Adobes Unterlassungssünde

Wer bei Adobe seinen Willen bekommen will, muss zu groben Methoden greifen. Und nicht davor zurückschrecken, die Creative Cloud zu hacken.

Ich schlage mich neuerdings mit Adobe, der Creative Cloud und auch dieser Schnittsoftware herum – siehe dazu auch: Die Premiere muss leider verschoben werden. Und dabei bin ich auf eine Sache gestossen, die öffentlich erörtert werden muss. Denn einer von uns beiden steht auf dem Schlauch – entweder ich oder Adobe.

Es geht darum, dass man mit Adobe-Programmen noch einige Dinge zusätzlich bekommt, um die man keineswegs gebeten hat. (Okay, mit «man» bin ich gemeint.) Zu diesen Dingen gehört das Abomodell. Und dazu gehört auch diese sogenannte kreative Wolke, englisch Creative Cloud oder abgekürzt CC.

Gigabyteweise Datenmüll

Nachdem ich also Premiere installiert hatte, ist mir aufgefallen, dass auf meinem Mac plötzlich ein Ordner auftauchte, der mit zwei Gigabyte an Daten zugemüllt war. Das hat mich wenig erfreut, da ich gerade einige Anstrengungen unternommen hatte, meine Festplatte von ebensolchen Mülldateien zu befreien.

Bei näherer Betrachtung ist mir aufgefallen, dass ich an diesem Müll nicht ganz unschuldig war: „Adobes Unterlassungssünde“ weiterlesen

Die Premiere muss leider verschoben werden

Mir blüht ein Umstieg von Final Cut Pro von Apple zu Adobe Premiere Pro. Dazu habe ich erste Beobachtungen – und auch eine klare Empfehlung, welche Software für Neueinsteiger die bessere Wahl ist.

Seit bald sechs Jahren produziere ich meine Videoserie Digitale Patentrezepte. Die Schnittsoftware, die zu diesem Zweck zum Einsatz kommt, ist Final Cut Pro von Apple. Ich habe sie in der Zeit schätzen gelernt: Sie hat alle Funktionen, die ich brauche, und ich komme zügig und effizient ans Ziel.

Nun sieht es aber nach einem Wechsel zu Premiere Pro von Adobe aus. Er ist überfällig: Meine Kollegen vom Videoteam bei der Tamedia sind vor mehreren Jahren umgestiegen. Mein Sonderzüglein war bislang kein grundsätzliches Problem, da ich fertige Videos fabriziere. Trotzdem wäre es sinnvoll, dass wir alle mit der gleichen Software arbeiten, allein wegen der viel zitierten Synergien.

Ein Wechsel hat einen klaren Vorteil: Ich kann nicht nur mit meinem Macbook schneiden, sondern auch mit Windows. Das würde ich sehr begrüssen, allein, weil Apples Strategie bei den Macs und bei der Pro-Software immer mal wieder Fragen aufwirft. Ich habe mir deswegen seinerzeit Davinci Resolve angesehen, bin damit aber nicht warm geworden.

Es gibt einen klaren Nachteil, und der liegt auf der Hand: „Die Premiere muss leider verschoben werden“ weiterlesen

Schnelle Aufräumaktionen beim Mac

Tipps für die Beseitigung von Altlasten mittels der praktischen Speicherverwaltungs-App des Mac. Und nebenbei gibt es auch noch einige gut versteckte Systemprogramme zu entdecken.

Wie die Zeit vergeht! Im Beitrag Die inneren Werte eines Mac erkunden habe ich vor gut sieben Jahren das Dialogfeld Über diesen Mac vorgestellt. Das ist über das Apfelmenü zugänglich, und es ist damals stark verbessert worden – mutmasslich mit Mountain Lion oder vielleicht auch der Vorgängerversion.

Inzwischen ist ein weiteres, nützliches Diagnoseinstrument dazugekommen. Das ist zwar mit Systeminformationen angeschrieben, heisst aber eigentlich Speicherverwaltung. Und es ist im Dialog Über diesen Mac im Reiter Festplatten über die Schaltfläche Verwalten zugänglich.

Was könnte man hiermit wohl alles anstellen?

Man findet es auch als Applikation im Verzeichnis /System/Library/CoreServices/Applications/, in dem es noch ein paar andere interessante Anwendungen gibt, mit denen man als Nerd unbedingt einmal herumspielen möchte. Um den Ordner zu öffnen, kann man wie hier beschrieben den Library-Ordner hervorzaubern. Oder man sucht mittels Spotlight nach Über diesen Mac und doppelklickt bei gedrückter Command-Taste auf die Fundstelle im Dateisystem.

In diesem gut versteckten Ordner mit Systemprogrammen gibt es einige Trouvaillen. „Schnelle Aufräumaktionen beim Mac“ weiterlesen

Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen

Die Browser verhalten sich am Mac komplett irrational, wenn es ums Zoomen geht – im Vergleich zu Windows ist das eine bare Katastrophe.

