Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis

In meiner kleinen Reihe zu Mailprogrammen ging es hier um Mailbird und hier um Em Client. Heute ist Mailspring an der Reihe. Dieses Programm hat einen optimistischen Namen, der einen Neuaufbruch verheisst – und eine frische, einladende Oberfläche. Und man bekommt das Programm kostenlos für Windows, Mac und Linux.

Das könnte dazu führen, dass an dieser Stelle sogleich Euphorie einsetzt. Ist das das Mailprogramm der Zukunft? Einen kleinen Dämpfer gibt es sogleich beim ersten Start. Man kann Mailspring nicht nutzen, ohne eine Mailspring-ID anzulegen. Das ist ein Nutzerkonto, das laut Supportdokument zwingend notwendig ist:

Creating a Mailspring ID is necessary because existing email protocols like IMAP and SMTP do not provide a way to associate metadata with email messages. For example, to snooze an email on your laptop and unsnooze it on your work computer, Mailspring needs to be able to store the date you’ve selected on it’s own and sync it between your devices.

Die herkömmlichen Mailprotokolle erlauben es nicht, E-Mails mit Metadaten zu versehen. Darum müssen diese Metadaten separat gespeichert werden. Und damit man sie überall zur Verfügung hat, braucht es die Cloud. Das ist einerseits einleuchtend.

Andererseits dürfte das manche Interessenten dazu zwingen, auf Mailspring zu verzichten. „Hier blüht uns ein modernes Mail-Erlebnis“ weiterlesen

Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks

Wie jeder (halbwegs) kreative Mensch habe auch ich die Idee im Hinterkopf, irgendwann mal einen Roman zu schreiben. Oder ein Drehbuch. Oder zumindest ein kleines Hörspiel oder ein Kinderbuch.

Das Dumme ist nur, dass es leider nicht damit getan ist, ein paar gerade Sätze aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Es reicht auch nicht, dass man es schafft, eine Situation stimmungsvoll zu beschreiben oder sich einen knackigen Dialog auszudenken.

Nein, leider nicht. Das sind zwar die Disziplinen, die handwerklich aktive Schreiber wie ich einigermassen hinbekommen. Aber die reichen leider noch nicht einmal für eine Kurzgeschichte. Denn nebst dem Schreiben muss man sich einen Plot ausdenken, Figuren erschaffen und die passenden Orte für die Handlung wählen.

Und je nach angestrebter Dichte und Komplexität, muss man nicht nur eine, sondern sogar mehrere Realitätsebenen schaffen: „Mit dieser App ist der Bestseller-Roman ein Klacks“ weiterlesen

Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast

Im Beitrag Der Mailvogel ist gelandet habe ich erklärt, weswegen ich auf der Suche nach einem neuen Mailprogramm bin und Mailbird getestet. Damit war meine Suche nach dem Nachfolger von (*peinlich berührtes Räuspern*) Windows Live Mail nicht abgeschlossen. Denn für manche Nutzer mag Mailbird okay sein. Meine, zugegebenermassen speziellen Bedürfnisse erfüllt dieses Programm nicht.

Darum geht die Suche heute mit eM Client weiter. Die erste Hypothek dieses Programms ist sein Name. In Deutsch kaum auszusprechen und auch auf Englisch das Gegenteil von originell – daran ändert auch die vertauschte Gross-Kleinschreibung nichts, im Gegenteil. Aber mit der verunglückten Namenswahl würde man vermutlich leben können, wenn das Programm sonst überzeugt. „Wie Outlook – aber mit (etwas) weniger Ballast“ weiterlesen

An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt

Oder auch nicht. Der Titel ist reine Spekulation. Es geht hier um die schöne App Joplin, in der man seine Notizen verwaltet.

Neulich habe ich Dokuwiki vorgestellt: Ein Wiki auf meinem Webserver, das ich für Notizen und persönliche Dokumentationen brauche. Andi hat mir daraufhin auf Facebook nahegelegt, doch einmal Joplin anzusehen.

