Wie Nerds bei Windows Dateien finden

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So aufgeräumt geht es auf der Festplatte selten zu und her. Darum braucht es gute Suchfunktionen. (Bild: Breakingpic/Pexels.com, CC0)

Die Windows-Suche ist ganz okay. Nicht grossartig, aber meistens findet man in weniger einer halben Stunde ungefähr das, was man gesucht hat. Nützlich finde ich die Einschränkungsmöglichkeiten. Mit name sucht man nur nach Dateinamen (name:hinz-kunz.doc). Mit art grenzt man nach Dateiart ein (art:ornder sucht nur nach Verzeichnissen). Typ erlaubt es, eine Filterung nach Dateiendung vorzunehmen (typ:mp4). Und Analog formuliert man Einschränkungen nach Änderungsdatum (datum:heute oder datum:‎04.‎07.‎2017 .. ‎14.‎07.‎2017) oder nach Dateigrösse. größe:groß findet zum Beispiel Dateien von 1-16 MB. Die Einteilung muss man sich nicht merken, die schlägt Windows vor, sobald man grösse: ins Explorer-Suchfeld tippt.

Sie dürfte gerne schneller sein – denn, so fragt man sich, wie kann es sein, dass Google das ganze Internet innert Bruchteilen von Sekunden durchsucht, eine Recherche auf der Festplatte aber ein Vielfaches länger dauert? Dafür gibt es natürlich eine technische Begründung (Dateisystem vs. Datenbank), aber die interessiert im Zweifelsfall nicht. Ich habe mir dafür mal Everything besorgt (auch erhältlich bei heise.de). Das ist ein Programm, das so aussieht, wie Windows-Programme ungefähr um die Jahrtausendwende ausgesehen haben, aber rasend schnell funktioniert.
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Fiber ahoi!

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Fiber! (Bild: Pixabay, CC0)

Es geht eine Ära zu Ende. Ich habe meinen UPC-Vertrag gekündigt und bei Init7 angeheuert. Mit der zweimonatigen Kündigungsfrist sollte der Wechsel bis Ende September abgeschlossen sein. Und dank eines Monats Überlappung hoffe ich, möglichst nicht zwischendurch mal ohne Internet dazustehen. (Salt würde es sicherlich danken.) Es sieht aber gut aus: Die Glasfaserdose ist schon montiert und Modem/Router ist auch schon da. Ich glaube, auch die Leitung ist geschaltet. Aber das sehe ich, wenn ich aus den Ferien zurück bin.

Gründe für den Wechsel gibt es mehrere. Der erste und vielleicht wichtigste Grund ist, dass meine Wohnstrasse inzwischen mit Fiber to the Home (siehe auch hier) erschlossen ist. „Fiber ahoi!“ weiterlesen

So schön wird die Retrozukunft gewesen sein

Die Facebook-Seite The Vault of the Atomic Space Age – oder, für Facebook-Hasser, das gleichnamige Tumblr-Blog ist eine wunderbare Anlaufstelle, wenn man in Retrofuturismus schwelgen möchte. Und wer möchte das nicht!

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Schwelgen in dem, was einmal hätte sein können.

Es gibt wunderbare Bilder vornehmlich aus der Periode von 1950 bis Ende 1970, die sehr schön wiederspiegeln, wie man sich damals die Zukunft vorgestellt hat. Technikglaube und Aufbruchstimmung haben vorgeherrscht und die Eroberung des Alls schien nur eine Frage der Zeit. Genauso wie kluge Roboter, fliegende Autos und die Überwindung der Schwerkraft in der Architektur. Gleichzeitig sind die Designvorstellungen der damaligen Zeit aus heutiger Sicht ziemlich angestaubt oder komplett überholt.

Das ergibt eine sehr interessante Mischung aus Vorwärts- und Rückwärtsgewandtheit. „So schön wird die Retrozukunft gewesen sein“ weiterlesen

Die schnelle Wörterbuchrecherche

Mein wichtigstes Textverarbeitungsprogramm ist der Browser. Ich schreibe zwar ab und zu auch in Notepad, Word, in InDesign oder InCopy, aber dieser Tage halte ich mich doch vornehmlich in Content-Management-Systemen auf: WordPress, Flatpress, gelegentich DynPG und natürlich auch in Content Dictator.

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Korpus lexical ist eine Konsole für Wörterbuchabfragen (unten links). Oben links die Auskunft von Duden.