Manchmal fragt man sich, ob eigentlich die ganze Welt spinnt – oder man vielleicht selbst ein Rad ab hat.

Heute geht es um so einen Fall. Und ich bin sehr an eurer Meinung interessiert: Sagt mir – bzw. schreibt es mir in die Kommentare –, falls ich etwas nicht richtig verstanden habe, überreagiere oder mich sonstwie unbotmässig verhalte. Ich möchte nicht in den Verdacht geraten, aufs Alter komisch zu werden.

Also, es geht um die beiden Browser Safari und Firefox, bzw. deren Interaktion mit dem Touchpad am Mac im Zusammenhang mit der Spreizgeste. Diese Geste besteht darin, dass man den Daumen und den Zeigefinger auf dem Touchpad auseinander bewegt und. Dadurch wird eine Zoomaktion ausgeführt. In einer Foto-App beispielsweise vergrössert man die Anzeige der Pixel und verkleinert den sichtbaren Bereich.

In den beiden Browsern Firefox und Safari tut sie das Gleiche. Und damit sind wir bei der Frage, wie sinnvoll das ist. Spoiler: Ich halte es für etwas vom Unausgegorensten, was ich seit Jahren gesehen habe. Aber erst einmal zu den grundsätzlichen Dingen: „Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen“ weiterlesen

Da springt der E-Mail-Funke

Die Mailapp, die alles kann: Spark hat mich in eine grössere Begeisterung versetzt, als ich es für möglich gehalten hätte.

Nachdem ich mich noch im letzten Jahr darüber beklagt hatte, dass die Mail-App von Apple am iPhone und iPad zwar ihren Zweck erfüllt, aber ansonsten nicht gerade der Überflieger ist, mache ich nun mein Versprechen wahr und werfe einen Blick auf Spark.

Das ist eine Mail-App, die es fürs iPhone, iPad, den Mac und Android gibt und die von sich nicht gerade unbescheiden behauptet, sie sei die beste E-Mail-App – zumindest für jene Plattformen, auf denen sie verfügbar ist. Eine Windows-Variante steht seit längerem in Aussicht, hat sich aber noch nicht materialisiert. Ich habe mir die iPhone-Variante angeschaut.

Der erste Eindruck von Spark ist positiv: Die App macht einen modernen Eindruck und macht genau das, was ich von einem Mailclient am Smartphone erwarte: „Da springt der E-Mail-Funke“ weiterlesen

Unkompliziert Dateien verschwinden lassen und wieder zum Vorschein bringen

Eine einfache Methode, wie man beim Mac versteckte Dateien und Ordner anzeigt und selbst versteckte Datenablagen einrichtet.

Einmal mehr nehme ich mir vor, wieder kürzer zu bloggen. Und natürlich werde ich auch dieses Jahr scheitern – aber vielleicht klappt es ja beim wenigstens bei den ersten paar Versuchen.

Also, hier geht es um einen praktischen kleinen Tipp für den Mac, der in der geschilderten Weise meines Wissens erst seit einigen Versionen des Betriebssystems funktioniert – aber überaus praktisch ist.

Der Trick bezieht sich auf die unsichtbaren Dateien beim Mac. Die meisten Betriebssysteme verstecken gewisse Dinge vor dem Benutzer. Sie tun das, damit der Benutzer nicht abgelenkt wird durch Dateien und Ordner, die er nicht direkt bearbeiten muss.

Und ein gewisser Selbsterhaltungstrieb kann man den Betriebssystemen auch unterstellen: „Unkompliziert Dateien verschwinden lassen und wieder zum Vorschein bringen“ weiterlesen

So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)

Apps zum Verstecken von verfänglichen Fotos gibt es viele – doch die meisten taugen nichts. Safe + macht es besser: Diese App nicht sensible Dateien aller Art entgegen und macht auch den Umgang mit ihnen einfach.

Im Beitrag Was man nicht an die grosse Glocke hängt habe ich nebst anderen Methoden zur Geheimniskrämerei eine praktische App vorgestellt, mit der man Fotos, Videos und andere Informationen am iPhone und iPad extra sichert. Sie werden durch ein Extra-Passwort geschützt, sodass sie auch dann privat bleiben, wenn der Geheimdienst das Telefon knacken sollte – oder wenn man einem Freund, einer Lebensgefährtin oder der ganzen Familie den Gerätecode anvertraut haben sollte.

Der Clou bei Secret Calculator war obendrein, dass die App die geheimen Informationen getarnt hat: Die App war nämlich auch ein Taschenrechner, den man ganz normal benutzen konnte. Erst nach Eingabe eines Codes ist man bei der Datenablage gelandet.

