Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben

Im Video stelle ich die Familienfunktionen von iPhone, iPad, Mac, Android, Windows und Xbox vor – und gebe zu den Familien-Abos von Spotify und Co. eine Empfehlung ab, wie die noch besser werden könnten.

Neulich habe ich im Beitrag Mit einer App die Kinder schützen? die Family Safety-App von Microsoft getestet. Die hat mich nur mässig befriedigt. Darum bin ich zum Schluss gelangt, dass ich die Sache systematisch angehen muss.

Das Resultat dieser Bemühungen ist ein Video, in dem ich die Familienfunktionen beim iPhone, iPad, Mac und von Android vorstelle und die Möglichkeiten bei Microsoft mit besagter Family Safety-App streife.

Mein Fazit ist, dass Apple die drei Bereiche, die mit solchen Familien-Features abgedeckt werden sollen, am elegantesten unter einen Hut bringt.

Google hat ebenfalls einiges zu bieten, tut das aber etwas verzettelt und weniger elegant ins System integriert. Dafür hat man bei Android immerhin den Vorteil, dass die Lösung nicht nur innerhalb der eigenen Plattform funktioniert: „Was Apple, Google und Microsoft unseren Familien zu bieten haben“ weiterlesen

Spotify fördert die Podcasts zu Tode

Aus dem freien Netz in die eigene App: Spotify setzt alles daran, Podcasts zu kommerzialisieren und zur dominanten Plattform zu werden. Das könnte das Ende einer Graswurzel-Bewegung bedeuten.

Beitragsbild: Tim Pritlove an der Konferenz «Das ist Netzpolitik!» von netzpolitik.org von Jason Krüger/Wikimedia, CC BY-SA 4.0

Darf man Tim Pritlove als den Übervater der deutschen Podcast-Landschaft bezeichnen? Ich bin mir sicher, dass er sich über diesen Titel lustig machen würde. Wohl zu Recht, weil mit ihm eine Verantwortung einhergehen würde, die ich mir auch nicht auf die Schultern würde laden wollen. Darum vielleicht «Podcast-Übervater ehrenhalber»?

Unbestritten ist, dass Pritlove, den ich seinerzeit kurz persönlich getroffen habe, nicht unschuldig daran ist, dass Podcasts im deutschsprachigen Raum nicht nur Fuss gefasst haben, sondern aus dem Medienmix nicht mehr wegzudenken sind. Das wäre sicherlich auch ohne ihn passiert – aber die hiesige Landschaft wäre ohne seinen Einfluss weniger lebendig und vielfältig.

Und keine Angst, das wird kein Nachruf, der Podcast-Übervater h.c. lebt noch. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das für seinen Glauben an «sein» Medium noch gilt. Denn neulich gab es von ihm einen Tweet zu lesen, der einen niedergeschlagenen und betrübten Eindruck hinterliess: „Spotify fördert die Podcasts zu Tode“ weiterlesen

Mit Google schneller zu den Resultaten kommt

Google hat einen Hang zur Besserwisserei – und die Suche ist im Lauf der Zeit nicht besser, sondern deutlich schlechter geworden.

Google bastelt immer mal wieder am Layout, doch an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die grösste Neuerung der letzten Jahre war (falls mich meine Erinnerung nicht trügt) die Suchfilter-Leiste.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich kein grosser Fan dieser Leiste bin. Sie bleibt zwar dezent im Hintergrund, wenn man sie nicht braucht. Doch wenn man sie häufig verwendet, dann muss man sie immer erst einblenden. Es gibt keine (mir bekannte) Möglichkeit, sie dauerhaft anzeigen zu lassen.

Um die Leiste zum Vorschein zu bringen, braucht es einen Klick. Dann sieht man die Optionen, aber um eine auszuwählen, muss man noch zwei weitere Klicks leisten: Erst auf den Titel der Kategorie, dann auf den gewünschten Punkt. Und da die wie Menüs funktionieren, sieht man nicht alle Filter aufs Mal und muss sich daher nach jedem Klick erst neu orientieren. Ich bin kein Usability-Experte; aber ich halte das nicht für das Gelbe vom Ei.

