Damit auch jedes Schrittchen zählt

Ich bin seit knapp fünf Jahren Schrittzähler. Eingestiegen in die Selbstquantifizierung bin ich mit dem Jawbone Up. Anschliessend habe ich zwei Uhren von Withings (hier und hier) benutzt, dann ein Fitbit. Die jüngste Errungenschaft ist die Fēnix 5S von Gramin, die mich diesbezüglich vollkommen zufriedenstellt.

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Ein Unterschied von knapp 5 Prozent zwischen Garmin (links) und Fitbit (rechts). Uneins sind sie sich auch bezüglich Distanz, grosse Einigkeit herrscht aber bei den Kalorien (etwa ein Prozent Unterschied).

Wenn ich dieser Tage unterwegs bin, werden meine Schritte dreifach gezählt: Das Fitbit befindet sich am rechten Arm. Am linken die Fēnix. Und in der Tasche das iPhone, das bekanntlich auch Schritte zählt. Nun stellt man fest, dass die Resultate am Ende des Tages1 oft deutlich abweichen. Klar, die Fitnesstracker trägt man immer auf sich, während das iPhone auch mal auf dem Tisch liegenbleibt, wenn man sich durch die Wohnung begiebt oder am Arbeitsplatz drei Büros weiter ein paar Worte mit einem Arbeitskollegen wechselt.

Einen wesentlichen Unterschied ergibt sich auch aus den Schrittzähl-Algorithmen: Die müssen aus der Bewegung des Handgelenks erschliessen, was der Träger genau tut: Geht er? Fuchtelt er mit den Armen? Tippt er auf der Tastatur? Dirigiert er ein Orchester oder spielt er Drums in einer Speed-Metal-Band? Fährt er mit dem Auto über eine holperige Strasse? Oder, wie ein Kollege mal in der Kantine erläuterte, wie viele Kilometer habe er gerade masturbiert?
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Ein paar Links und viel Blabla zum Urheberrecht

Als Blogger, Youtuber und Internetpublizist im weiteren Sinn muss man sich wohl oder übel mit einem lästigen Ding namens Urheberrecht auseinandersetzen. Man kann sich nicht einfach im Web bedienen, um sein Blog mit Bildern, Videos und ähnlichen Dingen aufzupeppen: Dann riskiert man Abmahnungen mit entsprechenden Kostenfolgen. Wenn man Videos produziert, kann es einem auch passieren, dass der schöne Clip von irgend einem sog. Rechteinhaber als unzulässig gebrandmarkt und auf Plattformen wie Youtube gesperrt wird.

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Sie ist Bloggerin und Juristin. Sie hats gut. (Bild: shy_kurji/Pixabay.com, CC0)

Persönlich finde ich das lästig. Ich sehe gerne Gerichtsdramen, zum Beispiel, grosse Empfehlung, American Crime Story mit «The People v. O. J. Simpson», zu sehen auf Netflix. Auch die zweite Staffel soll sehenswert sein. Aber ich beschäftige mich in meinem Alltag und im Internet nicht gerne mit juristischen Fragen. Sie sind oft eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand und eine unnötige Verkomplizierung einer eh schon komplizierten Welt.

In einer (für mich) idealen Welt wäre das anders und ganz einfach. „Ein paar Links und viel Blabla zum Urheberrecht“ weiterlesen

Spotify, das ist undurchsichtig!

Eigentlich mag ich Spotify. Der Musik-Streamingdienst hat mir neue Horizonte eröffnet und mir erlaubt, diese kleinen flachen Staubfänger, die man auch unter dem Begriff Audio-CDs kennt, zu entsorgen. Ich habe Spotify sogar mit einem Patentrezepte-Video gewürdigt. Und hier habe ich Spotify gelobt, weil man dort auch Hörbücher bekommt.

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Hier würde ich gerne demnächst den Nerdfunk sehen! (Bild: John Tekeridis/Pexels.com, CC0)

Doch was Spotify in Sachen Podcasts treibt, ärgert mich. Im Beitrag Die Plattformisierung der Podcasts habe ich kritisiert, dass der Streamingdienst ein Medium vereinnahmt, das IMHO ins offene Internet gehört. Exklusive, für einen Streamingdienst produzierte Podcasts, sind meines Erachtens kein Podcast, sondern Promocasts oder Merchaudiosing.

