Finger weg von dieser Datei!

Spotlight ist Apples neugieriger Dienst, der einen Blick in jede Datei wirft. Nicht, um sich über den Inhalt lustig zu machen oder Verbeserungsvorschläge anzubringen. Nein, es geht darum, den Inhalt zu indizieren, damit man ihn über die Suche schnell findet.

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Will man wirklich jeden Winkel ausleuchten? (Bild: spotlight (cc) von Martin Fisch/Flickr.com, CC BY-SA 2.0)

So nützlich das ist, manche Dinge möchte man nicht indiziert haben, weil sie tatsächlich nicht so einfach gefunden werden sollen – zum Beispiel auch nicht zufällig. (Wie immer bei solchen Themen gilt der Hinweis, dass ich als Tippgeber mir kein moralisches Urteil darüber erlaube, warum oder warum nicht man Dinge verstecken wollen sollte. Die Leitschnur für Tipps wie diesen ist: Jeder hat ein Recht auf Geheimnisse.)

Man kann nun in den Einstellungen zur Privatsphäre festlegen, wo Spotlight suchen soll und wo nicht. Nur ist das nicht sehr granular. Hier ist beschrieben, wie man einzelne Dateien auschliesst:

Man hängt einfach die Endung .noindex an, macht also zum Beispiel aus Testament die Datei Testament.noindex. Allerdings scheint mir das mit einzelnen Ordnern etwas kompliziert, zumal viele Dateien eine eigene Endung haben. Es müsste funktionieren, wenn man aus Testament.docx die Datei Testament.docx.noindex macht. Aber ausprobiert habe ich das nicht. (Shame on me.)

Einfacher ist es, Ordner auszuschliessen. Also einen Ordner zum Beispiel mit Geheimzeugs.noindex zu benennen. Und: Man kann auch Laufwerke ausschliessen. Das ist vor allem bei USB-Sticks praktisch. Man verhindert die Indexdateien in Ordnern wie .Spotlight-V100, die Spotlight sonst unsichtbar anlegt. Die fressen Speicherplatz weg und verwirren Windows-Benutzer, weil sie unter Windows nämlich zu sehen sind. Und man verringert die Gefahr von lästigen Problemen beim Auswerfen.

Der Trick: Man legt eine leere Datei mit dem Namen .metadata_never_index auf den Stick. Die Datei gehört ins Rootverzeichnis, d.h. auf die oberste Ebene und nicht in ein Unterverzeichnis.

Autor: Matthias

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