Ciao iTunes Match

Ich trage mich mit dem Gedanken, mein Abo für iTunes Match zu künden. Dieser Dienst ist bekanntlich dazu da, die in iTunes gespeicherte Musik auf Geräte wie iPhones, iPads oder andere Macs zu bringen, ohne dass man aufwändig synchronisieren müsste. Der iCloud sei dank hat man seine Musik immer zur Verfügung.

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Google hat schon schlimmere Apps abgeliefert.

Nun kostet das pro Jahr 35 Franken, was nun nicht wirklich günstig ist. Ich nutze seit einiger Zeit auch Google Play Music, was ich bereits im Blogpost Wie die Musik am komfortabelsten strömt ausgeführt habe. In diesem Beitrag habe ich das grosse Manko von Googles Dienst ausgeführt: Die fehlende App fürs iOS-Universum. Ich habe mir zwar mit Cloud Play for Google Music beholfen, bin mit dieser App jedoch nicht glücklich geworden.

Seit einiger Zeit bietet Google selbst eine App an, nämlich Google Play Music. Sie ist simpel aufgebaut. Unter Jetzt anhören gibt es die Möglichkeit, den «Auf gut Glück»-Mix zu starten, der für sich in Anspruch nimmt, meine Hörgewohnheiten einschätzen zu können. Darunter finden sich die Titel, die zuletzt zur Cloud-Sammlung hinzugefügt wurden. Nahe liegend, dass man die gerade griffbereit haben will. Über das Menü links oben gelangt man zu Meine Musik, wo man nach Genres, Interpreten, Alben und Titel zugreift. Die Rubrik Playlists stellt automatische Wiedergabelisten zur Verfügung: Mag ich enthält die Titel, die ich besonders oft höre. Zuletzt hinzugefügt enthält wiederum die neuesten Titel. Nach dem Sync mit iTunes per Music Manager tauchen dort auch die in iTunes vorhandenen Wiedergabelisten auf.

Unter Schnellmixe finden sich die automatischen Wiedergabelisten, die Google mit unergründlicher Weisheit für mich erstellt hat. Neben Auf gut Glück! findet sich dort auch ein Mix namens Gangsters, der seltsamerweise mit Mungo Jerry anfängt, und ein Mix namens Nude & Rude, der mit Iggy Pop als Opener aufwartet.

Wichtig: In den Wiedergabelisten gibt es auch ein Download-Symbol, über das man die Titel offline verfügbar machen kann. In den Einstellungen kann man wählen, ob die Musik nur übers WLAN gestreamt wird oder ob auch das Mobilfunknetz zum Einsatz kommt. Falls ja, gibt es dafür drei Qualitätseinstellungen, wobei man den besseren Ton mit mehr Datenverbrauch bezahlt.

Fazit: Besonders intuitiv finde ich die App nicht. Ich kapiere auch nicht so richtig, warum die App durch meine Musik shuffelt, statt die Songs einen nach dem anderen zu spielen, wie ich das gerne hätte. Das finde ich nervig und dieses Problem müsste Google beheben, damit die App für mich brauchbar ist und ich tatsächlich «Ciao iTunes Match» sagen könnte. Ich habe keine Option zur Zufallswiedergabe und oder Wiederholen gefunden – und das ist doch ein unverzeihliches Manko.

Für den Fall das Google das behebt, sähe es aber gut aus für die App. Für ein Produkt von Google ist sie vergleichsweise ansehnlich, und da auch Apple sich mit der Music-App nicht gerade ein Bein ausgerissen hat, kann man sie tatsächlich anstelle der Standard-App und von iCloud und iTunes Match nutzen. Nervig finde ich am Music Manager für den Mac, dass er Hörbücher (Dateien des Typs m4b) automatisch hochlädt. Ich fände es sinnvoll, für Anwender, die ihre Hörbücher auch über die App verwalten wollen, eine entsprechende Option bereitzuhalten. Ich aber würde gern darauf verzichten. Man kann das über entsprechende Wiedergabelisten lösen, aber einfacher wäre eine globale Hörbuch Ja/Nein-Option.

Autor: Matthias

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