Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen

Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem

Mac OS 11 alias #BigSur ist seit letzter Woche verfügbar: Die grossen und die kleinen Neuerungen.

Big Sur – das ist die neueste Version von Apples Mac-Betriebssystem, die nun bezeichnenderweise die Versionsnummer 11 trägt. Das mag als Detail erscheinen. Doch man muss bedenken, dass das System, das seinerzeit das klassische Mac OS ablöste, seit zwanzig Jahren die Versionsnummer 10 verwendet hat und Apple auch die grossen Updates nur hinter dem Punkt hochgezählt hat.

Ich habe das Video noch vor der Keynote am 10. November gemacht – also noch ohne Kenntnis darüber, wie viel Apple über die neuen Macs und die Strategie bei den Betriebssystemen würde preisgeben wollen. Dabei ist der Klärungsbedarf gross. Und zwar nicht erst, seit der Wechsel von Intel zu Apple Silicon bekannt geworden ist.

Das Verhältnis zwischen dem iPad und dem Mac bedarf seit fünf Jahren der Klärung. Damals hat Apple das iPad Pro eingeführt und die Devise ausgegeben, man könne damit so produktiv arbeiten wie mit einem richtigen Computer.

Doch inzwischen wissen wir: Viele Fragen blieben am Apple-Event offen. Die Enttäuschung darüber habe ich mir hier von der Seele geschrieben.

Trotzdem – hier erstmal das Video mit den wichtigsten Neuerungen: „Ein Video und drei Extra-Tipps zum neuen Mac-Betriebssystem“ weiterlesen

Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst

Lossless Cut ist ein flinker und einfach zu bedienender Video-Editor, der Fernsehaufnahmen in Form bringt und auch den Videografen nützliche Dienste leistet.

Es kommt der Moment, an dem man als Eltern von der Realität eingeholt wird – und man erkennen muss, dass man nicht verschont bleibt. Das passiert dann, wenn unerwartet die Begeisterung für Barbies einsetzt. Oder wenn die Tochter anfängt, von Anna und Elsa zu schwärmen.

Als Anfänger im Bereich der Elternschaft fragt man sich dann, um wen es sich bei diesen beiden Frauen handelt. Mit etwas googeln erfährt man, dass das die beiden Heldinnen aus «Frozen» sind; dem Disney-Blockbuster von 2013, der hierzulande Die Eiskönigin – Völlig unverfroren heisst.

Da wir nicht der Meinung waren, dass unsere Tochter sich schon mit 2½ Kinofilme ansehen sollte, haben wir das Hörspiel auf Spotify angehört: Hier gibt es den ersten Teil mit Bonus, hier das Sequel.

Und immerhin war die Erkenntnis, dass das Hörspiel gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil: „Wie man der Eiskönigin einen neuen Schnitt verpasst“ weiterlesen

Eine schonungslose Offenlegung, was an Mietsoftware verkehrt ist

Softwareabos bergen Risiken – und die habe ich hier zusammengetragen: Von den kleinen Alltagsproblemen bei der Nutzung bis hin zu den grundsätzlichen Gefahren, die sich nicht so leicht ausräumen lassen.

Am 13. Oktober, endet der Support für Office 2010. Ich nehme das zum Anlass, über Mietsoftware nachzudenken. Denn Office 2010 war die letzte klassische Kaufvariante. Es gibt die Kaufvarianten zwar bis heute. Doch schon der Nachfolger, Office 2013, war nur noch der Juniorpartner neben dem im Juni 2011 eingeführten Office 365, das die Verbandelung von Office mit Abo und der Cloud eingeleitet hat.

Also, Mietsoftware. Ich war nie ein Fan von diesem Konzept und ich bin es bis heute nicht. Aus zwei Gründen:

Erstens habe ich den Verdacht, dass der Vorteil für den Hersteller eines solchen Mietprogramms grösser ist als für uns Nutzer. Zugegeben: Wir erhalten ein kontinuierlich verbessertes Produkt. Doch weil wir nicht direkt und verbindlich gefragt werden, welche Neuerungen wir wünschen, bleibt es Glückssache, ob der Hersteller in seinen Updates Funktionen hinzufügt, die für uns Anwender tatsächlich einen Nutzen haben.

