Die Maus zeigt den Kindern, was es geschlagen hat

Die Mousetimer-App visualisiert einen Countdown auf kindgerechte Art und Weise.

Kinder haben die beneidenswerte Gabe, im Hier und Jetzt zu leben und sich keinen Deut um die Pläne ihrer Eltern zu scheren. Ob sie nun schleunigst nach Hause zum Essen oder beim Elki-Turnen antreten sollten, ob Zeit fürs Bett wäre oder der Papa zum Einkaufen möchte – wenn noch nicht fertiggespielt ist, dann hat man als Erziehungsberechtigter einen schweren Stand.

Einen Trick gibt es allerdings, der die Durchsetzung solcher Pläne ein bisschen erleichtert: Man kündigt sie rechtzeitig an und gibt den Kindern die Gelegenheit, zu einem Ende zu kommen. Der Trick funktioniert nicht immer und verhindert Tränen oder den Tobsuchtsanfall nicht mit Sicherheit. Aber die Erfolgsquote ist gut genug, dass ich ihn hier nachdrücklich empfehle.

Und noch besser: Eine App macht die verbleibende Zeit für das Kind fassbar. „Die Maus zeigt den Kindern, was es geschlagen hat“ weiterlesen

Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben

Es hätte ein Tipp zu Textverarbeitungen werden sollen. Doch dann bin ich ganz am Anfang falsch abgebogen und habe ein Essay übers Schreiben verfasst.

Was ist das Schwierigste an meinem Job? Viele denken, es sei das Schreiben. Kein Wunder, wo viele Autoren davon erzählen, wie sie heldenhaft gegen ihren ärgsten Feind ankämpfen – jener Feind, der Schreibblockade heisst und sogar eine Wikipedia-Seite hat.

Und natürlich: Es gibt die Momente, wo man nicht weiss, wie man einen Text nun aufzäumen könnte. Der berühmte erste Satz sollte tatsächlich nicht allzu fade daherkommen – und dann zügig zum Kern der Sache hinführen, weil man sein Publikum nicht langweilen sollte. Das ist nicht immer einfach.

Aber es ist ohne Zweifel so, dass die Seelenpein, die viele Autoren angeblich bei ihrer Arbeit empfinden, vor allem ein Mittel für die Selbstüberhöhung ist. Schliesslich ist man vor allem ein Künstler – und ein Künstler hat zu leiden, während er seine Kunst produziert. Der Schmerz verleiht dem Werk Bedeutung, erhöht den Marktwert und nötigt dem Publikum Ehrfurcht ab.

Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Kritik etwas milder ausfallen wird. „Statt um Word geht es hier nun ums Schreiben“ weiterlesen

Eine artistische Windows-App für Ordnungsfanatiker

Eine heisse Empfehlung für einen aufgeräumten Download-Ordner: File Juggler verschiebt heruntergeladenen Dateien automatisch in den Ordner, wo sie hingehören.

Kennt ihr das Problem mit dem Download-Ordner? Dieser Ordner kann gemäss meiner Beobachtung zwei Zustände aufweisen:

  1. Total zugemüllt. Es finden sich Hunderte oder Tausende Dateien darin, die ihr Besitzer heruntergeladen, aber nie vernünftig verräumt hat.
  2. Leer, beziehungsweise penibel aufgeräumt. Wenn das der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass der Besitzer des fraglichen Downloadordners ein Sauberkeitsfanatiker ist, der sogleich nach dem Herunterladen hingeht und jede einzelne Datei in den dafür vorgesehenen Ordner verschiebt. Das verhindert das Chaos – aber es braucht leider auch viel Zeit.

Ich gehöre zur zweiten Sorte: Ich räume alle die Dateien, die in meinen Downloadordner wandern, sogleich an die richtige Stelle: PDF-Dateien in mein Artikel-Archiv oder in den Ordner mit dem Recherchematerial. Sicherheitskopien der Nerdfunk-Manuskripte aus Google Docs werden in meinen Nerdfunk-Ordner gesteckt. Backups meiner WordPress-Blogs gehören ins Backup-Verzeichnis. Und so weiter.

So herrscht jene Ordnung, die mir als leicht neurotisch veranlagtem Dateien-Mikromanagers zusagt. Der Nachteil ist, dass ich viel Zeit darauf verwende, Dateien aus diesem Download-Ordner an die richtige Stelle zu verschieben. „Eine artistische Windows-App für Ordnungsfanatiker“ weiterlesen