Blaue Bälle

«Das Blue Balls macht seinem Namen alle Ehre»

Diese Aussage habe ich eben auf DRS3 gehört und hat bei mir eine so starke körperliche Reaktion ausgelöst, dass ich umgehend ein Mail mit folgendem Inhalt ans Staatsradio schicken musste:

Bitte um eine nähere Erklärung oder den Hinweis, dass diese Aussage nicht wörtlich zu verstehen ist!

Das «Blue Balls» ist ein Festival, das im noblen Kultur- und Kongresszentrum Luzern stattfindet und dessen nicht so nobler Name mir einige Rätsel aufgibt. Ich war nie bei diesem Festival und werde einen Besuch auch nicht in Erwägung ziehen, so lange ich allenfalls irgendwann die Vaterschaft antreten möchte. Ich kann mir diesen Namen wirklich nur so erklären, dass hierzulande Kenntnisse der englischen Sprache zwar gern postuliert werden, dann aber doch nicht vorhanden sind. Und dass man auch von Wikipedia nie gehört hat. „Blaue Bälle“ weiterlesen

Ver-apple iphönelt

Das iPhone werde ich nicht kaufen, auch wenn mich His Steveness auf Knien anfleht.

Das hat dieser Blogger hier in diesem Blog vor genau 275 Tagen geschrieben. So geschickt, wie ich das damals formuliert habe, kann ich mich noch nicht einmal aus der Affäre ziehen, indem ich behaupte, His Steveness hätte mich auf Knien angefleht. (Was ihr natürlich alle glauben würdet.)
Ich würde euch ja gern Schweigegeld bezahlen, damit dieser 180°-Meinungsumschwung nicht publik wird. Aber nach aktueller Zählung hat der Beitrag «iPod und die Folgen» 4993 Views. Wenn ich also jedem zwänzg Stutz zahle, ergibt das fast 100’000 Franken. Also bleibt nur der Gang nach Canossa und die Bitte an meine Leser, über die fehlende Willensstärke des Herrn Schüssler hinwegzusehen.
Also, ja, ich gestehe: Ich habe ein Eifoun bestellt. Ja. Gut, das iPone Driitschii. Ich könnte ja nun behaupten, das damalige Bekenntnis hätte sich auf das Eifoun 1.0 bezogen. Das wäre zwar nicht ganz gelogen, aber Haare gespalten.
Aber zum eigentlichen Thema. „Ver-apple iphönelt“ weiterlesen

www.adress.salat

Da habe ich mir vorgestern halbherzig einen SdM aus den Rippen geleiert, und dann lese ich heute das:

Der ICANN-Vorstand hat sich auf seiner Sitzung in Paris einstimmig für die Annahme des neuen Prozesses zur Schaffung von generischen Top-Level-Domains [gTLDs] ausgesprochen. Bereits im Frühjahr 2009 sollen sich Interessenten für die neuen Adressen bewerben können. (…) Der Vorstand sprach sich einstimmig für die Annahme des Entwurfs der ICANN-Unterorganisation Generic Names Support Organization [GNSO] aus (…) Das bedeutet, dass es schon bald neben Domains wie .com, .org und .net auch Adressräume wie .graz, .berlin und .verlag geben wird. (futurezone.orf.at)

Das ist, mit Verlaub, ein Riesenmist. „www.adress.salat“ weiterlesen

Realität ist, was ist

Ich bin euch noch einen SdM für Juni schuldig. Und ich bin geneigt, den SdM zum SdM zu erklären. Denn wie soll man entspannt bloggen, wenn man eine Rubrik mit eingebauter «Deadline» zu befüllen hat? Die schreit nach Postings, ohne sich an der Nachrichtenlage zu orientieren. Aber die Pein der Themensuche bleibt dem Blogger nicht erspart. Auch wenn Blogger gern so tun, als würden ihnen die Themen schon zufliegen, wenn sie am morgen die Jeans über den Hintern streifen.

Also, als ich mich heute Morgen angezogen habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass ich mich gestern bei meiner Abendlektüre ein bisschen aufgeregt habe. Ich lese gerade «Die dunkle Seite» von Frank Schätzing. Ein zentrales Element ist die Virtualisierung des Lebens. „Realität ist, was ist“ weiterlesen

Die Geisterschreiber kommen

«Systeme für messerscharfe Rechner» ist die Überschrift des Artikels auf Seite 14 und 15 in der «Computerworld» vom 23. Mai. Es geht um Blade-Server, also um Server in einer speziellen Bauform. Im Artikel geht es nicht um einzelne Modelle, sondern um die Vorteile von Blade-Servers und darum, wie KMUs sie einsetzen können. Illustriert ist der Artikel mit einem anderthalbspaltigen Abbildung eines IBM BladeCenters und einer dreispaltigen Abbildung eines HP ProLiant Blade-Systems. Geschrieben wurde der Artikel von Paul Schaffner. Die Fussnote verrät, dass der Autor Business Unit Manager Industry Standard Servers bei Hewlett-Packard Schweiz ist.

