Besser twittern mit dem Bot

Tweetbot gilt vielen als der beste Twitter-Client überhaupt, den es für iOS gibt. Diese hohe Meinung ist nicht unverdient: Die App besticht mit durchdachten Anpassungsmöglichkeiten.

Es soll Leute geben, die sich mit der Wahl des bevorzugten Twitter-Client schwerer tun als mit dem Entscheid, mit welchem Menschen sie durchs Leben gehen. Aber es ist ja auch nicht einfach. Dutzende von Programmen stehen allein für iOS zur Verfügung, und viele haben ihre Vorzüge: HootSuite integriert nicht nur Twitter, sondern auch Facebook. Twitterrific ist kostenlos. Twittelator zeigt auf einer schönen Kartendarstellung, wo in der näheren Umgebung getwittert wird. Und mit Tweetery kann man Leute bei Bedarf stummschalten.
120215-tweetbot.jpg
Vielseitig, durchdacht und ideal, um sich in Twitter aufs Wesentliche zu konzentrieren.
„Besser twittern mit dem Bot“ weiterlesen

Der tägliche Ego-Schnappschuss

Dailybooth ist eine Website für Leute, die ihr Gesicht einmal pro Tag ins Internet halten möchten.

Ob Selbstdarstellung oder Eigendokumentation – dailybooth.com ermöglicht beides. Als so genannte Fotoblogging-Website soll man dort als Nutzer täglich ein Foto von sich machen. Aufnahmen lassen sich in einem so genannten «Blurb» (die freundlichen Zitate auf den Klappentexten von Büchern werden normalerweise so genannt) beschreiben, sodass eine Art fotografisches Tagebuch entsteht.

Foto-Tagebuch
Ähnlich wie bei Twitter kann man anderen Leuten folgen und Bilder kommentieren – und auch Kommentare in Bildform sind möglich. Somit lässt sich Dailybooth auch als eine Art Foto-Weblog bzw. -tagebuch nutzen. Man braucht ja nicht immer sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern kann ebenso gut Szenen des Alltags knipsen.

120214-dailybooth.jpg
Auf der öffentlichen Zeitleiste rutschen die Bilder im Sekundentakt durch.
„Der tägliche Ego-Schnappschuss“ weiterlesen

Die Schweizer Fotoszene bloggt

iso400.ch ist ein neues Schweizer Blog mit Schwerpunkt Fotografie. Und bevor ihr mir nun Befangenheit vorwerft: Jawoll, ich kenne den Herausgeber, Kevin Rechsteiner. Wir gehören zusammen zum Team des Digitalmagazins von Radio Stadtfilter, und ich habe auch schon (zufällig gerade heute) als Gastautor für das Blog geschrieben.

Iso400 schreibt seit Oktober 2011 über die Schweizer Fotoszene, und über «Fotografen, Bildkünstler und Bildarbeiter». Es gibt Portrait von Fotografen, Schwerpunkte zur Streetphotography und zur Frage, ob und wie man sich als Fotograf selbständig machen kann und soll. Es gibt ab und an etwas zu gewinnen, wie beispielsweise ein Gutschein von Rent a lens (wobei die Leser dieses Blogs die Verlosung nun leider knapp verpasst haben). Iso400 organisiert auch einen Basar mit Kameras und Zubehör, testet Fototaschen und andere Gadgets und stellt Web-Plattformen, Ausstellungen, Apps und natürlich gibt es auch Technik-Tipps und -Leitfäden aus der Praxis.
„Die Schweizer Fotoszene bloggt“ weiterlesen

Von wegen Schutz des Urheberrechts!

Die Filmindustrie führt sich extrem heulsusig auf, weil ein paar ihrer Kunden die Neigung haben, den Inhalt von DVDs ins Internet zu stellen. Solche Leute mit der Juristenkeule niederzuknüppeln, reicht diesen sog. «Rechteinhabern» aber nicht aus. Nein, man muss ganze Regierungen vor den Karren spannen und mit Acta und Sopa auch gleich das Internet nach chinesischem Vorbild umbauen.

