Einfache Frage – frustrierende Antwort

Nachdem ich das Miethaus, in dem ich wohne, bei Google Maps von oben gesehen habe, stellte sich mir die Frage, warum es bei dem obendrauf keine Solarzellen gibt. Die Erklärung, die ich darauf gefunden habe, gefällt mir nicht sonderlich.

Ich wohne in einem Mietshaus mit Flachdach. Und natürlich fragt ihr euch an dieser Stelle, warum ich euch mit dieser Feststellung langweile und ob mir nun endgültig die Themen ausgegangen sind. Aber fällt euer Urteil nicht vorschnell: Ich will nämlich tatsächlich auf etwas hinaus.

Man sieht, dass man nichts sieht.

Also, ich habe neulich unser Miethaus mithilfe von Google Maps von oben angeschaut und festgestellt, dass es auf dem besagten Flachdach etwas nicht gibt, das meines Erachtens dort hingehört: Solarzellen, nämlich.

Es wäre an dieser Stelle Eulen nach Athen getragen, wenn ich zu Ausführungen über erneuerbare Energien ansetzen würde. Denn wer nicht unter einem Stein lebt, der weiss: „Einfache Frage – frustrierende Antwort“ weiterlesen

QR-Code-Hack, Fernbedienung, Non-Fungible Tokens

Die 51 besten Links, die mir in der letzten Zeit begegnet sind – ein Rückblick auf elf Artikel, elf Videos und elf Radiosendungen, plus einige Zugaben.

Es ist wieder einmal Zeit für einen Rückblick auf mein journalistisches Schaffen. Hier die Beiträge für die Tamedia im Mai:

Das waren die Geschichten, die mich und hoffentlich auch euch im April beschäftigt haben: „QR-Code-Hack, Fernbedienung, Non-Fungible Tokens“ weiterlesen

Sechs Dauerbrenner, drei Todesfälle, elf Verstossene und eine Abbitte

Vor bald einem Jahrzehnt habe ich meine Lieblingspodcasts gekürt. Jetzt komme ich auf meine damaligen Empfehlungen zurück und sage, welche sich bestätigt haben, welche nicht – und wo ich so falsch lag, dass ich mich heute entschuldigen muss.

Beitragsbild: Dick DeBartolo und Leo Laporte bei der Aufzeichnung des Podcasts «The Daily Giz Wiz» anlässlich der Eröffnung der Twit Brickhouse Studios in Petaluma, Kalifornien, am 24. Juli 2011 (Pax Ahimsa Gethen/Wikimedia, CC BY-SA 4.0).

Blogs sind etwas Tolles. Das gilt allgemein, aber es trifft speziell auch auf dieses Blog hier zu. Das schreibe ich ganz unbescheiden, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass der Nutzen für mich selbst grösser ist als für die Allgemein- oder gar die Menschheit.

Also, es gibt einen bestimmten Grund, warum ich mein Blog gerade so toll finde. Ich habe nämlich den Beitrag Durchlauferhitzer für Podcasts wiederentdeckt. In dem habe ich im Dezember 2013 die Podcasts aufgezählt, die ich damals abonniert hatte. Das erlaubt es mir nun, ein bisschen persönliche Geschichtsschreibung zu betreiben: Welche Podcasts von dieser Auswahl höre ich noch immer? Welche sind auf der Strecke geblieben?

Die Erkenntnisse sind durchaus interessant. Zumindest für mich – und vielleicht auch für andere langjährige Podcastfans: „Sechs Dauerbrenner, drei Todesfälle, elf Verstossene und eine Abbitte“ weiterlesen

Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten

Manycam ist ein kleines Fernsehstudio im Software-Format: Mit der App verwendet man in Videokonferenzen oder im Live-Streaming mehrere Kameras und blendet Videos, Bilder und Text ein.

Fürs Streaming und für Videokonferenzen kann man nicht nur die eingebaute Webcam, sondern auch eine Spiegelreflex-, Videokamera oder aber das Smartphone verwenden: Diese Möglichkeiten habe ich in den beiden Beiträgen Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming und Das Smartphone als Webcam behandelt.

Damit diese Sache nun richtig rund wird, braucht es noch ein Puzzleteilchen: Nämlich die Möglichkeit, zwischen all den Video-Inputs zu wechseln. Eine Bildregie wie beim Fernsehen, mit der Möglichkeit, dem Publikum unterschiedliche Perspektiven zu liefern. Diese machen den Vortrag per Videokonferenz oder die Übertragung im Live-Stream deutlich abwechslungsreicher. Es besteht die Chance, dass man sich einen Profi-Bonus einhandelt. Und je nach Situation ergibt sich auch ein echter Vorteil, indem man über eine zweite Kamera Gegenstände oder Notizen zeigen oder Bilder, Videos und Präsentationen zuspielen kann.

