Ferienpostkarten zum Nulltarif

Aus Gründen, die ich im Beitrag So machen digitale Postkarten keinen Spass ausführlich dargelegt habe, ist Touchnote bei mir in Ungnade gefallen. Das ist der Dienst, mit dem man Fotos ab Handy verschickt – wie man das heutzutage halt so macht.

Da wir nun neulich unsere wohlverdienten (?) Ferien in Schweden verbracht haben, stellte sich also die Frage: Wie verschicken wir unsere Postkarten? Wieder ganz klassisch handgeschrieben? Oder via WhatsApp?

Ich habe einige Alternativen durchprobiert (u.a. Postcard und Ink Cards) und mir überlegt, ob ich reumütig zur App der Post zurückkehren will. Über die habe ich mich bekanntlich im Beitrag Äh, Ausland? göttlich aufgeregt. Aber der Weg der Wahl war dann die Postkarten-App von Ifolor.

Es gibt sie fürs iPhone und iPad und für Android. Man kann, wenn man will, die Karten auch via Browser bestellen. Und als Fazit vorneweg: Es hat einwandfrei funktioniert. Die Karten sehen gut aus und sie wurden speditiv zugestellt.

Und der Clou: Sie waren komplett gratis. „Ferienpostkarten zum Nulltarif“ weiterlesen

Gewöhn dich daran, alter Mann!

Bevor ihr euch aufregt, mir böse Kommentare schreibt, auf eure Jugend hinweist oder auf die Tatsache, dass ihr kein Mann seid, lasst mich etwas klarstellen: Die Aufforderung im Titel bezieht sich auf mich selbst. Ich bin der alte Mann, der noch neue Tricks lernen soll. Trotzdem habe ich davon Abstand genommen, den alten Hund zu erwähnen, dem man keine neuen Tricks mehr beibringt. Denn soooo alt (und so hündisch) fühle ich mich trotz allem nicht.

Also, es geht darum, dass ich zu den Leuten gehöre, die am Computer normalerweise viele Programme und Fenster offen haben. Ich bin ein intensiver, aber nicht ein sonderlich geübter Multitasker. Ich wechsle ständig zwischen Browser, Textverarbeitung, Internet Explorer und anderen Programmen hin und her – und das typischerweise mittels Daumen und Zeigefinger. Also mit der Tastenkombination Alt und Tabulator.

Und ich gehöre auch zu denen, die Fenster minimieren. Da würde mich übrigens interessieren: „Gewöhn dich daran, alter Mann!“ weiterlesen

Kein Grund für Browser-Tristesse

Es ist Sommer – und da kommen selbst die eingefleischten Nerds weniger zum Bloggen. Ihr wisst schon: Die Familie will, dass man sich «erholt», mal «ausspannt», den «Alltag hinter sich lässt», und so weiter. Dass genau das Bloggen für unsereins Erholung sein könnte, daran denkt natürlich keiner.

Aber egal. Ich will diesem Anspruch zumindest ansatzweise Rechnung tragen, indem ich (wenn möglich) nicht weniger, aber immerhin kürzer blogge. Darum geht es hier um einen simplen Webtipp.

Nämlich um browsehappy.com: „Kein Grund für Browser-Tristesse“ weiterlesen

So kriegt die iCloud die Kurve

Es passiert häufig, dass ich beim Bloggen hier auf Ideen für «richtige» Artikel für die Tamedia-Zeitungen und für Newsnetz-Videos komme. Das ist kein Zufall, weil ich mein Blog auch als Inkubator für Themen nutze. Durch das Bloggen lässt sich sehr gut herausfinden, wie weit ein Thema trägt und ob es genügend Aspekte hat, die von breiten Interesse sind.

Klar, man könnte das vermutlich auch ohne Bloggen herausfinden. Aber wieso sollte man nicht das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbinden? Im Blog lassen sich auch Aspekte diskutieren, die in einem Video gezwungenermassen unter den Tisch fallen müssen und zu nerdig für den Artikel in einer Tageszeitung sind.

Und wenn ich etwas Wichtiges übersehen oder (selbst das soll schon vorgekommen sein) falsch verstanden habe, dann stehen die Chancen gut, dass mich die Leserschaft meines Blogs darauf aufmwerksam macht und korrigiert, bevor ich die breite Masse damit behellige. Ihr dürft euch also gerne als Teil der erweiterten Tamedia-Digital-Redaktion betrachten. (Ein Lohn wird auch dafür leider trotzdem nicht ausbezahlt, fürchte ich.)

Ein gutes Beispiel ist dieses Video hier: „So kriegt die iCloud die Kurve“ weiterlesen

Mit dem Ochsenkarren nach Rom

Leute wie ich, die ohne Orientierungssinn geboren wurden, sind abhängig von Hilfsmitteln wie Karte, Kompass und GPS. Das ist womöglich der Grund, weswegen ich eine kleine Leidenschaft für Karten entwickelt habe. Mir gefallen vor allem die exotischen, die speziellen, die verblüffenden und die erhellenden Karten.

Ein hervorragendes Beispiel, das alle diese Punkte erfüllt, ist Orbis. Das ist ein Projekt der Stanford University aus Kalifornien. Es heisst mit vollständigem Namen The Stanford Geospatial Network Model of the Roman World und ist quasi Google Maps fürs Imperium Romanum.

Das erstreckte sich vor 2000 Jahren über einen Grossteil der bekannten Welt. In dem Reich gab es eine beachtliche Handels- und Reisetätigkeit – und das, obwohl man sich nicht eben in einen Hochgeschwindigkeitszug, ein Flugzeug setzen oder ein Uber kommen lassen konnte.

