Pizza as a service – und en guete Rutsch!

Zum Abschluss des Jahres er­fahrt ihr, was ein beleg­tes Fladen­brot mit der Cloud zu tun hat. Und ich wünsche euch einen schönen letzten Abend im 2021 und einen guten Start ins hoffentlich erfreulichere 2022…

Pizza ist nicht das, was man zum Silvester unbedingt würde geniessen wollen.

Aber es geht auch nicht unbedingt um das Essen, sondern um einen Tweet, der anhand der Pizza ein Ding erklärt, das vielen Leuten schwer verständlich ist. Ich gehöre zu denen – ich muss zumindest tief in mich gehen, um mir die Unterschiede zwischen On Prem, IaaS, PaaS und SaaS zu vergegenwärtigen. Aber diese Grafik hier macht es ein für allemal klar: „Pizza as a service – und en guete Rutsch!“ weiterlesen

Apple diktiert die Agenda

Apple in der Jahres­muste­rung: Der iPhone-Konzern hat die Kunst per­fek­tioniert, das Interes­se der Welt­öffent­lich­keit auf sich zu ziehen. Trotzdem gab es keine revo­lutionä­ren An­kündi­gungen, aber kleine Fort­schritte und einige Ent­täu­schungen.

Eins muss man Apple lassen: Der Konzern hat die Kunst perfektioniert, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen und konstant im Gespräch zu bleiben. Streng getaktete, perfekt gestaffelte Events, Ankündigungen, Produktneuigkeiten und Gerüchte sorgten 2021 dafür, dass das Interesse kaum je erlahmte.

Einigen Leserinnen und Lesern ist es zu viel geworden. Ich erinnere mich noch an eine Diskussion, die sich an einem Beitrag zu iOS 15 entzündet hatte. Ich hatte daraufhin versucht, mit dem Beitrag In den App-Stores kommt die freie Software unter die Räder die Debatte in eine andere, meines Erachtens produktivere Richtung zu lenken – aber, wie ich feststellen musste, ohne den geringsten Erfolg. Die Apple-Verweigerer kein anderes Thema, sie wollten bloss weniger Apple.

Das kann ich nachvollziehen: „Apple diktiert die Agenda“ weiterlesen

Der Dick Pic-King und seine riesige Phallus-Rakete

Bei Amazons Jahres­muste­rung kommt man um den Kon­zern­chef nicht herum – und nicht um die Frage, was Jeff Bezos mit dieser Penis-förmigen Rakete be­zwecken wollte, mit der er die Atmos­phäre pene­trierte.

Beitragsbild: His name is Bezos, Jeff Bezos (Jeff Bezos von Daniel Oberhaus/Fickr.com, CC BY 2.0).

Meine diesjährige Jahresmusterung lässt gewisse Mängel beim dramaturgischen Aufbau erkennen. Bei der vierten und zweitletzten Folge geht es um ein Unternehmen, zu dem ich fast gar nichts zu sagen habe. Der Klimax meiner Miniserie ist eher eine Art vorzeitiger Samenerguss.

Wobei wir beim Thema wären: Amazon und Jeff Bezos. Ich meine, der Mann tut alles, um meine Vorurteile zu erfüllen. Vor einem Jahr habe ich mich im Beitrag Der unheimliche Krisengewinnler gefragt, ob dieser milliardenschwere Online-Unternehmer nicht nur äusserlich wie der Bösewicht aus einem Bond-Film aussieht, sondern auch biografisch in diese Rolle passen würde. Und was macht Bezos? Er fliegt dieses Jahr mit einer Rakete ins Weltall, als ob er es darauf angelegt hätte, die hanebüchene Handlung aus Moonraker wahr werden zu lassen. Und wie um Bond in den Schatten zu stellen, hat Bezos eine Rakete benutzt, die wie ein gigantischer Penis aussieht: „Der Dick Pic-King und seine riesige Phallus-Rakete“ weiterlesen

Microsoft fällt in alte Muster zurück

Bei der Jahres­musterung kommt der Windows-Konzern nicht gut weg: Windows 11 ist ein Flop mit Ansage. Und als ob das nicht negativ genug wäre, nutzt Microsoft seine Macht­posi­tion bei den Desktop-Systemen wie früher scham­los aus.

Microsoft muss sich in der Jahresmusterung 2021 an zwei Dingen messen lassen¹: Erstens natürlich an der Verheissung, die der Chef am 24. Juni abgegeben hatte. Satya Nadella hatte damals versprochen, «grösste Update des Jahrzehnts würde bevorstehen». Das hatte damals zu Spekulationen Anlass gegeben, Windows 10 würde durch einen Nachfolger abgelöst, der mutmasslich Windows 11 heisst.

