Das auf Sicherheit und Anonymität getrimmte Web-Office

Cryptpad ist eine Webanwendung für die klassischen Büro-Applikationen Text, Tabelle, Präsentation, mit Kanban, Umfrage und einem Whiteboard als Dreingabe. Sie ist niederschwellig und sogar ohne Anmeldung zu verwenden.

Cryptpad ist eine interessante Webanwendung, die mir von einem Leser empfohlen worden ist, wobei ich mich leider nicht mehr an den Kontext erinnern und den Tipp ausreichend verdanken kann – was man mir bitte nachsehen möge.

Diese Webanwendung stammt von einem Pariser Unternehmen namens Xwiki und zeichnet sich durch drei Besonderheiten aus: Sie ist quelloffen, setzt auf Verschlüsselung und ist ohne Anmeldung und komplett anonym nutzbar. Es gibt acht Module, nämlich Text, Tabelle, Präsentation, Umfrage, Code, Kanban, Whiteboard und das Cryptdrive.

Mit anderen Worten: Das ist eine gut ausgestattete Office-Umgebung, die einige Module mehr anzubieten hat, als zum Beispiel die G-Suite von Google.

Die anonyme Nutzung ohne Anmeldung steht für alle Module zur Verfügung, also auch für die Dateiablage (Drive) fürs Online-Deponieren von beliebigen Dateien. Damit ist Cryptpad nicht nur eine Online-Büroanwendung, sondern auch eine Alternative zu Firefox Send (Wie man als Whistleblower anonym bleibt).

Ohne die Notwendigkeit einer Anmeldung ist Cryptpad maximal unkompliziert einsetzbar: „Das auf Sicherheit und Anonymität getrimmte Web-Office“ weiterlesen

Tipps für alle, die die Taskleiste und das Startmenü von Windows lieben oder hassen

Wie man das Windows-Startmenü und die Taskleiste optimal konfiguriert – oder für die tägliche Arbeit komplett überflüssig macht.

Wie viele Anpassungsmöglichkeiten sollte eine Software den Nutzern bieten? Das ist eine spannende Frage, finde ich. Denn die offensichtliche Antwort lautet natürlich: «So viele wie möglich!» – «Je mehr, desto besser!»

Doch es gibt ein Gegenargument, das nicht ganz so offensichtlich ist, aber jedem einleuchtet, der es schon mit verzweifelten Benutzern zu tun bekommen hat, die sich in ihrer Softwareumgebung nicht mehr zurechtfinden: Sehr weitreichende Möglichkeiten können zu Orientierungsproblemen führen. Es besteht die Gefahr, dass Leute wichtige Befehle nicht mehr zur Hand haben und sich völlig verloren fühlen.

Eine weitere Auswirkung ist, dass die Vergleichbarkeit leidet: „Tipps für alle, die die Taskleiste und das Startmenü von Windows lieben oder hassen“ weiterlesen

Die Tabellenkalkulation, die Excel alt aussehen lässt

Microsoft gibt sich redlich Mühe, Office auf modern zu trimmen. Trotzdem wirkt Excel angestaubt, wenn man sich eine Tabellenkalkulation aus diesem Jahrhundert anschaut, zum Beispiel Spreadsheet.com.

Airtable sei keine Luftnummer, habe ich nach einem ausführlichen Test festgestellt. Es handelt sich um modernen Nachfolger der klassischen Tabellenkalkulation, der im Web läuft, mit Datenbankfunktionen aufwarten kann und der kollaborativen Nutzung gewachsen ist.

Bei meinen Recherchen zu Airtable bin ich auf einen weiteren Kandidaten gestossen, der als moderner Nachfolger für die klassische Excel-Arbeitsmappe infrage kommt (auch wenn Microsoft sich redlich spreadsheetcomMühe gibt, Office auf modern zu trimmen). Er heisst spreadsheet.com und verspricht, mit einem vertrauten Werkzeug Leute, Projekte und Daten zusammenzubringen.

Das Projekt ist noch nicht offiziell lanciert, sondern erst über ein Early Access-Programm zugänglich. Allerdings habe ich, nachdem ich mich dafür beworben habe, innert zwei Tagen meinen Account erhalten. Darum habe ich mich entschieden, bereits jetzt darüber zu berichten – schliesslich will ich auch einmal zu den Trendsettern gehören.

Trotzdem sei darauf hingewiesen, dass sich der offizielle Start noch hinziehen könnte. „Die Tabellenkalkulation, die Excel alt aussehen lässt“ weiterlesen

Adobes Unterlassungssünde

Wer bei Adobe seinen Willen bekommen will, muss zu groben Methoden greifen. Und nicht davor zurückschrecken, die Creative Cloud zu hacken.

