Wie findet man im Web die guten Dienste?

Schluss mit dem ziellosen Surfen auf der Suche nach schönen Cloud-Anwendungen: Vier Verzeichnisse führen zu den beliebten und zu den neuen, aufstrebenden Webdiensten.

Das Internet ist eine Wundertüte, die einem nebst den freudigen Überraschungen auch Ärger über verschwendete Zeit beschert. Wer neue Webdienste und Internetanwendungen sucht, vertrödelt oft Zeit mit nutzlosen Diensten und fruchtlosem Surfen im Netz. Da stellt sich die Frage: Wie findet man eigentlich neue Webdienste und Internetanwendungen, die es wert sind ausprobiert zu werden?

Ein zu hundert Prozent überzeugendes Verzeichnis existiert bislang nicht – aber einige Websites, die gute Hinweise liefern.

go2web20.net bzw. «Web Application Index» nennt sich ein Verzeichnis für Online-Anwendungen und -Werkzeuge. Unter Directory kann man Suchen oder das Verzeichnis durchblättern. Hilfreich beim Eingrenzen sind die Tags, die man am rechten Rand auswählt. Durch den Tag Most popular grenzt man die Suche auf die beliebten Webdienste ein. „Wie findet man im Web die guten Dienste?“ weiterlesen

Der Alles-in-einem-Installer

Beim Einrichten eines Windows-Computers erspart ninite.com viel Arbeit: Die Website stellt ein Installationsprogramm bereit, das in einem Durchgang alle wichtigen Programme aus dem Shareware-, Freeware- und OpenSource-Bereich lädt und installiert.

Das Einrichten eines Windows-Computers ist nach wie vor eine ermüdende Angelegenheit: Die Programme, die nicht zum Standard-Inventar gehören, müssen auf den Hersteller-Sites zusammengesucht, heruntergeladen und installiert werden: Browser, Mailprogramm, Datei-Utilities wie Winzip und Grafikviewer wie IrfanView – schnell kommen ein oder zwei Dutzend Softwarepakete zusammen, für die es bei Windows separate Setup-Programme und Installationsvorgänge braucht.

120730-ninite-com01.jpg
In einem ersten Schritt werden die benötigten Programme ausgewählt.
„Der Alles-in-einem-Installer“ weiterlesen

Die Untiefen der digitalen Farblehre

Auf Knopfdruck geben Farbdrucker flugs und ohne Umstände bunte Bilder aus. Allerdings stimmen diese Farben nicht immer mit der Wirklichkeit überein. Woher kommen die Abweichungen und was kann man gegen sie tun?

Drucken ist einfach. Präzise drucken jedoch nicht – das zeigt sich spätestens dann, wenn ein farbenprächtiges Digitalfoto im Druck blass, flau oder gar falschfarbig herauskommt. Gerade die knalligen Farbtöne sind im Druck oft kaum wiederzuerkennen: Neongelb, knallendes Orange, Giftgrün oder freches Violett erscheint im Druck nur als Schatten seiner selbst.

120727-transparent-display.jpg
Wie man die Farben auf dem Bildschirm denen der Realität näher bringt. Bild AMagill/Flickr

Was tun in so einem Fall? Diese Frage wird der Kummerbox regelmässig gestellt, und sie lässt sich nicht in ein paar Worte beantworten.

Denn: Auch wenn es die Druckerhersteller das noch so gern suggerieren: Es ist leider nicht so, dass man automatisch die gleiche Farbe auf dem Papier vorfindet, die man auf dem Bildschirm hat – oder die man beim Fotografieren im Sucher gesehen hat.
„Die Untiefen der digitalen Farblehre“ weiterlesen

Der Berglöwe markiert sein Territorium

Besprechungen von Mountain Lion alias OS X 10.8 gibt es viele, zum Beispiel die von Kollega Zedi. Ich darf hier aber breittreten, was mir so aufgefallen ist (und übrigens: Einen Vergleich von OS X 10.8, Windows 8 und Windows Phone 8 lest ihr hier):

Die Softwareaktualisierung. Sie bringt nicht mehr nur die im Mac App Store gekauften Programme auf den neuesten Stand, sondern auch das System. Das ist folgerichtig und ein grosser Vorteil gegenüber Windows, wo viele Programme ihre eigenen Updater verwenden, die darum wetteifern, wer jetzt zuerst seinen Patch herunterladen darf.

120726-mlion06.jpg
Sieht am Kopf etwas ausgehungert aus, hat aber eine Menge Fleisch auf den Rippen.

