Mit der Garmin-Uhr Spotify hören

Wie gut har­mo­niert ein Modell aus der Fenix 7-Reihe mit dem Streaming­dienst? Ich habe die Probe aufs Exem­pel gemacht.

Neulich habe ich mir den App-Store für die Garmin-Uhren angeschaut, und damals versprochen, einer der Apps besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Es handelt sich um das Uhren-Modul von Spotify. Das stellt die Verbindung zum Streamingdienst her.

Allerdings – und das ist wichtig zu betonen –, ist diese Verbindung eine indirekte. Während es Apple-Watch-Modelle mit E-Sim gibt, gibt es bei meinem Garmin-Modell keine Mobilfunkanbindung. Garmin hat die Forerunner 945 LTE im Programm, die ich jedoch nicht näher kenne. Meine Beobachtungen beziehen sich auf die hier getestete Fenix aus der Serie 7.

Bei der funktioniert die Spotify-Nutzung so, dass man sich Inhalte zu Hause via WLAN-Verbindung auf die Uhr lädt und sie unterwegs offline anhört: „Mit der Garmin-Uhr Spotify hören“ weiterlesen

Sieben Tipps für Garmin-Uhren

Garmin-Uhren haben eine Unmenge an Funk­tionen und Kon­fi­gu­rations­mög­lich­kei­ten für den Alltag, das Sport­tra­cking und für Nerds: Wie man Anzeige und Nutzung opti­miert und an seine Vor­lie­ben anpasst.

Am Anfang gleich eine Einschränkung: Die Tipps hier dürften nicht universell sein. Ich habe sie mit der hier ausführlich getesteten Fenix 7s ausprobiert. Aber natürlich haben nicht alle Sportuhren von Garmin den gleichen Funktionsumfang, weswegen die Tipps nicht universell funktionieren. Leider sprengt es meine Möglichkeiten, hier die unterstützten Modelle anzugeben.

1) Die Konfiguration anpassen

Das Ziffernblatt lässt sich nur an der Uhr selbst und nicht über die App anpassen.

Die Einstellungen lassen sich an der Uhr über das Menü vornehmen, wenn man etwas länger auf den mittigen Knopf links drückt und nach unten zu den entsprechenden Menüpunkten blättert. Schneller zum Ziel kommt man allerdings über die App, Garmin Connect (für Android und iPhone/iPad). Ich würde empfehlen, die App zu verwenden.

Allerdings sind über die App nicht alle Funktionen zugänglich: „Sieben Tipps für Garmin-Uhren“ weiterlesen

Garmins unaufdringlicher Lauftrainer

Sport mit dem Garmin Coach: Wie man einen Trainingsplan auswählt, verfolgt und was man als Hobby-Läufer oder -Velofahrer daraus lernen kann.

Bei meiner Besprechung der Fēnix 7-Serie habe ich diesen Beitrag in Aussicht gestellt, in dem es ausführlich um den Garmin Coach gehen soll. Das ist eine Funktion, mit der sich die Rolle der smarten Uhr während des Sports deutlich verändert. Statt bloss passives Tracking-Gerät zu sein, gibt sie Anweisungen und Unterstützung.

Das ist einerseits eine naheliegende Idee – andererseits hat sie ihre Tücken. Denn auch wenn digitale Technik in unserem Leben eine immer wichtigere Rolle spielt, so haben es die meisten von uns noch nicht verinnerlicht, dass wir uns der auch unterordnen sollen. Zumindest nicht in einer expliziten Form: „Garmins unaufdringlicher Lauftrainer“ weiterlesen

Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung

Was leistet die neue smarte Sportuhr von Garmin? Was ist neu im Vergleich zur Fēnix 5 und anders als bei der Apple Watch Series 7? Ein Testbericht in sieben Kapiteln.

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich vor fünf Jahren die Fēnix 5S von Gramin getestet habe. Ich hielt sie für okay, habe mich aber an den Benachrichtigungen gestört. Infolgedessen war meine Besprechung nicht gerade euphorisch.

Die alte rechts hat mich während bald fünf Jahren begleitet. Wie schlägt sich die Neue im Vergleich?

Doch siehe da: Ich habe die Uhr bis vor kurzem getragen und sie nur abgelegt, um die Fēnix 7S zu testen, um die es hier gleich gehen wird. Das zeigt, wie wichtig Langzeittests sind. Der erste Eindruck ist zwar selten falsch, aber nicht immer vollständig.

