Familiärer Spieleabend mit freundlicher iOS-Unterstützung

Statt das Spielbrett und die Würfel auszupacken, lässt sich auch mit dem iPhone oder iPad ein gemeinsamer Spieleabend bestreiten: Drei familientaugliche Wissens-Quiz-Apps.

Zugegeben – die Domäne der Familienspiele kommt nach wie vor auch gut ohne Computer aus. Denn Spiele wie das bezaubernde «Dixit» funktionieren bestens mit Karten, Spielbrett, Würfeln und/oder Figuren.

Umgekehrt haben iOS-Spiele den Vorteil, dass sie als App keinen Platz im Koffer oder in der Wohnung wegnehmen und multimediale Zusatzfunktionen bereithalten. Und letztlich ist es auch kein Entweder-Oder – man kann den Brett- und Kartenspielen die Treue halten und unterwegs spontan zum iOS-Gerät greifen, um per App ein Turnier in der Familie oder im Freundeskreis auszutragen.

Trivial Pursuit gehört zu den weltweit populärsten Spielen. Es geht darum, mit Alltagswissen zu punkten. „Familiärer Spieleabend mit freundlicher iOS-Unterstützung“ weiterlesen

Kein Tipp an dieser Stelle

An dieser Stelle war eigentlich die Wiederholung des Daily-Digital-Beitrags von vorletztem Montag geplant. Ich hatte damals eine App vorgestellt, mit der man die Codierzone von Einzahlungsscheinen scannen kann. Die App ermittelt die Kontonummer, Betrag und Referenznummer und überträgt diese Angaben per E-Mail oder auf anderem Weg, sodass man sie in der Online-Banking-Anwendung kopieren kann und den Zahlensalat nicht abzutippen braucht.

Wenig Freude
Nun hatte der Autor der App aber so wenig Freude an meinem Artikel, dass er mir seine Anwälte auf den Hals hetzen will – und darum ist nun wiederum mir die Lust an der Sache vergangen. „Kein Tipp an dieser Stelle“ weiterlesen

Die Zeit im Flug vergehen lassen

TimeLapse ist eine iPhone-App, die höchst unkompliziert Zeitraffer-Filme dreht.

Der Film ist ein Medium, bei dem seit jeher getrickst wird. Ein einfacher und dennoch eindrücklicher Trick ist, den Film mit einer anderen Geschwindigkeit aufzunehmen, als man ihn hinterher abspielt. Das führt dazu, dass die Zeit im Film schneller oder aber langsamer läuft als in Realität. TimeLapse ist eine App, die die Zeit im Film beschleunigt, also eine Zeitraffer-Aufnahme macht.

Ein Beispielfilm, der zeigt, was der Autor des Beitrags während des Schreibens so treibt.

Nach dem Start stellt die Aufnahme drei Parameter zur Verfügung, nämlich Recording Time, also die Aufnahmezeit in Realität, Time Speedup, sprich die Beschleunigung, und Video length, d.h. die Laufzeit des fertigen Videos. „Die Zeit im Flug vergehen lassen“ weiterlesen

MP3s umtauschen

Kollega Zedi hat neulich in einem Daily-Digital-Tipp erklärt, wie man via iTunes Match seine alten, schlechten MP3-Dateien in schöne und vor allem gut klingende AACs umtauscht. Da ich vor einigen Jahren alle meine CDs aus Festplattengeizgründen als lausige 128-kbps-MP3s digitalisiert hatte, kam mir dieser Tipp mehr als gelegen. Ich habe ihn durchgespielt und weil es bestens funktioniert hat, soll diese Erfolgsgeschichte kurz erzählt werden. Ersetzt werden können mit dem Trick auch M4P-Titel, die man im iTunes-Store noch mit DRM-Kopierschutz gekauft hat.

iTunes Match stellt die Musik über die iCloud zur Verfügung, damit man sie auf allen Macs und iOS-Geräten zur Verfügung hat, ohne via Kabel synchronisieren zu müssen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man an einem MacBook Air mit kleiner SSD und speichermässig knapp bestückten iPods und iPhones die ganze Musik zur Verfügung hat, selbst wenn die Sammlung grösser ist als der Speicher. Die Titel werden nach Bedarf aus der iCloud geholt, wobei lokales Caching verhindert, dass man sein Datenvolumen aufbrauchen muss. „MP3s umtauschen“ weiterlesen

Wahr, weil einleuchtend

Ein tiefen Brummen, das kein Tinnitus sein soll – ein akustisches Phänomen hält die Wissenschaft seit 1830 auf Trab und die Betroffenen vom Schlafen ab. Sind Industrieanlage oder militärische Einrichtungen schuld an dem Ton, der mal wie ein Dieselmotor und mal wie ein wütendes Moskito beschrieben wird? Wir schlagen den Bogen zu anderen schönen Verschwörungstheorien und kommen so auf eine Erklärung, die so einleuchtend ist, dass sie wahr sein muss…

Ein Panorama auf die Schnelle

Photosynth ist Microsofts App für Panorama-Bilder. Die Bedienung ist äusserst innovativ, das Zusammenfügen der Bilder erfolgt jedoch nicht immer fehlerfrei.

Panoramas aufzunehmen, ist normalerweise ein aufwändiger Prozess: Will man es gut machen, setzt man die Kamera aufs Stativ, stellt die Belichtung auf manuell und verwendet vielleicht sogar einen speziellen Panorama-Kopf. Er sorgt dafür, dass man die Kamera genau um den Nodalpunkt dreht. Das verhindert Parallaxenverschiebungen – also leichte Verschiebungen des Blickwinkels durch das Drehen der Kamera. Die Fotoserie muss dann am Computer zusammengefügt werden. Dieses Stitchen dauert oft seine Zeit und manchmal sieht man erst beim fertigen Resultat, dass die Überlappung beim Fotografieren nicht optimal war.