Die sog. «Rechteinhaber» schaffen keine Werke
Das ist ein Affront gegenüber den Internetbenutzern, und es dient der Sache nicht. Wie einige Leute zu Recht bemerkt haben, sind die sog. «Rechteinhaber» nämlich in aller Regel nicht die Leute, die ein Werk geschaffen haben. Das ist in der Musikindustrie der Fall, wo Prince einst sagte:

Wenn einem die eigenen Master nicht gehören, gehört man dem Master. (Zitiert nach Wikipedia)

Es ist aber auch in der Autorenbranche so. Ich copy-paste mal die Passage bezüglich Rechte aus einem Vertrag, der mir genau in dieser Form unterbreitet wurde:

2.1.2. Übertragung der Verlagsrechte
Die Urheberrechte bleiben bei Autor. Autor überträgt ∎∎∎∎∎∎∎ für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts das ausschließliche Recht zur Verfielfältigung [sic!] und Verbreitung des Werks oder Teilen des Werkes für alle Druck- und körperlichen elektronischen Ausgaben sowie für die Online-Nutzung (nicht abschliessende Aufzählung: Handys, PDAs, Personal Computer, Macintosh, iPod u.a. Devices), einschliesslich durch Autor veränderte Versionen (beliebige Veränderungen am Text und/oder Softwarecode, die Übersetzung und Übertragung in andere Sprachen), ohne Stückzahlbegrenzung, für alle Sprachen weltweit.

So weit der Auftakt. Richtig los geht es aber erst jetzt. „Von wegen Schutz des Urheberrechts!“ weiterlesen

Fundamentaler Mumpitz

Wenn es nach den YECs (Young Earth Creationists) geht, dann ist unsere Erde erste 6000 Jahre alt und die ganze Wissenschaft ein ziemlicher Mumpitz. Nur ist das nicht nur eine schräge Idee von Religions-Fundis im US-amerikanischen Bible-Belt – nein, auch hierzulande wird mit dieser alternativen «Wissenschaftstheorie» hausiert und Geld verdient.

Volle Kontrolle für den iPhone-Kameramann

… und natürlich auch für die iPhone-Kamerafrau. Filmic Pro erlaubt es, nicht nur die Framerate, sondern auch die Auflösung festzulegen, und die App fixiert auch Belichtung, Weissabgleich und Fokuspunkt.

Einstellungsmöglichkeiten beim Filmen? Nicht beim iPhone. Die meisten Anwender sind beim Dokumentieren eines Familienfestes oder der ersten Schritte von Tochter oder Neffe vollauf damit beschäftigt, die Aufnahmen nicht zu verwackeln und das Telefon gerade aufs Sujet zu halten.

Allerdings werden mit dem iPhone längst nicht mehr nur private Anlässe dokumentiert, sondern ganze Spielfilme abgedreht. Der koreanische Regisseur Park Chan-wook hat für seinen Streifen «Paranmanjang» nur das iPhone 4 benutzt, wie ibtimes.com berichtet.
120208-filmicpro01.jpg
Über die beiden Fadenkreuze Belichtung und Fokus kontrollieren.
„Volle Kontrolle für den iPhone-Kameramann“ weiterlesen

Dem iPhone unters Röckchen schauen

Phone Disk erlaubt es, ein iOS-Gerät als externes Speichermedium zu nutzen. Und es gewährt Zugriff auf die Daten des Apple Mobilgeräts – und zwar ohne Jailbreak.

Aus Walter Isaacsons Biografie von Steve Jobs weiss man, wie wichtig es dem Apple-Gründer war, den Benutzern den Zugang zu den Interna der Apple-Geräte zu verwehren. Die User sollten ihre Nase gefälligst nicht in den Apple Macintosh oder das iPhone stecken. Auch bei iOS ist der Software-«Untergrund» nicht zugänglich – weder sieht man jemals etwas vom Dateisystem auf dem iOS-Gerät, noch kann man dort irgend etwas von Hand verändern.