Wie wir wissen, ist es genauso gekommen: Windows 11 ist auf dem Markt erschienen und hat diese Erwartungen nicht einmal ansatzweise erfüllt. Ich habe nach der Ankündigung kritisiert, dass man nicht von einem grossen Update sprechen kann, wenn in einem Update vorwiegend Dinge abgeschafft werden. Denn eben: „Microsoft fällt in alte Muster zurück“ weiterlesen

Mit brutaler Ignoranz zum finanziellen Erfolg

Facebook war 2021 enorm profitabel. Trotzdem ist das soziale Netzwerk in der Jahresmusterung 2021 der grosse Verlierer, der gleich dreimal komplett versagt hat.

Wer der Versager des Jahres ist, liegt auf der Hand; da müssen wir nicht um den heissen Brei herumreden: Es ist Facebook, das soziale Netzwerk.

«Nur so zur Erinnerung.»

Muss ich diesen Entscheid begründen, oder liegt er auf der Hand? Facebook hat 2021 auf der ganzen Linie versagt, wie ich gerne anhand einiger Texte aufzeige, die ich dieses Jahr über das soziale Netzwerk verfasst habe. Weil es einige sind, gliedere ich sie in drei Bereiche:

Facebook hat während der Pandemie versagt; indem es zur Radikalisierung beigetragen und den extremen Ansichten beispielsweise bei den Impfverweigerern Vorschub geleistet hat («Wir sehen uns vor dem Kriegsgericht», Die destruktive Kraft der sozialen Medien und Zensur zum Schutz der Meinungsfreiheit – und anderer Facebook-Unsinn).

Klar, wie der Einwand an dieser Stelle lautet: „Mit brutaler Ignoranz zum finanziellen Erfolg“ weiterlesen

Google ist auf dem Weg zum evil empire

Da ist sie wieder, die Jahres­mus­terung: In meinem Rück­blick auf die Leis­tungen der Tech­kon­zerne 2021 kommt als Erstes die grosse Such­maschi­ne an die Reihe. Google bzw. Alphabet ist auf den ersten Blick lang­wei­lig, auf den zweiten be­un­ruhi­gend.

Ich weiss, ihr habt alle sehnlichst auf sie gewartet: auf meine schöne Rückblickserie namens Jahresmusterung. Ihr erinnert euch natürlich: Letztes Jahr habe ich damit angefangen, die Leistungen der grossen Tech-Konzerne zu beurteilen. Und das soll nun auch heuer wieder geschehen.

Damit die Spannung gewährleistet ist, fange ich mit dem Kandidaten an, der auf den ersten Blick der langweiligste war und auf den zweiten Blick beängstigende Tendenzen zeigt. Das ist – und ich könnte hier noch einige Pirouetten schlagen, um die Spannung zu erhöhen, was die traurige Wahrheit aber leider auch nicht besser macht – Google.

Ja, Google: Das ist jener Konzern, der in früheren Jahren ein Feuerwerk an Ideen versprüht hat. Alle zwei Wochen kam irgendein neues Produkt um die Ecke. Vieles davon ist genauso schnell verschwunden, wie es gekommen ist – oder noch schneller: „Google ist auf dem Weg zum evil empireweiterlesen

Tschugger, Berset, Zuckerberg

Die letzte retrospektive Linksammlung für dieses Jahr ist fällig: Darin geht es um schräge Gadgets und noch schrägere Apps, neue Smartphones, Tiktok und um Windows 11.

Kurz bevor das Jahr zu Ende geht, nehme ich die Gelegenheit wahr, meine Liste mit den gesammelten Artikeln auf den neuesten Stand zu bringen. Sie fängt an mit den Beiträgen für die Tamedia aus dem Dezember:

„Tschugger, Berset, Zuckerberg“ weiterlesen

Maschinell übersetzen, virtuell lieben, retrofuturistisch fotografieren

64 Links und 21 Herzchen – und dieses Mal ist der Rückstau besonders gross: Es ist wieder einmal Zeit für einen selbstreflexiven Rückblick…

Seit der letzten Ausgabe mit der Übersicht meines journalistischen Schaffens der letzten Zeit sind einige Wochen verstrichen. Entsprechend umfangreich präsentiert sich die heutige Sammlung. Sie fängt mit meiner neuen Rubrik an, die den schönen Namen «Schüsslers digitale Lebenshilfe» trägt. Sie ist beim Tagesanzeiger, der BAZ, beim Bund, der Berner Zeitung und dem Landboten zu finden.

