Ein Schieberlein gegen Big Brother

In letzter Zeit treffen bei der Kummerbox noch mehr Fragen als sonst zu möglichen Spionagefällen ein. Viele Leute fürchten sich ein bisschen vor ihren eigenen Geräten: Hockt da eine Software drin, die mich aushorcht? Oder glotzt mir sogar jemand durch die eingebaute Kamera ins Gesicht?

Klappe zu, Hacker draussen
Ist das paranoid oder doch nicht komplett unbegründet? Genaues weiss niemand nicht. Mit manchen Leuten, die sich verfolgt fühlen, dürfte die Fantasie durchgegangen sein. Erst letzte Woche habe ich ein längeres Telefongespräch mit einer Dame geführt, die sich nicht mehr sicher vor ihren Nachbarn fühlt. Es kann gut sein, dass sie an sich harmlose Vorkommnisse falsch interpretiert und überbewertet. Aber vielleicht ist einer der Nachbarssöhne tatsächlich das technische Wunderkind, für das sie ihn hält – und ihr Computer entsprechend verwanzt.

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Offen…

Die grossflächige Schnüffelei ist real, daran gibt es leider keinen Zweifel. Die Angst vor gezielten Angriffen unter Nachbarn, Konkurrenten, Neidern oder Hassern scheint mir im Schnitt überzogen. „Ein Schieberlein gegen Big Brother“ weiterlesen

Sich beim Browsen nicht ausbremsen lassen

Es kommt immer wieder vor: Im Browser erscheint eine Webseite nicht so, wie sie müsste. Es fehlen Inhalte, die Darstellung ist falsch oder es gibt eine Fehlermeldung. Die ist im Idealfall so aussagekräftig, dass man als Surfer sich im Klaren darüber ist, wie das Problem behoben werden könnte. Doch zweckdienliche Fehlermeldungen sind, so sei es geklagt, leider der Ausnahmefall. Die Regel sind kryptische bis nichtssagende Meldungen.

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Eine ausgefranselte oder sonstwie falsche Website-Darstellung ist mehr als lästig. (Bild: Kris Krug/Flickr.com)

Doch was tun in so einem Fall? Die einfachste Methode, die häufig funktioniert und es einem erspart, viel Zeit mit der Ursachenforschung oder mit Reparaturmassnahmen zu verschwenden, ist simpel: Man braucht einen anderen Browser. Firefox, Chrome, Opera oder meinetwegen auch der bei Windows schon vorinstallierte Internet Explorer – oft hilfts, und das Problem ist schon gelöst.

Den Stier bei den Hörnern packen!
Falls der pragmatische Ansatz nicht erwünscht ist, weil das Problem beispielsweise bei einer häufig verwendeten Site auftritt, die man gerne mit dem Standardbrowser nutzen möchte – tja, dann gilt es, die möglichen Ursachen anzugehen. „Sich beim Browsen nicht ausbremsen lassen“ weiterlesen

Datenbackups in die Dropbox stopfen

Virtuelle Online-Festplatten wie die Dropbox, Skydrive von Microsoft, Google Drive oder Box.net lassen sich auch für die Datensicherung nutzen. Das Gratisprogramm Duplicati erledigt dafür die ganze Arbeit.

Eine Datensicherung ausser Haus hat grosse Vorteile: Sie erfolgt kontinuierlich und sie schützt auch vor grossen Unglücken wie Feuer, Wasserschäden oder Diebstahl. Bei herkömmlichen Datensicherungen auf eine externe Festplatte besteht bei diesen Ereignissen die Gefahr, dass nicht nur die Originaldaten, sondern auch die Sicherungskopien verloren gehen.

Eine bewährte Lösung fürs Offsite-Backup stellt Crashplan dar (vorgestellt im Tagesanzeiger). Wenn man relativ wenige Daten zu sichern hat, lassen sich Daten auch völlig kostenlos auf virtuellen Online-Festplatten sichern. Entsprechende Dienste gibt es von Dropbox, von Microsoft als Skydrive, von Google als Google Drive oder unter box.net. Auch von Amazon kann man relativ günstig grosse Datenmengen kaufen – S3 nennt sich dieser Dienst, der als Infrastrukturdienst für Betreiber grosser Websites gedacht ist.
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Guck mal, wer da Daten sammelt

Die Browser-Erweiterung Ghostery entlarvt die versteckten Mechanismen, mit denen Webseiten-Betreiber ihren Besuchern hinterherschnüffeln, und blockiert unerwünschte Datensammler.

Eine Website besteht aus Text und Bildern, manchmal auch aus Video und Multimedia. Aber nicht nur. Bei vielen Sites stecken unter der Oberfläche Scripts, Zählpixel und «Webwanzen». Sie sollen dort Daten über das Surfverhalten erheben und diese an Werbetreibende, Marktforscher und Anlyseunternehmen weiterleiten. Ausgewiesen werden diese neugierigen Instrumente kaum – sodass man als Surfer sich kaum im Klaren ist, wo man eine Datenspur hinterlässt.

