Bilder entwackeln

Verwackelte Bilder entstehen, wenn man beim Fotografieren die Kamera nicht ruhig gehalten hat. Das kann daran liegen, dass man eine zu lange Belichtungszeit gewählt hat oder beim Auslösen unter dem Tatterich litt. Ich hatte zu Anfang meiner Fotografen-Karriere die Angewohnheit, mit so viel Inbrunst abzudrücken, dass ich dabei die ganze Kamera in Drehung versetzte. Ich muss mich noch heute ab und zu ermahnen, ruhig und gelassen abzudrücken. (Und so wie im Schiessunterricht in der RS vielleicht sogar kurz den Atem anzuhalten bzw. erst ausatmen, dann schiessen.)

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Oben: Das Original, unten die bereinigte Version. Das «Unregistered»-Wasserzeichen muss man sich wegdenken.

Die verwackelten Bilder sind in aller Regel unbrauchbar. Wenn nur eine kleine Verwackelung vorliegt, kann man sie vielleicht in kleiner Auflösung verwenden oder mit einem der Tricks aus dem Beitrag Technische Mankos verstecken retten. Oder man probiert es mit Blurity. Dieses Windows-Programm verspricht, Verwackelungen herauszurechnen.
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Macs die WLAN-Flausen austreiben

OS X hält eine einigermassen gut versteckte Möglichkeit bereit, Informationen über die WLAN-Netze in der Nähe in Erfahrung zu bringen und Diagnose-Informationen zur Problembehebung zu sammeln. Sie erscheint, wenn man bei gedrückter Alt-Taste auf das WLAN-Symbol in der Menüleiste klickt. OS X zeigt darauf hin zum aktiven WLAN-Netz eine Menge Diagnoseinformationen an, beispielsweise den verwendeten Kanal, die Signalstärke und die Datenrate. Man sieht, ob das Internet über dieses WLAN-Netz erreichbar ist (oder ob es sich um ein lokales Netz handelt) und einiges mehr. Es ist möglich, die Verbindung zu dem WLAN-Netz zu trennen.

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Die Erkenntnisse der Diagnose (die ich im Fall der Länderkennung durch Ignorieren behebe).

Es gibt ausserdem zwei für die Fehlersuche interessante Befehle: WLAN-Protokollierung aktivieren und Diagnose für drahtlose Umgebungen öffnen. Das Diagnoseprogramm findet häufige Problemquellen automatisch und bietet eine Lösung an.
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Gestalterische Fingerakrobatik

Ich habe die iPad-Layout-App Adobe Comp CC auf Herz und Nieren getestet.

Ich habe ein ausgesprochen zwiespältiges Verhältnis zu Adobe. Flash ist inzwischen ein richtiges Hassobjekt. Dieses Ding, damals von Macromedia in die Welt gesetzt, um das freie zu vereinnahmen. Es wird nach wie vor mit gebündelter Software ausgeliefert – ein Verrat am Nutzer, in meinen Augen. Die Creative Cloud wird den Leuten aufoktroyiert.

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Das fertige Werk wird ab iPad weitergeben oder am Desktop weiterverarbeitet.

Andererseits hat Adobe mit InDesign eine Software in Petto, mit der ich sehr gern arbeite. Photoshop Elements ist erschwinglich und hat trotzdem echte Pro-Funktionen seines grossen (teuren) Bruders abbekommen. Lightroom ist grossartig. Und nicht zuletzt zeigt Adobe grosse Experimentierfreude im mobilen Bereich. Apps wie Photoshop Express, Photoshop Touch oder Adobe Ideas sind hochwertig und zu tollen Konditionen zu haben. Adobe probiert neue Konzepte aus und bietet gerade fürs iPad einen echten Mehrwert.
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Der Musikkübel

Ein Gadget namens Libratone Zipp hat in unseren Haushalt Einzug gehalten. Das ist nicht mehr brandneu, sondern seit mehr als zwei Jahren erhältlich – also fast schon ein Oldie.

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Passt gut neben das DAB-Radio und die geheimnisvolle Truhe.

Andererseits war das Gerät ein Auftragskauf mit genauen Vorgaben, denen es bestens entspricht: Es muss drahtlos per Airplay bespielbar sein. Es muss handlich genug sein, um durch die Wohnung getragen zu werden. Es sollte das Auge erfreuen (oder zumindest nicht beleidigen), und last but not least auch noch gut klingen. Diese erfüllte das Produkt aus Dänemark gut – zumindest auf dem Papier. „Der Musikkübel“ weiterlesen

Wenn Word einen Linseneintopf anrichtet

Dokumente in Papierform zu archivieren, braucht Hardware (in Form von Bundesordnern und einem Locher), Platz und ein irgendwie geartetes Ablagesystem. Mit anderen Worten: Das ist ein gestriges Konzept. Heute legt man seine Dokumente in digitaler Form ab. Was bedeutet, dass man Dokumente, die man in Papierform erhält, digitalisieren muss.

