So gelingt der Start mit dem neuen PC

Die Übernahme von Dokumenten, Einstellungen, Programmen und der Konfiguration von einer alten auf eine neue Windows-Maschine ist eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Hier die Tipps, wie man am besten verfährt und wo die Fallen liegen.

Wie steigt man von einem alten Windows-PC auf einen neuen um? Diese Frage höre ich gelegentlich, und sie ist keine Freude. Denn für die Antwort muss ich weit ausholen – sehr weit.

Dabei könnte es so einfach sein. Apple exerziert vor, dass man die Datensicherung auch dazu verwenden kann, den ganzen Inhalt von einem alten Gerät auf ein neues zu übertragen. Wie es geht, beschreibt Apple hier für iOS-Geräte und hier für den Mac. Und ja, so einfach wie das im Vergleich geht, wäre das auch ein guter Punkt für die Auflistung Wo der Mac über Windows triumphiert gewesen.

Aber nun ist es leider so, dass Microsoft die Sache in der letzten Zeit nicht vereinfacht, sondern erschwert hat: „So gelingt der Start mit dem neuen PC“ weiterlesen

Nicht so schick wie das Startmenü – aber viel praktischer

In Windows gibt es, gut versteckt, eine Liste mit allen installierten Programmen, die das Startmenü in Sachen Benutzerfreundlichkeit um Längen schlägt.

Ich habe neulich eine Handvoll Tipps für alle, die die Taskleiste und das Startmenü von Windows lieben oder hassen vom Stapel gelassen. Darin ging es unter anderem um die Vollbildansicht des Startmenüs, die eine nützliche Übersicht aller installierter Programme bietet.

Die ist praktisch. Aber auch sie beseitigt das grundlegende Problem mit dem Startmenü nicht. Das besteht darin, dass dieses Startmenü für Otto Normaluser erfunden worden ist. Für versierte Anwender – neudeutsch würde man vom sog. Poweruser sprechen – legt es zu grossen Wert auf Schnickschnack und es ist zu wenig auf schnelle Bedienbarkeit getrimmt.

Für mich ist ein Gradmesser, wie gut sich eine Benutzerschnittstelle per Tastatur bedienen lässt. Das ist mit dem Startmenü grundsätzlich möglich: Mit der Tastenkombination Ctrl + Escape öffnet man das Startmenü. Mit der Tabulatortaste springt man nun von der Startleiste am linken Rand zu der alphabetischen Liste der Programme und dann zu den Kacheln. Die alphabetische Programmliste kann man auch mit den Maustasten durchblättern oder es ist möglich, durch Drücken einer Buchstabentaste zu einem bestimmten Anfangsbuchstaben zu hüpfen.

Das funktioniert, doch wenn man das Startmenü zugeklappt hat, wird die Ansicht zurückgesetzt. Wenn man ein zweites Mal möchte, welche Programme man installiert hat, die mit F beginnen, dann fängt man wieder von vorn an. „Nicht so schick wie das Startmenü – aber viel praktischer“ weiterlesen

Spotify-Mankos ausbügeln

Spotify will nicht nur bei der Musik, sondern auch bei Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts dominieren. Doch für diese gesprochenen Inhalte ist die App leider annähernd unbrauchbar. Dabei wäre es keine Kunst, es besser zu machen.

Spotify hat das Streaming populär gemacht und ist für viele Nutzer zur wichtigsten oder sogar zur einzigen Quelle für Pop, Rock und andere Musik geworden. Doch das reicht Daniel Ek und seinen Mitstreitern anscheinend nicht: Sie möchten Spotify zu dominanten Plattform im Audiobereich machen – analog zur Dominanz von Youtube auf dem Markt des Internetvideos.

Zu diesem Zweck hat Spotify das Repertoire über das Musikangebot ausgeweitet. Der Streamingdienst fördert Spotify die Podcasts zu Tode und hat Hörspiele im Repertoire, viele auch speziell für Kinder (siehe hier und hier). Es gibt auch Hörbücher, und – wie Olli Schulz neulich verdienstvollerweise im «Fest und Flauschig»-Podcast verkündet hat, auch einige aus dem Erotikbereich. Daraus würde ich nach meinen abtörnenden Erfahrungen (Ein literarischer Klimax ist das nicht) nun nicht unbedingt empfehlen. Aber wenn jemand dennoch nicht die Finger davon lassen will, ist diese Playlist hier womöglich ein guter Anfang.

Und damit sind wir beim Thema: So angenehm es ist, diese Inhalte zur Auswahl zu haben, so wenig Spass macht der Konsum. Es gibt drei grosse Probleme mit den gesprochenen Inhalten: „Spotify-Mankos ausbügeln“ weiterlesen

Android hat kein Musikgehör

Googles schönes Smartphone-Betriebssystem ist eine komplette Nullnummer, wenn es um anspruchsvollen Musikgenuss geht.