Umgekehrt ist das Mietmodell für den Hersteller unbestreitbar und in jedem Fall ein Vorteil: Er erhält eine regelmässige Abozahlung und statt uns Nutzern jede Updateversion neu schmackhaft machen zu müssen, fliesst das Geld ab dem Abo-Abschluss automatisch. „Eine schonungslose Offenlegung, was an Mietsoftware verkehrt ist“ weiterlesen

Ein einfacher Reparaturtrick für Mac OS

Bei Problemen mit dem Mac lässt sich mit der hier beschriebenen Methode ganz einfach eine Reparaturinstallation ausführen.

Neulich hat mein Mac stolz verkündet, es gebe Updates für diverse Programme, unter anderem für Final Cut Pro und Motion. Als ich die installieren wollte, wurde mir das mit dem Hinweis verweigert, diese Updates würden Mac OS 10.15.6 voraussetzen. Im Über diesen Mac-Infofenster (🍎-Menü) war dann ersichtlich, dass mein Mac noch immer bei Version 10.15.0 festhing.

Es hat mich einige Minuten Zeit gekostet, um herauszufinden, weswegen das so war. Normalerweise führe ich System-Updates gewissenhaft und zeitnah aus. (Schliesslich muss ich als Computerjournalist mit gutem Beispiel vorangehen.)

Als Grund für die Updateblockade entpuppte sich die Betaversion von Catalina, die ich seinerzeit installiert hatte und die schon am Anfang nicht über alle Zweifel erhaben gewesen war (siehe Catalina ist eine Zicke). Für diese Beta-Installation gab es keine weiteren Updates mehr – und zwar ohne, dass es irgendwelche Andeutungen des Betriebssystems gegeben hätte.

Das ist nicht sinnvoll. „Ein einfacher Reparaturtrick für Mac OS“ weiterlesen

Fünf Tricks für störrische RAW-Dateien

Wie man RAW-Dateien zu Gesicht bekommt und nach JPG konvertiert – vor allem auch dann, wenn so neue Kameras mit im Spiel sind, dass die gängigen RAW-Entwickler sich den Bildern komplett verweigern.

Wie letzte Woche (hier und hier) beschrieben, hatte ich die Z5 von Nikon in den Fingern. Ich habe mit ihr fotografiert; und zwar aus unerfindlichen Gründen nur im Rohdatenformat (RAW).

Das heisst bei Nikon NEF. Und von diesen NEF-Dateien hatte ich nach meiner Fototour ein paar Dutzend auf der Festplatte. Und wer sich mit der digitalen Fotografie im Allgemeinen und dem RAW-Format im Speziellen auskennt, der weiss, was jetzt kommt. Genau: Ich konnte diese Dateien weder mit Windows noch mit meinem Mac öffnen.

Zwar ist es so, dass sich der Mac von Haus aus auf RAW-Dateien versteht. Das Problem ist allerdings, dass die Hersteller ihre RAW-Formate mit jedem Modell anpassen. Das bedeutet, dass auch RAW-taugliche Programme mit den Fotos aus den ganz neuen Kameras nichts anfangen können. Man hat also eine brandneue Kamera, mit der man viele mutmasslich supertolle Fotos geschossen hat – die man sich aber nicht ansehen kann.

Das ist unglücklich. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten, das Problem zu beheben: „Fünf Tricks für störrische RAW-Dateien“ weiterlesen

Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt

Ob es nun am Alter der Augen oder an der Grösse des Bildschirms liegt: Es soll Leute geben, die mitunter Schwierigkeiten haben, den Mauszeiger wiederzufinden. Eine Handvoll Tipps für Windows – und den ultimativen Trick für den Mac.

Mir passiert es gelegentlich, dass ich den Mauszeiger auf dem Bildschirm nicht mehr finde. Das mag eine Alterserscheinung sein – und tatsächlich wäre es für mich wahrscheinlich an der Zeit, eine spezielle Bildschirmbrille anzuschaffen. Übrigens nicht wegen des angeblich so schädlichen blauen Lichts – das ist ein reiner Mythos (Yellow Glasses to Avoid Computer Eye Strain?).

