Ein VPN ist unverzichtbar

Das Virtual Private Network (VPN) ist für mich in den letzten Monaten zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Früher habe ich es sporadisch verwendet – ursprünglich hauptsächlich für die Umgehung von Geosperren. Doch in den letzten Monaten habe ich weitere unverzichtbare Verwendungszwecke erkannt. Erstens kann man Internetprobleme umgehen.

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Hier herrscht des Abends erstaunlich viel Netzwerkverkehr.

Und auch wenn ich hoffe, dass ich aus Gründen zu Hause keine Internetprobleme mehr haben werde, hatte ich neulich bei meiner Arbeit für den Publisher Gelegenheit, das VPN nutzbringend einzusetzen. Da hatte nämlich die Firewall aus unerfindlichen Gründen sämtliche Dateien blockiert, die ich im Publisher-Downloadbereich platzieren wollte. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht haben die Firewall und das CMS eine unheilige Allianz geschlossen, um mir das Leben schwer zu machen. Jedenfalls ist das genau die Sorte Problem, die man einerseits nicht brauchen kann und deren Lösung andererseits mutmasslich Stunden in Anspruch nimmt. Ich habe mich daher dafür entschieden, das Problem nicht zu lösen, sondern zu umgehen. VPN-Client herunterladen, einschalten und mit einem Schweizer Knoten verbinden, fertig.

Während unserer Ferien in Holland ist mir noch etwas anderes aufgegangen. „Ein VPN ist unverzichtbar“ weiterlesen

Wenn schon global, dann richtig global


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Mit der Globalisierung ist es so eine Sache. Die meisten sind dann dafür, wenn es ihnen nützt. In allen anderen Fällen findet man sie nicht so toll. Da baut man lieber Mauern quer durch einen ganzen Kontinent oder zieht sie virtuell im Netz um Länder und deren Benutzer hoch. Beides ist Unfug. Klar, die realen Mauern sind schlimmer als die im Netz. Dennoch geht es in meinem Video um letztere: Um die Geosperren, die einen daran hindern, manche Clips auf Youtube, Filme und Serien auf Netflix und Dokus auf Arte zu sehen.

Das ist doch ein Schmarren: Die Unterhaltungsindustrie profitiert extrem von der Globalisierung: Hypes pflanzen sich rund um den Globus fort und sparen (in positiven Fällen) atemberaubende Summen an Marketinggeldern. Da müsste es einleuchten, dass wir hier abseits von Hollywood nicht nur die Hypes, sondern auch die behypten Erzeugnisse sehen wollen. „Wenn schon global, dann richtig global“ weiterlesen

Lebensmittel aus dem Netz haben zwei grosse Nachteile

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Wer hat Zeit, zum Gemüsemarkt zu gehen? (Bild: Arlington Courthouse Farmers Market, Cliff/Flickr.com, CC BY 2.0)

Seit einiger Zeit nutzen wir für die Bestückung unseres Haushaltes mit den gängigen Verbrauchsgütern LeShop. 1997 ist der Online-Supermarkt gegründet worden. Damit gehörte er schon 2008, bei unserer Digitalk-Sendung mit Mitbegründer Christian Wanner, zum Schweizer E-Commerce-Urgestein. Wenn ich gleich am Anfang meckern darf: Das sieht und merkt man der App und der Website auch an.

Wir nutzen LeShop, weil wir aus Gründen weniger zum Einkaufen kommen. Und weniger Lust zum Schleppen haben, weil der Rücken eh viel mitmacht. Die Erkenntnisse nach knapp einem halben Jahr:

Es funktionierte bis jetzt reibungslos und ist eine wirkliche Erleichterung im Alltag. Wir nutzen inzwischen auch das Lieferabo. Damit spart man sich Lieferkosten, ähnlich wie bei Amazon Prime. Darum: Eine echte Empfehlung an frischgebackene Eltern, das macht auch die Versorgung mit den Gütern wie Windeln, nach denen das Kindlein ständig verlangt, deutlich einfacher. Die grösste Panne war ein Romanescu, der innen schon reichlich verfärbt war. Er wurde umstandslos rückvergütet, hat beim Kochen aber natürlich trotzdem gefehlt.

Am Sortiment gibt es wenig auszusetzen. Abgesehen vom tragischen Umstand, dass es meine Lieblings-Schokocreme nicht gibt. Naja, vielleicht gibt es sie sogar, und ich habe sie bloss nicht gefunden, weil die Produktsuche echt schwierig ist, wenn man sich nicht an den genauen Produktnamen erinnert. Oder wenn ein Produkt nur eine generische Bezeichnung hat, wie das bei der Migros ab und zu vorkommt.

Und damit sind wir bei meinen Empfehlungen zuhanden Leshop für das noch bessere Einkaufserlebnis: „Lebensmittel aus dem Netz haben zwei grosse Nachteile“ weiterlesen

Tor ist ein Menschenrecht

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Im Patentrezept-Video diese Woche geht es um den Anonymisierungsdienst Tor. Der ist dazu da, uns Surfer etwas weniger durchsichtig zu machen. Für mich selbst war The Onion Router lange Zeit kein Thema, weil ich der Ansicht war, dass die «normalen» Schutzinstrumente gegen das Tracking, beispielsweise Ghostery (Guck mal, wer da Daten sammelt), ausreichen. Doch in Zeiten von Terrorangst ist der Schutz der Privatsphäre enorm unter die Räder gekommen. Da ist es legitim, Selbstschutzmassnahmen zu ergreifen. Und durch die Nutzung von Tor auch einfach ein Zeichen zu setzen.

