Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt

Ob es nun am Alter der Augen oder an der Grösse des Bildschirms liegt: Es soll Leute geben, die mitunter Schwierigkeiten haben, den Mauszeiger wiederzufinden. Eine Handvoll Tipps für Windows – und den ultimativen Trick für den Mac.

Mir passiert es gelegentlich, dass ich den Mauszeiger auf dem Bildschirm nicht mehr finde. Das mag eine Alterserscheinung sein – und tatsächlich wäre es für mich wahrscheinlich an der Zeit, eine spezielle Bildschirmbrille anzuschaffen. Übrigens nicht wegen des angeblich so schädlichen blauen Lichts – das ist ein reiner Mythos (Yellow Glasses to Avoid Computer Eye Strain?).

Es geht um den Sehbereich, der auf den Abstand zum Bildschirm optimiert ist. Ich gehöre jedenfalls zu denen, die entweder die Nase weit nach vorn strecken oder die Brille zur Nasenspitze vorschieben. Funktioniert, und ist ein simpler «Lifehack». Aber ergonomisch nicht das Gelbe vom Ei.

Der zweite Grund, weswegen man den Mauszeiger manchmal übersieht, sind die immer grösseren Bildschirme. Beim Mac gibt es einen tollen Trick: „Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt“ weiterlesen

Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt

Braucht es noch eine App für Notizen? Bis vor kurzem hätte ich nein gesagt – davon haben wir schon genug. Doch dann hat mich Notion eines Besseren belehrt.

Diverse Leute haben mir von einer App vorgeschwärmt: Elegant sei sie, einfach zu verwenden – und überhaupt irgendwie genial.

Das hat meine Neugierde geweckt. Da schwärmen die Leute mit einem Unterton, den man sonst nur von frisch Verliebten hört. Wie kann das sein? Wo es sich doch um eine äusserst banale Angelegenheit handelt. Die fragliche App ist nämlich dazu da, Notizen entgegenzunehmen.

Das scheint ein gelöstes Problem zu sein. Es gibt eine grosse Auswahl an Apps, Programmen und Webanwendungen für genau diesen Zweck: Evernote hat ungefähr 2008 viele davon überzeugt, ihre Notizen in einer Web-Anwendung zu speichern. Auch ich war vier, fünf Jahre lang ein Anwender, bis ich seinerzeit zu Onenote gewechselt bin.

Microsofts Notiz-App ist für Office-Anwender eine naheliegende Lösung – genauso, wie die iCloud-Notiz-App für Apple-Nutzer nicht verkehrt ist. „Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt“ weiterlesen

Alles ist besser mit Bluetooth

Weil Sheldon Cooper recht hatte: Die besten Tricks für den Datenfunk.

Ja, ich weiss Bescheid über all die Probleme, die es bei Bluetooth gibt. Die Funktechnologie ist nicht frei von Sicherheitslücken – naja, wie sollte sie auch? Es wäre das erste Mal, dass ich es in der digitalen Welt mit einem Standard zu tun bekommen hätte, von dem die Experten sagen: «Alles perfekt: Komplett unangreifbar. Hundertprozentige Sicherheit ist in allen Lebenssituationen gewährleistet.»

Über Bluetooth gibt es immer wieder unschöne Dinge zu lesen. Hier ist von einem schweren Konzeptfehler zu lesen. Damit lasse sich die Verschlüsselung von «vermutlich allen Bluetooth-Geräten knacken». Und ja, das ist höchst unerfreulich. Und damit will ich die Sicherheitsmängel nicht herunterspielen. Aber bei Kopfhörern ist die Knackbarkeit der Verschlüsselung für mich kein gravierendes Sicherheitsproblem. Anders sieht es bei den Bluetooth-Tastaturen aus. Aber auch da gilt: Wenn jemand sich die Mühe macht, das Bluetooth-Signal meiner Tastatur abzufangen, dann kann er mich auch sonst nach Strich und Faden ausspionieren.

Ein Kritikpunkt ist auch die wachsende Komplexität, wie Heise.de hier erläutert. Die führt zu häufigen Kompatibilitätsproblemen: „Alles ist besser mit Bluetooth“ weiterlesen

Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren

Die altehrwürdigen Powertoys von Microsoft gibt es auch für Windows 10. Und die sind für uns alte PC-Hasen ein Muss.

Ein Flashback in die dunkle Windows-Vergangenheit: Der heutige Blogpost beschwört eine Zeit herauf, in der uns nicht Smartphones und Tablets unsere informationellen Glücksmomente beschert haben, sondern unsere persönlichen Rechenmaschinen.

Die wurden damals Personal Computer (PC) genannt und liefen mit einem Betriebssystem, das die heutige Jugend nur noch vom Hörensagen kennt. Und wir PC-Freaks von damals haben einen grossen Teil unserer Computerzeit darauf verwendet, das Betriebssystem, den Computer, die Anwendungen und das ganze Darumherum zu verstehen, zu managen, zu optimieren und auf unsere Ansprüche masszuschneidern.