Nein, nicht Janis. Sondern diese App hier, die sich um Notizen kümmert, die automatisch via Cloud synchronisiert und obendrein Open-Source ist. Es gibt sie fürs iPhone, für Android, Windows, Mac und Linux.

Da ich alles tue, was Andi sagt, habe ich mir die App auch gleich besorgt. Sie macht auf dem iPhone einen schnörkellosen Eindruck. Nach dem Start klickt man aufs Plus und gibt an, ob man eine To-do-Liste, eine Notiz oder ein Notizbuch anlegen möchte.

Legt man eine Notiz an, braucht die einen Titel, und dann kann auch schon loslegen. Der Clou – und der Grund, weswegen Andi mir die App überhaupt empfohlen hat – ist nun, dass man für die Formatierung Markdown verwenden kann. „An dieser App hätte Janis ihre Freude gehabt“ weiterlesen

Saure Gurken für Firefox-Fans

Ich habe euch gestern im Beitrag Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli eine Übersicht aller Erweiterungen versprochen, die ich im Moment in meinen Browsern nutze. Das ist natürlich so eine Art Saure-Gurken-Meldung des Tech-Bloggings – darum auch die saure Gurke im Beitragsbild. Aber vielleicht auch nicht. Die Erweiterungen sind nämlich wirklich nützlich.

Also, in Firefox – wo ich diese tollen Erweiterungen nutze – klickt man auf das Menü mit den drei Strichen rechts oben, betätigt dann den Befehl Add-ons, und landet dann bei der Seite Erweiterungen verwalten (about:addons). Der Umgang mit Erweiterungen ist im Hilfebeitrag Add-ons finden und installieren und damit Firefox anpassen beschrieben. Und bevor ihr fragt: Ja, man wird Add-ons auch problemlos wieder los: Add-ons deaktivieren oder deinstallieren.

Und falls ihr keine Erweiterungen nutzt, dann solltet ihr das unbedingt tun. Ich halte das für eine der besten Erfindungen überhaupt: „Saure Gurken für Firefox-Fans“ weiterlesen

Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli

Ich plädiere in diesem Blog immer mal wieder für Firefox. Google ist im Web mächtig genug – dieser Konzern sollte nicht auch noch den dominanten Browser stellen.

Aber mir ist auch klar, dass dieses Argument kaum verfängt. Ich selbst wechsle meine Software selten wegen meiner Prinzipien – sonst würde ich wahrscheinlich irgend ein Linux-Derivat und nicht Windows und Mac verwenden und hätte ein Fairphone und kein iPhone.

Aber Firefox macht einem den Wechsel wirklich leicht – und hält Firefox-Fans wie mich mit nützlichen Neuerungen bei der Stange. Ich habe neulich bloss durch Zufall entdeckt, dass es nun die Möglichkeit gibt, Browser-Erweiterungen mit Tastaturkürzeln zu versehen. Auf diese Weise kann man nützliche Features auch per Shortcut aktivieren – und man konfiguriert sich das so zurecht, dass sich die Addons nicht ins Gehege kommen.

Das ist logischerweise nicht bei allen Erweiterungen gleich nützlich. Aber bei manchen ist es nicht nur nützlich, sondern brillant. „Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli“ weiterlesen

Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander

Die Affinity-Anwendungen waren hier im Blog immer mal wieder ein Thema. Im Beitrag Eine vielversprechende InDesign-Alternative habe ich Affinity Publisher vorgestellt, bei Ernsthafte Bildbearbeitung mit dem iPad Photo und im Beitrag Diese App sollte Adobe Angst einjagen Designer.

Da ich mir ziemlich sicher war, dass diese Apps nicht nur mir und den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gut gefallen, sondern auch für ein breiteres Publikum interessant sind, habe ich sie im letzten Patentrezept-Video vor den Sommerferien vorgestellt.


