Bildverfremdung nach dem Zufallsprinzip

Heute geht es um eine App, bei der mir nicht so ganz klar ist, was ich von ihr halten soll. Ist sie genial? Ist sie nutzlos? Man weiss es nicht.

Ein eher ungewöhnlichers Selfie.

Die App heisst Glitché. Es gibt sie für 1 Franken fürs iPhone und kostenlos für Android, wobei man allerdings die APK-Datei von irgend einem dubiosen Server ziehen muss – was ich nicht vorbehaltlos empfehle.

Schon der Name deutet auf die grossen Ambitionen und den Kunstbezug hin. (Wenn ich Künstler wäre, würde ich meinen Namen schliesslich auch als Mattyăs Schußlèr schreiben.) Das schräge Icon trägt zum Eindruck bei, ebenso die – für mich annähernd unverständliche – Benutzeroberfläche.

Das Konzept ist mir immerhin klar: Es geht darum, glitches, also Störungen in seine Bilder einzubauen. Diese Störungen sollen nicht wie normale Artefakte wirken, sondern einen künstlerischen Reiz haben. Das ist eine Idee, der ich etwas abgewinnen kann. „Bildverfremdung nach dem Zufallsprinzip“ weiterlesen

Dieses Meme hättest du besser nicht gepostet

Berühmt, weil sie medienwirksam rummotzt.

Facebook hat die unangenehme Eigenschaft, einem ungefragt Dinge ins Gesicht zu schleudern, die man dort nicht haben will: Verschwörungstheorien, Fakenews, Memes und stockdummer Quatsch.

Das passiert immer unerwartet und meistens im falschen Moment. Klar, wir sind auch selber schuld: Wir haben ohne viel Nachdenkens dieses Facebook geöffnet – oder Twitter, Instagram, Pinterest oder sonst irgend ein Verteilsystem für Internet-Bullshit. Wir wollten uns bloss ein paar Minuten vertreiben. Dabei hätten wir wissen können, dass oft genau dann irgend etwas im Feed erscheint, dass uns eine unangenehme Entscheidung abnötigt.

Die Auswahlmöglichkeiten bei dieser Entscheidung sind:

  1. Ignorieren.
  2. Eine klare, aber freundliche Replik schreiben.
  3. Eine unfreundliche Abkanzelung schreiben.
  4. Stummschalten. Entfreunden. Blockieren.

Ich bin normalerweise für Weg zwei. Der hat allerdings den Nachteil, dass er viel Zeit braucht – die man in jenen Momenten, in denen man es mit einem solchen Meme zu tun bekommt, absolut nicht hat. Darum hier dieser Blogpost: Ich schreibe ihn als Reaktion auf eine Diskussion, die ich bei Facebook neulich hatte. Aber vor allem auch als Reserve, damit ich ihn in ähnlichen Fällen als Kommentar unter eine solche Facebook-Veröffentlichung knallen kann.

Das Prinzip der präemptiven Kritik hat sich übrigens bestens bewährt: „Dieses Meme hättest du besser nicht gepostet“ weiterlesen