Mit Gesundheitsdaten spielen

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Die Health-App kann nun auch Daten exportieren.

Und wenn die alte Woche mit einem iOS-Tipp aufhört, kann die neue mit einem iOS-Tipp anfangen.

Dieser Tipp richtet sich an die Freunde der Selbstquantifizierung, die obendrein ein Flair für Datenanalysen haben. Was wahrscheinlich etwa 0,0001 Prozent der Leserschaft dieses Blogs sind, also ungefähr eine Person in zehn Jahren. Aber Clickomania.ch ist seit jeher seinem Bildungsauftrag verpflichtet und nicht der Einschaltquote.

Also, es geht darum, wie man die Daten aus der famosen Health-App von Apple exportiert. Man kann sie einerseits datensichern, andererseits auch analysieren und aufbereiten, wie man gerade lustig ist. Der Export findet in der Health-App über das Nutzer-Symbol in der rechten oberen Ecke statt. In der Übersicht mit Name, Geschlecht, Blutgruppe und Hauttyp gibt es auch denn Befehl Daten exportieren.

Tippt man darauf, erstellt die App ein Archiv, das man dann über das Share-Sheet weitergeben kann. Am einfachsten lädt man es in eine Ablage im Netz, zum Beispiel Dropbox, hoch.

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Die exportierten Logs der Health-App: Komprimiert 7,9 MB, unkomprimiert 220 MB.

In dieser Ablage tritt das Archiv als ZIP-Datei in Erscheinung, in der es (in meinem Fall) zwei Dateien gibt. Interessant ist die grosse namens Exportieren.xml. Sie enthält die Daten in einer XML-Struktur. Wenn man ein lokales Programm für XML installiert hat, kann man sie damit auswerten. Oder man wirft sie einem Dienst wie Codebeautify.org vor. Es ist sogar möglich, die Daten in Excel auszubeinen. Wie das im Detail geht, könnte ich hier erklären. Ich kann aber auch einfach auf diesen schönen Blogpost hier verlinken

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Jeder Messpunkt ist als XML-Struktur gespeichert.

Tipp: Probiert mal den Apple Health XML to CSV Converter aus: Er wandelt die XML-Struktur nach CSV. Dieses Dateiformat lässt sich im Vergleich viel einfacher in einer Tabellenkalkulation öffnen und dort analysieren.

Autor: Matthias

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