Die Benachrichtigungen. Die sind bei einem modernen Betriebssystem eigentlich unverzichtbar und man fragt sich, warum es sie nicht schon seit zehn Jahren gibt. Auch hier ist Windows das Negativbeispiel: Modale Dialoge, die sich mit irgendwelchen Nichtmeldungen in den Vordergrund drängen, der Infobereich, der Sprechblasen absondert und all die Programme, die sich auf diese oder jene Weise in den Vordergrund drängen – das ist uneinheitlich und lästig.
„Der Berglöwe markiert sein Territorium“ weiterlesen

Warum Apple weiterhin massig Kohle scheffelt

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, gestern noch schnell Mountain Lion zu installieren. Und mein erstes Fazit ist positiv – viele kleine Verbesserungen machen das Update unter dem Strich zu einer echten Verbesserung. Es scheint mir, dass Apples Weg mit graduellen Veränderungen einfacher zu verkraften ist als Microsofts Methode. Aus Redmond kommt alle zwei oder drei Jahre ein so grosses Update, dass erstens im Vorfeld die Erwartungen ins Unermessliche steigen und zweitens der Lernaufwand so gross wird, dass viele Privatleute und Unternehmen sowieso den Umstieg scheuen. Mit Windows 8 treiben unsere Freunde aus Redmond das auf die Spitze.

Ein Vergleich drängt sich auf
Drei Betriebssysteme mit einer Acht in der Versionsnummer – da drängt sich ein Vergleich von OS X 10.8, Windows 8 und Windows Phone 8 geradezu auf. Apple hält an zwei Betriebssystemen für die mobile Welt und für die schweren Maschinen (von Steve Jobs selig gern als «Trucks» bezeichnet) fest. Microsoft glaubt, das Heil in einem universellen System zu finden. Windows Phone 8 wird nicht mehr auf der CE-Architektur basieren wie der Vorgänger, sondern den so genannten «NT-Kernel» nutzen, der auch in Windows 8 steckt, und auch nebst dem Kern viel Code mit dem «grossen» Windows teilen. Somit läuft bei Windows demnächst auf allen Plattformen der gleiche Kern. So weit, so gut – dieser gemeinsame Unterbau ist attraktiv für die Entwickler, weil er das Versprechen beinhaltet, dass ein und dieselbe Anwendungen mit wenig Aufwand für alle Plattformen bereitgestellt werden kann.
„Warum Apple weiterhin massig Kohle scheffelt“ weiterlesen

Nach Fernsehperlen tauchen

Die OS-X-Anwendung Mediathek erschliesst die digitalen Archive von ARD, ZDF, 3sat, Arte und den dritten Programmen und lädt Fernsehbeiträge sogar herunter. Und: Auch Beiträge aus der Schweiz sind über die Mac-Anwendung zu finden.

Die öffentlich-rechtlichen Programme aus Deutschland haben in ihren Videoportalen viele Sendungen aus allen möglichen Sparten bereit: Vom «Tatort» über Dokumentationen aus Wirtschaft, Reisen oder Forschung bis hin zu Comedy-Formaten wie der «Heute Show» gibt es ein breites Angebot. Der Nachteil: Die Sendungen müssen auf den Websites der Sender in teilweise nicht sehr übersichtlichen Kategorien zusammengesucht und im Browser konsumiert werden.

120725-mediathek02.jpg
Sendungen können in der Anwendung geschaut, heruntergeladen und sogar auf DVD gebrannt werden.

Einfacher geht es mit der Anwendung Mediathek für Mac OS X (appdrive.net/mediathek). Sie erschliesst das Angebot auf übersichtliche Weise, indem an einem Ort das Angebot für die verschiedenen Sender bündelt. In 15 Kategorien finden sich die Inhalte von ARD, ZDF, 3sat, Arte, den dritten Programmen und neuerdings auch vom Schweizer Fernsehen. „Nach Fernsehperlen tauchen“ weiterlesen

Zu spät, aber trotzdem: Gratulation!

Es sind diese Momente – wo einem siedendheiss einfällt, dass man doch hätte gratulieren und seine Glückwünsche aussprechen sollen. Weil doch ein Geburtstag anstand. Und trotz Reminder im Kalender hat man den grossen Moment verpasst und steht als Trottel da.

Das passiert mir, ehrlich gesagt, dauernd. Drum die bitte: Nehmt es nicht persönlich. Bei mir scheint eine (wahrscheinlich genetisch bedingte) Schwäche vorhanden zu sein, die mich hindert, zeitliche Dimensionen sinnvoll zu erfassen. Für mich gibt es nur drei Zeitkategorien: Jetzt, vorbei und irgendwann. Und weil das Jetzt eben nur sehr wenig Zeit abdeckt, gehen Ereignisse überraschend schnell vom Irgendwann ins Vorbei über.