Ich nutze Tor nicht konstant, so wie es zum Beispiel Herr Stallman tut. Aber bei Bedarf – für heikle Recherchen oder für Anfragen, die man niemandem erklären will, selbst wenn sie sich in den Grenzen des Gesetzes und der Moral bewegen.
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Angewandte Google-Skepsis


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In diesem Blog habe ich immer wieder meiner Google-Skepsis Ausdruck verliehen. Googles vereinnahmendes Wesen ist mir unheimlich, und die zunehmende Abhängigkeit eine echte Gefahr. Trotzdem ist es für mich keine Option, die Dienste von Larry und Sergey komplett aus meinem Leben zu verbannen. Ein pragmatischer Ansatz ist, die tägliche Google-Dosis zu reduzieren, gezielt auszuweichen, manche allzu verlockende Angebote ganz zu meiden – und sich mit den Einstellungsmöglichkeiten zum Google-Konto auseinanderzusetzen.
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So wird Facebook ein bisschen weniger böse


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Das Patentrezept vom letzten Sonntag beschäftigt sich mit Facebook: Es gibt Tipps, wie man die Privatsphäre optimiert, Tracking verhindert, obsolete Dritt-Apps abkoppelt und das soziale Netzwerk auf seine Bedürfnisse anpasst. Besonders nett: Mit Socialfixer.com kann man sogar die Optik anpassen und Postings zu unliebsamen Stichworten ausblenden.
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Metadaten ergründen und bereinigen

Die App ViewExif (im Moment kostenlos) zeigt die Metadaten von Fotos an: Nicht nur Dateiname, Grösse, Abmessungen, Aufnahmezeit und -ort, sondern auch die Parameter wie die ISO-Einstellung, die Blende, Belichtungszeit, -modus und -programm sowie Brennweite und ob der Blitz ausgelöst hat oder nicht. Diese Informationen sind meistens nur für Fotonerds von Interesse. Es gibt aber auch Situationen, wo die Nicht-Foto-Nerds sie nutzbringend finden können. Beispielsweise, wenn sie gerne herausfinden möchten, mit welchem Programm ein digitales Foto wohl bearbeitet wurde: Diese Angabe findet sich nämlich auch im Exif-Datensatz.

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Metapho löscht Ortsdaten aus Bildern – damit sie geteilt werden können, ohne dass zuviel preisgegeben wird.

Ich verwende zum gleichen Zweck auch Exif & IPTC Metadata Browser (1 Franken im App Store). Diese App erfüllt ihren Zweck ebenfalls, ist aber nicht ganz so praktisch in der Benutzung. „Metadaten ergründen und bereinigen“ weiterlesen

Wie das richtige Internet aussehen müsste


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If this then that, ifttt.com, macht das Netz zur Automatisierungsmaschine. Einer meiner Lieblings-Webdienste: Er erinnert mich immer daran, dass das Web längst nicht so gut ist, wie es sein könnte. Die Daten bei Webdiensten und Apps liegen in Silos. Sie sind isoliert gespeichert und es gibt kaum Möglichkeiten, sie zu verknüpfen und zu einem grösseren Ganzen zu verbinden. Dafür gibt es zwei Gründe: Einen «guten» Grund und einen «schlechten». Der gute Grund ist der Datenschutz: Wenn man über die Grenzen eines Webdienstes hinweg mit seinen persönlichen Daten operiert, dann macht das den Schutz dieser Daten sehr viel schwieriger, als wenn sie ihr Silo nie verlassen oder sogar nur auf der eigenen, lokalen Festplatte gespeichert sind.

Der schlechte Grund ist das Marketing: „Wie das richtige Internet aussehen müsste“ weiterlesen

Die Hilfsbereitschaft der Browser bändigen

Browser sind ein häufiges Thema bei den Kummerbox-Anfragen. Entweder funktionieren sie nicht richtig oder sie sind übereifrig. Letzteres beispielsweise dann, wenn sie bei Suchmaschinen oder in Formularen Vorschläge machen, die der Nutzer als nicht hilfreich empfindet.

Nicht alles ist erwünscht, was auf einer Silberplatte serviert wird.

Wie man solche Vorschläge korrigiert oder diese Autovervollständigung gleich ganz abschaltet, das wird die Kummerbox immer mal wieder gefragt. Da man diese Frage für jeden Browser separat beantworten muss, hier wieder einmal eine aktualisierte Übersicht der entsprechenden Funktionen:
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Die lästigen Cookie-Warnungen

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Wie kann man etwas gegen diese Dinger haben? (Bild: Lara604/Flickr.com1)

Ein Ding, das mir moderat auf den Wecker geht, sind diese Cookie-Disclaimer. Die sieht man auf vielen Websites. Sie informieren einen darüber, dass Cookies zum Einsatz kommen. Manchmal muss man der Verwendung der Cookies auch explizit zustimmen. Martin Steiger schreibt dazu auf cyon.ch.

Bei der so genannten Cookie-Richtlinie handelt es sich um die europäische Richtlinie 2009/136/EG. Sie trat am 19. Dezember 2009 in Kraft und revidierte die bestehende europäische Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (Richtlinie 2002/58/EG). Da mit dieser Revision insbesondere die rechtlichen Voraussetzungen für die Verwendung von Cookies verschärft wurden, ist die Bezeichnung als Cookie-Richtlinie weit verbreitet.

In der EU gilt seit Inkrafttreten der Cookie-Richtlinie, dass Cookies nur noch verwendet werden dürfen, wenn die Nutzerinnen und Nutzer einer Website nach vorgängiger Aufklärung ihre Einwilligung erteilt haben (Opt-in-Prinzip, Informed Consent).

Die Auswirkungen für die Schweiz beschreibt Steiger wie folgt:
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