Gut, denn der Mann hat Ahnung, wovon er schreibt. HP ist weltweit Marktführer bei Blade-Servern. Der Tonfall des Artikels ist neutral und es kommt kein einziger Herstellername im Text vor. Er ist also auch objektiv und verlässlich als Informationsquelle (soweit ich das als Nicht-Blade-Server-Sachverständiger beurteilen kann). Nun, man kann sich natürlich fragen, ob im Text von «Blade-Systemen» die Rede wäre, wenn ein IBM-Manager ihn geschrieben hätte. Laut Wikipedia hat HP auch die Bezeichnung «Blade-System» geprägt, IBM verwendet den Terminus «BladeCenter». „Die Geisterschreiber kommen“ weiterlesen

Scripte auszubuddeln

Am Wochenende hatten wir ein Rendez-Vous mit Indiana. Wie ich lese, hat «The Kingdom of the Crystal Skull» einen guten Start hingelegt. Trotzdem; wer nun seit 19 Jahren auf den neuen Film gewartet hat, muss eine herbe Enttäuschung gewärtigen. Es gibt zu wenige Rätsel und zu viele Aliens. Offenbar kann Mr. Spielberg keine Filme mehr drehen, in denen keine Ausserirdische vorkommen (zum Glück gab es wenigstens in «Schindler’s List» keine).
Nein, das Problem ist das Drehbuch. Natürlich; «Indiana Jones and the Last Crusade» hat die Latte hoch gelegt. Mit Sean Connery gab es einen tollen Co-Star, dem Shia LaBeouf leider nicht das Gralswasser reichen kann. „Scripte auszubuddeln“ weiterlesen

Mit Mails die Umwelt retten

Immer häufiger lese ich am Ende von elektronischen Nachrichten die Aufforderung «Please consider the environment before printing this email» (Denken Sie an die Umwelt, bevor Sie dieses E-Mail drucken). Umweltschutz ist doch etwas Schönes, vor allem dann, wenn er keine Opfer erfordert, null Mühe macht und obendrein völlig gratis ist.
Also, liebe Leute, wenn Ihr mir Mails schickt, verkneift euch diesen gut gemeinten Satz. Mails lese ich nämlich immer am Bildschirm. Und wenn ich sie ausdrucke, dann mit triftigem Grund. Weil ich sie über mein Bett hängen oder in die Hostentasche herumtragen will. Wenn ihr mich belehren wollt, dann mit wirklich nützlichen Ratschlägen: „Mit Mails die Umwelt retten“ weiterlesen

Verbietet Google!

Was lese ich heute im «Tagi»? Das da:

«Wettbewerbsfähigkeit ist wahrscheinlich der meistverwendete und missbrauchte Begriff der modernen Ökonomie», sagt der Lausanner Professor Stéphane Garelli und verweist als Beleg auf die 10,5 Millionen Nennungen des Wortes in der Internet-Suchmaschine Google.

Hallo? Ist es jetzt so weit, dass Professoren Google brauchen, um ihre Aussagen zu untermauern? Das wäre für mich der richtige Moment, die Suchmaschine zu verbieten. Ansonsten werden wir unweigerlich mit folgenden Aussagen konfrontiert werden: «Sex scheint wichtig zu sein für die Leute», sagt Nikolaus Nixblicker, eine der leuchtendsten Koryphäen der jungen wissenschaftlichen Disziplin der Googologie und Besserwisserei und verweist auf die 748 Millionen Nennungen des Wortes in der Internet-Suchmaschine Google.

„Verbietet Google!“ weiterlesen

Vigara to sell

Now, it has finally happened. I am selling “Vigara” (no, that’s no typo). And “Ciails – No Perscritpion Needde”. Some dumb-ass is sending out spam with my e-mail address and tons of “Undelivered Mail Returned to Sender”, “Undelivered Mail Returned to Sender”, “Delivery Status Notification (Failure)” and “Returned mail: see transcript for details” filling up my mailbox.
Well, since that has happened to everyone who has an e-mail address, there is no use to complain. So, let me focus on another topic here:
„Vigara to sell“ weiterlesen