Neulich habe ich zum würdigen Gedenken an Lou Ottens einige Musik-Apps vorgestellt. Ottens gilt als Vater der Kompaktkassette und die Apps haben dementsprechend den Sinn und Zweck, diese Erfindung in post-analoger Form wiederaufleben zu lassen: Das Handy wird zum Walkman, in den man seine digitalen Audiodateien einlegt. Eine der Apps, nämlich Cassette Gold, habe ich vor einiger Zeit hier im Blog im Beitrag Der Walkman lebt vorgestellt.

Bei den Tests für meinen Artikel habe ich mir auch einige Apps für Android angeschaut und bin ich in die Verlegenheit gekommen, zu Demonstrationszwecken einige Musikdateien auf das Nokia 7.2 (Nokia ist zurück) befördern zu müssen.

Naiv wie ich bin, dachte ich, das ginge so einfach wie beim iPhone: „Android hat kein Musikgehör“ weiterlesen

Adobes Unterlassungssünde

Wer bei Adobe seinen Willen bekommen will, muss zu groben Methoden greifen. Und nicht davor zurückschrecken, die Creative Cloud zu hacken.

Ich schlage mich neuerdings mit Adobe, der Creative Cloud und auch dieser Schnittsoftware herum – siehe dazu auch: Die Premiere muss leider verschoben werden. Und dabei bin ich auf eine Sache gestossen, die öffentlich erörtert werden muss. Denn einer von uns beiden steht auf dem Schlauch – entweder ich oder Adobe.

Es geht darum, dass man mit Adobe-Programmen noch einige Dinge zusätzlich bekommt, um die man keineswegs gebeten hat. (Okay, mit «man» bin ich gemeint.) Zu diesen Dingen gehört das Abomodell. Und dazu gehört auch diese sogenannte kreative Wolke, englisch Creative Cloud oder abgekürzt CC.

Gigabyteweise Datenmüll

Nachdem ich also Premiere installiert hatte, ist mir aufgefallen, dass auf meinem Mac plötzlich ein Ordner auftauchte, der mit zwei Gigabyte an Daten zugemüllt war. Das hat mich wenig erfreut, da ich gerade einige Anstrengungen unternommen hatte, meine Festplatte von ebensolchen Mülldateien zu befreien.

Bei näherer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass ich an diesem Müll nicht ganz unschuldig war: „Adobes Unterlassungssünde“ weiterlesen

Ich bin ein Fan des Dlf und seiner App

Die Audiothek des Deutschlandfunks ist ein Vorbild: einerseits wegen der Inhalte. Aber auch, weil sie viel benutzerfreundlicher ist, als – Achtung, willkürliches Beispiel! – die App von SRF.

Im Beitrag Die Play SRF-App ist nicht die reine Freude habe ich vor bald zwei Jahren einige Vorschläge zu der Audiothek-App des Schweizer Radio und Fernsehens gemacht. Man hätte nun erwarten können, dass ein Post in einem so prominenten Blog wie dem meinen umgehende Verbesserungen zur Folge hat. Aber gefehlt.

Immerhin: Es gibt nun eine Wiedergabeliste, auf der man sich Sendungen vormerken kann. Die heisst Später schauen, obwohl man auch reine Audioinhalte darin platzieren kann. Und der damals geforderte Verlauf ist hinzugekommen. In Zuletzt gesehen tauchen die konsumierten Sendungen auf. Das macht es leichter, angefangene Sendungen zu beenden, wenn man unterbrochen worden ist.

Doch abgesehen davon empfinde ich die App noch immer unpraktisch:  „Ich bin ein Fan des Dlf und seiner App“ weiterlesen

Die Konfigurationsmöglichkeiten in Youtube sind lückenhaft und verwirrlich

Gelegentlich fühle ich mich von Youtube nicht ernst genommen. Zum Beispiel dann, wenn ich die Standard-Videoqualität ein- und Untertitel ein für alle Mal ausschalten möchte.

Youtube ist diese Videoplattform, die früher eine Offenbarung war, sicht in letzter Zeit aber immer mehr zum Ärgernis entwickelte (siehe Wie Youtube von Verschwörungstheoretikern ausgetrickst wird, So läuft man auf Youtube ins Messer, Ein Stinkefinger für Youtube und Youtube Music ist leider ein gewaltiger Rückschritt).

Doch weil man als vernünftiger Erdenbürger auf gewisse Video nicht verzichten möchte (zum Beispiel Last Week Tonight, The Late Show with Stephen Colbert, bigclivedotcom oder Kevin), kommt man um Youtube halt nicht herum.

So klicke auch ich gelegentlich ein Video an. Und sobald der Clip anläuft, ist meine erste Reaktion aller Regel Ärger. Einerseits natürlich wegen der Werbung, die man aber loswerden könnte, wenn man, anders als ich, für Youtube Premium bezahlen würde.