Das ist nicht alles, was mich nervt. „Mit Google schneller zu den Resultaten kommt“ weiterlesen

Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen

Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem

Mac OS 11 alias #BigSur ist seit letzter Woche verfügbar: Die grossen und die kleinen Neuerungen.

Big Sur – das ist die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, die nun bezeichnenderweise die Versionsnummer 11 trägt. Das mag als Detail erscheinen. Doch man muss bedenken, dass das System, das seinerzeit das klassische Mac OS ablöste, seit zwanzig Jahren die Versionsnummer 10 verwendet hat und Apple auch die grossen Updates nur hinter dem Punkt hochgezählt hat.

Ich habe das Video noch vor der Keynote am 10. November gemacht – also noch ohne Kenntnis darüber, wie viel Apple über die neuen Macs und die Strategie bei den Betriebssystemen würde preisgeben wollen. Dabei ist der Klärungsbedarf gross. Und zwar nicht erst, seit der Wechsel von Intel zu Apple Silicon bekannt geworden ist.

Das Verhältnis zwischen dem iPad und dem Mac bedarf seit fünf Jahren der Klärung. Damals hat Apple das iPad Pro eingeführt und die Devise ausgegeben, man könne damit so produktiv arbeiten wie mit einem richtigen Computer.

Doch inzwischen wissen wir: Viele Fragen blieben am Apple-Event offen. Die Enttäuschung darüber habe ich mir hier von der Seele geschrieben.

Trotzdem – hier erstmal das Video mit den wichtigsten Neuerungen: „Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten

Da heute jeder seinen eigenen Podcast hat, brauchen auch alle Leute eine Software, um Gespräche via Internet zu führen und sie in perfekter Qualität aufzuzeichnen. Und dafür habe ich heute einen Tipp, nämlich Zencastr.

Ich hatte das Vergnügen, neulich bei Martin Rechsteiner alias Pokipsie in einer Folge seines Podcasts Geektalk zu Gast zu sein. Die werde ich an dieser Stelle verlinken, sobald sie online ist – und natürlich ist das eine echte Hörempfehlung, weil das Gespräch, so glaube ich, kurzweilig geworden ist und auch ein paar Einsichten bereithält. Jedenfalls ging es mir so.

In diesem Blogpost hier soll es aber um die Software gehen, die Martin unser Gespräch verwendet hat. Wir sassen nicht im gleichen Raum, was derzeit sowieso nicht opportun ist, sondern haben uns via Internet unterhalten. Dafür kam Zencastr zum Einsatz.

Die Software hat gewisse Gemeinsamkeiten mit StudioLink, jenem Produkt, das wir vom Nerdfunk für die Aufzeichnung unserer Folgen aus dem Homestudio einsetzen. Ich habe sie im Beitrag Mit Studio-Link klingt Radio besser vorgestellt.

Doch Zencastr weist einige Merkmale auf, die es von StudioLink abheben und die mich dazu bringen, auf das Thema zurückzukommen: „Eine Internettelefonie-Software nicht nur für Buddisten“ weiterlesen

Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten

Bin ich zu doof, um in Skype einen Gruppenanruf zu machen – oder liegt es vielleicht doch an Microsofts seltsamen Vorstellungen von Benutzerführung?

Also, dieser Beitrag hier ist leider unvermeidlich nach unserer Nerdfunk-Sendung vom 3. November. Die war technisch gesehen nicht das Gelbe vom Ei. Deswegen braucht es wohl so eine Art Selbstberatung, was die Nutzung von Internettelefonie-Apps angeht.

Die Idee war, das Digichris, Kevin und ich über die Wahlen in den USA sprechen. Wir wollten – und haben letztlich auch – darüber gesprochen, welches Fazit man nach vier Jahren Trump ziehen sollte und was seine Nutzung von Twitter für ein Gefühl hinterlässt. Und ein Thema war auch, welchen Präsidenten die Tech-Unternehmen wohl bevorzugen würden.

