Jeder sein kleiner Datenmineur

Die geheimen Datensammlungen, von Geheimdiensten und bösen Datenkraken, sind dieser Tage in aller Munde. Wir sind empört – und wünschen uns insgeheim doch vor allem eins: Einen Zugang zu diesen digitalen Wundertüten und die Gelegenheit, sie nach Lust und Laune zu durchforsten. Man muss kein Nerd sein – sondern nur neugierig –, um angesichts der Möglichkeiten auf Schatzsuche gehen zu wollen.

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Die Isländer sollten eigentlich Internetländer heissen.

Aber es gibt ja Orte, wo man sich abreagieren kann. Beispielsweise bei Google Public Data. „Jeder sein kleiner Datenmineur“ weiterlesen

Wo kein Podcast zuvor gewesen ist

Bei der Suche nach Podcasts bin ich neulich auf den Trekcast gestossen und mich sogleich gewundert, weswegen die Trekker sich nicht schon vor Jahren auf dieses Medium gestürzt haben. Die Trekker sind die Nerds unter den Nerds und müssten doch eigentlich von der Möglichkeit angetan sein, ihr Sendungsbewusstsein auf audiophonem Weg durch die ganze vereinigte Föderation der Planeten strahlen zu lassen. Der Realist in mir widersprach und meinte: Was gäbe es heute denn noch über eine fast fünfzig Jahre alte Serie zu sagen? Abgesehen von einem neuen Kinofilm läuft im Star-Trek-Universum schliesslich nichts Neues mehr.

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Wieso macht er eigentlich keinen Podcast? (Bild: Gage Skidmore/Flickr.com)

Ich habe mir also eine Folge des im Januar 2012 gestarteten Trekcasts angehört und muss sagen: Leider langweilig. „Wo kein Podcast zuvor gewesen ist“ weiterlesen

Die Bytes aus den Tiefen des Meeres

Neulich bin ich über die äusserst aufschlussreiche Website Greg’s Cable Map gestolpert. Herr Greg Mahlknecht zeigt hier verdienstvollerweise die grossen Adern des Internets: Die Erd- und Seekabel mit Name, Betreiber, geografischem Verlauf und Landungspunkte sowie Terminals.

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Die Datenautobahnen sind eigentlich Unterwasserwege.

Wie akkurat die Karte ist, kann ich nicht sagen – aber sie gibt allemal einen hervorragenden Eindruck über die globalen Datenautobahnen. „Die Bytes aus den Tiefen des Meeres“ weiterlesen

Mac-Malheurs ausbügeln

Apple Computer sind, wenn man den urbanen Grossstadtlegenden glauben darf, fehlerfrei und von Abstürzen gefeit. Doch eben, wie es so ist – Mythen sind Mythen und die Praxis sieht anders aus. Auch Macs stürzen ab, verhalten sich komisch, hängen und kriechen. Den Tagesanzeiger-«Tipp der Woche» vom 9. Oktober 2006, der sich mit diesem Problem beschäftigt, habe ich inzwischen denn auch mehrere Hundert Mal verschickt.

Es ist nun an der Zeit, diesen Beitrag aktuell aufzudatieren. Die Methoden zum Troubleshooting sind zwar im Grossen und Ganzen gleich geblieben – aber die Herangehensweise hat sich seit Tiger schon ziemlich verändert. Darum also hier die best practices fürs Mac-Troubleshooting:

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Die Dienstprogramme von der Recovery-Partition – zur Festplattenüberprüfung und, wenn alle Stricke reissen, Neuinstallation.

0. Bevor man überhaupt anfängt
Das Mantra der Kummerbox ist Backup, Backup, Backup! Und das gilt auch und vor allem für die Fehlerbehebung. „Mac-Malheurs ausbügeln“ weiterlesen

Samba olé

Vor drei Tagen habe ich beschrieben, was ich mit meinem Raspberry Pi angestellt habe. Da war noch der Punkt offen, wie man den Kleinen dazu bringt, als NAS zu fungieren – denn die direkt angeschlossene 2-TB-Platte wird leider nicht gemountet. Das liegt daran, dass am USB-Port nicht genügend Spannung anliegt.

