So computerskeptisch die hiesigen Medien auch waren – von einer Erfindung waren sie begeistert: von den tragbaren Rechnern, denen sie 1987 eine steile Karriere voraussagten.
Schlagwort: Tech-Premiere
Wann wurde wie das erste Mal über eine Technologie berichtet? Welche Chancen sah man, welche Prognosen gab es für die Erfolgsaussichten und welche Gefahren haben die Medien damals vorausgesagt?
Er ist der Neandertaler unter den digitalen Rechenmaschinen und brachte den Gymnasiasten in den 1980er-Jahren die Basic-Programmierung bei. Die Schweizer Zeitungen nahmen keinerlei Notiz.
Die Dumpfbacken in den sozialen Medien können es sich zwar nicht vorstellen. Dennoch kam das Online-Banking schon vor vierzig Jahren in Fahrt. In der Schweiz gab es untypisch viel Begeisterung – aber auch brutale Ablehnung.
Vor dreissig Jahren kam Windows 95 auf den Markt. Statt aufs Internet hatte der Softwarekonzern voll auf die eigene Online-Plattform MSN gesetzt. Schon vor der Lancierung hatte sich das als Fehler entpuppt.
Positionsmarke, Peilanzeiger, Fadenkreuz, Leuchtpunkt oder doch Lichtpunktzeiger? Wie dieses blinkende Ding auf dem Bildschirm heissen sollte, war in der Schweiz während Jahrzehnten ein Rätsel.
1995 prahlte ein Computerjournalist mit seinem Insiderwissen. 2003 entdeckten Zürcher in Feierlaune «Ctrl, Alt, Delete»: über die verblüffende Karriere einer drögen IBM-Erfindung.
Der «Escape»-Taste kommt eine entscheidende Bedeutung im Verhältnis Mensch-Maschine zu. Der erste Schweizer Journalist merkte das 1988. Der Mann liess sich auch über den «Shift»-Knopf aus, der exhibitionistische Regungen wecke.
Die Schweiz hätte eine führende Nation bei Software und Computertechnik werden können. Warum wurde sie es nicht? Die NZZ vom 16. April 1984 liefert eine Antwort, die an Klarheit nichts zu wünschen übriglässt.
Die Deutschschweizer haben die Tech-Revolution im Silicon Valley lange verschlafen. In der Westschweiz hingegen haben die Medien früh berichtet und gefragt, ob die Uhrenindustrie sich ein Vorbild nehmen muss.
Für einmal hatten die Schweizer Medien eine wichtige Erfindung rechtzeitig auf dem Schirm. Doch der Aufschrei eines hiesigen Tech-Pioniers verhallte ungehört: Das Land verschlief eine historische Gelegenheit.
Etwas absonderlich waren sie schon. Aber auch idealistisch, fantasiebegabt, weitblickend und oft kriminell: die ersten Computerfreaks der Schweiz, die es in die Zeitung geschafft haben.
Das E-Mail gibt es viel länger als das Internet. Schon in den 1980er-Jahren konnten elektronische Nachrichten versandt werden – für 30 Pfennig das Stück. Und ein visionärer Geist stellte sich 1977 vor, wozu das alles führen würde.