Trotzdem habe ich mich neulich gefragt, ob wir unseren Nerdfunk-Podcast nicht bei Spotify reinstellen soll. Das mag nun im ersten Moment extrem heuchlerisch klingen. Ist es aber nicht: „Spotify, das ist undurchsichtig!“ weiterlesen

Die wollen wissen, wer mein Lieblingslehrer war!

Für den Artikel Apple Pay für alle habe ich mir vor einem Jahr eine virtuelle, Applep-Pay-kompatible Kreditkarte von Boon besorgt. Der Herausgeber hat mich vor Kurzem informiert, dass nach dem Gratisjahr nun pro Monat eine Gebühr von 1.49 Franken fällig wird. Das war für mich der Moment, um die Kreditkarte zu kündigen. Ich habe Apple Pay nach meinem Test nicht mehr eingesetzt. Das Problem ist das Prepay-Verfahren: Ich kann mich nie daran erinnern, wie viel Guthaben noch auf der Karte ist. Was man definitiv nicht will, ist ein Bezahlvorgang, der wegen Unterdeckung abgebrochen wird, während hinter einem eine lange Schlange ungeduldiger Kunden wartet.

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Er wars nicht! (Solche Hipster-Lehrer gab es zu meiner Zeit nicht.) (Bild: startupstockphotos.com/pexels.com, CC0)

Zweiter Punkt: Die Gebühren sind zu hoch. 1.49 Franken pro Monat, nur damit ich mit dem Handy zahlen kann? Das bringt es auf gar keinen Fall. Die kontaktlose Bezahlmöglichkeit der Maestro-Karte ist für mich komfortabel genug.

Nun war es aber gar nicht so einfach, die Karte zu künden. Beim Einloggen zeigte mir die Boon-App aus heiterem Himmel die ominöse Sicherheitfrage an: «Wer ist dein Lieblingslehrer?» Hölle, als ob ich jemals einen Lieblingslehrer gehabt hätte! Habe ich also «Keiner» reingeschrieben? Habe ich den Namen eines Lehrers verwendet, den ich nicht ganz so schlimm fand? Wenn ja, welcher wäre das denn gewesen? Ich hatte keinen Schimmer, welche Antwort die App von mir erwartete.
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Nein, das iPad ist kein Profi-Gerät

Kann man mit einem iPad allein vernünftig bloggen? Diese Frage habe ich mir schon 2014 gestellt. Damals war die Erkenntnis, dass es einigermassen funktioniert, dass aber das Hochladen der Bilder ein Problem ist. Es gab seinerzeit keine Möglichkeit, den Bildern den richtigen Dateinamen zu geben. Das ist aber nötig, damit man sie im Blog-CMS wiederfindet, und dass nicht Bilder mit dem gleichen Namen überschrieben werden. Der Hack damals: Die Dateien mittels FTP-App umbenennen.

Das müsste inzwischen einfacher gehen, schliesslich behauptet Apple gerne, das iPad sei ein Profi-Gerät. Ich habe es darum neulich wieder mal ausprobiert. Das Bloggen selbst ist mit meiner Bluetooth-Tastatur kein Problem. Das Hochladen von Bildern macht indes noch immer nicht so richtig Spass.

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Das Beispielbild, das ich aus Zeitgründen dann halt mit Photoshop fürs Blog aufbereitet habe. (Bild: Berzin/Pixabay.com, CC0)

Ich sehe zwei Herausforderungen. Die erste: Falls ich Bilder aus dem Netz verwende (zum Beispiel aus einer dieser Quellen), dann möchte ich die nicht in der Fotomediathek meiner Foto-App haben, wo sie zwischen den privaten Aufnahmen auftauchen. Es reicht, wenn sie in einem Ordner in der Dateien-App liegen.

Immerhin: Das funktioniert. Safari hält im Teilen-Menü (in der unteren Reihe) den Knopf In Dateien sichern zur Verfügung. Dass ich in der Ablage Auf meinem iPhone/Auf meinem iPad keinen eigenen Ordner auf der obersten Ebene anlegen kann, ist befremdlich. (In der Ablage iCloud-Drive kann ich einen neuen Ordner ablegen. Aber es ist nicht nötig, dass die Fotos fürs Blog in der Cloud landen.) Ich zweckentfremde deswegen den Ordner von Pixelmator als Zwischenablage. Nicht sehr professionell, aber immerhin praktikabel.

