Blocher isst Berhardinerbabys zum Zmorge

Ein Körnchen Wahrheit, ein Sprutz Plausibilität – das ist es, was in den hier präsentierten alternativen Welterklärungsversuchen garantiert nicht enthalten ist. Wir machen uns lustig über fünf der abstrusesten gedanklichen Auswüchse, die je aus dem (aluminiumgeschützten) Hirn eines Verschwörungstheoretikers gewuchert sind. Diese fünf knatternden Stösse von Mentalflatulenz wehen um die Pyramiden von Gizeh, knattern aus der Bibel und dem Sternentor von Saddam Hussein, lassen uns die Nase über Yoga rümpfen und den Planet X durch unser Sonnensystem treiben, um schliesslich auf der Zehn-Franken-Note notzulanden…
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Segas Copyfail

Wie schon häufiger deklariert, habe ich den Anspruch, zur alleinigen Autorität in Sachen Endless Runnern aufzusteigen1. Darum kam ich nicht umhin, mir «Sonic Dash» von Sega (Android und Apple App Store) anzusehen. Und das, obwohl mir Sonic the Hedgehog von Grund auf unsympathisch ist. Wahrscheinlich, weil er wie ein geschleckter Popper aussieht, die in meiner Jugend als «dubios» galten. Ja, ich komme ursprünglich vom Land.

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Rennbahn mit Hindernissen, wie man sich das bei den Endless Runnern halt gewöhnt ist.
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Photobombing, Streaming-Entzauberung, Ikea

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Eine Art typografischer Rorschach-Test – erstellt mit einem kreativen Script für Adobe Illustrator.

Was für eine produktive Zeit! Wie immer nehme ich das Erscheinen einer neuen Ausgabe des Publisher zum Anlass für eine Retrospektive. Beginnend mit den Beiträgen aus dem Publisher:

  • In den Tipps und Tricks gibt es nützliche Kniffe zur Photoshop-Funktion «Kanten verbessern», mit der sich auch knifflige Sujets (solche mit Haaren oder anderen filigranen Oberflächeneigenschaften) vom Hintergrund lösen lassen. Ein heisser Tipp ist auch er zu InDesign und Photoshop, der erklärt, wie man seine Konfiguration sichert, damit die nicht bei Updates oder Neuinstallationen verloren gehen.
  • Die Tricks im Web sind lesenswert, weil es um die leicht anarchistische Aktion von Matthew Vescovo geht: Er macht sich mittels künstlichem Photobombing über langweilige Stockart-Bilder lustig.
  • Mehr als heisse Luft mit neuen, tollen Scripts zu Illustrator, InDesign und Photoshop. Meine Lieblinge sind CircleFill und RagingHull. Das erste Script füllt in Illustrator Vektorformen mit Kreisen, was ein blasenhaftes Resultat ergibt. Das zweite erzeugt in InDesign mit einfachen mitteln interessante Ornamenteffekte. Ausserdem gibt es Scripts, um in InDesign Textrahmen zu trennen und zusammenzufügen. Und eine (anpassbare) Photoshop-Aktion fügt Wasserzeichen in Bilder ein.
  • Wie man dreidimensional druckt erklärt sehr anschaulich im Video, wie man Daten für den 3-D-Druck aufbereitet.

Beim Tagi ist auch einiges gelaufen:
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Ein Fenster fliegt mir um die Ohren

In der Theorie sind Technik und Computer unsere Helfershelfer. In der Praxis führen sie uns oft an der Nase herum. Sie entwickeln ein Eigenleben, tun nicht das, was sie sollten, müssen gebändigt und gezähmt werden. Da fühlt man sich nicht wie der Herr seiner technischen Helfer, sondern als deren Sklave.

Windows hat diesbezüglich zu Recht einen schlechten Ruf. Das System tut oft nicht das, was es sollte. Oder, um genauer zu sein: Es tut nicht nur das, was es sollte. All die Crapware auf dem System führt sich auf, als ob ihr der Computer gehören würde. Das ist ein seit Jahren anhaltender Missstand, den Microsoft sträflich ignoriert.

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Der Yeti unter den Windows-Ärgernissen.

Mein Windows 8 ärgert mich seit längerem, indem es beim Start für den Bruchteil einer Sekunde ein Fenster anzeigt. Das flackert kurz auf und verschwindet wieder. So schnell, dass man keine Chance hat, den Fenstertitel zu lesen oder das Icon zu identifizieren. „Ein Fenster fliegt mir um die Ohren“ weiterlesen

Ein kniffliger Balanceakt

Anfangs Monat war Hansjürg Wüthrich alias @Vectrex71 bei mir im Digitalmagazin von Radio Stadtfilter. Entstanden ist die schöne Sendung Apps fallen nicht vom Baum, die ihr euch, falls nicht schon geschehen, unbedingt anhören solltet. Hansjürg erzählt von seiner Arbeit als App-Entwickler, und wir kommen auch auf sein Spiel «Balanzze DC» zu sprechen (für iPhone und für Android).

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Auch Game-Design braucht Feingefühl. (Bild: Andrew Nourse/Flickr.com)

Ich hatte es damals erst kurz angespielt, ihm aber eine konstruktive und kritische Rückmeldung versprochen. Die ich natürlich gleich in meinem Blog als Spieltipp von mir gebe.