Stellt sich die Frage: Wie geht dieser Zaubertrick? „Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten“ weiterlesen

Roger Schawinski kämpft den falschen Kampf

Die Abschaltung der UKW-Sender im nächsten Jahr ist nicht die grösste Herausforderung, die der ehemalige Radiopirat zu meistern hat.

Ich bin ein Fan des Radiopioniers: Ich mag seine kämpferische Ader, seine geradlinige Art und die Tatsache, dass er einiges für die Schweizer Medienlandschaft getan hat. Und ich mag ihn auch als Interviewer, auch wenn er für meinen Geschmack manchmal zu parteiisch ist.

Aber geschenkt. Ich hoffe, dass er seine Sendungen auf Radio 1, die ich immer als Podcast höre, noch mit 120 machen wird.

Ein neueres Foto von Roger Schawinski mit passendem Creative Commons habe ich leider nicht gefunden (Roger Schawinski (1991); Walter Rutishauser, Fotograf – Bibliothek am Guisanplatz, Sammlung Rutishauser/Wikimedia, CC BY-SA 4.0).

Neuerdings kämpft Roger Schawinski einen Kampf, den ich zu einem gewissen Grad verstehe, aber trotzdem für vergebliche Liebes­mühe halte. Er setzt sich nämlich gegen die Abschal­tung der UKW-Verbrei­tung des Radios ein. Die hat das Bakom für 2022 und 2023 verordnet. Lineares Radio wird man ab dann noch via DAB+ und natürlich via Internet zu hören sein.

Teure Doppelspurigkeit

Der Grund für die Abschaltung besteht darin, dass die Verbreitung auf drei Wegen sehr teuer ist, gerade in einem bergigen Land wie der Schweiz, wo es für eine flächendeckende Versorgung bis in die hintersten Täler viele kleine Umsetzer braucht. „Roger Schawinski kämpft den falschen Kampf“ weiterlesen

Das Empire schlägt zurück: Wo Windows den Mac abtrocknet

So toll der Mac und sein Betriebssystem auch sind: In einigen Punkten kann Mac OS nicht mit der Konkurrenz mithalten. Die Top-6, wo Windows mehr zu bieten hat.

Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert: In dem Beitrag habe ich fünf Stärken eruiert, die Apples Computer den hunds­ge­wöhn­lichen PCs voraushaben. Doch dieses Duell endete nicht mit einem totalen Triumph von Mac OS. Es gibt nämlich auch einige Dinge, die Windows dem Konkurrenten voraus hat. Und darum geht es nun in dieser zweiten Runde: Um die Bereiche, in denen Microsoft obsiegt. Und ja, auch diese Rangliste hier ist natürlich subjektiv.

Platz sechs: Die Windows-Zeitleiste

Die Windows-Timeline, eingeführt mit dem April-2018-Update, ist ein nützliches Ding. Ich habe sie im Beitrag Das Patentrezept für echte Windows-Verbesserungen ausführlich vorgestellt. „Das Empire schlägt zurück: Wo Windows den Mac abtrocknet“ weiterlesen

Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert

Was kann Mac OS besser als Microsofts Betriebssystem? Meine Top-Fünf-Rangliste mit Apples Vorteilen – und einem weiteren Vorteil, der ausser Konkurrenz läuft.

Neulich feierte Mac OS ein rundes Jubiläum, was ich für die Tamedia-Zeitungen mit 20 Tipps zum 20. Geburtstag (Abo+) gewürdigt habe.

Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, bei denen Mac OS Windows überlegen ist – ohne Wenn und Aber.

Und damit diese Erkenntnis nicht mein Privatvergnügen bleibt, hier eine Rangliste mit meinen persönlichen Favoriten:

Platz fünf: Die mitgelieferten Apps

Ich bin kein grosser Fan von Apple Mail. Trotzdem ist dieses Mailprogramm ohne Zweifel um Welten besser als die Mail-App von Microsoft. Das Gleiche gilt auch für den Kalender und die Kontakte. Apple punktet ausserdem bei der Musik- und der Podcast-App, bei Fotos und iMovie – auch wenn Windows bei diesem Punkt aufgeholt hat (Aus einem Mauerblümchen wird eine richtige Foto-App).