Die zweite Herausforderung: „Nein, das iPad ist kein Profi-Gerät“ weiterlesen

Ein Stinkefinger für Youtube

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Trifft meine Stimmung perfekt. (Bild: Anger, Isengardt/Flickr.com, CC BY 2.0)

Ich habe, wie viele andere auch, von Youtube letzte Woche ein Mail bekommen. In netten Worten wird hier gesagt, dass ich des Youtubens unwürdig bin. Nein, genauer: Dass ich zwar meine Videos weiterhin hochladen soll, aber kein Geld mehr verdienen darf:

Da dein YouTube-Kanal Matthias Schüssler die neuen Mindestanforderungen von 4000 Stunden Wiedergabezeit in den vergangenen 12 Monaten und 1000 Abonnenten nicht erreicht hat, ist er aufgrund der neuen Voraussetzungen leider nicht mehr für die Monetarisierung zugelassen.

Die Begründung:

Unser Ziel ist, dass das YouTube-Partnerprogramm (YPP) von möglichst vielen Kanälen genutzt werden kann. Gleichzeitig müssen wir für mehr Sicherheit sorgen, um den Umsatz der YouTuber auf unserer Plattform zu schützen.

Das ist schon auf den ersten Blick blanker Unsinn – weil es den Umsatz der Youtuber mit kleinerem Umsatz eben nicht schützt. Spiegel.de hat eine konkrete Vermutung, worum es hier geht:
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Eine Sandbox für Windows

Gestern ging es hier im Blog um eine dubiose Software von Chip.de, die ohne mein Wissen auf den Computer gelangte. Und auch wenn ich Chip speziell an den Pranger gestellt habe (weil die es verdienen) bleibt festzustellen: Das ist bei Windows ein Grundproblem.

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Die Ampel standardmässig auf Rot umschalten. (Bild: Jeshoots.com/pexels.com, CC0)

Windows ist ein «klassisches» Betriebssystem, wenn man so sagen kann. Ich meine damit, dass es in der Zeit konzipiert wurde, als Schadsoftware zwar nicht völlig unbekannt, aber noch kein grosses Thema war: Windows 1.0 wurde im 21. November 1985 vorgestellt. Die theoretischen Anfänge des Computervirus gehen weiter zurück – aber zu einem realen Sache wurde diese Schädlingsform in den Jahren 1985 und 1986. (Man muss kein Numerologe sein, um diese Koinzidenz interessant zu finden.)

Das hat zur Folge, dass ein Programm sehr weitgehende Möglichkeiten hat. In den Anfängen von Windows, aber auch beim Mac OS durfte jedes Programm alles. Das war schon damals nicht sinnvoll, da auch ein gutmeinendes, aber unfähiges Programm Probleme verursachen konnte. Mit den Jahren kam das Konzept des Nutzer- und Administratorkontos dazu – auch wenn Windows XP sich unsinnigerweise so installiert hat, dass die allermeisten Anwender mit dem Admin-Konto gearbeitet haben. Typischerweise wäre es ja so, dass das Admin-Konto nur für jene Aufgaben genutzt wird, für die man volle Rechte benötigt. Gearbeitet wird mit dem Nutzerkonto mit eingeschränkten Rechten, sodass eine bösartige Software oder ein amoklaufendes Programm keinen Maximalschaden anrichten kann. Heute ist das so – wobei aus Gründen des Komforts ein Programm auch temporär erhöhte Rechte anfordern kann, damit man sich als Nutzer nicht aus- und im Admin-Modus wieder einloggen muss.

Die abgestuften Benutzerrechte sind eine sinnvolle Sache, lösen das Problem aber nicht vollständig. „Eine Sandbox für Windows“ weiterlesen

Einen fetten Daumen nach unten für Chip.de

Heute muss ich ein Hühnchen mit den Kollegen von Chip.de rupfen. Ich lese deren Magazine gerne. Aus Gründen als E-Paper (zum Glück gibt es Chip inzwischen wieder als PDF).