Wie zeitintensiv die Fortbewegung damals war, führt uns Orbis vor Augen: „Mit dem Ochsenkarren nach Rom“ weiterlesen

Etwas Gemotze und 15 Tipps für den AppleTV

Eigentlich wollte ich hier ein paar Tipps für den AppleTV vom Stapel lassen. Die kommen dann auch, und zwar am Ende des Beitrags.

Aber am Anfang muss ich erst einmal eine Runde Dampf ablassen. Denn ich habe den deutlichen Eindruck – und ich bin gespannt, ob ihr diese Einschätzung teilt –, dass die Fernbedienung über die Jahre schlechter geworden ist. Diese Fernbedienung hat ihren Reiz: Sie ist übersichtlich und hat nur ein paar wenige Knöpfe. Und als grosses Distinktionsmerkmal ein berührungsempfindliches Bedienfeld.

Doch so anders diese Fernbedienung im Vergleich zu den üblichen Tasten-Monstern auch ist, so gross sind auch ihre Mängel. Man fragt sich, ob der dem Rentnerstand entgegendfiebernde Design-Guru Jony Ive dieses Projekt damals an einen Praktikanten delegiert hat. Denn er selbst hätte den grössten Mangel dieser Fernbedienung doch sicherlich festgestellt: „Etwas Gemotze und 15 Tipps für den AppleTV“ weiterlesen

Das Banale grande der Windows-Tetralogie

Das neueste Update für Windows 10 hat schon für Gesprächs- und Blog-Stoff gesorgt: Hier ging es allgemein um das Update und um die Bluescreens, die es auslöst. Hier habe ich die neue Einstellung des Stores vorgestellt, mit der man Softwareinstallationen auf dessen Sortiment beschränkt. Und hier ging es allgemein darum, ob die kontinuierliche Entwicklung im Vergleich zu den früheren, grossen Versionssprüngen eigentlich sinnvoll ist oder nicht.

Heute mache ich die Tetralogie voll – allerdings mit einem vergleichsweise banalen Finale (Experten nennen das auch ein «Banale grande»). Ich stelle zwei Apps vor, die es in Windows neuerdings gibt. Und von denen noch niemand gross Notiz genommen hat, wie mir scheint. (Inklusive ich – es kann also sein, dass diese beiden Apps hier schon vor dem Update auf 1903 vorhanden waren.)

Da ist erstens die Tipps-App (Microsoft.Getstarted). „Das Banale grande der Windows-Tetralogie“ weiterlesen

Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste

Heute ein Webtipp – bei dem ich aber nicht ganz sicher bin, ob er überhaupt noch funktioniert, wenn der Blogpost hier online geht. Denn die Website gehört zu der Sorte, bei der man jederzeit damit rechnen muss, dass sie aus dem Internet weggeklagt wird.

Im Fall der heute hier vorgestellten Website könnte man sich auch vorstellen, dass sie mit technischen Mitteln sabotiert wird. Denn diese Website bezieht Inhalte von Youtube – was Google wahrscheinlich nicht gefällt. Und es gäbe ziemlich sicher Mittel und Wege, den Datenfluss mit Youtube zu unterbinden. Immerhin: Falls das passieren sollte, kann man den Dienst auch selbst betreiben. Wie uns Reddit verrät, ist er nämlich Open-Source.

Die Website, um die es hier heute geht, ist invidio.us. Sie bietet eine alternative Sicht auf das Youtube-Angebot. „Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste“ weiterlesen

So viel Zeit muss sein!

mapnificent.net ist ein wirklich hübscher Webdienst, der einmal mehr eindrücklich beweist, weswegen möglichst viele Daten offen sein sollten. Ich habe schon 2017 den Aufruf Werdet Fans von Open Data! gestartet. Bislang leider nicht mit dem durchschlagenden Erfolg, den ich mir erhofft habe. Aber womöglich liegt das auch an mir selbst: Ich reite nicht so oft auf open data herum, wie ich es tun sollte.

Darum hier ein kleiner Tipp, der diesem Begehren Nachdruck verleihen soll. Der Dienst operiert mit offenen Daten aus aller Welt. Im Fall der Schweiz kommen die Daten und offenen Schnittstellen der SBB zum Einsatz, über die ich beim Nerdfunk eine ganze Sendung gemacht habe. Die Idee von Mapnificent ist, uns aufzuzeigen, wie weit man in einer vorgegebenen Zeit reisen kann.

Ein Beispiel: Man hockt in den Ferien in einem gottverlassenen Kaff irgendwo in einem Land, das man vielleicht besser nicht bereist hätte. „So viel Zeit muss sein!“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten

HotkeyP ist wieder einmal eine schöne Leserempfehlung. Ich habe sie als Reaktion auf meinen Beitrag Wie nutzlos ist die Windows-Taste? erhalten. Bei dem ging es, dem Titel zum Trotz, um die Menütaste. Und die Empfehlung ist natürlich nahe liegend. Wenn die Menütaste von Haus aus nichts Vernünftiges tut, dann sollte man sie mit einem Hilfsprogramm dazu bringen, etwas Vernünftiges zu tun.

HotkeyP gibt es kostenlos, und das Programm gefällt mir schon mal gut: Es kommt ohne Installationsprogramm, nur in einer Zip-Datei verpackt. Das bedeutet, dass man selbst dafür zuständig ist, es in einen Programmordner zu versorgen und mit einer Verknüpfung im Startmenü auszustatten. Dafür weiss man schon mal, dass es nicht irgendwelche nutzlosen Dateien irgendwohin ballert und das ganze System mit nutzlosem Kram vollseucht. Das ist mir den Mehraufwand wert. „Ein heisser Tipp für Tastaturakrobaten“ weiterlesen