der Fall wäre. Die Darstellung ist aber viel schärfer; im Fall des HP-Laptops viermal so scharf wie bei Full-HD.

Technisch gesprochen ist die Punktdichte (Punkte pro Zoll, bzw. Dots per Inch, DPI) höher als bei einem normalen Display, weswegen man von Hi-DPI spricht. In der Apple-Welt ist dafür auch die Bezeichnung Retina-Display gebräuchlich.

Der eigentliche Clou ist nun, dass nicht in Stein gemeisselt ist, wie stark diese Vergrösserung sein soll. Es gibt natürlich eine Voreinstellung. Aber die kann – und sollte man – anpassen. Ich erkläre, das Warum und auch das Wie, natürlich für Windows und Mac. „Bei Windows und Mac die Bildschirmanzeige perfektionieren“ weiterlesen

Tricks für die Zwischenablage

Fürs Copy-Paste hält Windows nützliche Tricks bereit. Und wo wir dabei sind, können wir auch herausfinden, wie man zwischen Geräten Informationen austauscht – mit einem Extra-Trick für Google Chrome.

Eine meiner Lieblingsfunktionen von Windows 10 ist die mit dem Oktober-2018-Update eingeführte, neue Zwischenablage. Sie behält nicht nur einen Verlauf der letzten 25 Einträge, sondern synchronisiert sich auch über das Microsoft-Konto auf andere Geräte. Das ist für leidenschaftlicher Cutter-und-Paster wie mich eine riesige Erleichterung.

Die in der Windows-Zwischenablage gespeicherten Einträge.

Also, es funktioniert wie folgt: Um das Menü mit dem Verlauf anzuzeigen, drückt man die Windows-Taste und v.

Damit das auch klappt, muss der Verlauf eingeschaltet werden. Das tut man über die Einstellungen. Bei System in der Rubrik Zwischenablage konfiguriert man sich diese Funktion zurecht.

Die Option Zwischenablageverlauf gibt an, ob ältere Einträge aufbewahrt werden oder eben nur das letzte kopierte bzw. ausgeschnittene Element, wie es früher der Fall war. „Tricks für die Zwischenablage“ weiterlesen

So gelingt der Start mit dem neuen PC

Die Übernahme von Dokumenten, Einstellungen, Programmen und der Konfiguration von einer alten auf eine neue Windows-Maschine ist eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Hier die Tipps, wie man am besten verfährt und wo die Fallen liegen.

Wie steigt man von einem alten Windows-PC auf einen neuen um? Diese Frage höre ich gelegentlich, und sie ist keine Freude. Denn für die Antwort muss ich weit ausholen – sehr weit.

Dabei könnte es so einfach sein. Apple exerziert vor, dass man die Datensicherung auch dazu verwenden kann, den ganzen Inhalt von einem alten Gerät auf ein neues zu übertragen. Wie es geht, beschreibt Apple hier für iOS-Geräte und hier für den Mac. Und ja, so einfach wie das im Vergleich geht, wäre das auch ein guter Punkt für die Auflistung Wo der Mac über Windows triumphiert gewesen.

Aber nun ist es leider so, dass Microsoft die Sache in der letzten Zeit nicht vereinfacht, sondern erschwert hat: „So gelingt der Start mit dem neuen PC“ weiterlesen

Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt

Ein ausführlicher Test der App EpocCam, die das iPhone als Webcam für Windows und Mac nutzt. Sie gibt in Videokonferenzen mehr Gestaltungsfreiheit, hat aber auch ein paar Nachteile.

Neulich habe ich im Beitrag Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming beschrieben, wie man eine via HDMI angeschlossene Spiegelreflex- oder Videokamera als Webcam benutzt. Das funktioniert ziemlich unkompliziert und bringt uns zur Frage, ob man denn auch das iPhone oder iPad als externe Kamera für seinen Windows-PC oder Mac benutzen könnte.

Und ja, natürlich: Auch das geht. Es gibt mehrere Apps zu diesem Zweck; aber ich habe mich für EpocCam entschieden. Diese App fürs iPhone und iPad kostet 8 Franken. Der dazugehörende Treiber ist für Windows und Mac verfügbar und kostenlos.

Warum sollte man das Smartphone als Kamera nutzen, wenn man bereits eine Webcam besitzt; sei es nun eingebaut oder extern?

Ich sehe einen Hauptvorteil: „Das Smartphone als Webcam: Wie es funktioniert und was es bringt“ weiterlesen

Eine Steilvorlage für Microsoft

Files ist ein alternativer Dateimanager für Windows, der vor Augen führt, wie wenig sich beim Explorer in den letzten zwanzig Jahren getan hat: Eine Empfehlung unter Vorbehalten.