Es geht um den Sehbereich, der auf den Abstand zum Bildschirm optimiert ist. Ich gehöre jedenfalls zu denen, die entweder die Nase weit nach vorn strecken oder die Brille zur Nasenspitze vorschieben. Funktioniert, und ist ein simpler «Lifehack». Aber ergonomisch nicht das Gelbe vom Ei.

Der zweite Grund, weswegen man den Mauszeiger manchmal übersieht, sind die immer grösseren Bildschirme. Beim Mac gibt es einen tollen Trick: „Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt“ weiterlesen

Was sehr lange währt, wird richtig gut

Kürzlich ist Inkscape 1.0 erschienen – nach der vermutlich längsten Betaphase aller Zeiten. Grund für eine Laudatio.

Heute geht es weniger um eine Software – als vielmehr um die Würdigung einer bemerkenswerten Ausdauerleistung. Es gilt zu berichten, dass Inkscape in der Version 1.0 erschienen ist. Inkscape ist ein quelloffenes Programm zur Bearbeitung von Vektorgrafiken, das in etwa mit Adobe Illustrator zu vergleichen ist.

Die Veröffentlichung der Version 1.0 geschah am 4. Mai 2020. Sie ist deswegen bemerkenswert, weil es das Programm seit November 2003 gibt. Mit anderen Worten: Es war fast 17 Jahre lang in einer 0.x-Version erhältlich. Eine Versionsnummer mit einer Null am Anfang assoziiert man mit einem unfertigen, noch in der Testphase befindlichen Softwareprodukt.

Man nennt das auch Betaphase. Und Inkscape dürfte eine der längsten Betaphase in der Softwaregeschichte durchlaufen haben. „Was sehr lange währt, wird richtig gut“ weiterlesen

Fünf grossartige Tricks für Firefox

Es gibt genügend Gründe, nicht den Chrome-Browser von Google zu verwenden. Einige davon gibt es in dieser hochkarätigen Tippsammlung.

Ich bin kein Missionar. Aber wenn ich einer wäre, dann würde ich versuchen, all die Chrome-Anwender zu bekehren. Denn es gibt drei Gründe, Chrome nicht zu verwenden: Erstens, weil er von Google kommt und er Google hilft, das Web zu dominieren. Zweitens, weil er nicht besonders benutzerfreundlich ist. Und drittens, weil Firefox besser ist.

Um das zu begründen, einige Tipps zu Firefox:

Die unglaublich nützliche, schnelle Suche

In den Einstellungen bei Suche im Abschnitt Ein-Klick-Suchmaschinen lassen sich Schlüsselwörter für die hinterlegten Suchmaschinen einrichten (Schneller googeln und bingen geht nicht). Ich habe beispielsweise das Schlüssel-«Wort» w für Wikipedia hinterlegt. Damit kann ich einfach und schnell beim freien Lexikon suchen. Dazu verwende ich das Kürzel und den Suchbegriff, also zum Beispiel: „Fünf grossartige Tricks für Firefox“ weiterlesen

Die Lösung für alle Probleme. Nur leider läuft sie nicht auf dem Smartphone

Boris und ich haben ein Problem, das ihr vielleicht auch kennt: Es sind die Nachrichten, die man nicht beantwortet, weil man sich nicht mehr erinnern kann, in welcher App man sie eigentlich bekommen hat.

Gibt es Softwareprogramme, die es nicht gibt? Das war die Frage in meinem Blogpost Auf der Suche nach dem schwarzen Softwareschwan. Ich wollte wissen, ob Ihr in eurem Alltag für alle wesentlichen Aufgaben eine passende Anwendung gefunden habt oder ob es Lücken gibt – Dinge, die ihr entsprechend nur auf Umwegen oder gar nicht vernünftig erledigt bekommt.

Die Resonanz auf die Frage war nicht riesig. Ich schliesse daraus, dass die Lücken im Angebot relativ klein sind. Die meisten Leute haben offenbar ein  Instrumentarium zur Hand, mit dem sie einigermassen zufrieden sind. Und das ist gut zu wissen.

Ein paar interessante Antworten gab es – und zwar ausschliesslich auf Facebook. (Was, nebenbei bemerkt, überraschend ist. Früher kamen die spannenden Inputs eher auf Twitter herein.)

Boris schreibt: „Die Lösung für alle Probleme. Nur leider läuft sie nicht auf dem Smartphone“ weiterlesen