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Ein Heidenspass: An der Samba-Konfiguration herumbasteln!

Daraus ergibt sich für die NAS-Werdung des Raspberry PI, zweiter Teil, auch eine Lösung: Man benötigt einen aktiven USB-Hub, d.h. einen Hub mit eigener Stromversorgung. Ich habe mich beim Letec umgeschaut und den Targus 7-Port USB 3.0 Combo Hub entdeckt. Der ist für meinen Zweck zwar überdimensioniert, indem man zum einen USB3 für den Raspberry Pi nicht benötigt und ich zum anderen keine sieben Ports brauche. Aber mein PC vorne nur einen USB3-Anschluss hat, wählte ich ein Gerät, dass ich notfalls auch dafür brauchen kann, die Kapazität dort etwas auszubauen. Ein weiterer Vorteil eines aktiven USB-Hubs ist, dass man ihn auch zum Laden benutzen kann – und sechs USB-Geräte auf einen Chlapf mit Strom versorgen zu können, ist schon ganz praktisch. Allerdings: Fürs iPad liefert er leider nicht genügend Spannung. Wenn man das anhängt, erscheint die ungeliebte «Lädt nicht»-Anzeige. Fürs iPad benutze ich daher weiterhin den Universal Dual USB Charger von Belkin.

Via Hub erkennt der Rasperry Pi die Festplatte (die WDBU6Y0020BBK), mountet sie und stellt sie im Heimnetz zur Verfügung. Happy End!

Fürs Feintuning kann man sich dann, wenn man möchte, mit der Konfiguration des Samba-Servers herumschlagen (sudo nano /etc/samba/smb.conf). „Samba olé“ weiterlesen

Wenn soziale Medien Drogen wären

Es soll Leute geben, die in Sachen soziale Medien ein gewisses Suchtverhalten entwickeln – inklusive Abhängigkeit und Gier nach immer neuem Stoff. Wobei die Analogie meines Erachtens daran scheitert, dass bei den Drogen die Einnahme im Zentrum steht, bei den sozialen Medien ihrerseits jedoch die Ausscheidungen. Sprich: Die meisten Twitter-Süchtigen könnten aufs Lesen gut verzichten, aufs Posten jedoch nicht.

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Die Leute bei dendritepark.com jedenfalls stellen die Frage: „Wenn soziale Medien Drogen wären“ weiterlesen

Die App für Aktionisten

Launch Center Pro ermöglicht es, Programm-übergreifende Abläufe einzurichten und Routineaufgaben zu beschleunigen.

«There is an app for that», lautet Apples populärer Schlachtruf, der auf das riesige Angebot im App Store abzielt. Das stimmt. Für alle möglichen und unmöglichen Aufgaben gibt es das passende Miniprogramm. Doch trotz der Vielfalt hat Apples bunte Welt der Apps ein grosses Manko: Es gibt kaum Kooperation zwischen den einzelnen Programmen.

Das heisst: In den einzelnen Apps ist nur isoliertes Arbeiten möglich. Die Möglichkeit, über den Öffnen in-Befehl ein Dokument von einer App an die nächste weiterzureichen, ist das höchste der Gefühle. Eine eigentliche Kommunikation zwischen den Apps findet nicht statt.

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Links: Statt Apps stehen bei Launch Center Pro Aktionen im Vordergrund.
Rechts: Die Standard-Apps können für eigene Abläufe herangezogen werden.

Es besteht die Hoffnung, dass dieses Manko mit iOS 7 (angekündigt für den Herbst 2013) abgemildert wird. Bis dahin kann man Launch Center Pro einsetzen. Diese App beschleunigt wiederkehrende Arbeitsabläufe und macht manche Operationen deutlich einfacher. Es versteht sich von selbst, dass das nur in einem eingeschränkten Rahmen möglich ist – denn die Limiten des Betriebssystems lassen sich per App nicht überwinden.
„Die App für Aktionisten“ weiterlesen

Eine Aufgabe für den Raspberry Pi

Im April habe ich für den Tagi einen Artikel über den Raspberry Pi geschrieben. Ich hatte ein Testgerät von Digitec bekommen, das mir so gut gefallen hat, dass ich es mir kaufte (ohne Journi-Rabatt, also verkneift euch die blöden Sprüche g).

