Die Webseiten-Entrümpelungs-Erweiterung

Die Erweiterung Clearly bereitet Websites lesefreundlich auf, indem Navigation, Werbung und andere störenden Elemente ausgeblendet werden.

Webseiten am Bildschirm zu lesen, ist oft kein Vergnügen. Auf vielen Websites buhlen zu viele Elemente um die Aufmerksamkeit des Surfers: Zwischen Werbung, Navigation, Verweis- und Teaser-Elementen geht der eigentliche Text bei zu vielen Websites schlicht unter.

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Vorher: Der eigentliche Artikeltext geht auf der Seite fast unter.

Im Safari-Browser gibt es dafür seit Version 5 den «Reader»-Modus: Klickt man auf die Schaltfläche Reader, wird ein Artikel ohne jeden Ballast angezeigt und kann auch in dieser übersichtlichen Darstellung ausgedruckt werden.

Ballast im Notizbuch vermeiden

Diese Funktion fehlt in Firefox, doch sie kann über die Erweiterung namens Clearly nachgerüstet werden. Das Plug-In stammt von Evernote, dem Hersteller des bekannten Online-Notizbuchs – denn natürlich wollen Leute, die im Internet Informationen sammeln, nur die eigentlichen Informationen, nicht aber das unnütze Drumherum in ihr Notizbuch ablegen.

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Nachher: Nichts stört mehr die Konzentration auf den Artikel.

Clearly klinkt sich bei der Installation mit einem eigenen Knopf in die Symbolleiste ein. Er ist erkennbar am Icon mit der Schreibtischlampen, und er verwandelt die geladene Seite in eine schlichte Darstellung mit gut lesbarer Laufschrift, deutlich abgehobenen Titeln und einer unscheinbaren Befehlsleiste am rechten Rand. Sie erlaubt es, zur ursprünglichen Seite zurückzukehren, die Webseite ins Evernote-Notizbuch einzufügen, das Design zu ändern und die vereinfachte Darstellung auszudrucken.

Schrift und Farbschema anpassen

In den Optionen gibt es vier Designs zur Auswahl: Drei vorgefertigte und eines, bei dem man Schrift, Farben, Zeilenabstand und Fontgrösse definieren darf. Unter Optionen darf man ausserdem Tastaturkürzel definieren, mit dem man Clearly aufruft bzw. eine Seite ins Evernote-Notizbuch spediert.

Die Unterscheidung zwischen dem eigentlichen Artikeltext und dem Ballast trifft Clearly sehr zuverlässig. Bei Seiten, wo sich das nicht eindeutig feststellen lässt, erscheint ein entsprechender Hinweis. Der einzige Nachteil liegt darin, dass sich Links nicht direkt in der Clearly-Ansicht öffnen lassen, sondern erst im Originallayout erscheinen und dann über die Clearly-Taste oder das Tastaturkürzel in der übersichtlichen Darstellung geöffnet werden müssen.

Clearly bei mozilla.org

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

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