Wie findet man im Web die guten Dienste?

Schluss mit dem ziellosen Surfen auf der Suche nach schönen Cloud-Anwendungen: Vier Verzeichnisse führen zu den beliebten und zu den neuen, aufstrebenden Webdiensten.

Das Internet ist eine Wundertüte, die einem nebst den freudigen Überraschungen auch Ärger über verschwendete Zeit beschert. Wer neue Webdienste und Internetanwendungen sucht, vertrödelt oft Zeit mit nutzlosen Diensten und fruchtlosem Surfen im Netz. Da stellt sich die Frage: Wie findet man eigentlich neue Webdienste und Internetanwendungen, die es wert sind ausprobiert zu werden?

Ein zu hundert Prozent überzeugendes Verzeichnis existiert bislang nicht – aber einige Websites, die gute Hinweise liefern.

go2web20.net bzw. «Web Application Index» nennt sich ein Verzeichnis für Online-Anwendungen und -Werkzeuge. Unter Directory kann man Suchen oder das Verzeichnis durchblättern. Hilfreich beim Eingrenzen sind die Tags, die man am rechten Rand auswählt. Durch den Tag Most popular grenzt man die Suche auf die beliebten Webdienste ein. Über weitere Tags – Video, Share, Community, Blogging, Media, Music, etc. – lassen sich die Merkmale bestimmen, die der gesuchte Dienst aufweisen soll.

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Bei go2web20.net grenzt man seine Interessen über Tags und Suchbegriffe ein.

Alternative und traditionelle Dienste
alternativeto.net ist eine Website, die zu Alternativen zu Softwareprogrammen kennt. Wer genug vom Adobe Reader hat, erhält die Empfehlung, sich dem Foxit Reader zuzuwenden. Wenn Photoshop unerschwinglich ist, wird man auf Pixelmator hingewiesen. Alternativeto.net gibt in der Rubrik «Online» nun auch Tipps zu Anwendungen aus der Cloud. Und weil die Nutzer ihre Lieblings-Web-Apps mit Sternen auszeichnen können, findet man auch heraus, welches die beliebtesten Dienste sind. Unter New & popular sind die gefeierten Neuzugänge aufgeführt – und die sind immer einen Blick wert.

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AlternativeTo listet die populären Webdienste fein säuberlich nach Kategorien.

heise.de/download wird vom deutschen Heise-Verlag betrieben und enthält ein sorgfältig gepflegtes Softwareverzeichnis. Es enthält herkömmliche Software. Seit April 2008 werden auch Webdienste aufgeführt. Um exklusiv nur Webdienste anzeigen zu lassen, sind in bei Filtern die beiden Kategorien Software und E-Books zu deaktivieren – dann sieht man unter Neuzugänge die neuesten Webdienste und unter Top-100 die beliebtesten.

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Heise listet alle Arten von Software und ermöglicht auch eine Eingrenzung auf Webdienste.

Die jungen Startups kennen lernen
betali.st führt Webdienste auf, die sich im Beta-Stadium befinden und oft noch nicht allgemein zugänglich sind, sondern nur auf Invite (Einladung). Die Website präsentiert junge, aufstrebende Startups, und sie zeigt einige der Macher unter «The story behind the Startups» sogar im Interview. Die Site selbst ist reichlich spartanisch geraten; ausser einer simplen Suchbox gibt es keine weiteren Möglichkeiten, den Datenbestand zu erschliessen.

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Die (spartanische) Suchfunktion von betali.st zeigt junge Startups und ihre Webdienste.

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

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