Das tut man heute kaum mehr. Erstens, weil es keinen sonderlich grossen Spass mehr macht. Die Smartphones haben abgeschottete Systeme, bei denen man zwar ein paar Einstellungen nach seinen Wünschen treffen darf. Aber es gibt keine Möglichkeiten, in die Untiefen herabzusteigen, an Konfigurationsdateien zu basteln, Systemkomponenten zu inspizieren und zu manipulieren und mit Hilfsprogrammen von Drittherstellern die Funktionsweise des Systems zu beeinflussen oder komplett zu verändern. „Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren“ weiterlesen

Was sehr lange währt, wird richtig gut

Kürzlich ist Inkscape 1.0 erschienen – nach der vermutlich längsten Betaphase aller Zeiten. Grund für eine Laudatio.

Heute geht es weniger um eine Software – als vielmehr um die Würdigung einer bemerkenswerten Ausdauerleistung. Es gilt zu berichten, dass Inkscape in der Version 1.0 erschienen ist. Inkscape ist ein quelloffenes Programm zur Bearbeitung von Vektorgrafiken, das in etwa mit Adobe Illustrator zu vergleichen ist.

Die Veröffentlichung der Version 1.0 geschah am 4. Mai 2020. Sie ist deswegen bemerkenswert, weil es das Programm seit November 2003 gibt. Mit anderen Worten: Es war fast 17 Jahre lang in einer 0.x-Version erhältlich. Eine Versionsnummer mit einer Null am Anfang assoziiert man mit einem unfertigen, noch in der Testphase befindlichen Softwareprodukt.

Man nennt das auch Betaphase. Und Inkscape dürfte eine der längsten Betaphase in der Softwaregeschichte durchlaufen haben. „Was sehr lange währt, wird richtig gut“ weiterlesen

Die (bis auf Widerruf) beste Kalender-App fürs iPhone

Meine bisherige Kalender-App ist in Ungnade gefallen. Der Ersatz ist mit einer durchdachten Oberfläche und einer Sperenzchen-freien Funktionsweise Calendars 5 von Readdle.

Ich war seinerzeit ein grosser Fan von Fantastical – siehe Termine auf die fantastische Art verwalten. Mit dem letzten Update hat meine Begeisterung einen argen Dämpfer erfahren. Mit Fantastical 3 wurde im Januar 2020 ein Premium-Abo eingeführt, das mit 43 Franken im Jahr oder mit 5.50 Franken im Monat zu Buch schlägt. Das ist mir zu viel: Ich bin kein Manager mit 25 Terminen am Tag.

Fantastical 3: Die Darstellung ist noch immer hübsch und zweckdienlich.

Die App funktioniert zwar auch ohne Abo. Für neue Nutzer ist der Funktionsumfang sehr eingeschränkt. Doch als Anwender, der für die Vorgängerversion bezahlt hat, bekommt man die gleichen Funktionen, die man in Fantastical 2 zur Verfügung hatte.

Das wäre fair und akzeptabel, wenn die App nicht häufig auf die Vorteile des Abos aufmerksam machen würde. Das nervt und ist nutzlos: Der Sprung von den zwei Franken, die ich seinerzeit für die App bezahlt habe, zu fünf Franken im Monat ist so gross, dass mich diese App nicht überzeugen wird, sosehr sie es auch versucht. Ausserdem müsste ich auch noch ein Nutzerkonto einrichten, dessen Sinn ich nicht so recht einsehen mag.

Kurz und gut, ich habe mich nach einer neuen Kalender-App umgesehen und bin fündig geworden: „Die (bis auf Widerruf) beste Kalender-App fürs iPhone“ weiterlesen

Fünf grossartige Tricks für Firefox

Es gibt genügend Gründe, nicht den Chrome-Browser von Google zu verwenden. Einige davon gibt es in dieser hochkarätigen Tippsammlung.

Ich bin kein Missionar. Aber wenn ich einer wäre, dann würde ich versuchen, all die Chrome-Anwender zu bekehren. Denn es gibt drei Gründe, Chrome nicht zu verwenden: Erstens, weil er von Google kommt und er Google hilft, das Web zu dominieren. Zweitens, weil er nicht besonders benutzerfreundlich ist. Und drittens, weil Firefox besser ist.

Um das zu begründen, einige Tipps zu Firefox:

Die unglaublich nützliche, schnelle Suche

In den Einstellungen bei Suche im Abschnitt Ein-Klick-Suchmaschinen lassen sich Schlüsselwörter für die hinterlegten Suchmaschinen einrichten (Schneller googeln und bingen geht nicht). Ich habe beispielsweise das Schlüssel-«Wort» w für Wikipedia hinterlegt. Damit kann ich einfach und schnell beim freien Lexikon suchen. Dazu verwende ich das Kürzel und den Suchbegriff, also zum Beispiel: „Fünf grossartige Tricks für Firefox“ weiterlesen

Youtube Premium ist ganz okay – aber wie wird man die schlechten Videos los?