So charmant das auch war – ich musste mich nach einer Alternative umsehen, weil Secret Calculator aus dem App Store verschwunden ist. Ich habe diverse Apps durchprobiert. Doch viele der Apps, die vor allem zum Verstecken von Nackedei-Fotos gedacht sind, machen einen unausgegorenen und wenig vertrauenerweckenden Eindruck. „So sieht keiner deine Schmuddelbilder (oder die Geheimdokumente)“ weiterlesen

Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise

Ich stelle Notion im Video vor. Das ist eine App, die wahrscheinlich gerade deswegen so nützlich ist, weil es einem schwerfällt zu beschreiben, was sie genau tut.

Das Video, um das es heute hier geht, ist zugegebenermassen nicht mehr als die Verfilmung eines Beitrags aus diesem Blog, nämlich Eine Notiz-App, die die Leute zum Schwärmen bringt. In dem ging es um die Notion. Das ist eine Anwendung, die es für den Browser, die mobilen Plattformen (iPhone, iPad und Android), sowie für Windows und Mac gibt.

Ich habe sie im ersten Beitrag als Notiz-App bezeichnet. Die Bezeichnung wird der Sache aber nicht wirklich gerecht. Man kann Notion für Notizen brauchen – und somit als Ersatz für die Apps, die ich im Beitrag Wie ich einmal die 100-Millionen-Dollar-Idee vergessen habe vorgestellt habe –, doch damit schöpft man die Möglichkeiten nicht aus. Notion ist für komplexe Informationssammlungen ausgelegt.

Damit stellt sich die Frage, welches die passende Kategorie wäre. Darüber habe ich nachgedacht, und die Frage hat sich als komplizierter entpuppt als im Vornherein gedacht. Da meinen Ausführungen zur näheren Bestimmung der richtigen Zuordnung dieses Produkts womöglich nicht alle Leserinnen und Leser folgen möchten – ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass manche die Abhandlungen unter dem Stichwort WGAS verbuchen werden – hier erst einmal das Video: „Was auch immer diese App tut – sie tut es auf klevere Weise“ weiterlesen

Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert

… und drei Vorschläge, wie die Betriebssystemhersteller uns die tägliche Arbeit noch viel angenehmer machen könnten.

Wer dieses Blog hier regelmässig liest, dem fällt auf, dass manche Beiträge als Patentrezept-Video verfilmt werden. Das passiert bei den Themen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie für ein breites Publikum interessant sind – und natürlich auch, dass sie einen ansprechenden Clip ergeben, der prägnant und deutlich kürzer als der typische Post hier sein sollte.

Das ist nun wieder einmal passiert. Der Beitrag Für Leute, denen gelegentlich der Mauszeiger abhanden kommt hat eine Verfilmung erfahren.

Es geht neben dem Problem, wie man den Cursor auf einem riesigen Bildschirm einfacher wiederfindet, noch um zwei weitere Angelegenheiten, die uns Computernutzern regelmässig oder sogar ständig das speditive Arbeiten vermiesen.

Zum zweiten ist das die Capslock-Taste, die die allermeisten Leute in den allermeisten Fällen versehentlich betätigen – und die in den Fällen, in den man sie in voller Absicht benutzt, auch nur dazu da ist, um die Leute im Internet anzuschreien (siehe hier, Abschnitt «Lesbarkeit»). „Drei Tipps, wie man sich den Computeralltag erleichtert“ weiterlesen

Thunderbird jetzt mit eingebauter Verschlüsselung

Beim Mailprogramm von Mozilla gibt es nun endlich direkt eingebaut OpenPGP und S/Mime. Das ist eine gute Gelegenheit, auf Gmail herumzuhacken und sich zu überlegen, wie man das E-Mail neu erfinden könnte.

Letztes Jahr habe ich nach einer längeren Evaluation von diversen Mailprogrammen (Mailbird, Em Client, Mailspring und The Bat) entschieden, meine private Korrespondenz mit Thunderbird abzuwickeln. Ich bin sogar so weit gegangen, diesen Entschluss zu begründen. Woraufhin ich mir die Frage gefallen lassen musste, weswegen man im 21. Jahrhundert überhaupt noch ein lokales Mailprogramm würde verwenden wollen. Weil GMail doch bekanntlich das Nonplusultra sei – und überhaupt.

Aber wie auch schon dargelegt: Ich nutze Google nur dann, wenn es unvermeidlich ist und suche nach Alternativen, wo es Sinn ergibt. Bei Gmail fällt mir das besonders leicht. Erstens, weil ich Googles Webmail als umständlich und als nicht sehr funktional erachte. Und zweitens, weil diese Webanwendung in Firefox trotz aller Tricks so träge ist, dass man vermuten muss, Google wolle einem die Benutzung von Chrome schmackhaft machen.

Ausserdem finde ich es nach wie vor sinnvoll, das Mailarchiv auch lokal vorzuhalten. Darum bleibt es beim lokalen Programm und bei Thunderbird. „Thunderbird jetzt mit eingebauter Verschlüsselung“ weiterlesen