Der Trick für die Benutzerwörterbücher

Neulich bin ich es wirklich leid geworden, immer wieder die gleichen Wörter ins Benutzerwörterbuch einzutragen. Mein Nachname gehört zu den Begriffen, die von der Rechtschreibprüfung normalerweise mit einer roten Wellenlinie versehen wird. Aber es gibt viele solcher Wörter, die ich als Tech-Journi ständig benutze, und die ständig als falsch markiert werden, weil sie eben nicht zum gängigen Wortschatz gehören: Adware. Android. Blogger. Mavericks. Podcast. Ransomware. Rückwärtskompatibilität. Shitstorm. Skydrive. Smartcover. Social Media. Tethering. Ultrabook. Und so weiter, und so fort.

Das Problem der Nerdwords…

Das Problem liegt nun darin, dass ich an verschiedenen Computern und mit diversen Programmen arbeite. Das Problem mit den verschiedenen Programmen lässt sich leider nicht lösen, so lange die Betriebssystem-Entwickler nicht auf die grandiose Idee eines Universal-Benutzer-Wörterbuchs kommen. Also ein und dasselbe Benutzerwörterbuch, das dann von allen Programmen benutzt werden muss. Sodass ich nicht die immergleichen Wörter bei Word, bei Firefox, bei Thunderbird und bei InDesign eintragen muss.
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Einen Vorgeschmack vom Internet der Dinge

Für unsere grosse Gadget-Sause habe ich von brack.ch ein Testgerät mit dem etwas unhandlichen Namen Energenie EG-PMS2-LANSW von Gembird erhalten. Das ist eine Stromschiene, die einen Überspannungsschutz bietet. Spannungsspitzen können High-Tech-Geräte töten. Das kommt nicht allzu häufig vor. Aber ein halbes Dutzend Anfragen bezüglich Datenrettung nach einem grösseren Gewitter sind bei der Kummerbox eingetroffen, würde ich schätzen. Mit der Stromschiene kommt eine Versicherung bis maximal 100’000 Euro, die zahlt, wenn ein Gerät gebraten wird, obwohl es an der Gembird-Stromschiene hing. Wenn man sich den neuen Mac Pro leisten wird, wäre diese Schiene erwägenswert.

Vom Design her eher auf der klobigen Seite…

Wichtiger für den Alltag ist aber die zweite Funktion. Die Schiene hat vier Dosen, die einzeln schaltbar sind. Und zwar per Internet. Man verbindet die Leiste mit per Ethernet mit dem Router. Die Schiene kann direkt mit dem Server des Herstellers kommunizieren, sodass kein Computer laufen muss, um diese Funktion zu nutzen. „Einen Vorgeschmack vom Internet der Dinge“ weiterlesen

Läufts oder läufts nicht?

Am letzten Freitag habe ich mich öffentlich über das Versionswirrwarr aufgeregt. Und auch wenn es in Zukunft bessert sollte, müssen wir uns im Moment noch etwas mit der Fragmentierung in der Softwarewelt abfinden.

Hilfreich sind die Datenbanken, mit denen man herausfindet, ob es bei bestimmten Versionen eines Betriebssystems Probleme mit einem bestimmten Anwendungsprogramm gibt. Die konsultiert man am besten vor dem Update – zumindest bezüglich der Anwendungen, auf die man unbedingt angewiesen ist.

Brüllt die App oder brüllt sie nicht?

Für OS X und iOS verwende ich roaringapps.com. Die Application compatibility table zeigt, operiert mit vier Symbolen. Das grüne Häkchen, klar, signalisiert Kompatibilität. „Läufts oder läufts nicht?“ weiterlesen

Das Versionswirrwarr muss aufhören!

Adobe und Microsoft sind daran, ihren Kunden das Mietmodell schmackhaft zu machen. Adobe hat sich bei dem Versuch nicht nur Freunde gemacht, weil die Kaufversionen schlicht abgeschafft wurde. Microsoft lässt den Kunden die Wahl. Zumindest im Moment noch.

Alle Versionskombinationen abzudecken, sprengt auch die beste virtuelle Maschine.

Nun gibt es ohne Zweifel Argumente für beide Modelle. Intensive Nutzer sind mit der Miete besser bedient. Wer ein Programm nur alle Jubeljahre mal startet, kommt auch mit der längst amortisierten vorvorletzten Version über die Runden. Was einem sympathischer erscheint, ist letztlich aber wohl vor allem eine Charakterfrage. Manche Leute streamen Musik, andere wollen Audiodateien auf der Festplatte haben. „Das Versionswirrwarr muss aufhören!“ weiterlesen

Das iPad als Jingle-Maschine

Wir senden das Digitalmagazin von Radio Stadtfilter wann immer möglich live. Voraufzeichnungen lassen sich aber nicht immer verhindern. Unser digitaler Realitätsabgleich in drei Teilen, bei dem der erste Teil am letzten Dienstag gesendet wurde, ist eine Voraufzeichnung.

Alle Sounddateien griffbereit.

Bei den Voraufzeichnungen ist die Versuchung gross, sich nicht so genau ans Zeitlimit zu halten. Man kann nachträglich ja schneiden und der Sendung den letzten Schliff geben. Das ist natürlich auch so – nur hat sich gezeigt, dass der Aufwand für die Nachbearbeitung erklecklich ist. Eine halbstündige Sendung um zwei Minuten zu kürzen, ist viel Arbeit. Zumindest, wenn man den Anspruch hat, dass hinterher keine Schnitte und Lücken im Ablauf hörbar sein sollen. Auch das Einfügen Sendungs- und Sponsor-Jingles macht die Nachbearbeitung zu einer aufwändigen Angelegenheit.