Der Raspberry Pi verschönerte bis jetzt meinen Schreibtisch, doch blieb bislang ohne echte Bestimmung. Nun hat dieser Tage nach annähernd sieben Jahren meine Netzwerkfestplatte (Edmini von Lacie) den Geist aufgegeben. Als Ersatz ist der Raspberry Pi hervorragend geeignet: Er ist nicht nur klein, kompakt und einfach ein kuules Gadget, sondern auch stromsparend und dank des Raspian-Betriebssystems auch multifunktional. Er soll hier nämlich nicht nur Daten liefern, sondern auch als Airplay-Empfänger amten.

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So nackt – das geht doch nicht!

Vorbereitungen
Bei diesem Projekt stecke ich mittendrin. Denn eben: Der Raspberry Pi ist kein gebrauchsfertiges Produkt, sondern will für seine Aufgabe vorbereitet sein. In meinem Fall brauchte ich ein Gehäuse und einen WLAN-Nippel, da der Pi mittels Cinch-Klinken-Kabel an die Stereoanlage angeschlossen werden soll und ich kein Netzwerkkabel dahin ziehen will. „Eine Aufgabe für den Raspberry Pi“ weiterlesen

Damit hinten nichts Falsches rauskommt

Ich war gestern wieder einmal in Sachen Publisher Insiders unterwegs. Ich habe Stephan Jaeggi in Binningen besucht und mir die Sache mit PDF/X erklären lassen. Stephan beschäftigt sich mit 15 Jahren mit der Materie, er berät internationale Unternehmen, ist mit für den ISO-Standard verantwortlich und engagiert sich bei pdfx-ready.ch dafür, man mittels sehr einfacher Arbeitsabläufe die Normen einhalten und sichere Druckproduktionen gewährleisten kann. Er erzählt auch von der Zertifizierung für Erzeuger von Drucksachen und für die, die sie dann zu Papier bringen. Für alle, die ab und zu mit diesem Thema zu tun haben, ein sehr aufschlussreiches Video!

Tempo Teufel beim Bloggen

Bloggen ist noch nicht die erste Bürgerpflicht, müsste es aber eigentlich sein. Denn das Internet ist nun einmal dazu da, mit Ergüssen zu allen möglichen und unmöglichen Themen gefüllt zu werden.

Ein Problem kennen viele Blogger: Das ist die Zeit, die man nie so üppig zur Verfügung hat, wie es für die gründliche Themensuche, für Recherche und sorgfältiges Formulieren nötig wäre. Darum scheint es mir zentral, den Prozess des Bloggens möglichst effizient zu gestalten. Und für mich heisst das, den Text mit Maximaltempo zu erfassen.

Der Editor meines Blogs ist da nicht sonderlich hilfreich. Es gibt zwar Schaltflächen für fette Schrift, für Quotes und für Code. Doch die mit der Maus zu betätigen, widerspricht der Tempodoktrin. Formatierungen müssen unbedingt per Tastaturkürzel hinzugefügt werden können, was aber leider nicht möglich ist. Ich habe mir drum zwei Methoden ausgedacht, wie man dieses Manko ausbügelt.

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PhraseExpress generiert automatisch HTML-Auszeichnungen und Links.

Zum einen per Word. Wenn man seine Texte in Word schreibt, kann man den BBCode hinterher komfortabel per Makro generieren. Das habe ich im Beitrag Geschickt suchen und klever ersetzen beschrieben. Eine alternative dazu sind Makros, die während der Texteingabe den passenden Code erzeugen. „Tempo Teufel beim Bloggen“ weiterlesen