Das Problem war nun, dass ich es während der Livesendung nicht geschafft habe, einen Gruppen-Anruf mit meinen beiden Mitstreitern einzurichten. Wir haben abwechselnd gesprochen, was auch funktioniert hat, aber nicht unserer Absicht entsprochen hat.

Und ja: Ich stand auf dem Schlauch. Zu meiner (zumindest teilweisen) Entlastung darf ich allerdings ins Feld führen, dass diese Skype-App ein Unding ist. Die Benutzerführung ist eine mittlere Katastrophe.

Das werde ich gleich ausführen. Aber zuerst die Erklärung, wie man es schafft, am iPad einen Gruppenanruf durchzuführen: „Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten“ weiterlesen

Die tapferen Kämpfer gegen Zensur und Denkverbote

Mein Facebook-Freund Jürg hat einen Text von «Die Ostschweiz» geteilt. Sie behauptet, man dürfe das Coronavirus und die Influenza nicht im gleichen Atemzug nennen. Aber stimmt das?

Auf Facebook liest man oft die Behauptung, die freie Meinungsäusserung sei eingeschränkt – man könne auf Facebook «nicht mehr sagen, was man wolle». Auch von Zensur ist oft die Rede.

Das amüsiert und irritiert mich gleichermassen. Amüsant finde ich die Tatsache, dass die Leute komplett ignorieren, wie widersinnig ihre Behauptung ist. Wenn jemand sie zensurieren würde, dann würde er logischerweise auch den Zensurvorwurf unterbinden. Das müsste auf der Hand liegen.

Irritierend ist, dass die Leute nicht verstehen, was Zensur und Einschränkung der freien Meinungsäusserung bedeuten. Es bedeutet, dass der Staat gewisse Ansichten unterdrückt – wie es die Chinesen mit dem «goldenen Schild» tun. Soziale Netzwerke gibt es dort nicht oder nur in ausgedünnter Form.

Ein zentrales Element dieser Zensur ist die Gefahr, der sich Leute aussetzen, die die explizit oder implizit verbotenen Themen trotzdem ansprechen. Sie laufen Gefahr, im Gefängnis zu landen oder zu verschwinden. Deniz Yücel hat das erlebt und im «Fest & flauchig»-Podcast eindrücklich davon erzählt.

Halten wir fest: „Die tapferen Kämpfer gegen Zensur und Denkverbote“ weiterlesen

Ein kurzer Tipp zu einem mässig lästigen iPhone-Problem

Manche Links öffnen iOS und iPad OS ungefragt in einer App statt im Browser. Warum das so ist – und was man dagegen tun kann.

Der heutige Tipp hängt mit einem Ding zusammen, das man meines Wissens universelle Links nennt. Apple hat sie mit iOS 9 eingeführt, und sie sind eine im Grunde geniale Angelegenheit. Sie verknüpfen das Web mit der passenden App.

Ein Beispiel: Hier an dieser Stelle gibt es einen Link auf meinen Twitter-Account @MrClicko. Wenn er am iPhone von einem Nutzer angetippt wird, der die Twitter-App installiert hat, wechselt iOS zur Twitter-App und öffnet dort den passenden Inhalt. Wenn die App auf dem Gerät nicht vorhanden ist, erscheint er hingegen in Safari (bzw. ab iOS 14 im Standardbrowser).

Sehr schön lässt sich das auch bei Wikipedia beobachten: Links zu einem Eintrag im Online-Lexikon werden in der Wikipedia-App geöffnet, falls die installiert ist. Falls nicht, erscheint die normale, mobile Website.

Das ist in den meisten Fällen sinnvoll. Doch eben nicht immer. Es kommt vor, dass man einen Inhalt lieber im Browser als in der App konsumieren möchte. „Ein kurzer Tipp zu einem mässig lästigen iPhone-Problem“ weiterlesen