Neulich habe ich den Explorer als eines der Highlighs von Windows herausgestrichen. Und ja: Dieses Programm erfüllt seinen Zweck und hat auch ein paar versteckte Stärken.

Trotzdem soll die Frage erlaubt sein: Ginge es nicht auch besser? Und moderner? Denn im Kern ist der Explorer seit Windows 95 der alte geblieben. Klar, mit Windows 8 wurde die Menüleiste durch das Menüband (den Ribbon) ersetzt, und es gab einige neue Funktionen wie die Bibliotheken. Aber das ist, auf 25 Jahre gesehen, doch ziemlich bescheiden.

Zum Beispiel warten wir noch immer auf die Möglichkeit, Browserfenster auch als Reiter darzustellen. Beim Mac wurden die immerhin schon 2013 mit Mavericks (10.9) eingeführt. Da wäre es so langsam an der Zeit – auch wenn es mit Groupy eine Shareware gibt, die genau diese Funktion nachrüstet. Ich habe sie ausführlich vorgestellt und auch lange Zeit benutzt – dann aber wieder mit ihr aufgehört, weil die Reiter eben doch nicht so nahtlos funktionieren, wie wenn sie direkt ins Programm integriert wären.

Das ist ein guter Grund, Files zu testen. „Eine Steilvorlage für Microsoft“ weiterlesen

Ein heisser Tipp fürs mobile Bloggen

Der Bilder-Upload ist bei Wordpress stark verbesserungswürdig. Die Biru-WP-App macht die Sache zumindest für Reise- oder Reportagen-Blogger einfacher.

Im Beitrag Hey Word­press, hier ein guter Vorsatz für dich habe ich vor einiger Zeit einige Schwächen der mobilen WordPress-App angeprangert. Die zeigen sich vor allem, wenn man die App zum Schreiben und Veröffentlichen der Beiträge nutzen möchte. Zu diesem Zweck ist sie so wenig geeignet, dass ich auch am iPad lieber zum Browser greife.

Ein Kritikpunkt bezieht sich auf das Hochladen von Bildern. Natürlich kann man Fotos unbearbeitet ins CMS verfrachten – und ich würde vermuten, dass viele WordPress-Publizisten genau das tun. Meines Erachtens ist das aber schlechter Stil: Man sollte sich die Mühe machen, Bilder zu optimieren: Dann halten sich Bildgrösse und -qualität die Waage und mobile Nutzer werden nicht mit unnötig grossen Datenübertragungen belastet.

Es gibt natürlich Tricks, die Bilder serverseitig aufzubereiten. Drei Erweiterungen für diesen Zweck habe ich im Beitrag Die besten WordPress-Plugins vorgestellt. Doch eigentlich möchte man das eine tun und das andere nicht lassen: Wenn man Bilder zum Beispiel selbst via Handy hochlädt, vielleicht sogar aus dem Ausland, dann möchte man dafür auch nicht unnötig Daten verbraten. Es wäre somit sinnvoll, wenn die App bereits von Haus aus Fotos herunterrechnen und optimieren würde.

Ich habe mich darum umgesehen, ob es für den Bilder-Upload eine App eines Drittherstellers gibt. Und in der Tat, die gibt es: „Ein heisser Tipp fürs mobile Bloggen“ weiterlesen

Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt

Eine geheime, unerfüllte Leidenschaft meinerseits ist die Produktion eines Animationsfilms. Das Equipment und Ideen sind vorhanden und auch die passende App ist auserkoren. Jetzt fehlt nur noch etwas.

Kinder wecken Erwartungen bei ihren Eltern: Manche wünschen sich, dass ihre Söhne und Töchter zu irgendwelchen Höhenflügen ansetzt: Akademische Grade erringt, in der Armee mindestens den Rang des Korpskommandanten erreichen, in eine adlige Familie einheiraten oder in Hollywood durchstarten – irgendetwas in der Art.

Ich bin in dieser Sache weniger spezifisch. Ich bin zufrieden, wenn der Nachwuchs keine arschlochhaften Charakterzüge entwickelt, sondern sich als senkrechtes menschliches Wesen entpuppt. Was, bei Licht betrachtet, auch kein kleiner Wunsch ist. Nebenbei hoffe ich ausserdem noch, dass ich meine Tochter irgendwann dafür begeistern kann, mit mir einen Stop-Motion-Film zu drehen.