Ein 100-Prozent-Panorama
Mit Photosynth ist die Sache sehr viel einfacher: Man startet die App, tippt auf das Kamera-Symbol und auf Tap to start und fängt das erste Bild ein. „Ein Panorama auf die Schnelle“ weiterlesen

Die Verteidigungs-CD für hartnäckige Malware-Fälle

Von Microsoft gibt es seit Kurzem Windows Defender Offline. Das ist eine Variante des Anti-Malware-Programms, die sich auf CD brennen lässt, um damit den Computer aufzustarten. Auf diese Weise lassen sich Schädlinge entfernen, die bei laufendem Windows nicht entfernt werden können.

Entwickler von Windows-Schadensprogrammen sind überaus findige Leute. Sie verankern ihre bösen Programme manchmal so geschickt im Betriebssystem, dass auch dem allerbesten Sicherheitsprogramm die Beseitigung misslingt. Das liegt (unter anderem) daran, dass sich Dateien, die vom Betriebssystem verwendet werden, nicht ohne weiteres prüfen oder löschen lassen.

Festgefressene Malware bei nicht-laufendem Windows beseitigen
Es ist bei hartnäckiger Malware darum oft nötig, den Rechner bei nicht-laufendem Betriebssystem zu bereinigen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn nicht jeder Anwender hat eine zweite Windows-Installation auf der Festplatte, von der aus dieser Vorgang erfolgen könnte. „Die Verteidigungs-CD für hartnäckige Malware-Fälle“ weiterlesen

Schummrige iPhone-Fotografie

Die iPhone App NightCap ermöglicht bei schlechten Lichtverhältnissen Belichtungszeiten bis zu einer Sekunde. Das ist deutlich mehr als mit der Foto-App.

Das iPhone hat eine hervorragende Kamera, doch bei schlechten Lichtverhältnissen ist nicht viel zu wollen. Wegen der Verwackelungsgefahr limitiert die Foto-App die Belichtungszeit bei ungefähr einer Zwanzigstelsekunde. Das ist zu wenig für Aufnahmen bei Dämmerung oder Nacht, bei denen nicht geblitzt werden soll.

Mit NightCap ist eine Belichtung bis zu einer Sekunde möglich. Die App regelt die Belichtungszeit entweder automatisch oder übernimmt den Wert, der mit dem Schieberegler eingestellt wird. Es ist möglich, zwischen Front- und Rückkamera umzuschalten und den Blitz zu- oder abschalten.

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Fotografieren, wo es dunkel ist (hier zum Beispiel unter dem Schreibtisch).
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Im Hui zu mehr Durchschuss

Werner Getzmann hat mich gestern gefragt, ob ich den Durchschuss erhöhen könnte. Es geht natürlich um den Durchschuss im typografischen Sinn und um dieses Blog hier. Er stellt die Frage zu recht, denn längere Texte sind wirklich nicht sehr gut lesbar. Das war mir auch schon aufgefallen, aber weil es doch hochgradig mühsam ist, an fixfertigen Themes Änderungen vorzunehmen, habe ich darüber hinweggesehen.

Nun hat Firefox aber eine wunderbare neue Möglichkeit, den HTML- und CSS-Code zu inspizieren. Sie steckt unter Extras > Webentwickler > Untersuchen oder Ctrl + Umschalt + i (⌥⌘i beim Mac). Fährt man mit der Maus über die Seitenelemente, werden sie hervorgehoben und mit einer Sprechblase markiert, in der das entsprechende HTML-Element ausgewiesen ist. In einer Leiste am Fuss ist als Brotkrumennavigation der Ast im DOM-Knotenbaum aufgeführt. Klickt man einmal mit der Maus, wird der Untersuchen-Modus beendet und man kann die übergeordneten Elemente anklicken und durch einen Klick auf HTML bzw. Style am rechten Rand der Leiste den entsprechenden Quellcode anzeigen.
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Warum kapieren die es eigentlich nicht?

Eigentlich finde ich Video on Demand eine gute Sache: Es macht mich als Konsumenten etwas unabhängiger vom Diktat des Fernsehprogramms, erspart den Gang zur Videothek und ist sowieso ideal für Leute wie mich, die zu Impulskäufen neigen, und bei Filmen keine Ausnahme machen. Steigt Gluscht nach Sciencefiction in einem hoch, dann wirft man halt den Apple-TV an und holt sich einen passenden Streifen. Die Preise finde ich voll ok, die Bildqualität könnte besser sein und… naja, das Angebot… wenn man sich das Angebot anschaut, dann kann einem die Lust an Video on Demand auch gleich wieder vergehen.

«12 Angry Men»?
Ich habe die Filme nicht gezählt, aber mehr als ein paar Hundert können es nicht sein. Wenn man einen bestimmten Film im Kopf hat, auf den man gerade Bock hätte, kann man fast sicher sein, dass es ihn im iTunes Store nicht gibt. Selbst die Empfehlungen: Was einem da als sog. «Top-Film» angeboten wird, ist allenfalls auf dem Wühltisch oder der Resterampe top. «Das fünfte Element»? Fehlanzeige (Ausser, man gibt sich mit Französisch zufrieden, «Le Cinquième Élément» wäre im Angebot). «Der grosse Diktator»? Mattscheibe. «12 Angry Men»? Nicht in diesem Heimkino (immerhin, die deutsche Fassung «Die zwölf Geschworenen» ist im Angebot).
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