Darum sind wir dazu übergegangen, auch die Aufzeichnungen Quasi-Live zu produzieren, also Live on bzw. Live to Tape (wobei wir nicht wirklich auf Band aufzeichnen). „Das iPad als Jingle-Maschine“ weiterlesen

Die Simpsons sind echte Nervensägen

Ich glaube, es war Zedis Schuld, dass ich anno 2010 mit Godfinger angefangen hatte. Das ist eines jener Spiele, die mir einfach nicht gut tun. Im Fall von «Godfinger» habe ich die Rolle des Allmächtigen, die einem in dem Titel zugewiesen wird, definitiv zu ernst genommen. Denn meine Schäfchen brauchten mich. Und ich wollte rund um die Uhr für sie da sein.

Noch sehr überschaubar: Mein Springfield.

Der Clou bei «Godfinger» und ähnlichen Titeln ist, dass das Spielgeschehen nicht stehen bleibt, wenn man nicht spielt. Nein: Auf dem Planeten des Spielers tobt das blühende Leben rund um die Uhr: Es wächst Getreide, Gebäude werden gebaut, die Untertanen verrichten Gebete, verdienen Geld, leisten Feldarbeit. Et cetera. „Die Simpsons sind echte Nervensägen“ weiterlesen

Das wartungsfreie Notebook

Von Acer habe ich das Chromebook C720 für einen Kurztest erhalten. Das läuft, wie der Name andeutet, mit Googles minimalistischem Chrome OS. Das besteht im Wesentlichen aus dem Chrome-Browser, der auf einem Linux-Kern sitzt.

Gute Aussichten für Chrome OS?

Das klingt gar minimalistisch, und es bleibt eine ungeklärte Frage, warum Google sich nebst Android noch ein zweites Betriebssystem leistet – und zwar eines, das noch nicht einmal «richtige» Apps unterstützt. Es gibt in Chrome OS zwar so etwas wie Apps. Aber das sind verkapselte Web-Applikationen, sodass bei Chrome OS kein Weg am Browser vorbeiführt. Fürs Chromebook spricht der günstige Preis von knapp 300 Franken und die lange Batterielaufzeit, die das Gerät selbst mit 10 Stunden angibt. „Das wartungsfreie Notebook“ weiterlesen

Zukunfts-Clickomania

Ich würde mich nicht als Masochisten bezeichnen. Aber ab und zu ist ein wenig Selbstquälung erlaubt, finde ich. Nämlich dann, wenn ich in meinem Blog Spiele bespreche, die mein Spiel «Clickomania!» beerben dürfen, weil ich beim besten Willen keine Zeit zum Programmieren mehr finde.

Kurz vor dem Kurzschluss.

Nun ist mir Toy Balls HD begegnet. Das grösste Manko vorneweg – der Name. Er klingt (was vielleicht an meinen Ohren liegt), nach einem Sexspielzeug für die eingangs erwähnten Masochisten. Aber ich verstehe, dass ein Wort mit «-mania» noch weniger gepasst hätte. Das Spiel hat eine sympathische Ausstrahlung, die nichts mit einer Manie zu tun hat. Die tolle Grafik ist so liebevoll wie aus einem Kinderbuch. Die Musik fröhlich, wenn auch etwas repetitiv.
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Etwas für die Männlichkeit tun

Da muss ich doch mal was für meine Männlichkeit tun, dachte ich neulich. Immer nur Solitär ist auf die Dauer etwas metrosexuell. Also habe ich mir das männlichste Spiel installiert, das ich mir nur vorstellen konnte. Das ist natürlich ein Kampfspiel – und selbstverständlich eines ohne Feuerwaffen. Denn männlich ist, seinen Feinden in einer verbeulten Rüstung und nur mit einem schartigen Schwert entgegenzutreten?

Hier gibt es meistens etwas auf die Mütze.

Das Spiel, in dem man das tun kann, heisst Infinity Blade II, das für stolze 7 Franken im App-Store erhältlich ist. Allerdings zahle ich lieber 7 Franken und kann dann in Ruhe spielen, als dass ich ein Free-to-Play-Game in die Finger bekomme, bei dem ich dann ständig Geld in Form von In-App-Käufen einwerfen muss, um überhaupt weiterzukommen.

Aber zurück zur unendlichen Klinge: In einer wunderschön animierten Welt des mittelalterlichen Japans, in die Bäume vor Kirschblütenblätter strotzen und es Tempelruinen zu durchstreifen gilt, ist man ein echter Schrank von einem Mann, mit dem sich in der S-Bahn garantiert schon mal niemand anlegen würde. „Etwas für die Männlichkeit tun“ weiterlesen

Exquisiter Fnord

Heute lässt sich Morgomatthias nicht lumpen. Im Gegenteil – er rollt den epischen Kampf der geheimen Eliten gegen das gemeine Volk von dessen Anbeginn her auf. Am Anfang stand die Bruderschaft der Schlange. Sie hat ihre Wurzeln mutmasslich bei einer taffen babylonischen Göttin, und sie bringt uns heute Sozialdarwinismus und Brutalokapitalismus.
Auf unserer Seite stehen die Diskordier. Ihr Symbol ist der Zankapfel, ihre Bibel die «Principia Discordia» und ihr Ursprung mit der griechischen Göttin Eris genauso mythisch wie der der Bruderschaft der Schlange. Da prallen Welten aufeinander…