Eine PDF-App, die nur wenige Wünsche offen lässt

I love PDF ist eine App, die als das Ei des Kolumbus in Sachen PDF gelten darf. Mit einer Einschränkung, allerdings.

Habe ich nun endlich die PDF-Anwendung gefunden, die mir alle Wünsche erfüllt? Diese Hoffnung ist neulich bei mir aufgekeimt, nachdem ich I love PDF entdeckt hatte. Das ist ein Webdienst, der ganz ähnlich funktioniert wie die diversen Dienste, die an dieser Stelle bereits vorgestellt wurden.

Das Alleinstellungsmerkmal besonderes Merkmal¹ besteht nun darin, dass I love PDF nicht nur online zur Verfügung steht, sondern für den Offline-Gebrauch auch für den Desktop, also Windows und Mac und für die mobilen Plattformen: Für Android und fürs iPhone und iPad.

Einem ersten, kritischen Blick hält die App stand: Es gibt vier Bereiche, die alles abzudecken scheinen, was man braucht: „Eine PDF-App, die nur wenige Wünsche offen lässt“ weiterlesen

Ein sinnvolles Hobby für unsere PCs und Macs

Bei den Ausserirdischen fängt es an – und mit der Bekämpfung von Covid-19 hört es hoffentlich noch längst nicht auf: Das Potenzial des vernetzten Rechnens.

Das Prinzip des verteilten Rechnens ist euch sicher bekannt: Statt eines einzigen gigantomanischen Supercomputers verwendet man viele normale Computer, die sich parallel an einer Teilaufgabe zu schaffen machen. Der Clou dabei: Diese Computer erledigen diese Aufgabe nebenbei; quasi als Hobby.

Dieses Prinzip ist nicht neu. Das bekannteste Projekt ist Seti@home. Das läuft bzw. lief seit Mai 1999. Ich bin irgendwann anfangs 2001 dazugestossen. Am 19. Februar 2001 habe ich im Artikel «Von Freund zu Freund tauschen» Folgendes geschrieben: „Ein sinnvolles Hobby für unsere PCs und Macs“ weiterlesen

Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad

Configurator 2 hilft bei der Konfiguration von iOS-Geräten. Die App ist für Unternehmen und Organisationen ausgelegt, doch sie hilft auch in Haushalten weiter, in denen unbotmässig viele iPhones und iPads im Einsatz sind.

Bei den Recherchen für mein Patentrezept-Video zur Perfektionierung des Homescreens habe ich Apple Configurator 2 entdeckt. Das ist ein Programm für den Mac, das kostenlos im Mac App-Store zu haben ist. Es ist dazu da, iOS-Geräte zu konfigurieren. Man schliesst ein iPhone, iPad, iPod Touch oder Apple TV per USB an und wählt Einstellungen, installiert oder deinstalliert Apps, stellt Daten bereit und ähnliche Dinge.

Configurator 2 ist nicht für die Normalanwender gedacht, sondern für Unternehmen, Schulen oder andere Organisationen, die eine grössere Anzahl Geräte in Anwendung haben. Vielleicht könnte man die App auch eine MDM-Lösung für Arme nennen. „Der Konfigurations-Holzhammer fürs iPhone und iPad“ weiterlesen

Gimp ist noch immer keine Schönheit – aber ein echter Schwerarbeiter

Wie hat sich Gimp mit den letzten Versionen entwickelt? Über die Funktionen müssen wir nicht diskutieren – das Programm kann alles, was man braucht. Darum geht es hier um Performance, Oberfläche und Bedienung.

Ich habe mir erlaubt, diesen Beitrag hier mit Lesertipp zu taggen. Und das, obwohl der Tipp nicht an mich persönlich gerichtet war und Gabi Salvisberg meines Wissens auch nicht zu den regelmässigen Leserinnen dieses Blogs gehört. Aber vielleicht lässt sich das mit dezenten Erwähnung hier ändern.

Unzweifelhaft ist, dass ihr Tipp bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Ich gehöre zu den Leuten, die sich Gimp unbedingt wieder einmal ansehen sollten. Mein letzter Stand, was diese Software angeht, stammt ungefähr aus dem Jahr 2014, wo ich ein Video mit Peter Jäger von Pre2media zu alternativen Bildbearbeitungsprogrammen mit professionellem Anspruch gemacht habe. 2012 habe ich es im Rahmen unserer damaligen «Daily Digital»-Rubrik für die iPad-App des Tagesanzeigers, selbst vorgestellt.