  • So stellen Sie Mitteilungen auf Ihrem Gerät optimal ein Nichts verpassen, aber auch nicht ständig abgelenkt werden: Tipps für die Einstellungen von iPhone, iPad, Windows und Android.
  • ❤️ Welches ist die beste Übersetzungs-App? Google Translate ist das bekannteste Tool, um Texte in andere Sprachen zu übertragen. Es gibt aber starke Konkurrenz, wie unser Vergleich zeigt.
  • Vier Apps für einen besseren Mac-Desktop Zweifacher Ersatz fürs Dock, mehr Übersicht in der Menüleiste und eine raffinierte Methode, um Dateien zu verräumen: So trimmen Sie Ihren Apple-Computer auf Effizienz.
  • ❤️ Die besten Männer-Apps In den Stores gibt es diverse Apps, die sich exklusiv ans männliche Geschlecht richten. Ist das unsinniges Gender-Marketing – oder praktisch? Wir prüfen fünf Beispiele.

Ich hatte was mit Lady Doom

Das sind die weiteren Beiträge, die ich für die Tamedia geschrieben habe, schön nach Monat sortiert. Fangen wir mit dem September an: „Maschinell übersetzen, virtuell lieben, retrofuturistisch fotografieren“ weiterlesen

Wie Google vor fremdsprachigen Peinlichkeiten schützt

In letzter Zeit sind mir immer mal wieder Produkt- und Unter­nehmens­namen begegnet, die im Original völlig harmlos klingen, in Deutsch aber hochgradig obszön daherkommen. Solche Blamagen liessen sich vermeiden.

Der heutige Blogpost könnte etwas problematisch werden. Es kommen nämlich einige unanständige Wörter darin vor.

Um das am Anfang ganz deutlich zu sagen: Das ist keine böse Absicht. Ich werde niemanden beschimpfen – höchstens als unfähig hinstellen, aber auch das in freundlichen Worten. Die bösen Worte haben eine im Grund harmlose Ursache. Die rührt daher, dass es verschiedene Sprachen gibt, in denen Wörter unterschiedliche Dinge bedeuten.

Einige Beispiele aus der analogen Welt: Da ist das Oberösterreicher Kaff Fugging, das bis 2020 Fucking hiess, was natürlich hilarious für alle jene simplen Gemüter war, die das gleichnamige englische Wort schon einmal gehört hatten. Nicht ganz so offensichtlich, aber für echte Engländer und Amis dennoch ein Grund zur Erheiterung ist das Berner Wankdorfstadion. «The Telegraph» hat es 2015 im Artikel The funniest football team names in the world gewürdigt: „Wie Google vor fremdsprachigen Peinlichkeiten schützt“ weiterlesen

In den App-Stores kommt die freie Software unter die Räder

Ich sehe die Vision der freien und offenen Software in der Defensiven. Die Freiheitsrechte, die sie den Nutzern gewährt, sind nicht kompatibel zu den App-Stores. Trotzdem sollte man diese Bewegung noch nicht abschreiben.

Neulich gab es die laute Klage auf Twitter¹, mein Gspändli Rafael Zeier und ich würden zu oft Apple abhandeln und uns zu wenig um Open Source kümmern. Die Meinungen über die Setzung und Gewichtung von Themen gehen auseinander – ist ja klar. Doch wenn neue Versionen der Betriebssysteme für iPhone und iPad erscheinen, dünkt mir die Sache so klar wie selten: Das ist ein Thema, das einen beträchtlichen Anteil unserer Leserinnen und Leser direkt betrifft. Wir müssen es aufgreifen, wenn wir unseren Service-Auftrag ernst nehmen.

Abgesehen davon halte ich Open-Source bzw. freie und offene Software (FOSS) für wichtig – nicht unbedingt als Selbstzweck, weil ich nicht zu den Leuten gehöre, die proprietäre Softwareprodukte grundsätzlich ablehnen und sich ihnen verweigern. Aber wenn die offene Software als ernstzunehmende Alternative zu einem kommerziellen Produkt auf den Plan tritt, dann gebe ich ihr selbstverständlich eine Chance.

Bei der Diskussion hat sich mir eine weitere Frage gestellt. Und zwar die, ob freie Software an Bedeutung verliert. Die Ursache für eine solche Entwicklung läge auf der Hand: „In den App-Stores kommt die freie Software unter die Räder“ weiterlesen