Verborgene Tugenden – wie die Zuverlässigkeit und die Qualitäten beim Sport – zeigen sich erst nach und nach im Alltag. Und es gab noch zwei weitere Funktionen, die ich erst mit der Zeit entdeckt und im Beitrag Smarte Uhrdreingaben dargelegt habe.

Ich habe die 5S seinerzeit vor allem als universelle Smartwatch getestet:  „Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung“ weiterlesen

Wie Spotify die Apple Watch rockt

Musik, Podcasts und Hörbücher via Smartwatch zu hören, ist in vielen Lebenslagen praktisch, besonders beim Sport. Ich gebe Tipps, wie das mit Spotify am besten funktioniert und welche erfreulichen Nebenwirkungen es hat.

Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung? Dieser Frage bin ich neulich nachgegangen und habe die Möglichkeiten ausgelotet, unterwegs, speziell beim Sport, Musik, Hörbücher oder Podcasts ab Uhr anzuhören.

Das erspart es einem, das Telefon mitnehmen zu müssen. Es gibt dafür zwar gute Möglichkeiten wie diesen Gürtel hier. Doch es wäre in der Tat noch einfach, wenn man das Telefon zu Hause lassen könnte. Das reduziert die Gefahr auf null, es zu zerstören, sollte man beim Joggen über eine Wurzel stolpern und darauf zu liegen kommen.

Die Quintessenz im Beitrag damals war: Es geht, aber es ist umständlich und noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich hatte darum weiterhin mein iPhone mit dabei.

Doch nun ist das anders. Ich habe das Telefon bei meinen letzten Joggingrunden zu Hause gelassen. Den Unterschied macht Spotify: „Wie Spotify die Apple Watch rockt“ weiterlesen

Der halbe Hausrat im Jogginggurt

Im Flipbelt findet beim Sport oder Reisen nicht nur das Smartphone Platz, auch Hausschlüssel und Wasserflasche lassen sich im schlauchartigen Gurt verstauen. Nach einem Test gefällt mir dieses Konzept gut.

Eigentlich müsste die Apple Watch es einem ersparen, beim Joggen das Handy mitzuschleppen. Schliesslich liefert sie Musik, trackt den Lauf und hält kommunikativ die Verbindung – zumindest, wenn man eine E-Sim mit entsprechendem Vertrag in der Uhr hat.

Das ist bei mir nicht der Fall, und es gibt zwei weitere Gründe, weswegen ich beim Sport nach wie vor das Handy mitschleppe. Erstens, weil mir beim Sport ab und zu Ideen kommen, die ich in schriftlicher Form festhalten möchte. Zweitens, weil mir die Offline-Funktion für Podcasts und Hörbücher zu wenig komfortabel ist. Darüber habe ich mich im Blogpost Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung? ausgelassen.

Zu erwähnen ist immerhin, dass sich die Situation graduell verbessert. Spotify kennt inzwischen die Möglichkeit, Musik fürs Offline-Hören auf der Uhr zu speichern. Man legt dafür die passende Wiedergabeliste an, sucht die auf der Uhr hervor, tippt auf das Menü mit den drei Punkten und wählt Auf Apple Watch herunterladen.

Da ich vorerst aufs Handy nicht verzichten will, stellt sich die Frage, auf welchem Weg ich es mit mir führe. „Der halbe Hausrat im Jogginggurt“ weiterlesen

Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil

Ein neuerlicher Anlauf, um tolle Apps für das selbsternannte starke Geschlecht zu finden: Ich stosse auf viele Klischees, noch mehr Testosteron und eine echte Marktlücke.

In diesem Beitrag bin ich der Frage nachgegangen, ob es schöne Männer-Apps gibt. Im Rahmen der Berichterstattung zu diesem Unterfangen habe ich einen bedauerlichen Fehler begangen, den ich an dieser Stelle ausbaden muss.

Ich habe nämlich im Titel «Projekt Männer-Apps, erster Teil» geschrieben. Das impliziert eine Serie zu vielen weiteren solchen Männer-Apps. Und ja, genau das war die Idee und Absicht gewesen. Ich hatte auf Tipps aus der Leserschaft gehofft, mit denen ich gerne weitere Folgen bestritten hätte.

Doch leider sind diese Tipps ausgeblieben. Wie ich vermute, liegt der Grund nicht darin, dass sich diese hochgeschätzte Leserschaft sich um meine Bitte um weitere Vorschläge foutiert hätte.

Sind wir Männer so genügsam?