Ich schlage mich neuerdings mit Adobe, der Creative Cloud und auch dieser Schnittsoftware herum – siehe dazu auch: Die Premiere muss leider verschoben werden. Und dabei bin ich auf eine Sache gestossen, die öffentlich erörtert werden muss. Denn einer von uns beiden steht auf dem Schlauch – entweder ich oder Adobe.

Es geht darum, dass man mit Adobe-Programmen noch einige Dinge zusätzlich bekommt, um die man keineswegs gebeten hat. (Okay, mit «man» bin ich gemeint.) Zu diesen Dingen gehört das Abomodell. Und dazu gehört auch diese sogenannte kreative Wolke, englisch Creative Cloud oder abgekürzt CC.

Gigabyteweise Datenmüll

Nachdem ich also Premiere installiert hatte, ist mir aufgefallen, dass auf meinem Mac plötzlich ein Ordner auftauchte, der mit zwei Gigabyte an Daten zugemüllt war. Das hat mich wenig erfreut, da ich gerade einige Anstrengungen unternommen hatte, meine Festplatte von ebensolchen Mülldateien zu befreien.

Bei näherer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass ich an diesem Müll nicht ganz unschuldig war: „Adobes Unterlassungssünde“ weiterlesen

Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt

Einige Tricks zur Health-App von Apple – und als Extratipp die App Health Fit, die die Gesundheitsdaten auswertet, hübsch darstellt und für diverse Plattformen exportiert.

Die Health-App sei ein Witz – das ist eine Behauptung, die ich in diesem Blog hier aufgestellt habe.

Nun, diese Unterstellung ist bald sechs Jahre her, und man darf vermelden, dass Apple nachgebessert hat. Die damaligen Kritikpunkte wurden zum Grossteil ausgeräumt. Die Möglichkeiten, Gesundheitsdaten zu sammeln und zu medizinischen Zwecken oder zur Befriedigung der Neugierde abzurufen, wurden markant grösser.

Und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Unlängst habe ich in der Rubrik Übersicht bei Alle Gesundheitsdaten anzeigen entdeckt, dass die App meine Geschwindigkeit beim Treppensteigen berechnet (Aufwärts 0,23 m/s, abwärts 0.31 m/s). „Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt“ weiterlesen

Die Premiere muss leider verschoben werden

Mir blüht ein Umstieg von Final Cut Pro von Apple zu Adobe Premiere Pro. Dazu habe ich erste Beobachtungen – und auch eine klare Empfehlung, welche Software für Neueinsteiger die bessere Wahl ist.

Seit bald sechs Jahren produziere ich meine Videoserie Digitale Patentrezepte. Die Schnittsoftware, die zu diesem Zweck zum Einsatz kommt, ist Final Cut Pro von Apple. Ich habe sie in der Zeit schätzen gelernt: Sie hat alle Funktionen, die ich brauche, und ich komme zügig und effizient ans Ziel.

Nun sieht es aber nach einem Wechsel zu Premiere Pro von Adobe aus. Er ist überfällig: Meine Kollegen vom Videoteam bei der Tamedia sind vor mehreren Jahren umgestiegen. Mein Sonderzüglein war bislang kein grundsätzliches Problem, da ich fertige Videos fabriziere. Trotzdem wäre es sinnvoll, dass wir alle mit der gleichen Software arbeiten, allein wegen der viel zitierten Synergien.

Ein Wechsel hat einen klaren Vorteil: Ich kann nicht nur mit meinem Macbook schneiden, sondern auch mit Windows. Das würde ich sehr begrüssen, allein, weil Apples Strategie bei den Macs und bei der Pro-Software immer mal wieder Fragen aufwirft. Ich habe mir deswegen seinerzeit Davinci Resolve angesehen, bin damit aber nicht warm geworden.

Es gibt einen klaren Nachteil, und der liegt auf der Hand: „Die Premiere muss leider verschoben werden“ weiterlesen

Airtable ist keine Luftnummer

Modern, durchdacht und einfach zu benutzen: Airtable.com lässt Excel und Access ganz schön alt aussehen. Trotzdem ist es nicht in jedem Fall angebracht, Microsoft Office in die Wüste zu schicken.

In letzter Zeit bin ich immer mal Airtable.com begegnet: Das ist eine Webanwendung, die es auch schon bald seit zehn Jahren gibt und der manchmal als Kronerbe der altehrwürdigen Tabellenkalkulation gehandelt wird.

Denn Airtable hat alles, was Leute erwarten, die eine klassische, lokal installierte Software ersetzen möchten: Airtable läuft in der Cloud. Die Software ist kollaborativ und teamfähig. Und sie legt grosse Ambitionen an den Tag. Das heisst, sie will ihre Aufgabe ihre Konkurrenz nicht nur ersetzen, sondern mit wehenden Fahnen schlagen und in Grund und Boden stampfen.