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Wenn einer ungefragt an deinem Gerät rummacht1. (Bild: gratisography/Pexels.com, CC0)

Die Website unter Chip.de finde ich ziemlich grauenvoll. Die exerziert vor, wie eine Qualitätsmarke in einem klickgetriebenen Markt den Bach runtergeht: Clickbaiting, nervige In-Text-Werbung und ein Layout, das an Unübersichtlichkeit nicht zu übertreffen ist. Plus die seltsame Rubrik «Chip zu Hause» mit Themen wie «Ist Fisch gesund?» oder «Bunte Tattoos: Sind sie schädlicher als schwarze Tattoos?» Klar, solche Themen schaltet man, um die Leser möglichst im eigenen Medienverbund zu halten. Aber aus Sicht des Lesers nerven sie ganz massiv2.

Aber darum geht es nicht. Sondern um ein Programm, das ich neulich auf meinem Computer im Taskmanager gefunden habe. Es heisst Chip 1 Click Installer und wirft viele Fragen auf. „Einen fetten Daumen nach unten für Chip.de“ weiterlesen

Die paranoide Art, Windows zu konfigurieren

Im Beitrag Microsofts Konfigurationssünden ausbügeln habe ich eine Besprechung von O&O ShutUp10 in Aussicht gestellt. Und hier kommt sie auch schon:

Das Programm will einem bei der optimalen Konfiguration von Windows 10 helfen. Das Ziel ist, die Privatsphäre so zu schützen, wie man sie als Nutzer geschützt wissen müsste. Das erklärt den Namen: Das Betriebssystem soll gefälligst keine persönlichen Dinge ausplaudern. Windows 10 hat in dieser Sache einen schlechten Ruf. Das hat natürlich mit Panikmache wie von RT zu tun, aber auch mit echten Verfehlungen von Microsoft. Die enge Anbindung an die Cloud, die Integration von Siri, die Werbung im Startmenü und in Standard-Apps von Windows 10 – da kommt bei Cloudskeptikern keine Freude auf.

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Beim Klick auf eine Option erhält man eine kurze Beschreibung.

IMHO hätte es eine ganz einfache Lösung gegeben, wie Microsoft den Kritikern den Wind hätte aus den Segeln nehmen können. „Die paranoide Art, Windows zu konfigurieren“ weiterlesen

Ifttt beim Roomba. Oder doch nicht

In unserem Haushalt gibt es seit einiger Zeit einen Angestellten für die Bodenpflege. Er wird nicht entlohnt und auch nicht unbedingt wie ein Familienmitglied behandelt – aber das wäre auch übertrieben, da es sich um eine Maschine handelt; den Saugroboter Roomba 980 von iRobot, (hier vorgestellt). Immerhin hat er einen Namen: Er heisst nämlich Saugbert II, ist aber nicht getauft.

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Links: Ja bitte: Die ganze Twitterosphäre muss wissen, wenn meine Wohnung gesaugt wurde.
Rechts: Das ist auch noch nett. In der Roomba-App rapportiert der Roboter, wo er überall gesaugt hat. Das ist ein ziemlich akkurater Grundriss unserer Wohnung und bei den weissen Flächen stehen in aller Regel Möbel im Weg

Wie auch immer: Saugbert II macht seine Sache ganz gut, wobei es in der Familie gewisse Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob man die von Saugbert ignorierten Ecken nun noch selbst sauberkeitsmässig perfektionieren müsste oder nicht. Aber darum geht es an dieser Stelle nicht. Stattdessen sollen hier die Fortschritte erwähnt werden, die Saugbert II inzwischen gemacht hat. Er ist nmlich, wie sich das für ein modernes Gadget gehört, smart. Das heisst, er kommuniziert via WLAN mit der Welt, und er lässt sich per App steuern.

Die App war anfänglich aber eine Enttäuschung. Dank WLAN konnte man Saugbert zwar von überallher administrieren und zum Putzen aufbieten. Aber das wars dann auch schon. Eine weitergehende Kooperation mit dem smarten Home war mit Saugbert II nicht zu machen.

Das ist seit Kurzem besser geworden: „Ifttt beim Roomba. Oder doch nicht“ weiterlesen