Nicht zu vergessen: „Ist das ein k. o.? Wo der Mac über Windows triumphiert“ weiterlesen

Mord und Schwarzgeld in Athen

Im deutschsprachigen Raum wurde das Hörbuch lange Jahre sträflich vernachlässigt. Das ändert sich jetzt – zur Freude von Krimifans wie ich einer bin.

Ein Merkmal des Hörbuchs ist, dass es längst nicht in allen Welt- und Sprachregionen gleichermassen Fuss fassen konnte. Am weitesten verbreitet ist es in den USA, die man als dessen Mutterland bezeichnen könnte. Dort erlangten sie schon ab 1975 dank Books on Tape zu beachtlicher Beliebtheit. Das Unternehmen vertrieb ungekürzte Aufnahmen auf Kassette.

Im deutschsprachigen Raum haben die Hörbücher eine noch längere Tradition, wie man bei Wikipedia nachlesen kann: Erste Produktionen brachte 1954 die deutsche Blindenstudienanstalt mit ihrer Blindenhörbücherei auf den Markt. Einen Vorläufer gibt es als sogenanntes Hörbild, das auf Tonwalzen oder Wachsplatten gespeichert ist, schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Doch obwohl die Tradition im Vergleich zu den USA weiter zurückreicht, ist das Angebot bedeutend kleiner. Ich sehe dafür zwei Gründe: „Mord und Schwarzgeld in Athen“ weiterlesen

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Forschungsbedarf besteht

An mir ist ein Linguist verloren gegangen. Und darum beschäftige ich mich heute mit der Frage, wie die digitale Kommunikation die Sprache verändert. Die Erkenntnisse sind durchwachsen – aber immerhin hat der Blogpost eine echte Pointe.

Aus mir wäre fast ein Linguist geworden. Und auch wenn das nicht passiert ist, faszinieren mich sprachwissenschaftliche Themen nach wie vor. Darum passiert es mir ab und zu, dass ich einem Thema aus dem Bereich hinterher recherchiere.

Das ist mir neulich wieder einmal passiert. Ich habe mich gefragt, ob untersucht worden ist, wie sich die Verbreitung der Computer und der digitalen Kommunikationstechnik auf die Sprache ausgewirkt hat. Die offensichtliche Konsequenz ist, dass Begriffe aus der Fachsprache in den allgemeinen Wortschatz übergehen: Auf diesen Punkt komme ich gleich zurück.

Doch natürlich gibt es auch viele weitere Auswirkungen: Dass manche Leute in einer normalen, nicht-digitalen Konversation ein LOL einwerfen, ist wahrscheinlich nicht nur mir aufgefallen.

Nicht wirklich überraschend ist, dass die Kulturpessimisten einen Sprachzerfall befürchten oder ihn diagnostizieren und anprangern. Es gibt die Bedenken, dass die Chats und Messenger-Apps eine Beschädigung unserer Ausdrucksformen verursachen. „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Forschungsbedarf besteht“ weiterlesen

Computerpioniere, SIM-Karten, Kuchen-Elefant

Ein bunter Strauss von Themen, die euch und mich in letzter Zeit bewegt haben. Plus ein Griff in den Papierkorb, wo noch zwei Texte lagen, die der Kürzungsschere zum Opfer gefallen sind.

Beitragsbild: Larry Tesler and Whisper; Read more von Yahoo/Frlickr.com, (CC BY 2.0)

Völlig plötzlich und einigermassen überraschend ist auch schon wieder März. Also höchste Zeit für einen neuen Aufwisch der Artikel der letzten Zeit. Das sind die Artikel für die Tamedia, angefangen mit den Beiträgen aus diesem Monat.

  • ❤️ Sie brachte den Mac zum Lächeln Vom Fortschrittsbalken zum «Strandball des Todes»: Wie IT-Erfindungen zu kulturellen Phänomenen wurden. Und welche Menschen dahinterstehen.
  • ❤️ Bye-bye, SIM-Karte Sunrise lanciert unter dem Label Yallo eine Handy-Flatrate, die pro Tag oder pro Monat aktiviert werden kann. Dank der virtuellen E-SIM-Karte kann das Angebot direkt in der App gebucht werden.

Zum ersten Text zu den wenig oder gar nicht bekannten Computer-Legenden habe ich noch einen Nachtrag. Der kommt am Schluss. Jetzt geht es erst einmal weiter mit meinen Artikeln vom Februar: „Computerpioniere, SIM-Karten, Kuchen-Elefant“ weiterlesen