Erhältlich für alle Browser
Klarheit schafft das Ghostery-Add-On. Es existiert für alle gängigen Browser (Firefox, Google Chrome, Safari, Opera und Internet Explorer) und es ist als iOS-App erhältlich. Es zeigt beim Öffnen einer Website in der rechten oberen Ecke an, welche Dienste eingebunden sind. Bei manchen Webseiten sind das ein halbes Dutzend oder mehr: Werbeanbieter wie Adsense von Google oder Doubleclick, Analysedienste wie Google Analytics oder Omniture, soziale Plug-Ins von Facebook, Widgets von AddThis, Disqus oder GetSatisfaction, und so weiter. Fast Tausend Dienste kennt Ghostery, weist sie aus, und sperrt sie gegebenenfalls aus.
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Wie man seinen Hintern versteckt

Anonymisierungsdienste können helfen, an ein eigentlich gesperrtes Video zu gelangen. Hundertprozentige Anonymität gibt es jedoch nicht – dafür zusätzliche Gefahren.

«Versteck mein Hinterteil» bzw. «Hide my ass» ist der deftige, aber eingängige Leitspruch des populären Anonymisierungsdienstes hidemyass.com. Er hat sich als Youtube-Knacker einen Namen gemacht. Er zeigt Videos, bei denen normalerweise nur der entschuldigende Hinweis erscheint, sie seien im «deinem Land nicht verfügbar». Der Trick ist, dass die Verbindung zu Youtube über einen Zwischenserver umgeleitet wird, der in einem Land steht, in dem das Video nicht blockiert wird. Einfach den Link zum Video in das grosse Eingabefeld eintragen, auf Hide my Ass klicken und etwas warten – das wars schon.

Nebst kleinen Urheberrechtsverletzungen sind mit dem Dienst aber auch grosse politische Zeichen möglich. Hide my Ass ermöglichte während Revolution in Ägypten 2011 die Nutzung von Twitter und anderen sozialen Medien, die vom Regime blockiert worden waren. Auch Hacker und Cracker greifen gerne die Anonymisierungsdienste zurück. Mitglieder von Anonymous und LulzSec, die User-Daten von Sony-Servern gestohlen hatten, taten das über die Dienste von Hide my ass. „Wie man seinen Hintern versteckt“ weiterlesen

Facebook abklemmen

Eine Browser-Erweiterung stoppt den Code, der auf vielen Websites eingebettet ist und auch dann Daten sammelt, wenn man gar nicht bei Facebook angemeldet ist.

Theoretisch sollte die Privatsphäre im Internet gewährleistet sein. Wenn man als Surfer eine Website besucht, dann erfährt diese Website (über den so genannten Referrer), von welcher Website man gerade gekommen ist. Das ist sinnvoll, denn es zeigt Website-Betreibern, wer auf sie verweist und welche Links besonders viele Besucher generieren. Die Websites, die im Verlauf weiter vorne stehen, sind jedoch nicht ermittelbar, und auch das Ziel beim Verlassen der Site wird nicht offen gelegt. Daran ändern auch die oft gescholtenen Cookies nichts. Zumindest dann, wenn man seinen Browser so konfiguriert hat, dass Cookies von Dritten nicht angenommen werden, was wie folgt geht:
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Kurz und schmerzlos ein Backup brennen

DXPgenerator erstellt Zusammenstellungen für das Brennprogramm CD Burner XP Pro, mit dem sich neue Dateien – und nur die neuen Dateien auf CD oder DVD brennen lassen.

Viele Wege führen zum Backup. Internet-affine Anwender setzen auf virtuelle Festplatten oder Backup-Dienste wie Carbonite. Wer Backups lieber «physisch» in Händen hält, verwendet USB- oder Netzwerkfestplatten. Und wer gern Datenträger ausser Haus lagert, brennt DVDs oder CD-Rs. Auch wenn die selbstgebrannten Medien in der letzten Zeit an Bedeutung verloren haben, so weisen sie doch einen unbestreitbaren Vorteil auf. Da CDs und DVDs einmal gebrannt schreibgeschützt sind, kann sich eine Vireninfektion nicht auf das Backup-Medium übertragen. Ich habe die Datensicherung auf CD und später auf DVD lange praktiziert, bis ich aufgrund der inzwischen grossen Datenmenge auf eine Netzwerkfestplatte und rotierende USB-Medien umgestiegen bin.
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Die Dropbox mit verschlüsselten Daten füllen

BoxCryptor verschlüsselt Dateien, die mittels Dropbox zwischen den Rechnern getauscht werden. Das erhöht die Datensicherheit massiv.

Dropbox ist einer der populärsten Webdienste überhaupt. Er ermöglicht den unkomplizierten Datenabgleich via Internet. Alle Dateien in der Dropbox werden automatisch zwischen allen beteiligten Rechnern ausgetauscht. Client-Programme gibt es für Windows, Mac OS X und Linux und auch per Browser oder iPhone ist der Zugriff auf die Daten möglich.

Das ist enorm praktisch, sobald man mehrere Computer nutzt. Der Nachteil von Dropbox liegt auf der Hand: „Die Dropbox mit verschlüsselten Daten füllen“ weiterlesen

Apropos Lokalisierbarkeit

Das iPhone speichert die Position. Ich verstehe, dass das aus technischer Sicht sinnvoll sein kann. Ich fände es gut, wenn die Daten verschlüsselt gespeichert würden und klar geregelt wäre, wozu sie genutzt werden und wozu nicht.

Aber diskutieren wir doch an dieser Stelle über etwas anderes: Nämlich über den Umstand, dass man bei stationären Computern schon lange sagen kann, wo der User steckt.
Ein Beispiel: Ich sitze gerade bei mir zu Hause, wobei jeder die genaue Adresse im öffentlichen Telefonbuch nachschlagen kann. Ich rufe die Website ip2location.com auf und erhalte folgende Auskunft:
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