Wie beschrieben habe ich in meiner Jugend noch das Medium des Super-8-Films miterlebt. Bei dem waren die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten im Vergleich zur heutigen Handykamera  primitiv. Doch mit manchen Kameras konnte man einzelne Frames belichten. Das fand ich extrem faszinierend: „Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt“ weiterlesen

Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen

Mit Unified Remote steuert man seinen Computer via Handy oder Tablet fern. Das erschien mir anfänglich nutzlos – doch dann habe ich immer mehr spannende Einsatzmöglichkeiten entdeckt.

Ist das genial oder nutzlos? Das war meine erste Frage, als ich neulich der App Unified Remote begegnet bin.

Im Modul «Basic Input» wird der Computer wie mit einem Touchpad gesteuert.

Diese Lösung lässt einen den Computer per Smartphone oder Tablet fernsteuern. Es braucht zwei Dinge: Erstens die App fürs Mobilgerät, die es kostenlos¹ für Android und fürs iPhone und iPad gibt. Zweitens einen Server, der man ebenfalls gratis auf seinem Desktop-Computer installiert. Diese Software existiert für Windows, Mac OS, Linux, Chromebooks und den Raspberry Pi.

Nachdem die beiden Komponenten installiert sind, verbindet man den Client, also das Smartphone oder Tablet mit dem Server, bzw. dem Desktop-Computer. Das hat in meinem Fall fast reibungslos geklappt: Es brauchte zwei Anläufe. Dann stand die Verbindung und ich konnte auf dem Touchpad des iPhone den Cursor meines PCs mit Windows 10 bewegen.

Das funktioniert ausgezeichnet und ohne spürbare Verzögerung. Die Bedienung auf diesem virtuellen Trackpad ist einfach: „Eine unorthodoxe, aber tolle Methode, den Computer zu bedienen“ weiterlesen

Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!

Den Umgang mit regulären Ausdrücken zu trainieren, ist eine Investition, die ihr nicht bereuen werdet. Und dabei hilft die tolle Website regexr.com.

In diesem Blog wurde immer mal wieder das Hohelied auf die regulären Ausdrücke gesungen. Das sind – und ich entschuldige mich dafür, dass ich an dieser Stelle einen Grossteil meiner Leserschaft mit altbekannten Informationen langweile – syntaktische Formulierungen, die fürs Suchen und Ersetzen verwendet werden. Nur geht es nicht darum, einen exakten Begriff zu finden, sondern eine Menge von Begriffen, die eine Gemeinsamkeit haben.

Ein Beispiel: Im Beitrag Perfektion hat ihren Preis ging es darum, dass ich in meinem Blog einige Altlasten bereinigen wollte, die von der Migration auf WordPress übrig geblieben waren. Dafür waren gewisse Anpassungen im HTML-Code nötig, die ich nicht von Hand erledigen wollte. Ein regulärer Ausdruck – im Englischen regular expression oder kurz Regex genannt – findet platzierte Bilder anhand ihrer Image-Tags und die dazugehörigen Bildlegenden und schreibt diese auf die Anforderungen eines neuen Content Management Systems wie WordPress um.

Anderes Beispiel, ebenfalls aus dem Bereich des Webpublishings: „Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!“ weiterlesen

Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben

Wie man zu einem Allerweltsthema aussergewöhnliche Apps beisteuert, zeigt meine Auswahl von den tollsten sechs Wetter-Apps. Plus, weil es so schön ist, sechs Empfehlungen der Leser und vier Dreingaben.

Im Beitrag Die Premiere muss leider verschoben werden habe ich es angedeutet, dass sich bei meiner 2015 gestarteten Videoserie Digitale Patentrezepte eine Veränderung ansteht. Inzwischen ist die Katze aus dem Sack und ich kann auch mein Gejammer zum Umstieg bei der Schnittsoftware relativieren. Ich fabriziere einen Rohschnitt liefere das Rohmaterial und die Postproduktion wird vom Tamedia-Videoteam erledigt. Das reduziert die Gefahr, an Premiere zu verzweifeln.

Die Neuerung hat den Vorteil, dass wir momentan mehr in die Produktion investieren als bisher: Die Videos sehen deutlich schicker aus. Es gibt aber auch einen Nachteil: Da die Videos nun nicht mehr mein alleiniges Werk sind, werde sie hier im Blog nicht mehr einbinden, sondern nur noch darauf verlinken. Sorry! Und ja, ich weiss, dass die Videos hinter einer Paywall stecken.

Also, trotz dieser Einschränkung erfolgt hier die stolze Uraufführung der ersten Folge der Patentrezepte 2.0, die sich um Regen, Hagel, Sturm und Sonnenschein dreht und den Titel Wetter-Apps mit dem gewissen Etwas trägt. Und ja, die erwähnten Apps kann ich hier natürlich trotzdem aufzählen: „Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben“ weiterlesen