Zum Glück hat sich in diesem Fall der Betroffene nicht beklagt. Es handelt sich nämlich um dieses Blog hier, der vor knapp einer Woche seinen fünften Geburtstag hatte – und weder mit Torte noch mit Champagner gefeiert wurde.

Dabei gäbe es durchaus Grund zum Feiern. Denn ehrlich: „Zu spät, aber trotzdem: Gratulation!“ weiterlesen

Selbst ist der Reparateur

Die Website ifixit.com liefert Anleitungen zur Reparatur von Spielkonsolen, Macs und Windows-PCs und selbst zu kaputten Smartphones findet man Rat.

Ein wackeliger Home-Button am iPhone 4? Ein bekanntes Problem, noch häufiger als kaputtes Glas auf der Front oder Rückseite oder ein defektes Vibrationselement. Die Website ifixit.com liefert für diese Probleme Reparaturanleitungen – und zu vielen anderen Problemen. Die Website wurde 2003 in Kalifornien von zwei Studenten einer technischen Hochschule gegründet, weil das iBook des einen den Geist aufgegeben hatte. Die beiden lehnten es ab, das Gerät wegzuwerfen und durch ein neues zu ersetzen. Also haben Sie es aufgeschraubt, das Innere in Augenschein genommen, auf Ebay ein weiteres defektes Modell besorgt und Teile daraus zur Reparatur verwendet – bis das iBook wieder funktionierte.

120723-ifixit.jpg
Das Fingerspitzengefühl vorausgesetzt, tauscht man den defekten Home-Button selber aus.
„Selbst ist der Reparateur“ weiterlesen

Guck mal, wer da Daten sammelt

Die Browser-Erweiterung Ghostery entlarvt die versteckten Mechanismen, mit denen Webseiten-Betreiber ihren Besuchern hinterherschnüffeln, und blockiert unerwünschte Datensammler.

Eine Website besteht aus Text und Bildern, manchmal auch aus Video und Multimedia. Aber nicht nur. Bei vielen Sites stecken unter der Oberfläche Scripts, Zählpixel und «Webwanzen». Sie sollen dort Daten über das Surfverhalten erheben und diese an Werbetreibende, Marktforscher und Anlyseunternehmen weiterleiten. Ausgewiesen werden diese neugierigen Instrumente kaum – sodass man als Surfer sich kaum im Klaren ist, wo man eine Datenspur hinterlässt.

Erhältlich für alle Browser
Klarheit schafft das Ghostery-Add-On. Es existiert für alle gängigen Browser (Firefox, Google Chrome, Safari, Opera und Internet Explorer) und es ist als iOS-App erhältlich. Es zeigt beim Öffnen einer Website in der rechten oberen Ecke an, welche Dienste eingebunden sind. Bei manchen Webseiten sind das ein halbes Dutzend oder mehr: Werbeanbieter wie Adsense von Google oder Doubleclick, Analysedienste wie Google Analytics oder Omniture, soziale Plug-Ins von Facebook, Widgets von AddThis, Disqus oder GetSatisfaction, und so weiter. Fast Tausend Dienste kennt Ghostery, weist sie aus, und sperrt sie gegebenenfalls aus.
„Guck mal, wer da Daten sammelt“ weiterlesen

Frosch gegen Inkagott

«Zuma’s Revenge» ist ein kurzweiliges iOS-Spiel, bei dem es Kugeln zu beseitigen gilt. Dafür braucht es Geistesgegenwart und Präzision beim Zielen.

Es gibt diverse Spiele, bei denen die Aufgabe darin besteht, farbige Kugeln zu eliminieren, indem man gleichfarbige Gruppen bildet. Der Autor dieses Beitrags hat Ende 1997 ein Windows-Spiel namens «Clickomania» mit diesem Prinzip programmiert. Beim früher vorgestellten Game «Bubble Bust!» gilt es, heranrückende Blasen zu eliminieren. Und nun stellt auch «Zuma’s Revenge» stellt dieses Spielprinzip ins Zentrum.

120719-zumas-revenge.jpg
Der Perlen spukende Frosch kämpft hier an zwei Fronten gleichzeitig.

Bei diesem Titel steuert man einen Frosch, der farbige Perlen abschiesst. Es gilt, diese so in einem heranrückenden Perlenstrang zu platzieren, dass mindestens drei gleichfarbige Perlen nebeneinander zu liegen kommen: Dann platzt nämlich die Gruppe der gleichfarbigen Perlen und die links und rechts rücken nach, um die Lücke zu füllen – was bei glücklichen Umständen dazu führt, dass weitere Gruppen farbiger Bälle platzen und man einen Kaskadenbonus einstreichen darf.
„Frosch gegen Inkagott“ weiterlesen