Die Quintessenz war für mich immer die gleiche: „Gimp ist noch immer keine Schönheit – aber ein echter Schwerarbeiter“ weiterlesen

Fünf heisse Tipps für Catalina

Mac OS X 10.15 alias Catalina hat uns einigen Kummer bereitet. Doch zur Versöhnung hat Apple auch einige kleinere Verbesserungen eingebaut, die es in sich haben. Die fünf besten gibt es hier.

 Fenster einfacher anordnen

Fenster anordnen und verschieben.

Den Trick habe ich vor Kurzem selbst entdeckt und dann bei «The Verge» gelesen: Wenn man den Mauszeiger bei Mac OS 10.15 alias Catalina in der linken oberen Ecke eines Fensters auf dem grünen Maximieren-Knopf platziert, erscheint ein Popup-Menü.

Es bietet den Befehl zum Maximieren an. Aber nicht nur: „Fünf heisse Tipps für Catalina“ weiterlesen

Jetzt endlich schlägt Karl Klammers Stunde

Die künstlich intelligenten Funktionen in Office sind mehr als eine Spielerei. Und sie deuten an, was wir von der nächsten Software-Generation erwarten dürfen.

Erst vor Kurzem habe ich die neue Office-App lobend erwähnt. Und bereits komme ich wieder in die Verlegenheit, über Microsoft berichten und den Konzern sogar loben zu müssen. Da fragt man sich schon: Was ist aus der guten alten Zeit geworden, wo eine solche Kadenz nur wegen ständiger Missetaten zu erklären gewesen wäre?

Aber es ist tatsächlich so: Microsoft macht dieser Tage nicht mit Sicherheitslücken, Wettbewerbsverzerrung oder Steueroptimierung zu reden. Wobei, kurzer Einschub, ich nicht sicher bin, ob Microsoft dieser Tage wirklich mehr Steuern zahlt als noch 2016. Aber das müssen die wirtschaftskundigen Kollegen klären.

An dieser Stelle geht es um die Produkte. Und um die überraschende Beobachtung, dass sich Microsoft innovativ zeigt. Der Konzern legt eine fast schon unheimliche Lust an den Tag, angestaubte Produkte neu zu erfinden. Und er macht das bei einem Produkt, das nicht mehr viel angestaubter sein könnte.

Nämlich Office. Wann war diese Bürosoftware zu Ende entwickelt? Ich würde sagen, noch im letzten Jahrtausend. Zu Office XP jedenfalls habe ich seinerzeit geschrieben: „Jetzt endlich schlägt Karl Klammers Stunde“ weiterlesen

Ist Flash jetzt endlich tot?

Es ist wie ein Flashback in die alte, nicht so ganz gute Zeit, wenn sich aus heiterem Himmel der Flash-Updater meldet. Doch das Ende ist nah!

Neulich hat mich mein Computer wieder einmal mit einer Meldung belästigt, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte: Es stehe eine neue Version von Adobe Flash bereit, die ich doch bitte installieren solle. Und ich habe mich gefragt: Wann ist das Ding endlich tot?

Adobe schreibt, man werde Flash noch während des ganzen Jahres 2020 pflegen. Daraus schliesst Microsoft hier knallhart, das Ende sei am 31. Dezember 2020 gekommen. Die Browser führen die Inhalte aber nur noch auf expliziten Wunsch hin aus: Click to play heisst diese Funktion, über die ich mich im Beitrag Unausgereifte Schutzfunktion seinerzeit ausführlich ausgelassen habe.

Auch wenn wir uns für die Beerdigung noch etwas gedulden müssen, lässt sich eines feststellen: Man kommt heute ohne Flash gut über die Runden, beziehungsweise durchs Netz. Es ist daher nicht verkehrt, allein aus Sicherheitsgründen, Flash zu deinstallieren. „Ist Flash jetzt endlich tot?“ weiterlesen

Wumms aus der Wolke

Bei Shadow mietet man sich einen PC in der Cloud. Gedacht ist das für Gamer, aber wie ich ausprobiert habe, kann man auch problemlos anspruchsvolle Anwendungsprogramme laufen lassen.

Mit Digichris habe ich neulich eine Sendung zum Cloud Computing gemacht: Rechenpower aus der Wolke.