Aus diesem Zweck benötige ich einige Browser-Erweiterungen, die das Texten komfortabler machen. Da ist Form History Control II als Versicherung gegen Datenverlust (Neuer Lebensretter). Da ist Easy Copy für die Links (Eine grossartige Firefox-Erweiterung!). Als Drittprogramm ist PhraseExpress für HTML- und BBCode-Codes im Einsatz (Tempo Teufel beim Bloggen). Und fürs Sammeln von Rechercheergebnissen benutze ich gerne Printfriendly (Man muss kein Internetausdrucker sein, um Printfriendly gut zu finden).

Etwas fehlt bei dieser Aufstellung: Nämlich eine gute sprachliche Unterstützung. Ich nutze einige Webdienste (Der freundliche Korrektor im Netz). Die muss ich allerdings erst aufrufen, was umständlich ist: Neuer Tab, Lesezeichen-Kürzel ins Adressfeld tippen, aufs Laden der Seite warten, Suchbegriff ins Feld eingeben…

… das muss auch einfacher gehen. „Die schnelle Wörterbuchrecherche“ weiterlesen

Der Asymmetrie den Kampf angesagt

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«Saurons Auge»

Es gibt eine Handvoll Tricks, mit denen auch komplette Kunst-Noobs hübsche Ergebnisse erzielen. Der erste Trick ist das Durchpausen, das man bei Fresh Paint (Das Kind in mir will den Surface Pro zum Malen) oder Sketchbook (Lasst uns den Pinsel schwingen!) praktizieren kann. Der zweite Trick macht sich die Symmetrie zunutze. Die Idee dahinter ist simpel: Wir empfinden Bilder tendenziell als hübscher, wenn sie eine auf den ersten Blick erkennbare Struktur haben. Auf symmetrie.org wird doziert, dass die Symmetrie einen Blick für Gleichmass, Ebenmass, Schönheit, Form, Raum, Dekoration, Ausstattung, Architektur und vieles andere mehr eröffnet. Andererseits behauptet einer in den Ordnungsprinzipien des Bildaufbaus, die Asymmetrie sei genauso ein legitimes Gestaltungsmittel. Da verstehe einer die Künstler! Trotz eines so widersprüchlichen Regelbuchs von Subventionen leben, jaja…

Äh, wo war ich. Genau: Die App Spirality (2.10 Franken im Windows Store) erhebt die Ausmerzung jeglicher Asymmetrie zum absoluten Gestaltungsprinzip. Es gibt verschiedene Pinsel: Die Single Brush wird an einer vertikalen Achse gespiegelt. Mit ihr zeichnet man Säulenhaftes und Gedrechseltes.

Die Spread Brush funktioniert ähnlich, nur dass sie nicht einen einzigen Strich, sondern mit einer Bewegung der Maus oder des Stifts mehrere Striche aufs Mal zeichnet, die mal weiter auseinanderlaufen und mal enger zusammenrücken – und ebenfalls anhand der senkrechten Mittellinie gespiegelt wird. „Der Asymmetrie den Kampf angesagt“ weiterlesen

Schnelle Texterkennung

Neulich hatte ich ein akutes OCR-Bedürfnis. optical character recognition ist die Erkennung von Text in einem Pixelbild mit Buchstaben und die Umwandlung in eine textverarbeitbare Datei. Hätte es sich nur um ein paar Sätze gehandelt, dann hätte ich es mit der Erweiterung Project Naptha für Google Chrome probiert: Sie erkennt den Text direkt im Bild, sodass man ihn ohne weitere Umstände dort markieren und kopieren kann: Und es funktioniert recht gut, wenn der Hintergrund nicht allzu unruhig ist.

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Unscheinbare Eingabemaske, perfektes Resultat.

Es handelte sich bei meinem Text aber um einen längeren Artikel in einem mehrspaltigen Layout, der obendrein in einem vergleichsweise niedrig aufgelösten Scan vorlag1. Mit so einer Vorlage kommen nur gute Texterkennungsprogramme zurecht – was nicht auf die Webdienste zutrifft, die man beim Googeln nach «OCR online» als erstes findet.

Irgendwo weiter hinten in der Trefferliste stösst man auf den Abbyy Fine Reader Online. Dort muss man ein Konto anlegen, was bei vielen anderen Diensten nicht notwendig ist. Aber weil Fine Reader von Abbyy einen sehr guten Ruf hat, wagte ich den Versuch. Und das Resultat: „Schnelle Texterkennung“ weiterlesen

Corel? Die gibt es noch?

Neulich bin ich durch Zufall auf einer Webseite gelandet, wo CorelDraw 2017 feilgeboten wurde. Spontaner Verblüffungsmoment: «Die gibt es noch?»