Dabei gäbe es durchaus Anwendungszwecke – und sollte es nur die Befriedigung der Neugierde sein. Für diesen Zweck hält die Softwareschmiede Macroplant aus Louisiana ein Programm namens Phone Disk bereit: Es lädt das iPhone, iPad oder den iPod als Volume auf dem Schreibtisch von Mac OS X oder im Windows-Explorer.
„Dem iPhone unters Röckchen schauen“ weiterlesen

Farbgeschmack beweisen (auch wenn man keinen hat)

Kuler ist eine «Community» für Farbliebhaber schöner Farbkombinationen. Sie stellt harmonische Kombinationen von zwei, drei, vier oder fünf Farbtönen bereit, die man für die Dokumentgestaltung oder für Bildbearbeitungen benutzen kann.

Es gibt nichts, wofür es im Internet keine Community gäbe. Die Website kuler.adobe.com ist ein ausgezeichneter Beleg für diese Behauptung – denn hier gibt es nichts anderes zu sehen als harmonische, garstige, freche, überraschende oder betörende Farbkombinationen. Kuler lässt sich natürlich in den professionellen Gestaltungsprogrammen von Adobe nutzen, allen voran im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, in der Layoutsoftware InDesign und in der Vektorapplikation namens Illustrator. Wer keines dieser Programme besitzt, nutzt Kuler direkt über die Website und überträgt die Farbwerte manuell in seine Anwendung.

120602-kuler01.jpg
In der Liste der populären Farbkombinationen werden alle Gemütszustände abgebildet.
„Farbgeschmack beweisen (auch wenn man keinen hat)“ weiterlesen

Google Plus? Ich will Wave zurück!

Beim Start von Google Plus war ich zurückhaltend optimistisch. Die Idee mit den Circles schien einleuchtend, und die Verwaltung der Kreise ist schick gemacht. Und die Hangouts funktionierten vom Fleck weg und erweisen sich als nützlich. Ich pflegte also meine Kreise und hatte nebst Facebook und Twitter also noch ein soziales Netz, auf dem ich mir die Zeit vertreiben konnte.

Dann tauchte irgend wann einmal die Möglichkeit auf, Circles zu teilen. Das hatte zur Folge, dass an einigen Tagen von 50 oder mehr Leuten gefolgt wurde. Als freundlicher Mensch folgte ich zurück (wobei ich das bei Twitter nie getan hatte – da gab es wohl von Anfang an genügend Bots, um mich von dieser Idee abzubringen).

Das Resultat heute: Ich habe einen Plus-Stream, in dem im Sekundentakt neue Meldungen einlaufen. Dafür verpasse ich interessante Dinge aus meinem richtigen Bekanntenkreis. Und ich habe eine Allergie auf animierte GIFs entwickelt.
„Google Plus? Ich will Wave zurück!“ weiterlesen

Facebook abklemmen

Eine Browser-Erweiterung stoppt den Code, der auf vielen Websites eingebettet ist und auch dann Daten sammelt, wenn man gar nicht bei Facebook angemeldet ist.

Theoretisch sollte die Privatsphäre im Internet gewährleistet sein. Wenn man als Surfer eine Website besucht, dann erfährt diese Website (über den so genannten Referrer), von welcher Website man gerade gekommen ist. Das ist sinnvoll, denn es zeigt Website-Betreibern, wer auf sie verweist und welche Links besonders viele Besucher generieren. Die Websites, die im Verlauf weiter vorne stehen, sind jedoch nicht ermittelbar, und auch das Ziel beim Verlassen der Site wird nicht offen gelegt. Daran ändern auch die oft gescholtenen Cookies nichts. Zumindest dann, wenn man seinen Browser so konfiguriert hat, dass Cookies von Dritten nicht angenommen werden, was wie folgt geht:
„Facebook abklemmen“ weiterlesen