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Fotografieren… und dabei die Kamera möglichst ruhig halten! (Links)
… und das Dokument dann in ein passendes Format überführen. (Rechts)

Ich habe zum Zweck der Umwandlung von Gedruckten in Dateien die beiden Apps Scanner Pro und DocScanner im Einsatz und hier im Blog vorgestellt (Papierdigitalisierung einfach gemacht, Für James Bond und das digitale Büro).

Dieser Tage wurde die Office Lens-App von Microsoft (für iPhone und für Android als Preview) durch die Newssites und Blogs geschleift. Die App ist laut Microsofts Office-Blog a OneNote scanner for your pocket, was ihr aber nicht so richtig gerecht wird: Sie wandelt Papierenes nicht nur für OneNote um, sondern auch für Word und Powerpoint, und auch ein Export als PDF ist möglich.
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Ein Versäumnis aus den 90ern ausbügeln

Die 1990er-Jahren waren nun nicht wirklich mein Jahrzehnt. Einige Dinge, die ich damals angefangen habe, sind unvollendet geblieben – so auch das Adventure «Jonathan» von Software 2000. Das hatte ich mir damals für DOS gekauft, bin aber mittendrin stecken geblieben. Irgendwo habe ich gelesen, dass die DOS-Variante so buggy war, dass das Gameplay schwerer war als von den Entwicklern beabsichtigt. Und natürlich gab es vor gut zwanzig Jahren auch diese praktischen Komplettlösungen (vulgo: Walkthroughs) noch nicht.

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Und hier emuliert es auch schon…

Nun ist mir neulich dieses Versäumnis wieder eingefallen – entweder, weil ich mir wieder diesen Stay-Forever-Podcast angetan hatte. Oder aber, weil sich so langsam die ersten Alzheimersymptome bemerkbar machen. (Da soll man ja angeblich Flashbacks in seine Jugend haben.) Wie auch immer – ich habe mich entschieden, zumindest dieses Versäumnis wettzumachen und «Jonathan» durchzuspielen.
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Was Nerdcredit einbringt

Ab und zu gebe ich in diesem Blog Tipps, was man tun könnte, wenn man zu viel Zeit hat – gut, sinnvollerweise wäre dieser Beitrag besser vor Ostern erschienen. Es soll nämlich schon vorgekommen sein, dass die Eiersuche einen nicht so richtig ausgelastet hat und sich die Langeweile auch mit Schokoladefressenverspeisen nicht totzukriegen ist. Aber ihr könnt euch diesen Beitrag ja schon einmal für Pfingsten vormerken.

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Ein Internetcomputer? Nein? Doch! (Bild: Rama/Wikipedia.org)
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Wo Jesus Al Gore zuvorkam

Jeez! Rechtzeitig zu Ostern rollen wir sie aus – die schönsten Verschwörungstheorien rund um Jesus von Nazaret. Es treten auf: Ein unorthodoxer Bibelinterpret, ein amerikanischer Bestsellerautor, römische Ränkeschmiede, der ägyptische Gott Horus, ein unbefleckter Fleck und last but not least der Fast-US-Präsident Al Gore. Ihm ist, so ein dubioses Online-Forum denn recht behalten sollte, Jesus bei einer wichtigen Erfindung ein bisschen zuvorgekommen…
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Verrottende Hyperlinks

Internet ausdrucken und archivieren?

Link rot ist eine schöne englische Bezeichnung für ein hässliches Phänomen. In Deutsch spricht man von toten Links, wenn Verweise im Web ins Leere zielen. Das passiert immer wieder, weil Websites aus dem Netz verschwinden oder umgebaut werden. Es kommt auch vor, dass der Link zwar noch da ist, aber nicht mehr auf die ursprüngliche Information verweist – besonders ärgerlich, weil schwer zu erkennen.

Der Online Broken Link Checker prüft kostenlos Websites auf tote Links. Er hat bei Clickomania.ch ungefähr auf jeder zwölften Seite einen veralteten Link gefunden – meistens 404-Fehler, die besagen, dass die angegebene Seite nicht mehr vorhanden ist. Mehrfach vertreten ist auch der Fehler 500, der auf ein Serverproblem schliessen lässt. Und der Fehler Bad host taucht bei den Sites auf, die aus dem Netz verschwunden sind, seit ich über sie geschrieben habe. „Verrottende Hyperlinks“ weiterlesen