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Nach 22 Jahren und x Versionen immer noch vertraut.

Ich habe seinerzeit, 1995 muss es gewesen sein und wahrscheinlich mit der Windows 95-Euphorie zu tun gehabt haben, CorelDraw 6.0 erstanden. Falls mich die Erinnerung nicht täuscht, habe ich dafür 360 Franken hingelegt. Das war ein dickes Paket mit der Vektorgrafiksoftware Draw, dem Bildbearbeitungsprogramm CorelPaint und den typischen Dreingaben, für die Corel so berüchtigt ist: Also Schriften en masse und Tonnen von ClipArts. Der Kauf hatte stattgefunden, als mein Computer noch nicht am Internet hing. Darum hielt man diese Sammlungen damals für besitzenswert, weil man nicht einfach mal kurz online gehen und sich eine Schrift oder ein passendes Foto besorgen konnte.

Was ich mit dieser Software so getrieben habe, ist mir im Detail nicht mehr präsent. Abgesehen von einer Sache: Den grossartigen Clickomania-Hintergrund habe ich in CorelDream 3D selbst gerendert.

CorelDraw ist so ein Fall. „Corel? Die gibt es noch?“ weiterlesen

10 Jahre!

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Dieses Blog hat ungefähr so viele Jahre auf dem Buckel wie es Ballone im Bild hat. (Bild: Pexels.com, CC0)

Heute ist es so weit1: Dieses Blog hier feiert das zehnjährige Jubiläum. Fast 1800 Beiträge sind es, was fast genau einen Beitrag alle zwei Tage ergibt. Da ich seit etwa fünf Jahren fünf Tage die Woche blogge, wenn es die Zeit erlaubt, lässt das nur den Schluss zu, dass ich in der Anfangszeit ein ziemlich fauler Blogger war. Doch die Erkenntnis hat sich durchgesetzt: Ein Stammpublikum muss man sich erarbeiten, indem man sich oft zu Wort meldet.

Und wenn wir schon bei der Statistik sind: Alle Beiträge zusammen umfassen 1,1 Millionen Wörter mit 7,358 Millionen Zeichen. Ein Blogpost hier ist im Schnitt 4000 Zeichen lang. Das ist natürlich viel zu viel. 2000 bis 2500 Zeichen wären ein guter Richtwert. Wer sich mal schnell durchs Netz klickt, will kein ellenlanges Zeug lesen. TL;DR

Was die Kommentare angeht, gibt es davon um die 900. Das deutet auf eine gewisse Kommentarfaulheit der Leser hin. „10 Jahre!“ weiterlesen

Damit ihr nicht mit einem leeren Tablet in die Ferien müsst


Falls das Video nicht erscheint, bitte hier klicken.

Im Internet gibt es alles, auch gutes Lesematerial. Man kann es mal mit Fanfic probieren. Oder sich an die bewährten toten Autoren halten. Für letzteres gibt das jüngste Patentrezepte-Videos einige Tipps: Projekt Gutenberg und der unverzichtbare Epub-Generator, Project Gutenberg, librivox.org und loyalbooks.com. Und zu guter Letzt ein wirklich heisser Tipp für Fans von Hörbüchern – und von zeitgenössischen Geschichten und Autoren: „Damit ihr nicht mit einem leeren Tablet in die Ferien müsst“ weiterlesen

Wo all diese Stunden hinwandern

Gelegentlich trauere ich Wakoopa nach. Das war ein Dienst, den ich seinerzeit gerne genutzt habe: Er hat festgehalten, welche Apps man nutzt und daraus eine private Rangliste gemacht. Und nicht nur das: Es gab auch globale Nutzungs-Charts. In denen konnte man sehen, wie viele User ein Programm hatte und auch Vergleiche anstellen. Das war sehr nützlich, um die Verbreitung eines Programms abzuschätzen.

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Heute wurde nur wenig getrödelt…

Leider hat Wakoopa den Dienst eingestellt und bislang nicht wieder aus der Asche auferstanden. Und es gibt auch keine echte Alternative. Am nächsten scheint dem Dienst rescuetime.com zu kommen. Er installiert sich als App im Betriebssystem (Windows, Mac und Android) und sammelt die Daten, die im Webaccount zusammenlaufen – man erhält eine konsolidierte Übersicht auch wenn man mit mehreren Computern arbeitet.

Beim Einrichten seines Accounts wird man aufgefordert, seine Haupt-Aktivitäten anzugeben und mitzuteilen, welche Dinge einen denn am meisten ablenken. „Wo all diese Stunden hinwandern“ weiterlesen