Diese Kampfansage bringt Photoshop in Bedrängnis

Die Resonanz war dann noch viel grösser, als ich erwartet hatte – natürlich auch, weil die Überschrift gegen Adobe gemünzt war. Die Unzufriedenheit bei den Nutzern ist beträchtlich – ebenso natürlich auch das Bewusstsein, wie gross die Abhängigkeit ist.

Das zeigt sich auch bei den Kommentaren zum Video – die für einmal aufschlussreich und lesenswert sind. Da schreibt zum Beispiel Hans Huggentobler: „Ist Photoshop unersetzlich? Die Meinungen gehen auseinander“ weiterlesen

Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis

Wer mein berufliches Schaffen verfolgt und zufällig meine Artikel von 2009 noch auf dem Schirm hat, wird sofort festgestellt haben, dass das neue Patentrezept-Video ein Remake des Artikels «Mobile Begleiter und ihr besonderes Schutzbedürfnis» von 2009 ist.

Die Betriebssysteme haben sich seitdem gewandelt, doch die Tipps sind grosso modo natürlich die gleichen geblieben:

  • Erstens: Schütze deine Daten, sodass sie selbst dann sicher sind, wenn der Computer abhanden kommt und in falsche Hände gerät.
  • Zweitens: Sorge dafür, dass deine Kommunikation privat bleibt, selbst wenn du dubiose WLAN-Netze verwenden musst.
  • Und drittens: Treffe Vorkehrungen, damit du deinen Laptop aufspüren könntest, wenn du ihn aus Versehen irgendwo liegen lassen solltest.

Erfreulicherweise ist es in den letzten zehn Jahren einfacher geworden, diese drei Punkte zu erfüllen. Mit anderen Worten: Die Betriebssysteme haben sinnvolle Verbesserungen erfahren. „Laptops und ihr besonderes Schutzbedürfnis“ weiterlesen

Einmal Web und zurück

Im Beitrag Das E-Book-Lesegerät zweckentfremden bin ich der Frage nachgegangen, wie man Lesestücke aus dem Internet am einfachsten für die Offline-Lektüre auf einen E-Book Reader transferieren könnte. Mit dem Kindle ist das relativ leicht – besonders, wenn man einen Dienst wie Crofflr benutzt. Verwendet man allerdings einen Tolino, dann ist es relativ umständlich.

Die einfachste Methode ist dann, die Epub-Datei mit den Artikeln auf einem Webserver zu deponieren. Man braucht sie dann nur mit dem Browser des Tolino zu öffnen, woraufhin sie heruntergeladen und in der Leseapp deponiert wird – klar, man würde gerne auch diesen Vorgang automatisieren. Aber dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden.

Für das Hochladen bietet sich FTPbox an. Das ist ein Open-Source-Programm für Windows, Mac und Linux, das einen lokalen Ordner per FTP automatisch mit einem Ordner auf einem Webserver synchronisiert. „Einmal Web und zurück“ weiterlesen

Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac

Manchen Apps bleibt man treu. In meinem Fall ist das Tweetbot oder Firefox. In manchen Bereichen wechselt man die App zwar nicht so schnell wie die sprichwörtliche Unterhose. Aber doch regelmässig. Ein Beispiel dafür ist der Passwortmanager. Ich setze bei Windows Keepass ein (Passwort-Safe für Windows, Mac und iOS (inklusive Datenaustausch)) und beim Mac KeepassX.

Fürs iPhone und iPad gibt es eine Handvoll Apps, mit denen man Passwort-Dateien in den Formaten .kdb und .kdbx öffnen kann (zum Unterschied siehe Ein überfälliger Umstieg). Ich hatte nacheinander und teilweise parallel iKeePass, PassDrop und KeePass Touch im Einsatz. Die haben alle den Zweck erfüllt, allerdings teilweise mit gewissen Abstrichen – und meist nicht mit brillanter Benutzerführung.

Nun bin ich gezwungen, mich von der Dropbox zu verabschieden. „Erstklassiger Passwortmanager fürs iPhone und den Mac“ weiterlesen