Bei Airtable sieht man das daran, dass nicht einfach das Konzept der Tabellenkalkulation ins Web verlagert und mit Team-Funktionen angereichert wurde. Wenn das der Fall wäre, könnte man es sich einfach machen: „Airtable ist keine Luftnummer“ weiterlesen

Apps wider das Chaos

Doppelte Fotos oder Kontakte, verstopfte Festplatten und ein reales Puff in der Wohnung oder WG – gegen alle diese Probleme gibt es Apps, die ich in einer geballten Ladung Ordnungsliebe zusammengesucht habe.

In meinen Jugendtagen habe ich eine Lebensweise gepflegt, die ich damals «kreatives Chaos» nannte. Das war aber auch nur ein Euphemismus für Faulheit und besagte, dass ich keine Lust zum Aufräumen hatte. Ich habe auch meine Kleider sorg- und lieblos in den Schrank gequetscht und der Einfachheit halber das angezogen, was oben auf dem Stapel lag.

Naja, letzteres mache ich heute noch. Ansonsten bin ich deutlich ordentlicher geworden und halte sowohl im Geschäft als auch zu Hause einigermassen Ordnung auf dem Schreibtisch. Trotzdem pflege ich nach wie vor die Philosophie, dass die Ordnung im Kopf der Aufgeräumtheit der Umgebung vorzuziehen ist.

Wichtig finde ich auch die digitale Ordnung, sprich: „Apps wider das Chaos“ weiterlesen

Hey, so macht Mailen am Handy Spass

Fürs perfekte Mail-Erlebnis am Smartphone: Die Crème de la Crème der mobilen Mail-Apps – und eine ausführliche Würdigung von Hey.com.

Bei mir ist neulich der E-Mail-Funke gesprungen. Ich habe Spark ausführlich getestet und so wenig Haare in der Suppe gefunden, dass ich nicht umhingekommen bin, daraus eine Empfehlung – und ein Patentrezept-Video zu machen.

Nun war es mein Ehrgeiz, nicht bloss meine Besprechung noch einmal in Videoform zu produzieren: Meine Abneigung gegen Redundanz verbietet derlei Rezyklationen.

Ich habe mir daher überlegt, welche drei E-Mail-Apps man fürs Smartphone empfehlen könnte.

Ein Ding von gestern: Die chronologische Mailliste

Die Anforderungen drängen sich auf, finde ich:

Die App sollte auch eine grössere Zahl Mails am Smartphone sinnvoll erschliessen und es dem Nutzer erlauben, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Chronologische Maillisten, wie wir sie von den Desktop-Anwendungen kennen und nicht sonderlich lieben, sind am Smartphone nicht opportun. Es sollte eine irgendwie geartete Sortierung oder Gruppierung nach Wichtigkeit stattfinden, sodass die Mails, die unmittelbar Aufmerksamkeit benötigen, nicht untergehen.

Zweite Anforderung: „Hey, so macht Mailen am Handy Spass“ weiterlesen

Schnelle Aufräumaktionen beim Mac

Tipps für die Beseitigung von Altlasten mittels der praktischen Speicherverwaltungs-App des Mac. Und nebenbei gibt es auch noch einige gut versteckte Systemprogramme zu entdecken.

Wie die Zeit vergeht! Im Beitrag Die inneren Werte eines Mac erkunden habe ich vor gut sieben Jahren das Dialogfeld Über diesen Mac vorgestellt. Das ist über das Apfelmenü zugänglich, und es ist damals stark verbessert worden – mutmasslich mit Mountain Lion oder vielleicht auch der Vorgängerversion.

Inzwischen ist ein weiteres, nützliches Diagnoseinstrument dazugekommen. Das ist zwar mit Systeminformationen angeschrieben, heisst aber eigentlich Speicherverwaltung. Und es ist im Dialog Über diesen Mac im Reiter Festplatten über die Schaltfläche Verwalten zugänglich.

Was könnte man hiermit wohl alles anstellen?

Man findet es auch als Applikation im Verzeichnis /System/Library/CoreServices/Applications/, in dem es noch ein paar andere interessante Anwendungen gibt, mit denen man als Nerd unbedingt einmal herumspielen möchte. Um den Ordner zu öffnen, kann man wie hier beschrieben den Library-Ordner hervorzaubern. Oder man sucht mittels Spotlight nach Über diesen Mac und doppelklickt bei gedrückter Command-Taste auf die Fundstelle im Dateisystem.

In diesem gut versteckten Ordner mit Systemprogrammen gibt es einige Trouvaillen. „Schnelle Aufräumaktionen beim Mac“ weiterlesen