Es handelt sich um eine Art Phyiskpuzzle, wie ich sie gern mag. Es gibt pro Level eine Anordnung von Elementen, die als farbige Klötze (Kästchen) und Kreise in Erscheinung treten. Sie gehorchen den Gesetzen der Mechanik und der Schwerkraft. „Ein kniffliger Balanceakt“ weiterlesen

Schnell in den Windows-Programmordner abtauchen

Für normale Anwender gibt es nur selten Gründe, in den Tiefen der Windows-Programmordners abzutauchen. Für Nerds wie dich und mich ergibt sich die Notwendigkeit andererseits recht oft. Beispielsweise, weil wir manuell eine Verknüpfung zu einer Programmdatei anlegen wollen, weil die Eigenschaften inspiziert werden müssen oder weil uns die Neugierde vorantreibt.

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Multiple Rechtsklicks führen ans Ziel…

Via Windows-Explorer ist die Navigation zum richtigen Programmordner umständlich. Zum einen gibt es zwei Programmordner, nämlich C:\Program Files für die 64-bit-Exe-Dateien und C:\Program Files (x86) für Ausführbares, das mit 32 bit kompiliert wurde. Zum anderen finden sich viele Unterordner mit teilweise abgartig verschachtelten Strukturen. Um zur Datei chrome.exe zu gelangen, hinter der Google Chrome steckt, klickt man sich durch den Pfad C:\Program Files (x86)\Google\Chrome\Application\.

Man kommt jedoch auch schnell und einfach zum Ziel:
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Marginalien der Geschichte

Nate DiMeo ist der Autor des Geschichts-Podcasts The Memory Palace. Das ist nicht der erste Podcast aus dem historischen Bereich, den ich hier erwähne – Hardcore History von Dan Carlin war in diesem Blog schon mehrfach ein Thema (hier etwa und hier).

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Fledermäuse als Waffen? (Bild: Djigiarov/Flickr.com)

Diese beiden Produktionen könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Carlin sich den grossen Themen annimmt und sie in unglaublicher Akribie stundenlang ausbeint, kümmert sich DiMeo um die kleinen, scheinbar unwichtigen Anekdoten, die den Lauf der Dinge nicht nachhaltig verändert haben und darum auch nicht zum Allgemeinwissen zählen müssen. „Marginalien der Geschichte“ weiterlesen

Hey Zuck, what the fuck?

Facebook hat die lästige Angewohnheit, eine Warnung anzuzeigen, wenn ein Link von stadtfilter.ch gepostet wird. Ich sehe die jedes Mal, wenn ich eine unserer Radiosendungen versozialmedialisieren will und von verschiedenen Seiten hat man mich deswegen angefragt. Facebook behauptet nämlich folgendes:

Ein von dir geteilter Link scheint eventuell unsicher zu sein. Bitte lösche den Link: stadtfilter.ch
Wenn du sicher bist, dass du den Link teilen möchtest, führe die nachstehende Sicherheitskontrolle durch.
Wenn du glaubst, dass du das irrtümlicherweise siehst, bitte teile uns das mit.

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Heisst übersetzt: «Willst du dich wirklich aus dem schönen, sicheren Facebook ins grosse, gefährliche Internet bewegen?!»

Die «Sicherheitskontrolle» besteht aus einem simplen Captcha. Da fühle ich mich zu dem Ausruf gezwungen, den ihr im Titel findet. „Hey Zuck, what the fuck?“ weiterlesen

Exponentielles Datenwachstum

Dinge, die man heutzutage haben muss? Eine Strategie für die persönlichen Daten!

Das, was bei mir so auf den Festplatten liegt, ist für mein Leben inzwischen missionskritisch. Ein wichtiger Teil meines beruflichen Daseins hängt von den angehäuften Daten ab. Privat dokumentieren sie mein Leben, halten Erinnerungen wach, sind Zeitzeugen und Lifelog.

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Exponentielles Wachstum – die y-Achse hat nämlich eine logarithmische Skala. Das heisst: Innert 15 Jahre hat sich meine Datenmenge von 100 MB pro Jahr auf 100 GB vertausendfacht.

Darum habe ich mir neulich die Frage gestellt, wie viele Daten ich eigentlich produziere. Das ist für eine Datenstrategie eine wichtige Information – denn auf die entsprechenden Kapazitäten sollte man die Ablage und die Datensicherung ausrichten. Ich archiviere meine Daten zentral auf meinem Windows-Desktop-PC. Das Macbook enthält zwar viel Kram und wird per TimeMachine gesichert. Doch alles, was dort liegt, ist redundant auch auf der Windows-Festplatte vorhanden, sodass ich mit der Sicherung (und meiner datenjournalistischen Recherche) nur an einem Punkt ansetzen muss.
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Kein DOS-Hochgefühl am iPad

Dieses Blog mit seinen hohen journalistischen Standards kommt nicht umhin, ab und zu auch über Misserfolge, gescheiterte Recherchen und unerfüllte Hoffnungen zu berichten. Heute ist so ein Tag, an dem ich einen Sachverhalt ausbreite, der weder mich beglückte noch meine Leser hier in Hochstimmung versetzen wird.

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Gaming, like it was 1991!

Da ist nämlich die App namens iDOS 2 fürs iPad und iOS. Sie basiert auf dem Dosbox-Emulator und verspricht Nerds wie mir, uns die wunderbare Welt des Disk Operating Systems zu eröffnen. Nun kann man das etwas abartig finden, zumal DOS definitiv der Vergangenheit angehört und die meisten Leute Zombies nicht einmal im Bereich der Software gut finden. Das heisst: Es ist gut, wenn selbst tote Betriebssysteme niemals mehr aus ihrer Gruft steigen.
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