Nein, meine Mutmassungen gehen eher dahin, dass das Thema mit den Krawatten- und Bart-Apps bereits ausgeschöpft ist. Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass wir Männer genügsam sind und wir einfach nicht sonderlich viele spezifische Bedürfnisse haben, die man mit speziellen Apps befriedigen könnte. Uns fehlt beispielsweise eine biologische Besonderheit wie die Menstruation, die man mittels Smartphone tracken könnte.

Zweite Möglichkeit: „Projekt Männer-Apps: Zweiter und mutmasslich letzter Teil“ weiterlesen

Siri erweitert ihren Horizont. Zumindest ein bisschen

Mit Siri lassen sich neuerdings auch Audio-Inhalte aus Dritt-Apps abspielen. So toll das theoretisch wäre, in der Praxis funktioniert es mehr schlecht als recht.

iOS 14.5 ist da, und bringt als grösste Neuerung natürlich die Möglichkeit, das iPhone beim Maskentragen mittels Apple Watch zu entsperren. Das ist praktisch und funktioniert einwandfrei.

Diese Komfortfunktion birgt allerdings auch ein gewisses Risiko: Meine Tochter hat es geschafft, mein Telefon hinter meinem Rücken zu entsperren. Wie sie die Face-ID dazu gebracht hat, sie für eine Maskenträgerin zu halten, ist mir allerdings ein Rätsel. Ich gehe davon aus, dass es sich um ein angeborene Hackertalent handelt.

Eine weitere Neuerung ist mir aufgefallen, als ich Siri neulich beim Sport dazu bewegen wollte, energetische, meinen Dauerlauf befeuernde Musik zu spielen. Statt gleich mit Apple Music loszulegen, wie das bisher der Fall war, hat mich Siri darauf aufmerksam gemacht, dass sie nun lernen würde, welche Audio-Apps ich verwenden würde und welche App ich denn für meinen Musikgenuss auserkoren hätte.

Ich war hocherfreut: „Siri erweitert ihren Horizont. Zumindest ein bisschen“ weiterlesen

Laufen in Zeiten der Pandemie

So peinlich dieses Geständnis an dieser Stelle auch ist. Aber: Wir haben uns ein Laufband angeschafft und sind obendrein ganz zufrieden damit.

Diese Pandemie macht uns nun schon seit bald einem Jahr das Leben schwer. Sie führt dazu, dass wir viel zu Hause hocken und uns mit Homeoffice und Kontakteinschränkungen manchmal wie Gefangene fühlen. Das nötigt uns eine stoische Duldungshaltung ab – und auch die Fähigkeit zur Improvisation.

Es gibt eine Errungenschaft in diesem Haushalt, die auf die Coronapandemie zurückzuführen ist. Ich bilde mir ein, dass sie mit ebendieser Fähigkeit zur Improvisation zusammenhängt. Böse Zungen würden nun ins Feld führen, dass es hochgegriffen und beschönigend sei, einen Frustkauf «Improvisation» zu nennen. Und ja, ich teile die Ansicht, dass es sich die Leute oft zu einfach machen, wenn sie sämtliche Probleme in ihrem Leben mittels Konsum zu lösen versuchen. Doch weil es im vorliegenden Fall um ein simples Problem und eine effektive Lösung geht, bin ich grosszügig.

Aber etwas konkreter: „Laufen in Zeiten der Pandemie“ weiterlesen

Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel

Den Sport Earbuds von Bose mangelt es etwas an Ausdauer. Ansonsten kann man diese für Sportler entwickelten True-Wireless-Kopfhörer nur empfehlen.

Für den Sport und oft auch für Spaziergänge mit geringen sportlichen Ambitionen verwende ich seit längerem Kopfhörer von Bose. Ursprünglich ein kabelgebundenes Modell, dann seit 2017 die hier besprochen Bluetooth-Variante namens SoundSport. Ich habe mich darum gefreut, das Nachfolgemodell testen zu können. Das habe ich für die grosse Kopfhörer-Typologie bei den Tamedia-Blättern (🔒💰) getan.

Dieses Nachfolgemodell heisst Bose Sport Earbuds (Amazon Affiliate). Sie kosten um die 160 Euro bzw. etwa 186 Franken bei Digitec. Und sie haben sich gegenüber dem Vorgänger stark verändert.

Man könnte sagen, dass eine gewisse Airpodifizierung stattgefunden hat: Das Nackenkabel, das die beiden Kapseln verbunden hat, ist verschwunden. Die Earbuds verwenden nun die sogenannte True-Wireless-Bauweise. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man zwei getrennte Ohrteile hat, die durch kein Kabel verbunden sind.

Warum man gar keine Kabel haben will

True Wireless hat zwei unbestreitbare Vorteile: „Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel“ weiterlesen