Youtube Premium verschont einen vor Werbung. Die fragwürdigen, doofen und irreführenden Videos wird man mit dem Bezahl-Abo jedoch nicht los. Dabei wäre genau das ein echter Mehrwert.

Aus beruflichen Gründen habe ich neulich einen Vorsatz über Bord geworfen. Ich hatte mir vorgenommen, das grosszügige Angebot von Google, Youtube Premium  einen Monat kostenlos auszuprobieren, nicht wahrzunehmen.

Der Grund für meine Verweigerungshaltung war die Penetranz, mit der Google dieses Abo unter die Leute bringen will. Sowas löst bei mir eine sture Gegenreaktion aus. Ich will dann beweisen, dass ich mich so leicht nicht kleinkriegen lasse. Und ja, das ist ein bisschen kindisch: Als ob ich damit Sundar Pichai himself oder sonst jemanden bei Google beeindrucken würde.

Aber wie angedeutet: Ich bin eingeknickt und habe mit dem Testmonat begonnen. Der Grund war mein Plan, Youtube Premium in einem Video zu besprechen. Und darüber hinaus bin ich auch wirklich daran interessiert, wie Google Youtube weiterentwickelt. Ein Abomodell finde ich nicht grundsätzlich verkehrt: Richtig gemacht, könnte einen dringend benötigten Qualitätsschub bringen.

Darüber gleich mehr, aber hier erst einmal das Video mit meinem Fazit zu Youtube Premium: „Youtube Premium ist ganz okay – aber wie wird man die schlechten Videos los?“ weiterlesen

Zwei sagenhaft lästige iPhone-Kopfhörer-Probleme

Ich bin häufig verwirrt, wo beim iPhone welcher Ton rauskommt. Man denkt, das sei tubelisicher und selbsterklärend. Aber wie zwei Beispiele zeigen, sind bei diesem Problem selbst die weltbesten Softwareingenieure überfordert.

Es geht hier um zwei wirklich lästige Audio-Probleme am iPhone. Das ist das erste:

Ich höre mir am iPhone mittels Kopfhörer irgend etwas an. Nun signalisiert ein Klingeln in den Ohrstöpseln einen eingehenden Anruf und ich nehme ab. Der Anrufer spricht nun nicht über die Kopfhörer zu mir, sondern wäre über den Lautsprecher des Telefons zu hören. Ich muss also das Telefon aus der Tasche fummeln, einen Ohrstöpsel entfernen und mich dafür entschuldigen, dass das so lange gedauert hat.

Das ist unlogisch und auch unglaublich nervig.

Diese Option bringt den Anrufer ohne Umweg in die Kopfhörer.

Nach längerer Suche habe ich in den Einstellungen bei Bedienungshilfen unter Tippen die Option Anrufaudioausgabe gefunden (Assessibility > Touch > Call Audio Routing). Hier gibt es die Auswahl Automatisch, die standardmässig eingeschaltet ist, sowie Bluetooth-Headset und Lautsprecher.

Ich habe hier auf Bluetooth-Headset umgeschaltet, was ersten Tests zufolge funktionieren sollte: Anrufe sind über die Kopfhörer zu hören. Wenn kein Bluetooth-Audiogerät verbunden ist, dann wird auch mit dieser Option der Lautsprecher verwendet – und man muss nicht etwa erst in wilder Eile Kopfhörer auftreiben.

Völlig verdattert war ich, als ich neulich einen Anruf über die Apple Watch angenommen habe: „Zwei sagenhaft lästige iPhone-Kopfhörer-Probleme“ weiterlesen

Apps und Tricks für die schönste Nebensache der Welt

Tipps zum Lesemodus in den Browsern, eine Antwort auf die Frage Instapaper oder Pocket – und ein ausführlicher Test der Schnelllese-App Accelerator.

Und nein, es geht nicht um Sex. Und auch nicht um Religion. Trotzdem muss hier ein kleiner, spiritueller Schlenker und eine Frage: Nicht wahr, es kommt selten vor, dass man sich als Katholik fragt: Wäre ich mit dem Protestantismus eigentlich besser bedient?

Die Religionen bzw. Konfessionen in diesem Beispiel sind übrigens beliebig austauschbar. Was allerdings vorkommen kann, ist folgendes Szenario. Als Nutzer von Pocket könnte man wissen wollen, ob nicht Instapaper die bessere Wahl wäre. Oder umgekehrt.

Es geht um die beiden Apps Pocket (iPhone/iPad und Android) und Instapaper (iPhone/iPad und Android), die ich neulich in einem Video besprochen habe. Es geht in dem darum, mit welchen Tricks man sich am Smartphone die Lektüre angenehmer macht: Ich führe den Lesemodus der Browser vor. Und es geht um die besagten Lese-Apps und um einige Tricks wie das Neigungsscrollen, der Schnelllese-Modus und die Möglichkeit, sich Texte mit einigermassen brauchbarer Sprachsynthese vorlesen zu lassen.

Hier das Video:  „Apps und Tricks für die schönste Nebensache der Welt“ weiterlesen