Die Idee ist einleuchtend: Statt dass man sich selbst einen hochgezüchteten Gaming-PC baut, mietet man einen übers Netz. Man kann ihn auch über schwachbrüstige Endgeräte nutzen, sodass man seine alten Laptops oder PCs nicht wegwerfen, sondern weiter benutzt. Und sogar Tablets oder, mit Abstrichen, High-End-Smartphones sind benutzbar.

Nun bin ich kein Gamer mit Ambitionen. Ich betreibe Casual Gaming, hauptsächlich am Smartphone. Noch heute sind meine Ziele in dieser Disziplin bescheiden. Ich bin zufrieden, wenn ich bei der Solitaire Collection von Microsoft das Tagesziel erreiche.

Nun kann man diese gemieteten Computer nicht nur fürs Gaming benutzen – zumindest in den meisten Fällen. Fürs Video habe ich Shadow getestet, einen Anbieter aus Frankreich. Er stellt einem einen Windows-Desktop zur Verfügung. Auf dem kann man installieren, was man will: Steam, um sich dann die Lieblingsgames zu holen. Oder aber auch die Creative Cloud von Adobe – so, wie ich es getan habe. Denn es ist nicht so, dass ordentlich Rechenpower nur fürs Zocken brauchbar wäre. Man kann damit zum Glück auch sinnvolle Dinge anstellen. „Wumms aus der Wolke“ weiterlesen

Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren

Die automatischen Textersetzungen beim iPhone und Mac sind praktisch beim Googeln, Bloggen und bei vielen anderen Gelegenheiten. Nur schade, dass sie in Firefox und Chrome nicht richtig funktionieren.

Eine der wirklich praktischen Funktionen in der Apple-Welt ist die automatische Textersetzung. Es gibt die beim Mac, beim iPhone und iPad – und dank der iCloud werden die Ersetzungen erst noch automatisch via iCloud synchronisiert.

Ich benutze zum Beispiel das Kürzel sitew, das automatisch zu site:wikipedia.org erweitert wird. Auf diese Weise lässt sich mittels Google direkt bei Wikipedia suchen. Ich habe auch sitet für Tagesanzeiger.ch, sitec für dieses Blog hier und ein paar andere Kürzel eingerichtet, um via Google die fraglichen Websites absuchen zu können.

Auch sehr praktisch: Mittels Textersetzung macht es keinen Aufwand, in einem Blogpost die Quellenangaben für die  Bilder von Pexels, Unsplash und Pixabay platzieren. kpxl fügt die Lizenzangabe für Pexels ein, kusl für Unsplash – und so weiter (das k steht bei mir seit Jahren am Anfang solcher Kurzphrasen). Mit diesen automatischen Erstzungen spare ich enorm viel Zeit.  Und besonders nützlich sind sie am Tablet und Smartphone, wo die Verlinkung ohne Hilfsmittel eine enorm mühsame Angelegenheit ist. „Ein nützlicher Trick – und wie Firefox und Chrome ihn sabotieren“ weiterlesen

Mit Studio-Link klingt Radio besser

Die Qualitätsoffensive beim Nerdfunk war ein voller Erfolg: Wir haben Skype in die Wüste geschickt und auf Studio-Link umgestellt.

Derzeit ist vieles anders. Auch bei Radio Stadtfilter. Dort ist der Sendebetrieb eingeschränkt, weil … naja, ihr könnt es euch ausmalen. Der Nerdfunk soll aber weitergehen. Das ist uns wichtig. Erstens, weil der digitale Aufklärungsbedarf in Zeiten von Homeoffice und Videoconferencing hoch ist. Und zweitens, weil wir der Ansicht sind, dass man so ein Projekt durchziehen muss, so lange es nur geht.

Und dieser Tage ist es zum Glück gar keine so grosse Sache, eine Sendung in sendefähiger Qualität von zu Hause aus zu produzieren. Ich habe vor gut vier Jahren im Btwareüro eine Studioecke eingerichtet, die den etwas grossspurigen Namen Bruehlgarden Studios trägt.

Mit einer Sache war ich aber unzufrieden. Die Verbindung zu meinen beiden Mitstreitern Kevin Rechsteiner und Digichris habe ich bisher mittels Skype aufgebaut. Das funktioniert unkompliziert. Aber es ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Erstens ist die Audioqualität mässig. Und zweitens gibt es eine recht grosse Latenz (Verzögerung). „Mit Studio-Link klingt Radio besser“ weiterlesen