Doch der Hauptgrund für meinen Ärger ist anderswo zu  suchen: „Die Konfigurationsmöglichkeiten in Youtube sind lückenhaft und verwirrlich“ weiterlesen

Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen

Die Browser verhalten sich am Mac komplett irrational, wenn es ums Zoomen geht – im Vergleich zu Windows ist das eine bare Katastrophe.

Manchmal fragt man sich, ob eigentlich die ganze Welt spinnt – oder man vielleicht selbst ein Rad ab hat.

Heute geht es um so einen Fall. Und ich bin sehr an eurer Meinung interessiert: Sagt mir – bzw. schreibt es mir in die Kommentare –, falls ich etwas nicht richtig verstanden habe, überreagiere oder mich sonstwie unbotmässig verhalte. Ich möchte nicht in den Verdacht geraten, aufs Alter komisch zu werden.

Also, es geht um die beiden Browser Safari und Firefox, bzw. deren Interaktion mit dem Touchpad am Mac im Zusammenhang mit der Spreizgeste. Diese Geste besteht darin, dass man den Daumen und den Zeigefinger auf dem Touchpad auseinander bewegt und. Dadurch wird eine Zoomaktion ausgeführt. In einer Foto-App beispielsweise vergrössert man die Anzeige der Pixel und verkleinert den sichtbaren Bereich.

In den beiden Browsern Firefox und Safari tut sie das Gleiche. Und damit sind wir bei der Frage, wie sinnvoll das ist. Spoiler: Ich halte es für etwas vom Unausgegorensten, was ich seit Jahren gesehen habe. Aber erst einmal zu den grundsätzlichen Dingen: „Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen“ weiterlesen

Mit Google schneller zu den Resultaten kommt

Google hat einen Hang zur Besserwisserei – und die Suche ist im Lauf der Zeit nicht besser, sondern deutlich schlechter geworden.

Google bastelt immer mal wieder am Layout, doch an der grundsätzlichen Funktionsweise hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die grösste Neuerung der letzten Jahre war (falls mich meine Erinnerung nicht trügt) die Suchfilter-Leiste.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich kein grosser Fan dieser Leiste bin. Sie bleibt zwar dezent im Hintergrund, wenn man sie nicht braucht. Doch wenn man sie häufig verwendet, dann muss man sie immer erst einblenden. Es gibt keine (mir bekannte) Möglichkeit, sie dauerhaft anzeigen zu lassen.

Um die Leiste zum Vorschein zu bringen, braucht es einen Klick. Dann sieht man die Optionen, aber um eine auszuwählen, muss man noch zwei weitere Klicks leisten: Erst auf den Titel der Kategorie, dann auf den gewünschten Punkt. Und da die wie Menüs funktionieren, sieht man nicht alle Filter aufs Mal und muss sich daher nach jedem Klick erst neu orientieren. Ich bin kein Usability-Experte; aber ich halte das nicht für das Gelbe vom Ei.

Das ist nicht alles, was mich nervt. „Mit Google schneller zu den Resultaten kommt“ weiterlesen

Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten

Bin ich zu doof, um in Skype einen Gruppenanruf zu machen – oder liegt es vielleicht doch an Microsofts seltsamen Vorstellungen von Benutzerführung?

Also, dieser Beitrag hier ist leider unvermeidlich nach unserer Nerdfunk-Sendung vom 3. November. Die war technisch gesehen nicht das Gelbe vom Ei. Deswegen braucht es wohl so eine Art Selbstberatung, was die Nutzung von Internettelefonie-Apps angeht.

Die Idee war, das Digichris, Kevin und ich über die Wahlen in den USA sprechen. Wir wollten – und haben letztlich auch – darüber gesprochen, welches Fazit man nach vier Jahren Trump ziehen sollte und was seine Nutzung von Twitter für ein Gefühl hinterlässt. Und ein Thema war auch, welchen Präsidenten die Tech-Unternehmen wohl bevorzugen würden.

Das Problem war nun, dass ich es während der Livesendung nicht geschafft habe, einen Gruppen-Anruf mit meinen beiden Mitstreitern einzurichten. Wir haben abwechselnd gesprochen, was auch funktioniert hat, aber nicht unserer Absicht entsprochen hat.

Und ja: Ich stand auf dem Schlauch. Zu meiner (zumindest teilweisen) Entlastung darf ich allerdings ins Feld führen, dass diese Skype-App ein Unding ist. Die Benutzerführung ist eine mittlere Katastrophe.

Das werde ich gleich ausführen. Aber zuerst die Erklärung, wie man es schafft, am iPad einen Gruppenanruf durchzuführen: „Skype ist die benutzerunfreundlichste App auf diesem Planeten“ weiterlesen